Eine Familie isst vor einer Hütte in Österreich. © Westend61/Brand X Pictures via Getty Images
© Westend61/Brand X Pictures via Getty Images

Foodie-Traum

10 typisch österreichische Gerichte, die Du unbedingt probieren solltest

Thomas ZwickerRedakteur und Reisejournalist

Wiener Schnitzel, Tafelspitz, Käsespätzle, Kaiserschmarrn und Sachertorte – viele österreichische Gerichte haben sich als traditionsreiche Klassiker ihren internationalen Ruhm verdient. Diese Schmankerln sind sowohl Highlights der deftigen Hausmannskost als auch süße Verlockungen, die sich Reisende in gemütlichen Gasthäusern, Restaurants und den typischen Wiener Kaffeehäusern servieren lassen. Begib Dich mit uns auf einen kulinarischen Ausflug nach Österreich, um mehr zu erfahren über die Welt aus köstlichen Aromen und kulturell bedeutenden Speisen. Diese zehn typischen österreichischen Gerichte solltest Du im Urlaub unbedingt probiert haben, dazu erhältst Du von der Redaktion drei Tipps für leckere Rezepte.

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Eine Pfanne mit Käsespätzle und Röstzwiebeln. © Dietmar Rauscher/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Deftige Käsespätzle mit knusprig gerösteten Zwiebeln © Dietmar Rauscher/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Käsespätzle

Die sogenannten Kasspatzln, Spätzle mit einer reichen und cremigen Käsesoße, sind nicht nur eine köstliche Beilage. Das traditionell österreichische Gericht wird, mit knusprigen Röstzwiebeln und frischer Petersilie garniert, zur sättigenden Hauptmahlzeit. Die Spätzle werden dafür aus einem einfachen Teig aus Mehl, Eiern und Wasser mit einem Spätzlesieb oder -hobel hergestellt und anschließend angebraten. Zum Einsatz kommt meist österreichischer Bergkäse, der diesem Leckerbissen die typische cremige Konsistenz verleiht. Wer den Favorit der alpinen Küche nach einer ausgedehnten Bergwanderung oder rasanten Skiabfahrten zu sich nimmt, weiß die Hausmannskost noch mehr zu schätzen.

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Rezept-Tipp: Käsespätzle mit Röstzwiebeln

Zutaten (für 4 Personen)
Für die Spätzle benötigst Du 400 g Mehl, 4 Eier, 120–150 ml Wasser, etwas Salz und geriebene Muskatnuss. Ferner 300–400 g geriebenen würzigen Käse (z.B. österreichischen Bergkäse, Emmentaler, möglichst zwei unterschiedliche Sorten für Geschmacksnuancen), etwas Pfeffer und Kräutersalz. Außerdem 3 große Zwiebeln, etwas Mehl, Öl oder Butter zum Anbraten und Petersilie zum Garnieren.

Zubereitung
1. Teig herstellen und kochen: In einer großen Schüssel vermengst Du Mehl, Eier, Wasser, Salz und Muskat zu einem zähen, elastischen Teig. Kurz ruhen lassen, dann mittels einer Spätzlereibe oder stückchenweise per Messer vom Brett in einen Topf mit kochendem Salzwasser geben. Sobald sie an die Oberfläche steigen, sind sie fertig und werden mit dem Schaumlöffel abgeschöpft. In einem Sieb abtropfen lassen.

2. Röstzwiebeln herstellen: Zwiebeln in feine Ringe schneiden, in etwas Mehl wenden, dann in der Pfanne mit Öl oder Butter knusprig rösten.

3. Im Backofen fertigstellen: In einer eingefetteten feuerfesten Form abwechselnd Spätzle sowie geriebenen Käse mit etwas Pfeffer und Salz schichten, zum Schluss oben mit Käse bedecken. Im auf 180 Grad vorgeheizten Ofen 10–15 Minuten überbacken, bis der Käse gut geschmolzen ist.

4. Servieren und genießen: Die Röstzwiebeln aufstreuen, dazu Petersilie oder Schnittlauch. Am besten sofort heiß verspeisen.

