Gut zu wissen
Sicher durch den Mallorca-Urlaub 2026: Das sind die aktuellen Regelungen der Insel
Die spanische Mittelmeerinsel Mallorca ist für einen sonnigen Strandurlaub bei Tag und rauschende Partys bei Nacht bekannt. Dabei schlagen einige UrlauberInnen leider immer mal wieder über die Stränge. Um für Einheimische wie Gäste eine angenehmere Atmosphäre zu schaffen, hat die mallorquinische Verwaltung Verhaltensregeln eingeführt und Bußgelder erhöht, damit sollen heftige Alkoholexzesse unterbunden werden. Verbunden sind die Regeln mit mehr Polizeikontrollen und empfindlichen Strafen. Außerdem erwarten Dich in der Saison 2026 erhebliche Preissteigerungen etwa für Liegen & Co an den Stränden. Damit es keine Überraschungen gibt, haben wir hier einen Überblick über die Fakten zusammengestellt.
Mallorca: Unsere Bestseller-Hotels
Alle anzeigenPlaya de Palma und Magaluf
Hier wird anständig gefeiert
Playa de Palma, Magaluf und auch Palmanova zählen zu den großen Partyzentren der Insel. Vor allem junge PartytouristInnen pilgern hierher, um sich auszuleben. Leider kommt es dabei immer wieder zu Fehlverhalten, das in der Vergangenheit durch Angebote wie Flatrate-Trinken in vielen Clubs stark gefördert wurde. Deshalb gibt es nun Regeln, die das Feiern für alle angenehmer machen sollen und auch den Einheimischen zugute kommen. Diese Regeln gelten in bestimmten Zonen, in denen sich besonders viele PartygängerInnen aufhalten, etwa in Playa de Palma die Carrer Pare Bartomeu Salvà und die Carrer Miquel Pellisa, die als Bier- bzw. Schinkenstraßen bekannt sind.
Kein Gedränge mehr vor Clubs und Bars
Die Clubs und Bars sind dazu verpflichtet, ihre Außenbereiche klar von der Straße zu trennen und für separate Ein- und Ausgänge zu sorgen. Das verhindert Gedränge und soll die Straßen etwas ruhiger halten. Zudem ist im Bereich des Ballermann jegliche Werbung für Alkohol untersagt.
Kein All-inclusive oder Flatrate-Trinken
Der Alkoholkonsum wird eingeschränkt. So dürfen Geschäfte zwischen 21.30 und 8.00 Uhr keinen Alkohol verkaufen und müssen teilweise sogar komplett in diesem Zeitraum schließen. Angebote zum Flatrate-Saufen in Clubs und Bars sind nicht mehr erlaubt. Zudem dürfen auch keine Happy Hours oder 2x1-Angebote mehr gemacht werden. All-inclusive Hotels dürfen nur drei alkoholische Getränke pro Mahlzeit anbieten. Alles darüber hinaus muss extra bezahlt werden. Außerhalb der Mahlzeiten dürfen Hotels gar keinen Alkohol mehr servieren.
Öffentlicher Alkoholkonsum oder auffällige Trunkenheit in der Öffentlichkeit
Wegen ständiger Beschwerden hat der Gesetzgeber härtere Strafen und Verbote für das öffentliche Trinken sowie öffentliches Urinieren und ein allgemein auffälliges Verhalten, welches auf zu großen Alkoholkonsum zurückzuführen ist, beschlossen. Daher ist es verboten, Alkohol auf offener Straße und am Strand der Party-Zonen zu trinken. Solltest Du erwischt werden, droht Dir ein Bußgeld zwischen 500 und 1.500 Euro. Auf Party-Booten darf weiterhin Alkohol ausgeschenkt werden, die müssen jedoch eine Seemeile Abstand zu den Stränden einhalten.
Kleiderordnung & Co
Kein Sex in der Öffentlichkeit, keine Drogen, kein Müll
Einige der Verbote wirken eher wie Selbstverständlichkeiten. So ist der Konsum von Drogen streng verboten. Auch Sex in der Öffentlichkeit – dazu zählen auch im Auto und am Hotelfenster – oder das achtlose Wegwerfen von Müll sind explizit untersagt, werden kontrolliert und mit empfindlichen Strafen belegt.
Strikte Kleiderordnung
Auch was die Kleidung angeht, gibt es ein paar strikte Richtlinien. So müssen Party-UrlauberInnen zumindest Oberteil und Schuhe (sowie selbstverständlich Beinbekleidung) tragen. Oberkörperfrei ist abseits des Strandes nicht mehr erlaubt und kann zu einem Bußgeld zwischen 50 und 200 Euro führen. Auch nicht-jugendfreie Kostüme sind verboten, dazu zählen etwa schlüpfrige Accessoires wie Gummipuppen oder Handtücher mit anzüglichen Abbildungen.
