Die Welt von 007
James Bond Reiseziele: Legendäre Drehorte der Roger-Moore-Ära
Roger Moore prägte die Figur des James Bond wie kaum ein anderer Darsteller – und das über einen außergewöhnlich langen Zeitraum. Zwischen 1973 und 1985 schlüpfte er siebenmal in die Rolle des berühmtesten Geheimagenten der Filmgeschichte. Seine Interpretation war stilvoll, ironisch und bewusst leichter als die seiner Vorgänger. Mit britischer Nonchalance, feinem Humor und perfektem Understatement verlieh Moore der Figur eine elegante Leichtigkeit, die bis heute einen festen Platz in der Geschichte der Bond-Reihe einnimmt.
Gleichzeitig öffnete sich das Franchise in dieser Phase einer besonders opulenten, internationalen Welt. Exotische Länder, glamouröse Metropolen und spektakuläre Naturkulissen wurden zu tragenden Elementen der Filme. Diese Mischung macht die Roger-Moore-Ära bis heute zu einer idealen Inspirationsquelle für Reisende, die Luxus, Fernweh und Filmgeschichte miteinander verbinden möchten.
Roger Moore als James Bond: Stil, Charme und weltweite Abenteuer
Roger Moore verkörperte James Bond weniger als kompromisslosen Einzelkämpfer, sondern als kultivierten Weltbürger mit Sinn für Luxus, Technik und Ironie. Seine Filme setzten stärker auf Glamour, technische Spielereien und spektakuläre Schauplätze als auf rohe Gewalt. In den 1970er- und frühen 1980er-Jahren wurde internationales Reisen zunehmend erschwinglich – ein gesellschaftlicher Wandel, den die Bond-Reihe bewusst aufgriff und filmisch inszenierte.
Gedreht wurde überwiegend an realen Schauplätzen rund um den Globus, ergänzt durch Studioaufnahmen in Großbritannien. Von der Karibik über Europa bis nach Asien entstanden Bilder, die ganze Regionen nachhaltig prägten. Viele dieser Drehorte sind bis heute zugänglich und haben sich zu regelrechten Pilgerstätten für Film- und Bond-Fans entwickelt.
Thailand: Exotik und Inselträume in der Andamanensee
Thailand zählt zu den bekanntesten Drehorten der Roger-Moore-Ära. Mit dem Film "Der Mann mit dem goldenen Colt" wurde die Phang-Nga-Bucht weltberühmt. Besonders ikonisch ist die markante Kalksteinformation Ko Tapu, die vor der Insel Khao Phing Kan aus dem smaragdgrünen Wasser ragt. Gemeinsam werden sie heute meist als "James-Bond-Insel" bezeichnet.
Die dramatischen Felsformationen, das tropische Licht und die üppige Vegetation vermittelten eine Exotik, die perfekt zur geheimnisvollen Atmosphäre des Films passte. Thailand ist bis heute ein ideales Reiseziel für Bond-Fans. Bootstouren durch die Bucht, Strandurlaub und kulturelle Entdeckungen lassen sich hier hervorragend kombinieren. Die beste Reisezeit liegt zwischen November und März, wenn das Klima trocken und angenehm warm ist.
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Italien: Mediterraner Glamour und Küstenstraßen
Auch Italien spielte in der Roger-Moore-Ära eine wichtige Rolle. In "Der Spion, der mich liebte" diente die Insel Sardinien, insbesondere die Costa Smeralda, als Kulisse für eindrucksvolle Küstenaufnahmen und dynamische Fahrsequenzen entlang des Mittelmeers. Die elegante Verbindung aus türkisfarbenem Wasser, felsigen Straßen und mediterraner Landschaft verleiht dem Film eine zeitlose Ästhetik.
