- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Hotel La Pinta hat einen BaseCapSchild-artigen Eingang. Man läuft durch einen kleinen, gepflegten Garten mit Blumen und Kakteen. Die Lage ist optimal. Ein Hauptteil des Hotels bildet einen Bogen mit Blick über den kleinen, aber schönen Pool, weiter über die ca. 300 m lange Badebucht mit dunkelgrauem Sand bis zum Touristik-Jachthafen Puerto Colon. Die Promenade geht direkt am Hotel vorbei. Der Seitenflügel des Hotel hat links seitlichen Meerblick, rechts den Blick zur Spitze des Teide. Mittig kann man ab und zu das örtliche Markttreiben beobachten. Die Rezeption - erinnert eher an die einer Berliner Hinterhofpension - befindet sich im 4. Stockwerk. Gesprochen wird zu 99 % spanisch und englisch. Das Gepäck muss man selbst zum Zimmer schleppen. Auf den Fahrstuhl sollte man lieber nicht warten... da ist der Urlaub vorbei. Freundlichkeit oder Hilfsbereitschaft schienen Fremdwörter. Die Zimmer selbst lassen sich mit normalen Schlüsseln von innen und außen abschließen. Die gesamte Einrichtung des Hotels war ordentlich. Das Gebäude selbst ist Ende der 80er Jahre entstanden und 1999 renoviert worden. Wir hatten Halbpension gebucht, das Restaurant befindet sich in der 1. Etage. Die Gäste gliederten sich in Engländer, span. und belgisch-holländische Großfamilien, Russen sowie wenige Deutsche. 4 Tage hatte auch eine span. Jugendsportmannschaft das La Pinta als Domizil gewählt.... die 30 Personen waren tags und nachts nicht zu überhören. Absolut zu empfehlen sind Ausflüge in den Jungel-Park, den Loro-Park und eine Inselrundfahrt inkl. Masca-Tal. Abzuraten ist von einem Mietauto. Man fährt sehr aggressiv, findet kaum freie Parkplätze und nachts muss mit Randale am Fahrzeug gerechnet werden. Gegenüber den 90er Jahren hat sich die Natur, aber auch der Ort sehr zum Negativen verändert! Alles Schöne ist zugebaut, kaum noch zu finden. Man hat ein Gefühl von Beklemmung, wenn man zwischen den Hotelwänden entlang läuft. Die Rundfahrten haben an Quantität und Qualität verloren. Teneriffa ist keine 4,5 Stunden Flug mehr wert, leider! Ein Geheimtipp ist jedoch das Eiscafè "Europa" Richtung Los Christianos, ca. 2-3 Kurven hinter dem Hotel Jardin Tropical auf der Uferpromenade entlang. Ein originelles Mitbringsel für zuhause: der landestypische Mojo-rojo oder Mojo-verde, eine lecker-scharfe Knoblauchpaste in Öl, die zu fast jedem Essen passt.-
Unser erstes Zimmer hatte Nummer 205. Es bestand aus Wohnzimmer mit Klappcouchaufbettung für unsere Tochter, Esstisch mit Stühlen, Kofferablagen, moderner Küchenzeile (Ceranofen, Kühlschrank), Sat-TV (ARD, RTL, SAT), hatte einen riesigen Balkon und ein großes Schlafzimmer mit Elektronik-Safe (32 EURO/14 Tg.) und ebenfalls Zugang zum Balkon. Das Bad beinhaltete sogar ein Bidet. Alles war nicht steril, aber sauber. Ab und zu waren die neuen Handtücher grau oder hatten noch Reste von Haarfarbe. Leider mussten wir zweimal (mit eigenem Spanischsprachführer ausgerüstet) das Reparaturpersonal holen, da unsere Klimaanlage "Wasser spuckte". Trotz Instandsetzung (den Dreck durften wir selbst beseitigen), fingen die Wände rund um die Klimaanlage an zu blühen.... großflächiger, watteartiger Schimmel und Salpeter in Küche, Durchreiche und Stube war die Folge... Die Wand war bei unserem Einzug schon überpinselt gewesen, sicher nicht die erste Undichtheit! Man bot uns an, innerhalb von nur einer Stunde, den Schimmel zu beseitigen...!!! Mit Nachdruck erbettelten wir uns dann doch ein neues Zimmer. Unsere Gesundheit war uns wichtiger. Wir erhielten ein wesentlich kleiner geschnittenes Apartment (Zi. 331) im Seitenflügel. Das Schlafzimmer war wie ein Bunker, nur kleines Fenster zum Gang. Das Bad hatte keine aktive Abluft und stank 7 Tage lang nach den Abwässern etc. der anderen Gäste über uns. Auch unter dem Waschbecken suchte man ohne Erfolg nach einem Siphon. Die Klimaanlagen machten nicht gerade den saubersten Eindruck. Leben muss man auch mit der abendlichen Geräuschkulisse der vielen Musikbars, die sich von der Lautstärke alle zu überbieten schienen. Aber das weiß man, wenn man in Playa de las Americas Urlaub macht.