Nackt am Strand liegen
Auch das Baden und Sonnen im Adamskostüm ist verboten, außer an dafür eigens ausgewiesenen Strandabschnitten. Bei Missachtung wird hier eine Geldstrafe von bis zu 750 Euro angesetzt.
Starke Preiserhöhungen am Strand
An den beliebten Stränden der Insel musst Du Dich in diesem Jahr auf knackige Preiserhöhungen gefasst machen. So können die Kosten pro Tag für eine Strandliege von etwa 6 auf 10 Euro, für Premiumliegen auf rund 45 Euro und für Balinesische Betten auf 70 Euro steigen. Für Sonnenschirme können statt bislang 6 ebenfalls 10 Euro fällig werden, die Kosten für Tretboote sollen von 7 auf 15 Euro, für Jetski von 30 auf 55 Euro steigen. Dafür soll die Anzahl von Liegen und Schirmen an Hotspots wie der Playa de Palma um 20 Prozent reduziert werden, damit mehr Platz für Badegäste mit Strandhandtuch entsteht – in Anbetracht der happigen Liegen-Kosten keine schlechte Idee.

Thomas Tipp
Wenn Du Ärger am Strand vermeiden willst, benutzt Du außerdem zum gründlichen Waschen von Haut und Haaren lieber das Badezimmer im Hotel – die Strandduschen dürfen nur ohne Seife und Shampoo benutzt werden!
Eingeschränkter Zugang zu Clubs
Eingeschränkter Zugang zu Clubs
Schon am Clubeingang wird scharf hingeschaut. Nach 24 Uhr dürfen Minderjährige nicht mehr in Bars und Diskotheken. Wer schon sichtlich betrunken ist, aggressiv auftritt oder rassistische Äußerungen macht, wird gar nicht erst reingelassen, die TürsteherInnen sind darin geschult, mögliche Störenfriede von vornherein auszusortieren – dadurch können alle anderen entspannter feiern.
Mehr Kontrollen und höhere Bußgelder
Um die Verbote durchzusetzen, wurden die Kontrollen und das Polizeiaufgebot deutlich verschärft. Wer in einem Club negativ auffällt, bekommt ganz schnell auch in anderen Bars und Kneipen Hausverbot, da sich die BetreiberInnen untereinander informieren und mit der Polizei koordinieren. Drogenkonsum in Partylokalen (mit Ausnahme von Alkohol) ist verboten. Bei leichten Verstößen gegen die Benimmregeln werden 100 – 750 Euro, bei schweren 750 – 1.500 Euro und bei sehr schweren bis zu 3.000 Euro fällig.
Keine Sprünge vom Balkon in den Pool
Schon im vergangenen Jahr wurde das sogenannte „Balconing“ ausdrücklich untersagt. Dabei sind in letzter Zeit immer wieder TouristInnen von Hotelbalkonen in Pools gesprungen und haben sich teils schwer verletzt. Auch das Klettern von Balkon zu Balkon ist verboten. Die Hotelbetreiber sind verpflichtet, Gäste bei Verstößen sofort des Hauses zu verweisen, es gelten zudem hohe Strafen.
Regelungen für Palma & Mallorca
Verbote über die Party-Hotspots hinaus
Mallorca hat viel mehr schöne Landschaften, Strände und Ortschaften als nur Partyhochburgen wie Playa de Palma und Magaluf. Es lohnt sich daher, eine Inseltour zu machen, verschiedene Ecken zu erkunden oder die zauberhafte City von Palma zu erforschen. Es gibt aber auch dabei ein paar Regeln zu beachten.
Einschränkungen fürs Rauchen
Das Rauchen ist auf der ganzen Insel eingeschränkt, es darf nur in ausgewiesenen Raucherbereichen von Lokalen und Clubs geraucht werden. Außerhalb sowie auf der Straße ist es schon seit 2021 verboten, wird aber inzwischen deutlich schärfer kontrolliert. Zudem sprechen immer mehr Strände Rauchverbote aus mit der Begründung, dass zu viele Zigarettenstummel in der Vergangenheit achtlos weggeworfen wurden. Bereits an rund 30 Stränden, unter anderem in Santa Ponsa, Sant Joan und Cala Estància gilt das Rauchverbot. Teilweise wird auch das Dampfen von E-Zigaretten untersagt.
