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Straße im Wald zum Berg mit schneebedeckten Gipfeln
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Mehr Natur, weniger Trubel

Roadtrip zu Nationalparks: 6 schöne Routen abseits der Massen

Du wolltest schon immer mal die Naturschönheiten Europas erkunden, bist aber on a Budget unterwegs und willst Dich nicht direkt in die größten Touristenhotspots stürzen? Dann findest Du hier Ideen für landschaftlich schöne Routen zu sechs Nationalparks, die sich perfekt für einen Roadtrip eignen und trotzdem nicht ganz oben auf jeder Reiseliste stehen.

Besonders spannend sind dabei Regionen im Balkan, die gut erreichbar sind und etwas abseits der klassischen Massenrouten liegen. Hier kommen sechs Nationalparks mit konkreten Stopps, schönen Strecken, einfachen Abstechern und Tipps für unterwegs.

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Flexibel reisen mit dem passenden Mietwagen

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Wildpferde im Zentralbalkan Nationalpark in Bulgarien
Wildpferde im Zentralbalkan Nationalpark in Bulgarien © Shutterstock

Central Balkan Nationalpark, Bulgarien

Der Central Balkan Nationalpark liegt im zentralen Balkangebirge und gehört zu den drei Nationalparks Bulgariens. Für einen Roadtrip ist die Region besonders spannend, weil sie gut erreichbar ist und viel Abwechslung bietet: Wälder, Wasserfälle, Bergdörfer, Panoramastrecken und kleine Orte, in denen Du oft günstiger übernachtest als in bekannteren Wanderregionen Europas.

Am einfachsten startest Du mit einem Mietwagen ab Sofia. Dort hast Du in der Regel die größte Auswahl an Fahrzeugen und kannst die Route gut als Rundreise planen. Von Sofia fährst Du je nach Zielregion in etwa zwei bis drei Stunden Richtung Kalofer, Karlovo oder Apriltsi. Auch Plovdiv kann ein guter Startpunkt sein, wenn Du die Stadt ohnehin einbauen möchtest oder eine kürzere Anfahrt in den südlichen Teil der Region suchst. Für die meisten Strecken reicht ein normaler Kleinwagen oder eine Kompaktklasse. Gerade in kleineren Orten ist ein wendiges Auto oft praktischer als ein großer SUV. Ein guter Ausgangspunkt ist die Region rund um Kalofer, Karlovo oder Apriltsi. Von dort kannst Du Tagesausflüge in den Park unternehmen, ohne direkt eine lange Mehrtageswanderung planen zu müssen. Besonders schön ist die Gegend rund um den Wasserfall Raysko Praskalo, der zu den bekanntesten Naturhighlights im Park gehört. Auch wenn Du nicht bis ganz hinauf wanderst, lohnt sich die Region landschaftlich. 

In Orten wie Kalofer, Karlovo, Troyan oder Apriltsi findest Du oft einfache Pensionen, Gästehäuser oder kleine familiengeführte Unterkünfte, sodass ein Roadtrip zum Central Balkan Nationalpark auch mit kleinem Budget gut machbar ist. Gerade wenn Du flexibel bleiben möchtest, lohnt es sich auch, Unterkünfte mit kostenloser Stornierung zu wählen.

Must-Sees

  • Kalofer als Ausgangspunkt für Wanderungen
  • Karlovo und die Orte am Fuß des Balkangebirge
  • Wanderungen Richtung Raysko Praskalo
  • Troyan als praktischer Stopp im nördlichen Teil der Region
  • Panoramafahrten durch das zentrale Balkangebirge

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Aussicht auf das Meer von einem Gipfel des Nationalparks Nördlicher Velebit.
Nationalpark Nördlicher Velebit, Kroatien © Julien Duval

Nationalpark Nördlicher Velebit, Kroatien

In Kroatien lohnt sich der Blick auf den Nationalpark Nördlicher Velebit. Er liegt im Velebit-Gebirge oberhalb der Kvarner Bucht und bietet einzigartige Ausblicke Richtung Adria. Besonders schön ist der Premužić-Weg. Der Weg führt durch die Berglandschaft des Velebit und ist auch dann gut machbar, wenn Du sonst nicht regelmäßig in den Bergen wanderst. Trotzdem bekommst Du unterwegs beeindruckende Ausblicke und einen schönen Eindruck von der Region. An klaren Tagen reicht der Blick sogar bis zu den Inseln der Kvarner Bucht.

Der große Vorteil für einen Roadtrip: Du kannst den Nationalpark gut mit einer Kroatienroute verbinden. Wenn Du ohnehin in Istrien, auf Krk, rund um Opatija oder an der nördlichen Adria unterwegs bist, ist der Velebit eine schöne Abwechslung zur Küste. Nach Tagen am Meer ist die Berglandschaft ein kompletter Szenenwechsel, ohne dass Du dafür weit ins Landesinnere fahren musst.

