- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Das Rosalpina ist in meinen Augen nicht mehr der gehobenen MIttelklasse zuzuordnen, sondern schon der Oberklasse. Wir haben schon viele 4 Sterne Hotels besucht und festgestellt, dass 4 Sterne nicht gleich 4 Sterne sind. Ich persönlich würde dem Hotel ohne Bedenken auch einen 5. Stern geben. Dies vorweg. Da muss man jetzt noch ganz viel erwähnen: W-Lan: Das hoteleigene W-Lan ist kostenlos (prima), allerdings hat man nur in bestiimmten Bereichen rund um die Rezeption und im Erdgeschoss rund um den Kamin Empfang. Das reicht meiner Meinung nach vollkommen aus. Mit vodafone.it war ich unproblematisch zu erreichen. Hatte im Hotel überall Empfang und auch sonst auf dem Berg, auf Wanderungen,... ist mir nirgendwo negativ aufgefallen, dass ich kein Netz hätte. Das Hotel verfügt über eine ganz tolle Bibliothek. Sowohl im Erdgeschoss, als auch im zweiten Obergeschoss befinden sich Regale voll mit den unterschiedlichsten Büchern. Von Unterhaltungsliteratur, bis zu Bildungsliteratur ist alles dabei. Auch Reiseführer rund um die Dolomiten findet man. Eine große Auswahl an Zeitschriften und Zeitungen steht den Gästen ebenfalls zur Verfügung. Ganz toll, vielen Dank dafür. Fam. H. hat einen dunkelbraunen Labrador, namens Amadeus, der sich im ganzen Hotel frei bewegt. Amadeus ist ein ganz lieber Kerl, der sich sehr gerne Streicheleinheiten bei den Gästen abholt. Er unterstreicht den familiären Charakter, den das Hotel vermittelt und wir - selbst Hundebesitzer - fanden es super sympathisch, wenn man kurze Zeit mal ein Spielzeug von Amadeus im Hausflur liegen sah. Das Hotel beeindruckt nicht nur durch seinen Service und die ganz tolle Atmosphäre. Auf den Duft möchte ich gesondert hinweisen. Im Außenbereich hat man diese tolle Luft. Man riecht den Wald, die Blumen, die Natur. Aber auch im Hotel ist es ein wahres Dufterlebnis. Ich zweifle dabei daran, dass dies ausschließlich auf die Duftflaschen zurückzuführen ist, die überall aufgestellt sind. Ein Großteil geht sicher auch von dem überall verwendeten Holz aus. Mir ist dieser wohltuende Geruch immer noch positiv in der Nase. Wir bedanken uns nochmals für diesen perfekten Aufenthalt. Es hat alles gestimmt, wir sind begeistert und werden auf jeden Fall wieder kommen.
Wir hatten eine der Stellalpina-Suiten mit 50 m². Toll, einfach nur toll. Ein Schlafzimmer mit separatem begehbaren Kleiderschrank (inkl. Safe). Ein Wohnbereich mit Couch, Fernseher, Esszimmertisch, kl. Küchenzeile (Kühlschrank, Schränke und Spülbecken). Eingangsbereich mit reichlich Platz für Jacken, Schuhe,... und ein großes Tageslichtbad mit Badewanne, WC, Bidet, Waschbecken,... Alles, auch das Bad, wird von einer tollen Holzoptik dominiert. Für mich ist es sehr faszinierend gewesen, sogar im Bad einen Holzboden zu haben. Hervorzuheben ist auch der Balkon, der sowohl vom Wohnbereich, als auch vom Schlafbereich begangen werden kann und natürlich auch den traumhaften Ausblick ermöglicht. Das Bett war sehr bequem, ich kann über die Matratze nicht meckern. Manch einer mag sich beklagen, dass man vom Bett aus nicht Fernseh schauen kann. Uns hat das nicht gestört. War mal was anderes.
