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Karina & Angelo (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • August 2009 • 2 Wochen • Strand
Überbewertet - Gutes 3 Sterne Hotel
4,0 / 6

Allgemein

Fazit vorweg: Für das gleiche Geld in der gleichen Kategorie bekamen wir in anderen Ländern wie Ägypten oder Mexiko Besseres geboten. Gutes Hotel mit vielen Detailfehlern. Gute Bewertungen fanden wir daher übertrieben. Kleinere Anlage , geschlossener Baustil der 80iger Jahre ohne grosse Ausweichmöglichkeiten (wie z.B. in ägyptischen Hotelanlagen gleicher Kategorie vorhanden). Viel Verglasung überall. Viel in Innenlage, z,B. Zimmerzugänge über sehr lange Flure, Theaterraum, Bar, Speisesaal (nur zum Teil die Möglichkeit, draussen zu essen). Durch den eher geschlossenen Stil der Anlage auch zeitweise recht hoher Lautstärkepegel. Für Fans von „Ruhezonen“ daher nicht sehr geeignet, denn bei Animationsprogramm am Strand oder Pool ist es halt dann überall laut. Gäste vorwiegend Franzosen, Deutsche, Russen, am Wochenende auch Tunesier. Viele Familien mit kleinen Kindern, dieses ist sicherlich auch der Hauptpluspunkt des Hotels, die Familienfreundlichkeit. Fugen am Pool etwas gefährlich, da Steine hochstehen. Besser also immer rutschfeste Schuhe dort tragen. Einem von uns ist ein grosses Holzteil vom Sonnenschirm (Zierverschluss oberhalb des Sonnenschirms) auf den Kopf gefallen, welches sich dort gelöst hat. War vermutlich ein einmaliger Unglücksfall (dazu unten mehr). HOTEL: Für Familien mit Kindern das richtige Hotel wegen vieler Kinder und Kinderfreundlichkeit. Paare oder Alleinreisende, die mehr als den 3-Sterne-Standard erwarten, z.B. durch Aufenthalte in 4 Sterne Hotels in Ägypten oder Mexiko, werden enttäuscht, besonders vom Service, dem manchmal hohen Lautstärkepegel und den mangelnden Unterhaltungs- und Aufenthaltsmöglichkeiten abends (Theater, Empfangshalle, lieblose Strandbar). Handtuchkaution von 20 € , zu hinterlegen an der Rezeption, fanden wir seltsam. Safe kostet 2,50 Dinar pro Tag. Gut: Strandhändler mussten sich an eine „Bannmeile“ am Strand halten, welche direkt am Meer verlief. Wer etwas kaufen wollte, konnte zu ihnen gehen, ansonsten wurde man nicht behelligt. Wir würden für dieses Hotel 3 – 3,5 Sterne vergeben, 4 Sterne sehen wir, im Vergleich mit Hotels gleicher Kateogorie in anderen Ländern, nicht. LANDES TIPPS: Dinars dürfen nicht ausgeführt werden und können am Flughafen nur noch in den Souvenirshops, nicht aber im Duty Free Shop ausgegegeben werden. Unsere Reiseleitung vor Ort hat uns dieses auf Nachfrage falsch gesagt. Für Rücktausch ist Umtauschquittung des Hotels erforderlich. Rücktausch erfolgt nur vor Passkontrolle! Wer zurückgeht, muss Bakschisch beim Sicherheitspersonal lassen. Einmalig für uns, die wir Beide regelmässig in verschiedene Länder fliegen: Ein Zurückgehen durch die Passkontrolle war hier nur möglich gegen eine Tafel Schokolade und ein Päckchen Zigaretten für das Sicherheitspersonal, wie uns selbiges dann dezent mitteilte. Damit das Lösegeld auch garantiert eintrifft, wurde die Bordkarte temporär einbehalten. Flughafen / Duty Free ansich: Exorbitante Preise, da kann man auch in Deutschland im Duty Free einkaufen oder – für Kosmetikartikel – sogar bei Douglas. Duty Free Waren somit besser im Flieger kaufen. Einkäufe vor Ort: Handeln, was das Zeug hält, sonst zahlt man Mondpreise. Faustregel: Nur ca. 30-50% des vom Händler angebenenen Preises entsprechen ungefähr dem Warenwert. Warenangebot: Souvenirs aller Art, Schmuck, Uhren, Sonnenbrillen, Lederjacken und –hosen. Markengefälschte Waren im Überfluss. Angebot in Midoun in allen Geschäften recht homogen , daher Preise vergleichen. Frauen: Alleinreisende Frauen oder auch nur temporär sich-allein-sonnende Frauen sind vor ihnen nachstellenden, zum Teil echt nervenden Tunesieren auch am Hotelstrand nicht gewahrt, so unsere Erfahrung. Wer das nicht will, sollte Tunesien meiden oder sich männlichen Begleitschutz suchen, sonst wird der Urlaub zum Spiessrutenlauf.