Budget-Tipp: Statt direkt an besonders beliebten Küstenorten zu übernachten, kannst Du nach Unterkünften in kleineren Orten am Rand des Velebit oder im Hinterland schauen. Praktisch sind zum Beispiel Senj oder Sveti Juraj an der Küste sowie Krasno, Otočac oder Gospić im Landesinneren. Dort findest Du oft günstigere Ferienwohnungen oder einfache Pensionen und bist trotzdem gut genug gelegen, um früh in den Nationalpark zu starten. Gerade im Sommer lohnt es sich, Unterkünfte mit kostenloser Stornierung zu wählen, falls das Wetter in den Bergen umschlägt oder Du spontan doch länger am Meer bleiben möchtest.

Must-Sees

  • Zavižan als Ausgangspunkt im Park
  • Premužić-Weg mit Ausblicken auf Karst und Adria
  • Botanischer Garten Velebit
  • Kurze Wanderungen statt kompletter Mehrtagestour
  • Kombination mit Opatija, Krk oder der Kvarner Bucht

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Altstadt mit Fluss, Mostar, Bosnien und Herzegowina © iStock.com/SimonSkafar
Altstadt mit Fluss, Mostar, Bosnien und Herzegowina © iStock.com/SimonSkafar

Nationalpark Una, Bosnien und Herzegowina

Der Nationalpark Una im Nordwesten Bosnien und Herzegowinas ist eine weitere sehr empfehlenswerte Destination mit wunderschöner Natur. Der Park liegt rund um die Flüsse Una und Unac, nahe der Stadt Bihać und lässt sich gut in eine Route durch Kroatien und Bosnien einbauen.

Das bekannteste Highlight ist Štrbački Buk. Der Wasserfall ist landschaftlich sehr beeindruckend und gehört zu den schönsten Stopps im Park. Auch Martin Brod ist ein guter Halt, wenn Du eine ruhigere Atmosphäre suchst. Wenn Du etwas aktiver unterwegs sein möchtest, kannst Du in der Region Rafting oder eine Tour auf dem Wasser einbauen. Für einen Roadtrip ist Una besonders praktisch, weil Du den Park gut mit Norddalmatien, den Plitvicer Seen oder einer Route durch Bosnien verbinden kannst. Wenn Dir Plitvice zu voll oder zu durchgetaktet ist, ist Una eine schöne Alternative oder Ergänzung.

Das solltest Du vor Abfahrt wissen: Wenn Du mit dem Mietwagen aus Kroatien nach Bosnien und Herzegowina fährst, musst Du vorher prüfen, ob Grenzfahrten erlaubt sind. Viele Anbieter erlauben es, verlangen aber eine Anmeldung oder zusätzliche Dokumente. Außerdem solltest Du bei ländlichen Straßen etwas mehr Zeit einplanen. Nicht jede Strecke fährt sich so schnell, wie es die Kilometerzahl vermuten lässt.

Must-Sees

  • Štrbački Buk
  • Martin Brod
  • Bihać als Ausgangspunkt
  • Una-Fluss und Unac-Tal

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Biograder See, Nationalpark Biogradska Gora im Herbst, Montenegro © iStock.com/DVrcan
Biograder See, Nationalpark Biogradska Gora im Herbst, Montenegro © iStock.com/DVrcan

Nationalpark Biogradska Gora, Montenegro

Montenegro ist als Roadtrip-Land perfekt, weil die Entfernungen überschaubar sind und sich viele verschiedene Landschaften gut miteinander verbinden lassen. Der Nationalpark Biogradska Gora ist ein schöner Stopp, wenn Du Montenegro abseits der bekanntesten Route erleben möchtest.

Das Herzstück des Parks ist der Biogradsko-See. Er liegt mitten im Wald und lässt sich gut bei einem Spaziergang umrunden. Besonders schön ist, dass Du hier nicht zwingend eine anspruchsvolle Wanderung planen musst. Schon ein Aufenthalt am See, ein Waldspaziergang und die Fahrt durch die Bjelasica-Berge geben Dir einen guten Eindruck von der Region. Wenn Du mehr Zeit hast, kannst Du längere Wanderungen zu Aussichtspunkten oder Bergseen einbauen.

Für einen Roadtrip bietet sich Kolašin als Basis an, da der Ort mit dem Auto gut erreichbar ist. Von hier kannst Du je nach Wetter und Laune entscheiden, ob Du eine längere Wanderung machst oder die Route weiter Richtung Tara-Schlucht, Durmitor oder Podgorica verlängerst.

Must-Sees

  • Biogradsko-See
  • Waldwege rund um den See
  • Kolašin als Basis
  • Bjelasica-Gebirge
  • Kombination mit Tara-Schlucht oder Durmitor

Geld sparen für Reise © Virojt Changyencham/Moment via Getty Images
Budget-Tipp:

Rund um Kolašin kannst Du Deinen Aufenthalt gut über Tagesausflüge planen, statt für jede Station die Unterkunft zu wechseln. Das spart nicht nur oft Geld, sondern auch Fahrzeit. Besonders praktisch ist die Kombination aus Biogradska Gora, Bjelasica-Gebirge und Tara-Schlucht, weil Du alle drei Ziele gut von einer Unterkunft aus ansteuern kannst. Für den Biogradsko-See reicht außerdem schon ein halber Tag, sodass Du keinen teuren geführten Ausflug brauchst, sondern den Besuch einfach selbst mit dem Mietwagen einplanen kannst.

