Der Weg ist das Ziel
Vorsicht Fernweh: 10 Straßen, die Du sofort fahren willst
2026 wird Dein Roadtrip-Jahr – und diesmal ist, wie man so schön sagt, der Weg tatsächlich das Ziel. Wenn Du Strecken suchst, die schon beim Fahren Spaß machen und bei denen Deine Fotogalerie noch lange von den fantastischen Eindrücken erzählt, dann bist Du hier richtig.
Du brauchst eigentlich nur eine gute Route, ein paar Stopps und genug Zeit, um unterwegs auch spontan anhalten zu können. Hier kommen die schönsten Panoramastraßen, die 2026 auf jeden Fall auf Deiner Bucket List stehen sollten.
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Milford Road, Neuseeland
Regenwälder, Seen und schneebedeckte Gipfel erwarten Dich entlang der Milford Road. Als eine der eindruckvollsten Straßen Neuseelands führt Dich die Milford Road durch den Fjordland-Nationalpark mit Bergen, Wasserfällen und vielem mehr. Je näher Du dem Fjord Milford Sound kommst, desto beeindruckender die Aussicht. Oft macht das Wetter das Ganze sogar noch schöner, da Nebel und Wolken die Berge dramatischer wirken lassen. Also unbedingt Deine Kamera einpacken.
Stopps, die sich lohnen:
- Mirror Lakes
- The Chasm
- Homer Tunnel
- Milford Sound
Worauf Du achten solltest:
Wenn Du die Strecke entspannt fahren möchtest, lohnt sich ein früher Start, denn die beliebtesten Stopps sind schnell voll. Tanke am besten noch einmal in Te Anau, da die Tankmöglichkeiten unterwegs begrenzt sind. Und auch wenn es verlockend ist: Halte möglichst nur in den ausgewiesenen Buchten.
Atlantic Road (Atlanterhavsvegen), Norwegen
Die Atlantic Road ist kurz, aber Du wirst nicht „mal eben“ an ihr vorbeifahren. Brücken über dem offenen Meer, kleine Inseln und Aussichtspunkte direkt an der Straße prägen die Strecke. Ob Sonne oder Regen, diese Straße ist zu jeder Wetterlage einen Besuch wert. Perfekt, wenn Du eine Panoramastraße suchst, die ohne großen Aufwand richtig viele Fotospots bietet.
Stopps, die sich lohnen:
- Eldhusøya Viewpoint
- Brückenabschnitte
- Parkbuchten am Wasser
Worauf Du achten solltest:
Auch wenn die Atlantic Road kurz ist, solltest Du dafür genug Zeit einplanen, weil Du unterwegs wahrscheinlich öfter anhältst. Für Fotos ist morgens oder abends meist das schönste Licht, besonders an den Brückenabschnitten. Und Achtung: Bei Wind kann es an den Viewpoints direkt am Wasser etwas nass werden.
Silvretta Hochalpenstraße, Österreich
Auf rund 22 Kilometern verbindet die Silvretta, eine der bekanntesten Panoramastraßen der Alpen, das Montafon in Vorarlberg mit dem Paznauntal im Tirol. Kurve um Kurve fährst Du durch die Silvretta Hochalpenstraße, bis Du oben angekommen auf über 2000 Metern einen atemberaubenden Panoramablick auf die umliegenden Dreitausender und den Silvretta-Stausee hast. Gerade weil die Strecke so gut ausgebaut ist, lässt sie sich super als Tagesausflug einbauen oder als schönen Abschnitt Deines Roadtrips, wenn Du sowieso in der Region unterwegs bist.
Stopps, die sich lohnen:
- Bielerhöhe
- Silvretta-Stausee
Worauf Du achten solltest:
Behalte im Hinterkopf, dass es sich um eine Mautstraße handelt, damit Du die Kosten von Anfang an besser einkalkulieren kannst. Am Wochenende ist oft mehr Ausflugsverkehr unterwegs, deshalb lohnt sich ein früher Start. Je nach Schneelage ist die Straße in der Regel vom späten Frühling bis in den Herbst geöffnet.
Furkapass, Schweiz
Mit sage und schreibe 40 Kilometern Länge und rund 30 Kehren verbindet der Furkapass das Wallis mit dem Kanton Uri. Wenn Du es liebst, Kurven zu fahren und dabei immer wieder neue Ausblicke auf die Alpen zu genießen, kommst Du hier definitiv auf Deine Kosten.
Wenn Du mehrere Pässe kombinieren möchtest, zum Beispiel im Rahmen eines Wander-Roadtrips, eignet sich der Furkapass ideal als Teil einer größeren Alpenroute. Du kannst die Fahrt mit Stopps an Aussichtspunkten verbinden, unterwegs zu kürzeren Wanderungen aufbrechen oder benachbarte Pässe wie den Grimsel- oder Sustenpass direkt anschließen und so mehrere Strecken miteinander kombinieren.