Zimmer
  • Eher gut
  • Gut ausgestattet, sauber, Grösse ok, prima Kleiderschrank. Kühlschrank ungefüllt, ging aber, keine große Kühlwirkung, es lief Wasser aus. Fön, Badewanne, Telefon.Klimaanlage sehr gut regelbar. Safe funktionierte manchmal nicht, sprang wieder auf, wurde nach Anruf bei Rezeption dann gerichtet.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Gute Auswahl an internationalem Essen und tunesischen Spezialitäten. Lange tägliche Schlangen für Pommes und Pizza, was die Frage hervorruft, wieso Leute verreisen,wenn sie am Reiseort dann doch nur das essen, was sie zuhause auch essen? Prima war die Auswahl an tunesischen Gerichten, davon hätte man noch mehr anbieten können. Auch das Dessertangebot war prima. Alles in allem lecker und abwechslungsreich. Buffetraum etwas klein, in Stosszeiten muss man hier allgemein anstehen.


    Service
  • Schlecht
  • Rezeption: Sehr gut. Freundlich, schnell, zuverlässig. Empfangschef: Sehr gut. War überall präsent (meist zu erkennen am dunklen Anzug) und freundlicher Ansprechpartner für Anliegen. Abgesehen davon waren sowohl Freundlichkeit als auch Service mässig. Vielleicht wegen Vollbelegung und All-Inclusive-Zeit (wir haben gelesen, dass dieses Hotel nur temporär All-Inclusive anbietet). Besonders in der Strandbar und im Restaurant fühlte man sich oft nicht willkommen (genervte /muffige Gesichter).Bar: Süsstoff war oft aus und wurde erst auf Nachfrage aus einem Schrank befördert und in winzigen Portionen nachgefüllt. Eine neu aufgestellte Espressomaschine blieb unbenutzt. Self Service am kleinen Instant-Kaffee-Automaten war angesagt, was zu manchen Zeiten, etwa nach dem Mittagessen, für Schlangestehen sorgte. Restaurant: Kaffee-/Dessertlöffel fehlten so gut wie immer und wurden auf Nachfrage von Kellnern aus Verstecken geholt. Wieso? All-Inklusive-Getränke-Angebot: Mässig. Im Grunde nur Wasser, Cola, Hauswein, Kaffee. Zimmerpersonal und Reinigung Hotel. Mässig. Zimmer und Bad sauber. Aber frische Handtücher wurden mal vergessen, mal nur unvollständig hingelegt. Hotelshampoo und Duschgel gar nicht nachgefüllt. Schmutzige Bettdecken mit Sonnenmilchflecken wurden hartnäckig über den gesamten Urlaubszeitraum hinweg nicht gewechselt, da half auch kein Trinkgeld,und zum nochmaligen Reklamieren hatten wir keine Lust mehr. Bei Ankunft um ca. 10 Uhr morgens mussten wir und Andere ca 3,5 Stunden auf das Zimmer warten, nicht so schön, wenn man noch in Reisemontur ist und einfach nur ins Wasser will. Fenster im Speisaal und im Durchgang in der ersten Woche oft schmierig, in der zweiten Woche war dort täglich ein Fensterputzer am Werk. Arzt: Sofort via Rezeption verfügbar. Service hier allerdings etwas seltsam: Wir hatten einen Unfall – ein rundes, ca. 500 g schweres Holzteil oberhalb eines Sonnenschirms am Pool hatte sich gelöst und ist Einem von uns, auf der Liege darunter liegend, auf den Hinterkopf gefallen. Arzt ordnete ohne grosse Voruntersuchungen sofort Computertomographie mit Notfallwagenfahrt an (welches beides von uns bezahlt werden sollte). Wir sind beide