Hättest Du gewusst, dass für "Stirb an einem anderen Tag" gar nicht auf Kuba gedreht wurde? © istock/Natalia SO
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Bond, James Bond

Auf Reisen wie 007: Die beeindruckendsten Drehorte der Brosnan-Ära

Mit Pierce Brosnan betrat James Bond eine neue, hochmoderne Bühne. Als Brosnan 1995 in "GoldenEye" erstmals als 007 auftrat, war dies nicht nur ein Neustart der Filmreihe, sondern auch ein Spiegel der Zeit. Die Welt war globaler, schneller und technologischer geworden – und genau das zeigte sich auch in den Drehorten. Brosnans Bond bewegte sich durch internationale Metropolen, spektakuläre Naturkulissen und architektonische Wahrzeichen, die den Anspruch der Filme unterstrichen: zeitgemäß, weltläufig und visuell eindrucksvoll. Diese Ära macht die Filme mit Pierce Brosnan zu einer besonders attraktiven Inspirationsquelle für Reisen, die Urbanität, Exotik und Action miteinander verbinden.

Pierce Brosnan als James Bond: Eleganz trifft moderne Welt

Pierce Brosnan verkörperte James Bond in vier Filmen zwischen 1995 und 2002. Seine Interpretation vereinte klassischen Bond-Charme mit zeitgenössischer Coolness. Stilvolle Anzüge, technologische Gadgets und ein souveränes Auftreten prägten diese Phase der Reihe. Auch die Drehorte spiegelten diesen Ansatz wider: Großstädte, politische Zentren und spektakuläre Landschaften standen im Fokus. Viele dieser Orte sind bis heute leicht zugänglich und haben nichts von ihrer filmischen Wirkung verloren. Für Reisende bieten sie die Möglichkeit, Bond-Geschichte mit modernen Reiseerlebnissen zu kombinieren.

In Monaco kannst Du wie James Bond im Casino zocken. © istock/Simona Sirio
In Monaco kannst Du wie James Bond im Casino zocken. © istock/Simona Sirio

Monaco: Luxus, Tempo und mediterranes Flair

In "GoldenEye" wird Monaco zur Bühne für Bonds erste Begegnung mit der ebenso faszinierenden wie tödlichen Xenia Onatopp. Szenen im und vor dem legendären Casino de Monte-Carlo sowie im Yachthafen des Fürstentums unterstreichen den luxuriösen Charakter des Schauplatzes. Die anschließende Verfolgungsjagd führt Bond über kurvenreiche Berg- und Küstenstraßen oberhalb von Monaco, die dem Filmtempo eine spielerische Leichtigkeit verleihen. Die beste Reisezeit liegt im Frühjahr und Herbst, wenn das Klima mild ist und die Stadt weniger überlaufen wirkt. Ein Besuch lässt sich ideal mit der Côte d'Azur und Städten wie Nizza oder Menton verbinden.

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Moskau dient in "GoldenEye" als wichtiger Ort der Handlung, gedreht wurde hier aber kaum. © istock/Vladislav Zolotov
Moskau dient in "GoldenEye" als wichtiger Ort der Handlung, gedreht wurde hier aber kaum. © istock/Vladislav Zolotov

Russland: Kalter Krieg und post-sowjetische Atmosphäre

Mit "GoldenEye" führte Pierce Brosnans erster Bond-Film das Publikum auch nach Russland. Moskau wird als düsterer, politisch aufgeladener Schauplatz inszeniert, geprägt von Monumentalbauten und weitläufigen Plätzen. Auch wenn einige Szenen in anderen europäischen Städten gedreht wurden, etwa in London und St. Petersburg, bleibt die russische Hauptstadt für die Handlung des Films zentral.

Für Reisende ist Moskau ein faszinierendes Ziel voller Geschichte, Kontraste und imposanter Architektur. Frühling und Sommer bieten die angenehmsten Bedingungen für Stadterkundungen, während die langen Tage Raum für ausgedehnte Besichtigungen lassen. Wenn Du einen Besuch in Betracht ziehst, solltest Du dabei aber die aktuelle politische Lage im Auge haben und dich an den Reisewarnungen des Auswärtigen Amts orientieren.

Bangkok stand in "Der Morgen stirbt nie" als Double für Saigon parat. © istock/Mik122
Bangkok stand in "Der Morgen stirbt nie" als Double für Saigon parat. © istock/Mik122

Thailand: Exotik und urbane Dynamik

In "Der Morgen stirbt nie" wird Südostasien als pulsierender urbaner Raum inszeniert. Zwar spielt die Handlung in Saigon, tatsächlich fanden die Dreharbeiten mit Pierce Brosnan jedoch überwiegend in Bangkok statt, das im Film als Double für die vietnamesische Metropole dient. Besonders prägend sind die Aufnahmen entlang des Chao Phraya River sowie in den angrenzenden innerstädtischen Kanälen, deren enge Wasserwege, Brücken und dicht bebaute Ufer das visuelle Fundament für eine der bekanntesten Actionsequenzen des Films bilden.

