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Nico (31-35)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • April 2017 • 1 Woche • Strand
Teuer, nicht gut
2,0 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Schlecht

Billiger Gesamteindruck bei hohen Preisen, unaufmerksamer Service, und die Tagestouristen werden anscheinend wichtiger genommen als die Übernachtungsgäste.


Zimmer
  • Eher gut
  • Wir hatten eines der Duplex Zimmer; irgendjemand hatte hier behauptet, diese seien in einem neuen Trakt und noch nicht abgewohnt, was wir nicht bestätigen können. Im unteren Stockwerk ist ein Bad mit WC & Dusche, ein Wohnbereich und die "Kitchenette" (s.u.); im Obergeschoss ist dann das Schlafzimmer, ein Bad mit WC & Badewanne sowie die "Ankleide", welche im aus einem Schrank mit ganzen vier Kleiderbügeln bestand. Oben geht es raus auf eine riesige Terasse mit schönem Ausblick auf Meer und Hinterland, viel Sonne und viel Privatsphäre. Leider waren hier nur ein Tisch und vier relativ billige Stühle vorhanden; Bräunungsfanatiker werden hier Sonnenliegen vermissen. Zusätzlich gibt es im unteren Bereich einen Balkon, der stets Schatten bietet. Super ist, dass man somit je nach Sonne / Hitze / Wind die Wahl zwischen Terasse und Bakon hat. Die Kehrseite davon ist, dass der untere Wohnbereich kaum Tageslicht abbekommt. Die "Kitchenette" war ein Witz. Ein Kühlschrank, eine Spüle, zwei Gläser, zwei Tassen, ein Löffel, und ein Wasserkocher. Man könnte sich Instantkaffee mit dem Wasserkocher machen, den einen Löffel teilt man sich dann eben. Wir hatten gehofft, dass wir hier lokaltypisches Essen einkaufen könnten und dann im Zimmer zumindest aufwärmen oder so, das verstehe ich etwa unter "Kitchenette". Andere Hotels haben eine Kaffeemaschine, und zwei Löffel dazu, und erwähnen das nichtmal direkt. An zwei Tagen gab es sehr starke Winde, und die Schlafzimmerfenster haben gewackelt, was enormen Lärm gemacht hat, ziemlich schwierig da zu schlafen. Es kann gut sein, dass wir Pech hatten und ein solches Wetterphänomen selten vorkommt, aber trotzdem sollten Fenster nicht so lautstark wackeln, egal wie stark der Wind.


    Restaurant & Bars
  • Eher gut
  • Das Restaurant ist hoteltypisch teuer. Wir haben nur zweimal Buffet ausprobiert, nicht a la carte. Das Buffet ist preislich vernünftig, aber dafür auch ziemlich klein. Das Restaurant würde sehr schön liegen, aber hier hat man seltsame beleuchtete Wände mit graffiti-artiger Bemalung aufgestellt, die Nachts sogar noch beleuchtet werden und den Blick aufs Meer verstellen - wie man für so einen Käse noch extra Geld ausgeben kann, ist mir schleierhaft. Die Bar hat vernünftige Cocktails, man sitzt sehr schön draußen. Es wird in der Bar drinnen und draußen geraucht. Drinnen ließ das Hotel konsequent an allen Abenden eine live Chinesenband aufspielen, plärrend laut, vor durchschnittlich null bis zwei Gästen, die Armen haben uns richtig leid getan. Aber wir wollten nicht wirklich reingehen, weil man sein eigenes Wort nicht verstanden hat und außerdem dann das Gefühl hatte, dass man als einziges Publikum die arme Band supporten musste. Wein war trinkbar, aber mehr nicht, teuer.