Stopps, die sich lohnen:
- Passhöhe (kurz Pause, Aussicht genießen)
- Rhonegletscher-Region (bekannter Stopp)
- Aussichtspunkte an den Kurven
Worauf Du achten solltest:
Wenn Dir, so wie mir, auf kurvigen Strecken schnell mal schlecht wird, kann das bei 30 Kehren auf 40 Kilometern durchaus passieren. Als BeifahrerIn hilft es, den Blick möglichst ruhig geradeaus in die Ferne zu richten. Ein bewährter Trick: selbst fahren. Hinter dem Steuer wird vielen deutlich weniger schlecht als auf dem Beifahrersitz. Probiere am besten aus, was Dir persönlich am meisten hilft.
Behalte außerdem im Hinterkopf, dass die Passstraße saisonabhängig geöffnet ist. Schau vorab kurz nach, ob die Strecke frei befahrbar ist. Und pack Dir am besten etwas Warmes ein, oben ist es fast immer spürbar kühler als im Tal.
Val d’Orcia, Italien
Toskana wie aus dem Bilderbuch: Zypressenalleen, Weinberge bis zum Horizont und kleine Orte, in denen Dich authentische Restaurants mit richtig guter Pasta erwarten. Das Val d’Orcia ist keine einzelne Passstraße, sondern eine ganze Region, die Du entspannt mit dem Auto erkunden kannst.
Genau das macht den Reiz aus: Du fährst von Ort zu Ort, entscheidest spontan, wo Du anhältst, und nimmst Dir Zeit für Aussichtspunkte, Weingüter oder einen Kaffee auf der Piazza. Statt einer festen Route geht es hier ums Unterwegssein.
Stopps, die sich lohnen:
- Pienza
- San Quirico d’Orcia
- Zypressen-Spots entlang der Landstraßen
Worauf Du achten solltest:
Für Fotos sind der frühe Morgen oder der späte Nachmittag ideal. Mittags ist das Licht oft sehr hart. Die Strecke bleibt zwar schön, aber Deine Bilder wirken am Abend meist besser.
D400, Türkische Riviera
Wenn Du Sonne, Meer und Küstenblicke suchst, bei denen Du automatisch langsamer wirst, ist die D400 genau richtig. Die Straße verläuft immer wieder direkt am Wasser entlang, dann führt sie hinauf in die Berge – und kurz darauf öffnet sich der nächste Blick auf türkisblaues Meer und kleine Buchten unter Dir. Besonders der Abschnitt rund um Kaş und Kalkan bleibt in Erinnerung. Das ist so eine Strecke, bei der Du Dich am Ende fragst, warum Du für 150 Kilometer plötzlich den ganzen Tag gebraucht hast.
Stopps, die sich lohnen:
- Kaş
- Kalkan (schön zum Essen oder für eine kurze Pause am Wasser)
- Kaputaş Beach (kleine Bucht, sehr fotogen)
- Patara Beach (riesiger Strand, komplett anderer Vibe als die kleinen Buchten)
Worauf Du achten solltest:
Hier gibt es viele Kurven und teils steile Abschnitte – also lieber entspannt fahren und nicht zu knapp planen. Der Fahrstil vor Ort kann außerdem etwas „sportlicher“ sein (häufige Spurwechsel, spontanes Überholen). Am besten hältst Du ausreichend Abstand und bleibst aufmerksam unterwegs.
Ruta 40, Argentinien
Als eine der längsten und bekanntesten Fernstraßen der Welt erstreckt sich die legendäre Ruta 40 über rund 5.000 Kilometer entlang der Anden, von La Quiaca im Norden bis tief in den Süden Patagoniens. Du musst sie nicht komplett fahren, um sie Bucket-List-würdig zu finden.
Ein besonders schöner Einstieg ist der Abschnitt rund um die Seen im Norden Patagoniens, etwa auf dem Camino de los Siete Lagos: glasklare Seen, Andenpanorama, dichte Waldstücke und immer wieder kleine Buchten, in denen Du spontan anhalten kannst. Fährst Du weiter Richtung Süden, wird die Landschaft zunehmend weiter und rauer, genau diese Vielfalt macht den besonderen Reiz dieser Route aus.
Stopps, die sich lohnen:
- Camino de los Siete Lagos (Seenroute)
- Aussichtspunkte an den Seen
- Patagonien-Abschnitte
Worauf Du achten solltest:
Die Ruta 40 ist über weite Strecken eine scheinbar endlose Schotterpiste. Achte deshalb darauf, dass Dein Mietwagen idealerweise über Allradantrieb verfügt. Manche Abschnitte wirken, als hätten sie schon länger auf eine neue Asphaltdecke gewartet. Prüfe daher vor der Fahrt zusätzlich, ob Deine Reifen ausreichend Luftdruck und genügend Profil haben.
Bei Gegenverkehr solltest Du die Geschwindigkeit reduzieren. Auf Schotter fliegen schnell Steine hoch – nicht selten auch gegen die Windschutzscheibe. Ohne passenden Versicherungsschutz kann das teuer werden. Wenn Du weißt, dass Du längere Abschnitte fahren willst, kannst Du vorab mit dem Vermieter klären, ob ein zweiter Ersatzreifen möglich ist. Das gibt zusätzlich Sicherheit.