Zum Frühstück kam man sich vor, als wäre man in einer Selbstbedienung gelandet... die Tische mussten KOMPLETT von den Gästen eingedeckt werden. Das gab natürlich ein absolutes Bahnhofs- bzw. All-inklusive-"Ambiente". Gerenne pur! Am Getränkeautomat musste man seine Tasse jedes Mal in den Matsch des Vorgängers stellen und hatte nach dem Drücken des Auswahlknopfen ständig 2 Sekunden lang den Rest des vorherigen Getränkes mit in der Tasse.- Der Käse sah wellig aus, wie beim Aufbacken, die Wurst machte auch keinen frischen Eindruck. Das Vollkornschwarzbrot lag einmal - mit dickem weißen Schimmel überzogen - im Frühstückskorb! Ansonsten gab es fertige Eierkuchen, Würstchen, Speck, Rühr- und Spiegelei, Obst, Backwaren usw.- Schade, dass man nach dem Frühstück einen riesen Berg Verpackungsmüll übrig hat...- Es gab keine frisch gepressten Säfte und keinen Yoghurt. Am Abend gibt es täglich Fisch, Fleisch, Paella, Teigwaren, Pellkartoffeln, Reis.... Käse, Brot, Kuchen, Obst, Eis, Salate, diverse Dressings und viiiiiel Mojo. Den Inhalt der einzelnen Speisen muss man oft erraten, da kaum etwas ausgeschildert ist. Ein Unding ist, dass die Eiskelle nicht unter fließend Wasser, sondern in einem trockenen Plastebecher steht. Später steht die Kelle dann in buntem, dicken Eisschaum.... SALMONELLENGEFAHR PUR!!! Bezahlt wurde grundsätzlich bei erwähntem T-Shirt-Kassierer am Ausgang. Das Trinkgeld konnte jeder Gast selbst bestimmen. Die Preise für die Getränke waren wie in Deutschland. Abzuraten ist von den "Cocktails" an der Bar... Wasser mit Sirup würde den Inhalt besser beschreiben.
Check-in und Check-out im La Pinta sind Routineprogramme im wahrsten Sinne des Wortes... warum, wurde schon berichtet. Hat man im Hotel einmal ein Problem, bringt man am besten von zuhause gute Sprachführer und Wörterbücher mit. Die Zimmerreinigung ist nur zum Erstbezug ordentlich, denn an den weiteren Tagen sieht man kaum mal eine Kraft wischen etc. Oft fehlt sogar der Beutel im Abfalleimer. Die Betten werden nur grob gemacht.- Trotz eines Verbotsschildes am Pool, werden täglich die Liegen und Schirme von den Gästen frühzeitig reserviert... obwohl die entsprechenden Herrschaften die Liegen erst gg. Nachmittag nutzen!!! "Verwunderlich" ist auch, dass man zum Abendessen lange Hosen tragen muss... jedoch der (4-Sterne-)Kassierer im T-Shirt abkassiert. Was die Kellner betrifft, so weiß man nicht recht, wo diese ihr Handwerk gelernt haben. Getränke werden per Zuruf bestellt, teils falsch gebracht, die Tische systemlos abgeräumt und quer über den ganzen Tisch bedient. Von Aufmerksamkeit ganz zu schweigen. Auch Getränke- oder Weinkarten mit entspr. Preisen suchten wir vergebens.
Wie bereits erwähnt, war die Lage des Hotels sehr gut. Zur "Touristik"-Bushaltestelle ggü. dem Hotel Esmeralda musste man nur 5 Minuten laufen. Zur Badebucht führte eine Treppe vom Pool durch einen kurzen Tunnel, in dem ein kleiner Supermarkt war. Ein weiterer größerer Markt ist schräg ggü. dem Eingang zu finden. Rings um das Hotel sind zahlreiche Pubs, Bars, Restaurants und Läden. Leider wird man dadurch auch alle 10 Meter von "Schleppern" und "Animateuren" angenervt. Abends ist es noch schlimmer. Tipp: nur in die Gaststätten setzen, wo KEINER davor steht und wirbt! Ein gefährliches Pflaster in dieser Richtung sind die Rolltreppen des neu gebauten Einkaufscenters links vom Hotel. Dort wird man ständig abgefangen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die abendliche Animation war eher nüchtern... Bingo, Anaga-Band, Kinder-(Eltern!)Disco, etc. Ab und zu gab es Flamenco, Zauberei, Papageien-Shows oder Tanz. Alles im kleinsten Rahmen. Der Kinderclub war täglich geöffnet. Der Pool ist in Schwimmer und Nichtschwimmer unterteilt. Früh wird ein Eimer Chlorpulver im Wasser verteilt, eine Filteranlage sieht man nicht! Die Kinderrutsche ist aus Beton und relativ kurz. Durch die ständigen (nächtlichen) Reservierungen der Liegen, hat man kaum eine Chance, einen freien Platz am Becken zu bekommen. Das Poolrestaurant war auch eher leer. In der vorgelagerten, kleinen Badebucht kostet die Liege 3 Euro, der Schirm ist gratis. Der Kassierer kommt kaum vor 11 Uhr, genau wie die Rettungsschwimmer. Voll ist es am Strand erst gg. Nachmittag. Eigene Badetücher od. Strandmuscheln sind erlaubt. Wenn Flut ist, kann man sehr gut schwimmen, bei Ebbe tauchen zahlreiche Felsbrocken im Wasser auf. Der Nachbarstrand ist dunkler und 2 Liegen mit Schirm kosten dort 12 Euro. Abends kann man sehr schön bei Livemusik den Sonnenuntergang über Gomera genießen.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im Juni 2005 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Tilo |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 1 |