keine Ärzte, aber sofort eine Computertomographie in einer Klinik (Privatklinik, wie wir später erfuhren) im Houm Souk via Notfallwagen anzuordnen, andere Voruntersuchungen aber gar nicht durchzuführen, kam uns seltsam vor. Die Computertomographie war (gottseidank) dann ohne Befund, dem Patienten ging es schon wieder ganz gut, dennoch ordnete der Arzt an, man möge die Nacht in der Klinik verbringen. Wieso, wenn doch jetzt alles ok war? Wir fuhren also ins Hotel zurück per Taxi. Allmählich kam uns das Ganze ein wenig vor wie eine versuchte Abzocke. Bezahlung der Behandlung: Da es sich hier um einen vom Hotel verursachten Unfall handelte, sollte unserer Ansicht nach das Hotel auch die Kosten für die Untersuchungen tragen. Was auch seitens des Hotels zugesagt wurde. Prima hier: Die Haltung der Rezeption und auch der Empfangschef. Er liess nicht nur sofort die runden Holzteile aller anderen Sonnenschirme am Pool prüfen, sondern sagte uns auch zu, dass das Hotel die vom Arzt angeordnete Fahrt und Untersuchung in der Klinik direkt tragen würde. Allerdings hatten wir dann im Krankenhaus in Houm Souk noch einmal die gleiche Debatte mit der Krankenhausbürokratie, welche wollte, dass wir sofort bezahlten. Aber dafür kann das Hotel ja nichts. Ein Anruf bei der Rezeption klärte auch dieses. Wir waren heilfroh, dass Einer von uns sehr gut Französisch spricht, sonst wäre eine Klärung dieses ganzen Falls ungleich schwieriger geworden. Unser Reiseleiter im Hotel glänzte in diesem Fall übrigens durch Gleichgültigkeit (Empfehlung, wir sollten das doch erstmal mittels unserer Krankenkasse zahlen) und war keinerlei Unterstüztung, wenn er überhaupt mal aufzufinden war. Daher haben wir das dann auch direkt mit dem Hotel geklärt. Fazit: Das Hotel hat sich hier einwandfrei verhalten. Bei Arzt, Reiseleitung und Krankenhaus möchten wir mehr als drei Fragezeichen setzen.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Direkt am Strand. Nach Midoun ca 10 Min mit dem Taxi (2-3 Dinar), nach Houm Souk ca 30 min (öffentlicher Bus oder Taxi. Je nach angefahrenen Hotels ca. 30-45 min. vom Flughafen. Strand ist super, Meer kristallklar und barfuss begehbar. Ausflüge aufs Festland nur mit Übernachtung möglich, auf Djerba selbst gibt es nicht soviel zu sehen.


    Aktivitäten
  • Eher gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Animation nicht aufdringlich, dennoch freundlich und fröhlich. Die Personaldecke scheint dort sehr dünn zu sein, da das Animationsteam klein und nahezu pausenlos im Multi-Task-Einsatz war. Abendshows mäßig, kurz, nicht so professionell wie uns von anderen Animationsteams bekannt. Was wohl auch an sehr geringer Personaldecke lag. Zudem nur eine Frau im Team, viele Shows kommen halt nicht nur mit reinen Männerbesetzungen aus. Pool-Liegen immer ab frühester Morgenstunde besetzt , am Strand bekam man aber in der Regel immer noch ein Plätzchen.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im August 2009
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Karina & Angelo
    Alter:41-45
    Bewertungen:1