Möchtest Du größere Teile der Strecke erleben und Dir Zeit für Abstecher nehmen, plane am besten mindestens eine Woche ein. Die Distanzen sind enorm und Tankstellen nicht überall selbstverständlich. Nutze daher jede Gelegenheit zum Tanken, auch wenn der Tank noch halb voll ist.
ER101, Madeira
Vielleicht hattest Du Madeira bisher nicht direkt als Roadtrip-Ziel auf dem Schirm. Wenn es um Panorama geht, spielt die Insel aber ganz vorne mit. Entlang der ER101 wechseln sich steile Klippen, einzigartige Meerblicke und grüne Hänge ab. Die Straße führt Dich an vielen Küstenabschnitten entlang, durch Tunnel und immer wieder an Wasserfällen vorbei, bei denen sich ein kurzer Stopp fast von selbst ergibt.
Gerade die Nordküste ist besonders empfehlenswert. Die Landschaft verändert sich gefühlt hinter jeder Kurve, langweilig wird es Dir auf dieser Strecke definitiv nicht.
Stopps, die sich lohnen:
- Porto Moniz
- Seixal
- Ponta do Pargo
Worauf Du achten solltest:
Auf Madeira kann das Wetter je nach Inselseite schnell wechseln, daher lohnt es sich, kleidungstechnisch den Zwiebellook einzuplanen. Die Straßen sind außerdem oft kurvig und stellenweise schmal, besonders bei Abstechern zu Aussichtspunkten. Daher möglichst nur in ausgewiesenen Buchten anhalten und dabei vorsichtig sein.
In einigen Bereichen, vor allem entlang der steileren Küstenabschnitte, kann es zudem zu Steinschlag kommen. Fahre hier am besten angepasst und halte ausreichend Abstand, besonders nach Regenfällen.
Tizi n’Tichka Pass, Marokko
Schon einmal über einen Roadtrip durch Marokko nachgedacht? Wenn Du von Marrakesch Richtung Süden fährst und die Berge des Hohen Atlas durchqueren möchtest, ist der Tizi n’Tichka Pass eine naheliegende Route. Du folgst der N9 über den Atlas, vorbei an Serpentinen und Aussichtspunkten. Unterwegs verändert sich die Landschaft spürbar: Oben wirkt sie oft karg und weit, hinter dem Pass wird es Schritt für Schritt trockener, bis Du merkst, dass Du im Süden des Landes angekommen bist.
Der Pass liegt auf rund 2300 Metern Höhe und verbindet Marrakesch mit Ouarzazate. Die Strecke eignet sich gut als landschaftlich reizvoller Abschnitt auf dem Weg in den Süden und lässt sich problemlos in einen längeren Roadtrip integrieren.
Stopps, die sich lohnen:
- Passhöhe & Viewpoints entlang der N9
- Kasbah Telouet
- Ounila Valley
- Ksar of Aït-Ben-Haddou
- Ouarzazate
Worauf Du achten solltest:
Die Straße wird oft von LKWs befahren, plane daher zeitlich viel Puffer ein. So hast Du einen entspannteren Trip. Da der Pass auf über 2000 Metern liegt, kann das Wetter schnell umschlagen. Selbst wenn es in Marrakesch noch warm ist, kann es oben deutlich kühler und windig sein. Informiere Dich vorab über die aktuellen Straßenbedingungen, im Winter kann es zeitweise zu Einschränkungen kommen.
Musandam Peninsula, Oman
Du hast Lust auf Berge und Meer und willst Dich nicht entscheiden müssen? Dann ist die Musandam-Halbinsel genau die richtige Strecke für Dich. Musandam gilt für viele als echtes Bucket-List-Ziel. Von Khasab aus fährst Du durch eine eindrucksvolle Berglandschaft und bekommst immer wieder tiefblaue Buchten unter Dir zu sehen.
Die Kulisse erinnert stellenweise an nordische Fjorde – nur eben in Oman. Besonders angenehm ist die Region für einen Roadtrip meist zwischen Oktober und April, wenn die Temperaturen moderater sind und längere Fahrten deutlich entspannter bleiben.
Stopps, die sich lohnen:
- Khasab Castle
- Khor Najd
- Jebel Harim (höchster Punkt der Region)
- Küstenabschnitte rund um Khasab
- Dhow-/Bootstour in die „Fjorde“
Worauf Du achten solltest:
Wenn Du aus den Vereinigten Arabischen Emiraten mit dem Auto anreist, brauchst Du neben Reisepass und den üblichen Einreiseformalitäten auch eine gültige Fahrzeugversicherung für Oman. Häufig wird dafür an der Grenze eine zusätzliche Versicherung („Orange Card“) abgeschlossen.
Bei Mietwagen ist außerdem wichtig: Nicht jedes Fahrzeug ist automatisch für Grenzübertritte freigegeben. Prüfe daher vorab die Mietbedingungen und kläre rechtzeitig, ob Fahrten nach Musandam erlaubt sind.
Mietwagen im Urlaub