Die berühmte Motorradverfolgungsjagd nutzt gezielt Bangkoks urbane Topografie – Märkte, Fähranleger, Hafenbereiche und Wasseradern – um ein Gefühl von permanenter Bewegung, Enge und kontrolliertem Chaos zu erzeugen. Durch die Wahl Bangkoks als Drehort gewinnt die Szene eine Authentizität, die weniger aus geografischer Genauigkeit als aus atmosphärischer Dichte entsteht.

Für Reisende ist Bangkok bis heute ein reizvoller Bond-Drehort: Viele der genutzten Schauplätze lassen sich per Boot auf dem Fluss oder bei Erkundungen zu Fuß nachvollziehen. Die beste Reisezeit liegt zwischen November und Februar, wenn das Klima milder ist und sich die Erkundung der Stadt ideal mit einem Weiterflug zu Thailands Inseln verbinden lässt.

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Die Eis- und Schneelandschaft von Jökulsárlón ist spektakulär. © istock/Sandip Gangapadhyay
Die Eis- und Schneelandschaft von Jökulsárlón ist spektakulär. © istock/Sandip Gangapadhyay

Island: Extreme Landschaften und technologische Bedrohung

In "Stirb an einem anderen Tag" diente Island als eindrucksvolle Kulisse für die eisigen und extremen Landschaften, die Bond in einer der spektakulärsten Actionszenen der Brosnan-Ära begleiten. Gedreht wurde vor allem an der Jökulsárlón, der berühmten Gletscherlagune an Islands Südküste, sowie auf dem angrenzenden Breiðamerkursandur. Riesige Eisberge, schwarze Sandstrände und die umliegenden Gletscherlandschaften bildeten die perfekte Kulisse für dramatische Verfolgungen und visuell beeindruckende Szenen.

Für Reisende ist die Region heute ein Paradies für Naturerlebnisse: Bootsfahrten zwischen Eisbergen, Wanderungen auf Gletscherzungen und Fototouren entlang der Lagune ermöglichen ein intensives James-Bond-Feeling. Die beste Reisezeit liegt zwischen Juni und September, wenn das Wetter milder ist und die Landschaft besonders gut zugänglich ist.

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"Stirb an einem anderen Tag" spielt zwar in Kubas Hauptstadt Havanna, doch gedreht wurden diese Szenen in Spanien.  © istock/Natalia SO
"Stirb an einem anderen Tag" spielt zwar in Kubas Hauptstadt Havanna, doch gedreht wurden diese Szenen in Spanien. © istock/Natalia SO

Kuba: Havanna wurde in Spanien gedoubelt

Ebenfalls in "Stirb an einem anderen Tag" führt die Handlung Pierce Brosnan als James Bond auf eine verdeckte Mission nach Kuba, die ihn schließlich auf die Spur einer geheimen nordkoreanischen Waffenoperation bringt. Gedreht wurden die entsprechenden Szenen jedoch nicht auf Kuba selbst, sondern überwiegend in Cádiz, dessen Altstadt, Strände und Küstenlandschaften als visuelles Double für Havanna und die kubanische Küste dienten. 

Charakteristisch sind die Bilder von tropischen Stränden, kolonialer Architektur und abgeschiedenen Küstenabschnitten, die Kuba als Schnittstelle zwischen karibischer Idylle und geopolitischer Spannung inszenieren. Die beste Reisezeit für Cádiz ist im Frühling und Herbst, wenn die Temperaturen milder sind, aber die Sonne immer noch oft scheint und weniger TouristInnen unterwegs sind als in der Hauptsaison.

Eine mögliche Reiseroute auf den Spuren von Pierce Brosnan

Wer die Drehorte der Pierce-Brosnan-Filme bereisen möchte, kann eine abwechslungsreiche Weltreise planen. Eine mögliche Route entlang der Brosnan-Bond-Ära könnte in Island beginnen und über Cádiz, Monaco und Moskau weiter nach Südostasien führen, wo der Trip in Thailand endet. Eine solche Reise verbindet urbane Zentren, spektakuläre Natur und exotische Kulturen – ganz im Stil eines modernen James Bond, der Eleganz und Action mühelos vereint.

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Quelle: spot on news