- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Das Bellevue erstreckt sich über 12 Etagen. Es wurde im Jahr 2002 total renoviert und ist sehr sauber. Obgleich es an der Strandpromenade liegt, ist es dort nachts ruhig. Die Gäste stammten überwiegend aus Großbritannien, Deutschland und skandinavischen Ländern. Es waren alle Altersgruppen vertreten. In Nessebar befindet sich die ca. 1000 Jahre alte Kirche St. Johan Krastitel, wo mittwochs und samstags wunderbare Konzerte (überwiegend klassischer Natur) stattfinden. Musik in einem solchen Rahmen zu erleben, ist etwas ganz Besonderes und ein unvergessliches Erlebnis. Es gibt für das Programm auch eine E-Mail-Adresse, nämlich tanyatodorova@abv.bg. Sehr empfehlenswert ist auch ein Ausflug nach Sozopol, ein Städtchen, das größer als Nessebar aber ebenso idyllisch ist. Kurz vor Sozopol liegt ein Naturschutzgebiet, wo man eine Bootsfahrt auf einem Fluss, dessen Namen ich vergessen habe, machen kann. Dies sollte man sich nicht entgehen lassen, denn bei der Bootsfahrt sieht man neben fantastischer Natur auch Eisvögel, große Schildkröten und viele seltene Vogelarten.
Die Zimmer sind sehr sauber, und das Reinigungspersonal ist freundlich und gründlich. Wir hatten eine Suite, die aus einem Schlafzimmer (großes bequemes Doppelbett) und einem Wohnzimmer bestand. Beide Zimmer waren komfortabel und zweckmäßig eingerichtet und verfügten jeweils über einen Fernseher, auf dem man neben deutschen Programmen auch BBC und TV5 empfangen konnte. Der Kühlschrank mit Minibar funktionierte nicht und roch ganz muffig, und auch die Fernsehgeräte mussten nach unserer Ankunft erst von einem Techniker bearbeitet werden. Das Bad war sehr sauber, und wir bekamen täglich frische Hand- und Badetücher. Wir hatten von unserer Suite aus einen wunderschönen Blick auf das Meer und die bergige Landschaft hinter Vlas und Elenite. Obgleich unsere Unterkunft direkt neben dem häufig frequentierten Aufzug lag, konnten wir nicht über Lärmbeläastigung klagen. Es gab keine Probleme hinsichtlich Strom- oder Warmwasserversorgung. Die Dusche funktionierte hervorragend, und das Hotel stellte kleine Flaschen mit Duschgel und Shampoo zur Verfügung.
Das Essen war schlecht, weil es fettig, überhaupt nicht abwechslungsreich und total ungesund war. Zum Frühstück gab es neben winzigen Croissants labberiges Weißbrot und ein dunkles Brot, das einem wie ein Stein im Magen lag. Der Kaffee schmeckte scheußlich, und die Teebeutel für den Tee waren von minderwertiger Qualität. Ein älterer Mann, der wie wir im 12. Stock wohnte, hatte sich nach dem "Genuss" der Wurst derart den Magen verdorben, dass er ärztlich behandelt werden musste und bis zum Tage unserer Abreise im Bett lag und Infusionen erhielt. Einer älteren Dame ging es ähnlich. Auch wir haben uns den Magen verdorben (Durchfall, Übelkeit), aber nicht so schlimm, dass wir ärztliche Hilfe in Anspruch nehmen mussten. Das Abendessen bestand aus fettigen, schlecht gewürzten und überwiegend lauwarmen Speisen wie dicken Würsten, lauwarmen, nahezu geschmacklosen Ravioli, Spaghetti und Spaghettisaucen mit fiesen Wurstresten und Pizza. Es gab auch Fleisch in Saucen, doch fast nie Fisch, was wir sehr vermissten. Das Salatbüffet war nicht schlecht, und Desserts waren reichlich vorhanden. Leider standen die Törtchen und Puddings offen auf einem Tisch, was zur Folge hatte, dass sich auch Fliegen dort bedienten. Die Tischdecken waren meist total verdreckt, und es waren einfach nicht genug Tische für die Hotelgäste vorhanden, egal zu welcher Zeit man zum Essen ging. Obwohl wir Bulgarien-Fans und nicht sonderlich anspruchsvoll sind, waren wir allein wegen der miesen Verpflegung froh, nach 2 Wochen wieder abreisen zu können.
Das Personal der Rezeption ist außerordentlich freundlich und hilfsbereit, auch in stressigen Situationen, wenn etwa 20 Leute gleichzeitig etwas wollen. Dickes Lob für die Rezeption! Die Bedienung im Restaurant ist ebenfalls freundlich, wirkt allerdings manchmal überfordert mit der hohen Gästezahl, was aber meines Erachtens daran liegt, dass nicht genügend Personal im Speisesaal vorhanden ist.
Die Entfernung zwischen Hotel und Meer beträgt ca. 50 m. Zum Zentrum des Sonnenstrandes kommt man entweder mit einer Bimmelbahn (1,50 Leva pro Person) oder in etwa 15 Minuten zu Fuß. Einkaufsmöglichkeiten sind reichlich vorhanden. Zum Bellevue gehört ein Laden, in dem man Getränke, Zeitschriften etc erhalten kann, und auch außerhalb des Hotels wimmelt es von Einkaufsmöglichkeiten, Bars und Restaurants. Im Neckermann-Katalog stand zwar, dass Wein, Wasser und 2 Säfte beim Abendessen gratis sind, doch dies traf nicht zu. Man musste jedes Getränk bezahlen, wobei die Preise allerdings moderat waren. Strand und Meer sind sauber. Über Liegestühle, Hotelpool, Sonnenschirme etc kann ich nichts sagen, da wir immer nur kurz im Meer gebadet haben und danach ins Hotel zurückgegangen sind. Die Transferzeit zum Flughafen Burgas beträgt ca. 40 Minuten. Man kann auch mit dem Bus (für 2,80 Leva pro Person) nach Burgas fahren, was sehr empfehlenswert ist. Burgas ist eine lebhafte, mediterran wirkende Stadt mit guten Einkaufsmöglichkeiten. In etwa 15 Minuten kommt man mit dem Bus für 1,50 Leva pro Person ins nahe gelegene Nessebar, ein sehr idyllisches Städtchen mit historischen Gebäuden und unzähligen Einkaufsmöglichkeiten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Hierzu kann ich überhaupt nichts sagen, da wir die Sport- und Freizeitangebote und die Animation nie in Anspruch genommen haben. Allerdings bekamen wir an einem Abend zufällig mit, wie eine Gruppe deutscher Gäste zur Begleitung einer aus 2 Mann bestehenden Kapelle immer wieder ein ganz seltsames Lied über einen "Holzmichel" grölte und sich dabei köstlich amüsierte. In bestimmten Phasen des Liedes sprangen die Leute plötzlich auf, rissen die Arme in die Luft und brüllten einen Refrain. Wir suchten schnell das Weite. Es ist manchmal richtig peinlich, deutsch zu sein.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im August 2004 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Elisabeth |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 1 |