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Österreichisches Backhendl mit Kartoffeln. © ALLEKO/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Österreichisches Backhendl knusprig zubereitet © ALLEKO/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Wiener Backhendl

In der breiten Auswahl der kulinarischen Genüsse Österreichs nimmt das Backhendl eine herausragende Stellung ein. Diese Wiener Spezialität, deren Tradition bis ins 18. Jahrhundert zurückreicht, war einst den Adeligen vorbehalten. Schließlich fand sie ihren Weg in die gehobene Bürgerschicht sowie in die Herzen und Mägen der breiten Bevölkerung. Das Rezept ist einfach, aber geschmackvoll. Ein ganzes Huhn wird in kleine, nicht entbeinte Stücke zerteilt, die die KöchInnen würzen, panieren und goldgelb braten. Das Ergebnis ist ein leckeres Hähnchenfleisch, das innen saftig und außen herrlich kross ist. Zum Backhendl munden Kartoffelgerichte, Salat und die obligatorische Zitronenspalte für eine erfrischende Note.

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Rezept-Tipp: Wiener Backhendl

Zutaten (für 4 Personen)
Für vier hungrige Esser brauchst Du ein ganzes Hähnchen (1,3–1,5 kg), dazu etwas Salz, Pfeffer und Zitrone. Zum Panieren 3 Eier, 200 g Semmelbrösel und etwas Mehl, ferner Öl oder Butterschmalz zum Ausbacken.

Zubereitung
1. Hähnchen vorbereiten: Du zerteilst das Geflügel in Keulen, Bruststücke, Flügel etc., würzt die einzelnen Stücke mit Zitrone, Pfeffer und Salz und lässt sie ein paar Minuten ruhen.

2. Panieren: Eier im Teller aufquirlen und noch zwei Teller mit Mehl und Semmelbrösel bereitstellen. Hähnchenstücke im Mehl wenden, dann durch die Eimasse ziehen und schließlich ausgiebig in den Semmelbröseln wälzen, bis sie vollständig bedeckt sind.

3. Backen und servieren: Bei 170 Grad in Öl ausbacken, bis die Teile schön goldgelb und knusprig sind. Mit Zitronenspalten, Salat und Kartoffelgerichten servieren.

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Zwei Personen essen einen Kaiserschmarrn. © Westend61/Westend61 via Getty Images
Kaiserschmarrn teilen sich Genießer. © Westend61/Westend61 via Getty Images

Kaiserschmarrn

Welche österreichische Süßspeise wird sowohl als leichtes Mittagessen wie auch als herrliches Dessert genossen? Die Rede ist vom legendären Kaiserschmarrn, der Spezialität aus Eiern, Mehl, Milch und Zucker. Der luftige Pfannkuchenteig wird goldbraun gebacken, anschließend in kleine Stücke zerteilt sowie mit Rosinen und Puderzucker ergänzt. Damit jedoch nicht genug. Die einen essen Apfelmus dazu, andere Sauerkirschen, Zwetschgen oder Preiselbeeren. Wer Kaiserschmarrn bestellt, erhält ein Stück Geschichte Österreichs. Es wird nämlich erzählt, dass es Kaiser Franz Joseph I. war, der dem österreichischen Gericht in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu Ruhm verholfen hat und diesem Genuss seinen kaiserlichen Namen verlieh.

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Rezept-Tipp: Kaiserschmarrn mit Rosinen

Zutaten (für 4 Personen)
Du benötigst für 4 Portionen der leckeren Süßspeise 5–6 Eier, 400 ml Milch, 200 g Mehl, 50 g Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 50 g Rosinen, etwas Apfelsaft, 2 EL Butter zum Ausbacken sowie etwas Salz und Puderzucker.

Zubereitung
1. Rosinen vorbereiten: Zunächst lässt Du die Rosinen für 20–30 Minuten in Apfelsaft einweichen. Alternativ geht auch Rum.

2. Teig herstellen: Eier trennen, Eigelb mit Mehl, Milch, Zucker, Vanillezucker und einer Prise Salz verrühren. Das steifgeschlagene Eiweiß unter den Teig heben, Rosinen hinzufügen.

3. Backen und servieren: Teig in großer Pfanne in Butter bei mittlerer Hitze stocken lassen, dann mit einem Löffel oder Schaber in kleine Stücke zerteilen und weiterbacken, bis die Stücke gut angebräunt sind. Mit Puderzucker bestreuen, dazu wird oft Apfelmus serviert.