Hunde am Strand
Falls Du mit Deinem Hund unterwegs bist, musst Du aufpassen, an den meisten Stränden der Insel sind die vierbeinigen Freunde nämlich nicht erlaubt. Es gibt aber durchaus einige Gegenden, die Hunde willkommen heißen, etwa an der Playa de Es Carnatge bei Palma de Mallorca, der Playa de Llenaire (Port de Pollença), Playa de Na Patana (Santa Margalida) oder Cala Blanca (Andratx). In vielen Gemeinden gelten außerhalb der Hochsaison gelockerte Regeln. Überall gilt jedoch, dass Du die Hinterlassenschaften Deines Hundes sofort wegräumen musst, ansonsten drohen bis zu 1.500 Euro Strafe.
Wildpinkeln verboten
Du selbst solltest ebenfalls auf Deine Hinterlassenschaften achten. Auch wenn Du mal wirklich dringend musst, solltest Du nach einer öffentlichen Toilette suchen, denn Wildpinkeln ist verboten und wird mit hohen Strafen von bis zu 1.500 Euro geahndet. Diese werden noch erhöht, wenn ein Naturschutzgebiet oder ein Strand betroffen sind.
Erhöhung der TouristInnensteuer
Seit 2025 wurde die balearische Ökosteuer pro Nacht angehoben. In der Hauptsaison (Juni–August) beträgt sie 6 Euro pro Person/Nacht, in der Nebensaison wird sie gesenkt und soll in den Monaten Januar und Februar ganz abgeschafft werden, um den Wintertourismus zu fördern. Auch für Reisende, die per Kreuzfahrtschiff auf Mallorca anlanden, wird eine Gebühr fällig, je nach Saison beträgt diese zwischen zwei und sechs Euro pro Kopf und Tag. Neue Genehmigungen für Ferienunterkünfte und Hostels sollen in der Stadt Palma künftig nicht mehr vergeben werden, dadurch soll der Wohnungsmarkt für Einheimische entlastet werden.
Abgaben fürs Fahren mit eigenem Auto
Seit 2025 wird eine Gebühr erhoben, um die Flut der Autos auf der Insel einzudämmen. Die Gebühr fällt nur für Personen an, die mit einem eigenen Auto auf der Insel fahren, das nicht auf den Balearen gemeldet ist (Anreise etwa per Fähre ab Barcelona). Je nach Fahrzeug und Dauer muss mit Summen zwischen 30 und 80 Euro extra gerechnet werden. Die Abgabe orientiert sich am Abgasausstoß des Autos.
Regeln für Leihwagen und -Zweiräder
Wenn Du einen Leihwagen mietest, achte darauf, dass er anstelle des üblichen Warndreiecks nun eine Akku-Warnleuchte an Bord hat, die bei einer Havarie aufs Dach gesetzt werden muss. Beim Fahren eines E-Scooters solltest Du stets Helm und Warnweste benutzen. Laut Mallorca Zeitung berät die Inselverwaltung, die Anzahl der Leihwagen ab Sommer ’26 zu beschränken. Seit längerem besteht zudem ein Verbot, zwischen dem 1. Juni und dem 30. September per Mietwagen oder im eigenen Auto zum Cap Formentor zu fahren. Ausnahmen gelten z.B. für Anwohnende und Fahrzeuge mit Personen mit eingeschränkter Mobilität. Dafür gibt es Shuttlebusse, die z.B. ab Port de Pollença zum Aussichtspunkt starten.
Besondere Regeln für Palma
Speziell für die schöne Inselhauptstadt Palma gelten einige besondere Regeln. So ist das Schlafen in Parks und auf Bänken untersagt, in Brunnen und Teichen darf nicht gebadet werden. Musikalische Aktivitäten im Freien und die Nutzung von Lautsprechern sind weitestgehend verboten bzw. nur mit Genehmigung erlaubt. Preise für den öffentlichen Busverkehr steigen von 2 auf 3 Euro, Einheimische fahren nach wie vor kostenlos. Im internationalen Flughafen von Palma finden bis zum Beginn der Sommersaison ’26 Umbaumaßnahmen speziell im Terminal D statt, aufgrund von Umleitungen zum Check-In kann es zu Engpässen kommen, sei also mindestens zwei bis drei Stunden vor Abflug dort.
Einschränkungen auf Palmas Straßen
In Palma wurde 2025 eine Umweltzone in der Innenstadt eingeführt. Konkret dürfen in den historischen Stadtkern (rund um die Avenidas-Ringstraße) nur noch Fahrzeuge mit spanischen Umweltplaketten der Kategorien Eco, Zero, B oder C einfahren, Videokameras überwachen die Zufahrten. Die Regeln werden im Lauf der kommenden Jahre noch verschärft. Ausländische Fahrzeuge ohne entsprechende Plakette dürfen Hotels nur kurz zum Be- und Entladen anfahren. Wer widerrechtlich in die Altstadt hineinfährt oder dort parkt, riskiert ein Bußgeld von bis zu 200 Euro.