Wanderer in der böhmischen Schweiz © pszabo - stock.adobe.com
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Tschechien

Die 4 schönsten Nationalparks in Tschechien

Mathis GilsbachJournalist

Beeindruckende Felsformationen und verwunschene Wälder oder sanfte Hügel und breite Flüsse. Die tschechischen Landschaften sind vielfältig und voller Überraschungen. Nirgends lässt sich das so gut erleben, wie in den fünf Nationalparks des Landes. Wandert durch das Elbsandsteingebirge, frönt dem Wintersport im Riesengebirge oder radelt durch den Böhmerwald – tolle Naturerlebnisse und Ausblicke garantiert!

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Landschaft im Nationalpark Sumava, Tschechien © vencav - stock.adobe.com
Landschaft im Nationalpark Sumava, Tschechien © vencav - stock.adobe.com

Nationalpark Böhmerwald – Šumava

Sport mit Aussicht

Der Böhmerwald (tsch. Šumava) ist mit 690 Quadratkilometern der größte Nationalpark Tschechiens. Er befindet sich im Süden des Landes und grenzt an den deutschen Nationalpark Bayerischer Wald. Železná Ruda (Böhmisch Eisenstein) und Zadov sind die beiden wichtigsten Skiorte. Zadov ist insbesondere für Langlauf bekannt. Zahlreiche Loipen ziehen sich durch die verschneite Winterlandschaft und kombinieren sportlichen Anspruch mit schönen Ausblicken. Ganze 313 Kilometer Langlaufstrecken sind im Böhmerwald ausgewiesen. Doch auch wenn kein Schnee liegt, lohnt sich der Besuch. Egal ob Ihr lieber wandert, radelt oder mit dem Kanu unterwegs seid: Ganze 500 Kilometer Wanderwege und 300 Kilometer Radwege lassen viel Raum für ausgedehnte Touren durch die Fichten- und Buchenwälder des Nationalparks. Auf der Moldau (tsch. Vltava) und der Otava wiederum könnt Ihr auf 60 Kilometern  verschiedenen Wassersportarten nachgehen, wie Stand-up-paddeln oder Kanufahren.

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Wanderweg im Riesengebirge © Denny - stock.adobe.com
Wanderweg im Riesengebirge © Denny - stock.adobe.com

Nationalpark Riesengebirge – Krkonoše

Die Wiege der Elbe

Hier ist die Elbe noch ganz klein. Gemächlich fließt sie nur wenige Kilometer von ihrer Quelle entfernt durch Špindlerův Mlýn, die erste Siedlung entlang ihres langen Weges bis zur Nordsee. Knappe 7,5 Kilometer nordwestlich entspringt sie auf 1400 Meter Höhe, mitten im Nationalpark Riesengebirge (tsch. Krkonoše). Herz des Parks ist die Schneekoppe, der mit 1603 Metern höchste Berg Tschechiens. Zahlreiche Wanderwege führen hinauf oder schlängeln sich über die umliegenden Bergkuppen. Der Nationalpark erstreckt sich über eine Fläche von 550 Quadratkilometer. Allerdings ist ein großer Teil davon als Schutzzone für Tiere und Pflanzen gar nicht für die Öffentlichkeit zugänglich. Jedoch gibt es mit mehr als 120 Kilometern Wanderwege viele Möglichkeiten, die Natur des Riesengebirges zu erkunden. Angesichts der vielen Berge überrascht es nicht, dass Wintersport hier einen großen Stellenwert hat. Vor allem die Orte Harrachov, Špindlerův Mlýn und Pec pod Sněžkou ziehen mit ihren Pisten jedes Jahr zahlreiche Wintersportfans in den Nationalpark.

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Das Prebischtor im Nationalpark Böhmische Schweiz ©  daniel - stock.adobe.com
Das Prebischtor im Nationalpark Böhmische Schweiz © daniel - stock.adobe.com

Nationalpark Böhmische Schweiz – České Švýcarsko

Romantisches Elbsandsteingebirge

Wer die schroffen Felsformationen der Sächsischen Schweiz kennt, hat schon eine Ahnung von der abwechslungsreichen Landschaft im benachbarten Nationalpark Böhmische Schweiz. Dieser erstreckt sich über 79 Quadratkilometer auf der tschechischen Seite der Grenze. Ein Wahrzeichen des Gebiets ist das Prebischtor (tsch. Pravcická braná), ein natürlicher Felsenbogen mit einer Spannweite von 26,5 Metern. Das Tor erreicht Ihr von Hrenski und Mezni Louka aus. Ein gut ausgebautes Wandernetz mit Wegen verschiedenster Schwierigkeitsstufen durchzieht den Park. Die Startpunkte der Wanderungen sind dabei super mit öffentlichem Nahverkehr zu erreichen. Besonders in der Nationalparkbahn, die durch die böhmische und tschechische Schweiz fährt, kommt schnell romantische Stimmung auf angesichts der Märchenwaldlandschaft, die am Fenster vorbeizieht.


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Blick auf den Fluss im Nationalpark Podyji © Jan - stock.adobe.com
Blick auf den Fluss im Nationalpark Podyji © Jan - stock.adobe.com

Nationalpark Thayatal – Podyjí

Über Grenzen hinweg

Bis 1990 durchzog nicht nur der Fluss Thaya (tsch. Dyie) den heutigen Nationalpark Podyjí, sondern auch der eiserne Vorhang zwischen Ost und West. Diese Geschichte ist nur noch präsent in Form eines Museums in Cízov. Heute sind Tschechien und Österreich über zahlreiche Wanderwege durch die grenzüberschreitende Flusslandschaft entlang des Thayatals miteinander verbunden. Mit 63 Quadratkilometern ist Podyjí zwar der kleinste Nationalpark von Tschechien, bietet aber satte 79 Kilometer an Wanderwegen, die am Fluss, durch Felslandschaften, Heide und über die Grenze hinweg führen. Ein Tipp für RadfreundInnen: Der 350 Kilometer lange Tschechisch-Österreichische Grenzradweg führt quer durch die Nationalparks Thayatal und Podyjí.

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Geschrieben von:Mathis Gilsbach