Die Gastronomie ist ein weiterer Punkt, der uns umgehauen hat. Wir kamen an einem Sonntag an. Um 19:00 Uhr gab es einen Sektempfang für alle Hotelgäste, bei dem verschiedenste Häppchen gereicht wurden. Da war aber auch wirklich alles vorhanden. von der HIrschsalami über Gläschen mit Garnelen auf Salat, bis zu gefüllten Teigtaschen. Die Auswahl war so reichlich, dass man eigentlich schon nach den Häppchen satt war. Zu diesem Empfang sprach Papa Hinteregger einige Begrüßungsworte und erläuterte die Geschichte des 100 Jahre alten Gebäudes, was ich toll fand. Anschließend spielte auch ein Musiker auf seinem Akkordeon. Der Empfang fand auf der Sonnenterrasse statt und war ein ganz, ganz toller Start in eine wundervolle Woche. Es war alles mir sehr viel Liebe zum Detail. Das Essen allgemein ist in drei Teile zu untergliedern: Frühstück, Marende und Abendessen. Allgemein kann man durchgehend sagen, dass Wert auf Regionalität und Qualität gelegt wird. Beim Frühstück fällt das vor allem beim Brot und der Wurst auf. Auch die Eier sind keine Vollei-pampe aus dem Tetrapack. Man sieht und schmeckt, dass der Koch frische Produkte verwendet. Hervorzuheben ist der Entsafter, der einen frisch zubereiteten Gemüsesaft ermöglicht, die breite Vielfalt an Obst und sonst gibt es alles, was man so kennt und mag, ohne dass ein Wusch offen bleibt. Die Marende am Nachmittag ist auch eine sehr willkommene Leistung. Neben selbstgebackenen Kuchen (köstlich) wird Obst, verschiedenste Käsesorten, Brot und Tiroler Speck gereicht. Auch eine Vielfalt von eingelegtem Gemüse (Gruken, Oliven, Artischocken, Silberzwiebeln...) wird gereicht. Auch das schaut aus wie selbst gemacht - und schmeckt auch so. Das Abendessen war an den meisten Tagen in Form eines Menüs. Dabei hatte man zunächst die Möglichkeit den ersten Hunger am Salatbuffet zu stillen. Dabei wird neben Salaten auch Roastbeef, panierte Champignons, Oktopuscarpaccio, Caprese, Lachs,... gereicht. Es folgt meist eine Suppe, ein Zwischengang, ein Hauptgang, eine Nachspeise und eine Käseplatte. Obwohl die Portionen relativ klein gehalten sind, halte ich es für ausgeschlossen, dass jemand hungrig aufsteht. Wir haben es z.B. niemals bis zur Käseplatte geschafft. Meist waren wir schon vor dem Hauptgang satt und haben nur aus Neugierde weitergegessen. Am Freitag gab es einen Grillabend, an dem vom üblichen Menü abgewichen wurde. Es gab eine hervorragende Suppe und sodann alles in Buffetform: Salat und gegrilltes Fleisch, Gemüse, Garnelen,... An dieser Stelle vielleicht zwei Kritikpunkte, die sicher jeder anders schlimm oder gut empfindet: Das Abendessen zieht sich zeitlich ganz schön lange hin. 2 Std. muss man einkalkulieren. Die Zeitabstände zwischen den Gängen sind sehr groß. Die Preise für Getränke, die man im Hotel rund um die Uhr bestellen kann, sind hoch. 4 - 5 € für ein Bier, auch ein Aperitiv wie z.B. ein Martini oder einen Testarossa (Prosecco mit Himbermark - lecker). Ein Liter Quellwasser dagegen kostet nur 2 €; aufgefüllt wird gratis. Auch der Espresso ist mit 1,50 € landestypisch erschwinglich. Eine Flasche Wein muss man mit mindestens 20 € einkalkulieren, eher nach oben gehend. Aber gut, die Preise sind zwar hoch, aber in meinen Augen angemessen, angesichts des Gesamtpakets.