    Service
  • Schlecht
  • Schlecht. Unaufmerksam, vergesslich. Wlan kostet ca. fünf Euro pro Tag. Es gibt gratis Wlan in der Bar, aber sie rücken den Schlüssel nicht raus; stattdessen grapschen sie das Handy vom Gast und geben den Schlüssel selbst ein, um zu verhindern, dass man sich diesen merkt und das Wlan dann vom Zimmer aus weiternutzt - affig. Übrigens war das auch das erste Mal, dass ich in einem Hotel für Eiswürfel (aufs Zimmer) bezahlen musste. Wobei man dazu sagen muss, dass andere Hotels ja dann i.d.R. an der Minibar verdienen, während diese hier nicht bestückt ist. Das erste Mal bekam ich das Bezahleis noch in einem Metallkübel, beim zweiten Mal haben sie mir einfach eine Plastiktüte mit Eis in die Hand gedrückt, die hab ich dann in die Spüle gestellt, damit es keine Pfütze gibt. Danach sind wir dazu übergegangen, Eis vom Supermarkt zu kaufen, für weniger Geld. Wie in den meisten Hotels, kommt das Housekeeping zu einem völlig unkalkulierbaren Zeitpunkt zwischen Morgen und Spätnachmittag, und der 'Make up room' Türanhänger hat null Auswirkung. Man hütet sich, einen Tag Housekeeping zu verpassen (sprich, 'do not disturb' ist Fehlanzeige), auch weil sie einen mit dem Toilettenpapier an der kurzen Leine halten. Der Zimmeraufräumservice ist ungenau und hudelig; jeden Tag ist von allen Sachen mehr oder weniger im Zimmer, nur bei den Kaffeelöffeln kam es nicht über 1 Stück hinaus. Am ersten Tag stand ein Mülleimer im Wohnbereich, diesen hat das Housekeeping dann aber mitgenommen und nie mehr zurückgebracht. Im Badmülleimer wurde teilweise nach dem leeren kein Müllbeutel mehr reingetan - schlaue Idee, wenn man bedenkt, dass die vom Hotel aus für benutztes Toilettenpapier gedacht sind.


    Lage & Umgebung
  • Schlecht
  • In der unmittelbaren Umgebung ist außer ein paar anderen Hotels nichts. Ein kleiner, beengter Supermarkt mit mundfaulen Angestellten war in 2 Minuten per Mietwagen zu erreichen - evtl. kann man laufen, aber das weiß ich nicht, könnte schweißtreibend werden. Ansonsten ist in ca. 20 Minuten per Auto die Stadt Dibba zu erreichen mit vielen Geschäften und großen "Hypermarkets". Wichtig: wir haben nicht ein einziges nettes Restaurant gesichtet, mit schönem Außenbereich oder ähnliches - es gibt eher nur Imbisse zum Mitnehmen. Diese waren allerdings sehr gut und günstig. Insgesamt scheint die Gegend nicht sehr auf Touristen eingestellt. In ca. einer Stunde Autofahrt ist die Stadt Fujairah zu erreichen. Dort gibt es eine Mall, die ist zwar im Vergleich zu Dubai popelig, aber dafür entspannt, Parken gratis und stressfrei. Außerdem gibt es einen riesigen Carrefour, der hat eigentlich noch bessere Geschäfte. Evtl. gut zu wissen, gibt es dort in der Nähe auch den Laden "The Cellars", wo man Alkohol ohne Verrenkungen kaufen kann, bei beeindruckender Auswahl und guten Preisen. Der Weg von Dubai zum Sandy Beach dauert im Auto zwei Stunden ohne Pausen. In und um Dubai ist der Verkehr eine Tortur, aber Überland wird die Straße dann sehr schön, weitläufig und übersichtlich, durch die Wüste, und man kann teilweise am Straßenrand halten und freilaufende Kamele bewundern. Es gibt nach Dibba eine Route über den Norden und eine über den Süden (über Fujairah Stadt). Die nördliche Route ist besser, weil hier "Landstraße" dabei ist (wobei die auch enorm breit und komfortabel sind), aber hier gibt es keine Zäune, die die Kamele von der Straße weghalten. Direkt vorm Hotelstrand ist "Snoopy Island", für mich ist das ein großer Stein im Wasser, und es gibt Fische, aber ich verstehe den Hype nicht; vor allem verstehe ich nicht, warum deswegen die Tagesausflügler in Massen antanzen und den Strand überbevölkern.


