Das Apartotel Floresta gehört zu den grösseren Anlagen in dieser Region und besteht aus ca. 250 Apartements mit einem bzw. zwei Schlafzimmern . Das Empfangsgebäude verdient zwar nicht unbedingt einen Designpreis, strahlt aber trotzdem eine gewisse Solidität aus, was auch für den Rest der Anlage gilt. Mangelnde Sauberkeit ist in dieser Anlage kein Thema. Sowohl die Apartements als auch der Poolbereich werden immer ordentlich gereinigt. Wir hatten All Inclusive gebucht weil es einfach praktisch ist und der Aufpreis gegenüber Halbpension mit ca. 10 Euro sehr überschaubar war. Eine Anwesenheitspflicht zu den Mahlzeiten besteht ja zum Glück nicht. ;-) Neben einigen Spaniern kamen die Gäste im Juni überwiegend aus England, Deutschland und der Schweiz. Lanzarote ist eine Insel, die einfach zu schade ist, um dort nur einen Badeurlaub zu verbringen. Auf dieser Insel gibt es unglaublich viele faszinierende Landschaften, Sehenswürdigkeiten, Museen und alte Städtchen zu entdecken. Es empfiehlt sich deshalb, schon im heimatlichen Reisebüro einen Mietwagen mit zu buchen und bereits am Flughafen Lanzarote zu übernehmen. Eine Buchung vor Ort ist meistens teurer und auch der Zustand der Fahrzeuge, sowie die Mietkonditionen sind zum Teil recht grenzwertig.
Wir hatten ein Apartement mit zwei ausreichend grossen Schlafzimmern und einem grossen Wohnzimmer mit Schlacouch, Tisch und TV (vier deutsche Programme). Zusätzlich war eine kleine Essecke vorhanden. Das Badezimmer mit Toilette, Waschbecken und Badewanne war ausreichend geräumig und sauber. Der offene Küchenberich war mit kleinem Kochfeld, Kühlschrank, Mikrokiste, Kaffeemaschine, Geschirr und Besteck ausgestattet. Für die Zubereitung grösserer Menüs ist die Ausstattung zu spärlich, aber für einen kleinen Snack und ein paar Drinks zwischendurch absolut ausreichend. Die gemütliche Terasse war mit Bistrotisch und Stühlen möbliert. Es gab auch eine besonders dreiste Spezies an Mitbewohnern, die die Möblierung der Balkone und Terrassen mit Liegen aus dem Poolbereich "vervollständigten" Die Klimaanlage im Wohnzimmer wussten wir besonders in der zweiten Junihälfte zu schätzen als ein Calimaeinbruch die Tagestemperaturen auf ca 40° trieb und auch die Nachttemperaturen kaum noch unter 30° sanken. Die Deckenventilatoren in den Schlafzimmern waren schlichtweg unbrauchbar, da sie ihre Arbeit nur unter erheblichem Klappern und Knarzen verrichteten.
Das Restaurant liegt im Tiefgeschoss des Empfangsgebäudes ist relativ gross und machte was die Sauberkeit betrifft, einen relativ guten Eindruck. Dass man in einem kanarischen Ferienhotel der 3-Sterne-Kategorie keine kulinarischen Grosstaten erwarten darf, dürfte für den erfahrenen Reisenden nichts Neues sein. Das Floresta liegt in dieser Hinsicht eher im oberen Bereich der Qualitätsskala. Wir haben da schon ganz andere Flops erlebt. Die Büffets bieten eine ausreichende Auswahl an Fleisch- , Fisch- und Geflügelgerichten, Beilagen, Salaten,Gemüse und Desserts. Auch das Frühstücksbüffet war im Grossen und Ganzen in Ordnung. Wenn man keine allzu hohen Ansprüche stellt, kann man durchaus damit leben. Das Preis-Leistungsverhältnis stimmt in jedem Fall. Man muss ja bedenken, dass in einem solchen Restaurant auf die Geschmäcker der unterschiedlichsten Nationalitäten eingegangen werden muss. Als All-Inklusv-Gast holt man sich die Getränke an der Bar des Restaurants. Halbpensionsgäste bestellen ihre Getränke beim Kellner. Im Poolbereich gibt es darüber hinaus eine Bar, an der man sich ganztägig bis spät am Abend mit Getränken versorgen kann. Man kann je nach persönlichem Geschmack drinnen oder draussen sitzen. Leider kann man im Floresta nicht im Freien essen. Die Freiflächen zwischen Pool und Apartementgebäuden wären so gross, dass man dort locker viele Esstische unterbringen könnte.