Der Service ist wirklich einmalig. Das Hotel behält - trotz der Ausstrahlung als "Luxushotel" einen familiären Charakter. Die Fam. H. ist stets präsent und hilft auch im Service mit. Die Kellnerinnen und Kellner haben aber richtig begeistert. Und zwar durch die Bank. Alle sympathisch, aufmerksam, ohne dass das Verhalten aufgesetzt wirkt. Natürlich zuvorkommend, einfach spitze. Was ich auch ganz toll fand, ist, dass die Kellner teilweise, ohne, dass sie für uns zuständig gewesen wären, trotzdem Bestellungen entgegen genommen haben oder nachgeschenkt haben. Die haben wirklich immer mitgedacht und immer ihr Bestes gegeben. Wir sind wirklich schwer beeindruckt udn würden uns eine Zusatzsonne für diese tolle Leistung bei der Vergabe wünschen.
Als wir uns das Hotel auf der Karte angeschaut haben, fanden wir die Lage optimal als Ausgangspunkt für Kurztrips nach Meran (ca. 90 km), Bozen (ca. 40 km), Brixen (gleich ums Eck) und zu diversen Ausflugszielen in den Dolomiten. Leider ist das nicht ganz der Fall, denn das Hotel liegt ziemlich weit oben auf dem Ploseberg, nur über eine Serpentinenstraße zu erreichen. Ich will diese Straße noch nicht als "abenteuerlich" bezeichnen, da ich schon schlimmere Serpentinen gesehen habe, aber anspruchsvoll ist die ca. 16 km lange Straße schon. Da man also mindestens 30 min. benötigt, um den Berg runter zu fahren und ab Brixen dann über "vernünftige" Straßen weiter zu kommen, ist das anders, als wir erwartet hatten. Das muss aber nicht heißen, dass es schlecht ist, denn dafür ist die Lage in anderer HInsicht top. Wir hätten nur anders planen müssen: Man ist auf dem Berg wirklich mitten in der Natur. Fern ab von Lärm und Zivilisation. 3 min. Serpentinenstr. nach oben und man ist am Kreuztal von wo aus man zahlreiche traumhafte Wanderwege hat bzw. Skipisten. Die Plosebahn fährt von dort ins Tal runter. Abgesehen von der Serpentinenstr. nach Brixen ins Tal, führt die Straße auch weiter ans Würzjoch und ich zahlreiche Täler und Ausgangspunkte für tolle Wanderungen. Es gibt auch einen Bus, der mit der Brixencard, die inklusive war, benutzbar ist. Auch die Plosebahn ist kostenlos mit der Brixencard. Zahlreiche Museen, ein Bad,... in Brixen sind auch bei der Brixencard dabei. Fazit: Lage ist top, nur nicht so richtig für Ausflugsfahrten mit dem Auto.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
In dieser Kategorie ist wohl eher von Wellness zu sprechen. Der Wellnessbereich ist ausreichend groß, ich habe ihn aber nicht komplett angeschaut. Die Außensauna ist sehr schön, es gibt einen Whirlpool im Garten, in dem man, wie fast überall im Hotel den traumhaften Ausblick auf das gegenüberliegende Felsmassiv genießen kann. Den Ruheraum mit den Heubetten/Wasserbetten fand ich auch ganz toll. Ich hatte ein Milchbad in einer sehr eleganten Holzbadewanne. Kann ich nur empfehlen, wenngleich es noch besser wäre, wenn man es schafft, auch seinen Ehemann dazu zu überreden und zu zweit in die Wanne steigt. Auch das von mir gebuchte Heubürstenpeeling war sehr angenehm. Alles ist sehr sauber und gepflegt. Die Damen im Wellnessbereich sind freundlich.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im August 2013 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Edith |
Alter: | 36-40 |
Bewertungen: | 49 |