    Aktivitäten
  • Eher schlecht
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Das Freizeitangebot ist eher Fluch als Segen; es mag zwar ein "Tauch- bzw. Schnorchelparadies" sein für Wasserfanatiker, die sich von einigen bunten Fischen und dem "Riff" beeindrucken lassen (für mich sind das ein paar Steine im Wasser, nicht mehr). Wenn Ihr aber einen schönen Strand sucht, diesen hat das Hotel mit dem ganzen Sportangebot erfolgreich kaputtgemacht. Im Wasser ist mit zwei Leinen mit zig Bojen ein relativ enger Bereich zum Schwimmen abgesteckt, das freut wohl den mundfaulen, muffigen Bademeister, weil er so die zahlreichen Touristen auf einem Fleck hat. Mit ihren vielen Booten fahren sie trotzdem in diesen Bereich ein. Die Boyen ruinieren schonmal den idyllischen Eindruck. Dann ist der ganze Strand vollgeramscht mit Sportausrüstung, Booten und Kajaks, desweiteren haben sie noch seltsame Beachbanner aufgestellt, die wohl das Sportangebot bewerben sollen. Am rechten Rand vom Strand ist die Tauchschule, hier werden den ganzen Tag lautstark Flaschen herumgewuchtet und befüllt. Motorboot-Aktivitäten runden das ganze ab. Der Strand ist vollgestellt mit Unmengen Liegen, wobei die schiere Anzahl nichts bringt, weil nur die Hälfte mit Auflagen ausgestattet werden. In richtig hochwertigen Hotels achtet man ja darauf, dass die Liegen & Schirme den Strand nicht hässlich machen - so nicht hier; man bekommt am Pool Handtücher in beliebiger Anzahl, aber das Hotel hat es geschafft, Handtücher in ca. 50 knalligen Farbtönen anzuschaffen, das ganze Farbspektrum. Warum? Es sieht aus, als hätte man die Handtücher auf einer Spendengala beschafft. Insgesamt hätte dieser Strand ein Traumstrand sein können, aber das Hotel hat ihn voll auf Rimini gestylt. Der Pool ist klein, unspektakulär, heiß und umstellt von hunderten Liegen. Immerhin ist die Poolbar immer besetzt, wenn auch unfreundlich. Die meisten Tage haben wir keine Quallen festgestellt, aber zwei Tage war in der Nacht extrem starker Wind, und dann hat es Milliarden Quallen angeschwemmt, sowas habe ich noch nie gesehen. Es war mehr Quallen als Wasser. Meine Freundin wollte vom Bademeister wissen, ob sie in voller Montur (Leggings, langes Oberteil etc.) trotz der Quallen schwimmen kann, aber er war muffig, kurz angebunden und wenig hilfreich. Ein bisschen Verständnis für die Situation des Gasts und kompetente Information wäre hier durchaus angebracht. Wie gesagt wurden an manchen Tagen Unmengen von Tagesausflüglern angekarrt und auf Booten angeschippert, die sich über den Strand ergossen haben. Aufgrund dieser Menge Menschen ging der typische Kampf um die Liegen los, den wir sonst eher von Malle & Co. kennen. Uns ist klar, dass Hotels in UAE nunmal teuer sind, aber die Zimmerpreise sollten für dieses Hotel trotzdem ausreichend sein. Es sollte nicht nötig sein, sich noch Unmengen zusätzliche Tagestouristen an den Strand zu holen.


    Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher schlecht
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:1 Woche im April 2017
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Nico
    Alter:31-35
    Bewertungen:12