Das Servicepersonal war durchwegs freundlich. An der Rezeption, im Restaurant und an der Poolbar wird neben Spanisch auch ausreichend Englisch und Deutsch gesprochen. Die Zimmerreinigung wurde fünfmal wöchentlich sehr gründlich durchgeführt. Bei dieser Gelegenheit wurden auch Hand- und Duschtücher gewechselt. Strand- und Pooltücher muss man selbst mitbringen. Im Gegensatz zu vielen anderen kanarischen Ferienanlagen kann man diese im Floresta leider nicht ausleihen. Wer öfter aufs Internet angewiesen ist, sollte seinen eigenen Laptop mitbringen. Kostenloses WLan ist vorhanden. Das Internet in der angepriesenen Internetecke im Rezeptionsbereich ist so langsam, dass sich der Verdacht aufdrängt, dass hier noch mit einem 56k Modem gearbeitet wird. Wie mit Beschwerden umgegangen wird, wissen wir nicht. Es gab einfach keinen Grund dazu.
In der unmittelbaren Umgebung findet man eine Reihe von Kneipen und Geschäfte mit teilweise fragwürdigen Badeartikeln (Luftmatratzen, Schwimmreifen etc.) und dem üblichen Souvenierramsch. Nur wenige Meter vom Eingang der Anlage entfernt befinden sich zwei kleine, allerdings nicht ganz billige Supermärkte. Für kleinere Einkäufe ok. Wer grössere Lebensmitteleinkäufe tätigen will, sollte ca. 15 Min. Fahrzeit in Kauf nehmen und in einem der grossen und viel preisgünstigeren Supermärkte in Playa Honda, in der Nähe des Flughafens einkaufen. Wer mehr Unterhaltungs- und Einkaufsmöglichkeiten sucht, sollte sich ins Zentrum von Puerto del Carmen begeben. Fussweg ca. 30 Min. Miit dem Taxi ca. 5 Min. für 3-4 Euro. Der Flughafen liegt etwa 10 Fahrminuten entfernt. Fluglärm war trotzdem kein Thema. Zum grossen, feinsandigen, flach abfallenden Strand der Playa de los Pocillos, sind es nur wenige Gehminuten. Der informierte Urlauber weiß, dass Lanzarote neben Fuerteventura zu den windigsten Kanareninseln gehört. Der meist ablandige Wind pfeift manchmal recht heftig und wirbelt eine Menge Sand und Staub auf. Man tut gut daran, sich durch Sandnetze geschützte Liegen und Sonnenschirme zu mieten. Der Preis von 10 Euro für einen Schirm und zwei Liegen hält sich im angemessenen Rahmen, vor allem wenn man die Preise kennt, die teilweise im Mittelmeerraum verlangt werden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Sport- und Unterhaltungsprogramm haben wir nicht genutzt, da wir zu der Kategorie von Urlaubern gehören, die sich gerade auf einer Insel wie Lanzarote sehr gut selber beschäftigen können. Die beiden Pools und die umliegenden, sehr nett inseltypisch bepflanzten Liegeflächen wurden alle sehr sauber gehalten. Liegen und Schirme wären in ausreichender Anzahl vorhanden, wenn es nicht auch in dieser Anlage diese unsäglichen und egoistischen Zeitgenossen vorwiegend deutscher Herkunft gäbe, die schon am frühen Morgen um die Pools schleichen, um mit Badetüchern "ihre" Liegen belegen. Meistens sind diese Leute dann garnicht anwesend. Wir nehmen uns in einem solchen Fall immer die Freiheit heraus, solche Handtücher auf einen Haufen zu legen und belegen solche Liegen einfach selber. Die Hotelleitung sollte sich nicht mit schriftlichen Hinweisen auf das Belegungsverbot begnügen, sondern durchgreifen und solche Badetücher einfach entfernen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Freunde |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2011 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Bernhard |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 4 |