Ein Teil der ikonischen Unterwasseraufnahmen, die Bond von einem Lotus aus erlebt, wurde zwar an anderen Schauplätzen realisiert, allen voran auf den Bahamas, doch Sardinien prägte maßgeblich das visuelle Bild der italienischen Szenen. Für Reisende bietet die Insel eine attraktive Mischung aus Filmgeschichte, Kulinarik und Badeurlaub. Besonders die Monate Mai, Juni sowie September eignen sich ideal, um milde Temperaturen und ein entspannteres Besucheraufkommen zu genießen.
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Ägypten: Monumente, Mythen und Wüstenkulissen
Ebenfalls in "Der Spion, der mich liebte" führte Roger Moores Bond das Publikum nach Ägypten. Gedreht wurde unter anderem in Kairo, an den Pyramiden von Gizeh sowie am Karnak-Tempel nahe Luxor. Diese monumentalen Schauplätze bilden eindrucksvolle kulturelle Stationen innerhalb der Handlung und verleihen dem Film zusätzliche historische Tiefe.
Antike Tempel, der mächtige Nil und die Weite der Wüstenlandschaften unterstreichen den geheimnisvollen, beinahe mythischen Charakter dieser Sequenzen. Ägypten eignet sich besonders für Reisende, die Bond-Drehorte mit Geschichte und Kultur verbinden möchten. Die beste Reisezeit liegt zwischen Oktober und April, wenn die Temperaturen deutlich angenehmer sind. Nilkreuzfahrten bieten dabei eine besonders stilvolle Möglichkeit, das Land zu erkunden.
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Indien: Farben, Paläste und royale Atmosphäre
In "Octopussy" wird Indien nicht als bloße Kulisse genutzt, sondern klar in der nordwestindischen Region Rajasthan verortet. Ein Großteil der Dreharbeiten fand in und um die Stadt Udaipur statt, die mit ihren Seen und Palästen zu den romantischsten Städten des Landes zählt.
Besonders prägend ist der Taj Lake Palace, ein weißer Marmorpalast mitten im Lake Pichola, der im Film als Rückzugsort der geheimnisvollen Octopussy dient und heute als exklusives Luxushotel zugänglich ist.
Weitere Szenen entstanden am Jag Mandir Palace sowie im hoch über der Stadt gelegenen Monsoon Palace, das im Film als Anwesen des Antagonisten Kamal Khan fungiert. Diese Schauplätze verleihen dem Film seine märchenhafte, zeitlose Atmosphäre. Die beste Reisezeit für Udaipur liegt zwischen November und Februar, wenn angenehme Temperaturen Stadtbesichtigungen und Bootstouren begünstigen.
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Frankreich: Alpine Action und mondäner Wintersport
Auch Europa kam in der Moore-Ära nicht zu kurz. In "Im Angesicht des Todes" spielen die französischen Alpen eine zentrale Rolle. Die spektakulären Ski-Sequenzen, ergänzt durch eine der frühesten Snowboard-Szenen der Filmreihe, zählen zu den bekanntesten Actionmomenten der Roger-Moore-Ära und wurden rund um den Wintersportort Val d'Isère gedreht.
Ergänzt wurden diese Aufnahmen durch Szenen am hoch gelegenen Lac de Tignes, dessen klare Linien und alpine Kulisse die dramatische Inszenierung wirkungsvoll unterstreichen. Für Reisende bietet die Region sowohl im Winter als auch im Sommer ideale Bedingungen für sportliche Aktivitäten und eindrucksvolle Naturerlebnisse.
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Eine mögliche Reiseroute auf den Spuren von Roger Moore
Wer die Drehorte der Roger-Moore-Filme bereisen möchte, sollte Zeit für große Distanzen einplanen. Eine mögliche Route beginnt in Europa mit Frankreich und Italien, führt weiter nach Ägypten und Indien und endet in Südostasien mit Thailand. Diese Reise verbindet mediterranen Glamour, jahrtausendealte Kulturen und tropische Traumlandschaften – ganz im Sinne eines James Bond, der stets mit Stil, Charme und einem Augenzwinkern um die Welt reist.