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Wiener Schnitzel und Bratkartoffeln.
Im Jahr 1857 wurde das Rezept der weltbekannten Spezialität aus Italien nach Wien gebracht. © Getty Images / Westend61

Wiener Schnitzel

Das beliebte Wiener Schnitzel ist das Nationalgericht schlechthin. In einem Kochbuch aus dem Jahr 1831 findet sich das älteste Rezept unter diesem Namen. Es besteht aus dünn geschnittenem zartem Kalbfleisch, das in Mehl, Ei und Semmelbrösel gewälzt und in wenigen Minuten in der gefetteten Pfanne goldbraun gebraten wird. Alternativ bereiten KöchInnen dieses Essen mit Schweine- oder Putenfleisch zu, dann wird es Schnitzel Wiener Art genannt. Garniert wird die Spezialität oft mit einer Scheibe Zitrone und einer Kartoffelspeise wie Erdäpfelsalat, wie in Österreich Kartoffelsalat auch genannt wird. In allen traditionellen Restaurants des Landes ist das Wiener Schnitzel fester Bestandteil der Speisekarte. Bei diesem populären Gericht wird nicht gegeizt – wundere Dich daher nicht, wenn das Schnitzel den Teller fast komplett ausfüllt.

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Typisch österreichischen Tafelspitz vom Rind.
Tafelspitz vom Rind © stock.adobe.com - HLPhoto

Tafelspitz vom Rind

In Sachen deftige österreichische Gerichte zählt Tafelspitz zu den festen kulinarischen Werten. Dabei handelt es sich um ein feinfaseriges, gut abgehangenes Stück von der Hüfte beziehungsweise der Spitze des Schwanzstücks eines Kalbs oder Rinds. Über mehrere Stunden hinweg wird es schonend in einer Brühe mit verschiedenen Gemüsesorten gekocht, bis der Tafelspitz richtig zart ist. Die Speise ist durch die obere Rundung mit einem schmalen Fettrand unverkennbar. Das Fleisch wird Dir in Scheiben geschnitten mit Beilagen wie Röstkartoffeln, Gemüse und einer pikanten Meerrettichsoße serviert. Ein großer Fan dieses Essens soll der österreichische Kaiser Franz Joseph I. gewesen sein, der laut Erzählungen vor über 100 Jahren entscheidend zur Bekanntheit des Tafelspitz beigetragen habe.

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Ein Topf voller Gulasch mit Kartoffeln.
Gulasch © stock.adobe.com - Esin Deniz

Variantenreiches Gulasch

Österreichs vielseitige Küche ist geprägt von mitteleuropäischen Einflüssen und der Vergangenheit des österreichisch-ungarischen Reichs. Für diese Vielfalt der europäischen Kultur ist Gulasch ein gutes Beispiel, weil die Wurzeln des typischen Gerichts in Ungarn liegen. Die klassisch-österreichische Variante besteht aus mundgerechten Rindfleischstücken, die in einer aromatischen braunen Soße aus Zwiebeln, Paprika und verschiedenen Gewürzen geschmort werden. Gelungen ist das Gulasch, wenn das Fleisch zugleich saftig und zart ist, die Soße dick und würzig. Knödel, Kartoffeln oder Spätzle passen perfekt dazu.

HolidayCheck-Redakteur

Thomas' Tipp

Zur entsprechenden Saison entdeckst Du auch ein Eierschwammerlgulasch auf österreichischen Speisekarten, eine vegetarische Alternative, die mit Pfifferlingen statt Fleisch zubereitet wird. Vegetarisch oder mit Wursteinlage ist außerdem das Erdäpfelgulasch aus Kartoffeln zu finden.