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Blick auf das Dorf Galichnik im Mavrovo Nationalpark
Blick auf das Dorf Galichnik im Mavrovo Nationalpark © Shutterstock

Nationalpark Mavrovo, Nordmazedonien

Der Nationalpark Mavrovo eignet sich perfekt für einen Roadtrip, ist aber im Vergleich zu vielen anderen europäischen Naturzielen noch erstaunlich wenig auf dem Radar. Der Park liegt im Westen Nordmazedoniens und ist der größte Nationalpark des Landes.

Ein guter Start ist der Mavrovo-See. Das bekannteste Motiv ist die halb versunkene Kirche, die je nach Wasserstand besonders beeindruckend wirkt. Von dort kannst Du weiter Richtung Radika-Tal fahren. Die Strecke ist landschaftlich sehr schön und führt Dich durch eine unglaublich abwechslungsreiche Gegend. Ein lohnender Stopp ist das Kloster Sveti Jovan Bigorski, das eindrucksvoll am Hang liegt. Wenn Du kleine Orte magst, solltest Du Galičnik einplanen. Das Bergdorf ist bekannt für seine traditionelle Architektur und liegt wunderschön in der Landschaft. Du kannst hier einfach einen kurzen Spaziergang machen oder etwas essen.

Das Gute an Mavrovo: Unterkünfte sind oft preiswerter als in vielen bekannten Alpenregionen. Gleichzeitig bekommst Du Berge, Kultur und Landschaft auf relativ kurzer Distanz.

Das solltest Du vor Abfahrt wissen: Bei grenzübergreifenden Balkan-Roadtrips macht es immer Sinn zu prüfen, ob Dein Mietwagen für Nordmazedonien freigegeben ist.

Must-Sees

  • Mavrovo-See mit der halb versunkenen Kirche
  • Radika-Tal
  • Kloster Sveti Jovan Bigorski
  • Bergdorf Galičnik
  • Panoramafahrten durch die westmazedonischen Berge

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Nationalpark Tara Berg, Serbien
Nationalpark Tara Berg, Serbien © Shutterstock

Nationalpark Tara, Serbien

Der Nationalpark Tara im Westen Serbiens ist ein weiteres sehr schönes Ziel, das noch nicht komplett überlaufen ist. Die Region liegt nahe der Drina und ist geprägt von bewaldeten Hängen, Seen, Schluchten und kleinen Siedlungen. Viele Reisende bleiben in Serbien eher in Belgrad, Novi Sad oder entlang der klassischen Städteverbindungen. Tara zeigt Dir eine ganz andere Seite des Landes.

Besonders bekannt ist die Aussicht auf die Drina-Schlucht. Aussichtspunkte wie Banjska Stena gehören zu den schönsten Motiven der Region. Auch der Zaovine-See ist ein schöner Stopp, wenn es Dich ans Wasser zieht. Ein guter Ausgangspunkt für Deinen Roadtrip ist Bajina Bašta. Von dort kommst Du gut in den Park und kannst Deine Etappen flexibel planen.

Das solltest Du vor Abfahrt wissen: In Tara sind die Straßen kurvig, teils schmal und führen durch Wald- und Bergregionen. Gerade bei Nebel oder Regen lohnt es sich, vorsichtig zu fahren.

Budget-Tipp: Tara lässt sich gut als günstiger Naturbaustein in eine Serbien-Route einbauen. Wenn Du ohnehin mit dem Mietwagen unterwegs bist, kannst Du Städte wie Belgrad oder Novi Sad mit ein paar Tagen Natur kombinieren, ohne direkt eine teure Rundreise planen zu müssen.

Must-Sees

  • Aussichtspunkt Banjska Stena
  • Zaovine-See
  • Bajina Bašta als Basis
  • Panoramafahrten durch den Park
  • Drina-Schlucht und Waldlandschaften

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Eine Familie auf einem Steg © goodluz – stock.adobe.com
Familienurlaub in der Natur. © goodluz – stock.adobe.com

Fazit

Bulgarien, Kroatien, Bosnien und Herzegowina, Montenegro, Nordmazedonien und Serbien zeigen, wie unterschiedlich Natur in Europa sein kann. Und gerade diese Mischung macht die Routen so spannend. Für eine Reise mit kleinerem Budget sind solche Ziele perfekt, weil Du oft abseits der teuersten Hotspots übernachten kannst und trotzdem landschaftlich viel geboten bekommst. Kleine Orte am Rand der Nationalparks, einfache Pensionen oder familiengeführte Unterkünfte machen die Planung
unkomplizierter. Dazu kommt: Du musst nicht überall die große Wanderroute wählen. Viele Eindrücke bekommst Du schon über kurze Spaziergänge oder kleine Abstecher entlang der Strecke.

Wichtig ist nur, dass Du bei Roadtrips in weniger touristischen Regionen etwas mehr Puffer einplanst. Straßen können kurviger sein, Grenzübertritte mit dem Mietwagen sollten vorab geprüft werden und in den Bergen kann das Wetter schnell wechseln. 

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