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Eine Brettljause mit Käse, Nüssen, Obst, Brot und Wurst. © Odu Mazza/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Nahrhafte Brettljause mit Käse, Obst, Brot und Wurst © Odu Mazza/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Brettljause

Mit der rustikalen Brettljause lässt sich die Liebe zur Natur mit dem Genuss regionaler Köstlichkeiten verbinden. Diese kalte Platte aus abwechslungsreichen geschmacklichen Komponenten kommt auf einem rustikalen Holzbrett zu jeder Tageszeit auf den Tisch, wenn Du in einer Almhütte oder einem Heurigen (Weinschenke) einkehrst. Auf dem Brettl wirst Du eine Auswahl aus schmackhaften Wurst- und Fleischsorten wie Schweinsbraten und Speck vorfinden, zusätzlich zu Bergkäse, Parmesan und anderem Käse. Abgerundet wird die authentische Mahlzeit häufig durch Aufstriche, Obst oder Gemüse, saure Gurken und Essigkren (eine Beilage aus geriebenem Meerrettich, Essig und Zucker). Zu dieser Brotzeit genießt Du am besten frisch gebackenes Brot, während Du nach einer Wanderung in guter Gesellschaft die malerische Umgebung bewunderst. Ihren Ursprung hat die Brettljause in den Zwischenmahlzeiten der regionalen Bauern.

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Eine Schale mit Brühe und Leberknödel. © ALLEKO/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Leberknödelsuppe © ALLEKO/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Leberknödelsuppe

Die österreichische Küche ist bekannt für ihre vielfältigen Suppenkreationen, die zum Teil zum kulinarischen Erbe der Habsburger Monarchie zählen. Bei ÖsterreicherInnen wecken sie ein vertrautes Heimatgefühl, bei Österreich-UrlauberInnen stehen sie für Gemütlichkeit und Gastfreundschaft. Gerade im Winter ist die Leberknödelsuppe aus Rinderleber, Eiern, Semmelbröseln, Kräutern, Gewürzen und einer klaren Rinderbrühe für viele die erste Wahl.

Eine weitere traditionelle Suppe aus Österreich ist die Frittatensuppe, eine klare Bouillon mit herzhaften Pfannkuchenstreifen als Einlage. Gaumen und Seele erwärmt zudem Grießnockerlsuppe mit Grießklößchen in einer reichhaltigen Rinderbrühe.

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Ein Stück einer Sachertorte. © Westend61/Westend61/GettyImages Plus via Getty Images
Ein Stück einer Sachertorte. © Westend61/Westend61/GettyImages Plus via Getty Images

Süße Sachertorte

Zu Recht sind die WienerInnen stolz auf ihre Kaffeehauskultur, die bis ins 17. Jahrhundert zurückreicht. Zu diesen landestypischen Einrichtungen und einer Kaffeespezialität gehört ohne Frage ein Stück Sachertorte als Gebäck mit langer Tradition. Der junge Konditorlehrling Franz Sacher soll sie 1832 für Fürst Metternich kreiert haben. Seitdem ist das österreichische Originalrezept streng gehütet, was dem internationalen Siegeszug dieser berühmten Torte keinen Abbruch getan hat. Der verführerische Schokoladenkuchen setzt sich aus zwei üppigen Schichten zusammen, zwischen denen sich feine Aprikosenmarmelade befindet. Die Sachertorte wird mit einer glänzenden Hülle aus dunkler Schokoladenglasur überzogen, die die Oberseite und die Seiten umhüllt. Ein Klecks Schlagsahne darf bei echten Naschkatzen und -katern nicht fehlen.

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Ein Apfelstrudel vor einer Bergkulisse in Österreich. © svetikd/E+ via Getty Images
Der Apfelstrudel ist einer der beliebtesten Strudelvarianten – und eine Leibspeise in Österreich. © svetikd/E+ via Getty Images

Apfelstrudel

Eine weitere süße Versuchung aus Österreich ist der Apfelstrudel. Sein aromatischer Duft, gepaart mit der knusprigen Textur des Teigs und der fruchtigen Füllung, macht ihn zu einem unwiderstehlichen Highlight der österreichischen Dessertkultur. Der Apfelstrudel besteht aus einem hauchdünnen, kross gebackenen Teigmantel, der mit einer Mischung aus Äpfeln, Rosinen, Semmelbröseln, Zucker und einer Prise Zimt gefüllt wird. Den häufig noch warm servierten Strudel verfeinert eine großzügige Portion Sahne, Vanillesoße oder -eis. Die Wurzeln des österreichischen Apfelstrudels gehen mindestens bis ins späte 17. Jahrhundert zurück. Das älteste heute bekannte Strudelrezept stammt aus dem Jahr 1696. Seit dem 18. Jahrhundert ist dieser Klassiker von den Speisekarten Österreichs nicht mehr wegzudenken.

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Geschrieben von:Thomas Zwicker