Ein Reisepass wird gestempelt © OlegD - stock.adobe.com
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Achtung Zollkontrolle

Vorsicht bei der Einreise: Diese Dinge sind in manchen Urlaubsländern verboten

Wusstest Du, dass Du mit einem Satellitentelefon nicht nach Indien einreisen darst? Und mit Kaugummi nicht nach Singapur? Auch Buddha-Bilder können zu Zollproblemen führen ...

Dass Du bei der Einreise keine illegalen Drogen oder Waffen dabei haben solltest, ist wohl selbstverständlich. Doch es gibt in vielen Ländern Einreiseregeln, die europäischen TouristInnen erstmal ungewöhnlich vorkommen mögen. Damit Du keine Probleme beim Zoll bekommst, informieren wir hier über einige Dinge, die zu Schwierigkeiten führen können.

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Achtung beim Reisen – nicht überall ist Alkohol erlaubt © Syda Productions - stock.adobe.com
Achtung beim Reisen – nicht überall ist Alkohol erlaubt © Syda Productions - stock.adobe.com

Alkohol und andere Genussmittel

Hier herrscht Alkoholverbot

Flitterwochen auf den Malediven: traumhafte Sandstrände, Sonne und ein tiefblaues Meer. Das lädt zum Feiern und Anstoßen ein ... Da ist es wichtig zu wissen, dass Alkohol im islamischgeprägten Inselstaat weitestgehend verboten ist. Alkohol ist ausschließlich in lizenzierten Hotels, auf Safaribooten und in ausgewiesenen Touristenbereichen legal erhältlich. Die Einfuhr von Alkohol ist streng verboten; mitgebrachter Alkohol wird am Flughafen beschlagnahmt. Auch vor Abflug im Duty-free-Shop gekaufte Alkoholika dürfen nicht ins Land mitgebracht werden.

Dasselbe gilt für andere islamisch geprägte Staaten wie Saudi-Arabien, die VAE oder den Oman. Der Besitz von auch nur kleinen Mengen an anderen Rauschmitteln als Alkohol kann sogar zu Haftstrafen führen.

Eine Figur wie diese muss auf den Malediven am Flughafen bleiben  © powerstock - stock.adobe.com
Eine Figur wie diese muss auf den Malediven am Flughafen bleiben © powerstock - stock.adobe.com

Götterbilder

Vorsicht mit Buddha-Bildern

Übrigens dürfen auf die Malediven auch keine sogenannten Götterbilder eingeführt werden, wie etwa Buddhastatuen, da der Islam Staatsreligion ist. Jedoch kannst Du diese gegen eine Art Pfandgebühr am Flughafen deponieren und vor dem Rueckflug wieder abholen.

Dass ein Bild Buddhas in einem mehrheitlich buddhistischen Land wie Sri Lanka kein Problem sein sollte, scheint eigentlich logisch. Doch eine britische Reisende kam wegen eines großen Buddha-Tattoos auf ihrem Oberarm in Schwierigkeiten. Die Darstellung wurde als ein Verletzen religiöser Gefühle betrachtet, die Frau wurde verhaftet und nach einigen Tagen des Landes verwiesen.

Hund mit Sonnenbrille schaut aus dem fahrenden Auto
Urlaub kann aufregend sein – vor allem aus der Sicht des Hundes © Natallia Vintsik - stock.adobe.com

Tiere und Pflanzen

Dem Artenschutz zuliebe

Die lieben Vierbeiner sollen auch am Urlaub teilhaben? Dann reise besser nicht nach Australien. Erstmal bedeutet so eine lange Flugreise viel Stress für das Tier und nicht jeder Hund oder jede Katze ist angstfrei genug dafür. Die Einreise in Australien ist jedenfalls mit besonderen Hürden verbunden, extrem aufwendig, teuer und erfordert eine monatelange Vorbereitung. Du brauchst sehr viele Dokumente, etwa über Impfungen. Die Tiere müssen aus erlaubten Ländern stammen, gechipt, geimpft und auf Tollwut getestet sein, eine Einfuhrerlaubnis besitzen und nach Ankunft in Melbourne zwingend 10 bis 30 Tage in Quarantäne. Strikte Einreisebestimmungen gelten übrigens auch für andere Tiere und auch für Pflanzen, egal ob in Samen-, Setzlings- oder Fruchtform.

Warum der Aufwand? Da Australien über hunderttausende Jahre weitestgehend vom Rest der Welt isoliert war, haben sich dort einzigartige Ökosysteme entwickelt, mit vielen Arten, die es nur in Australien gibt. Am prominentesten darunter sicherlich Känguru, Koala und Schnabeltier. Australien hat wiederum große Probleme mit invasiven Spezies, wie etwa Katzen und Kaninchen. Beide Arten haben keine natürlichen Fressfeinde in Australien und richten großen Schaden in den australischen Ökosystemen an.
⁠Um die heimische Natur zu schützen, hat Australien äußerst strikte Regeln für die Einfuhr biologischer Materialien in jeglicher Form. Ähnliches gilt für Neuseeland. Das betrifft auch die Einfuhr von Nahrungsmitteln. Und planst Du etwa einen Camping- oder Wanderurlaub in Neuseeland, solltest Du darauf achten, dass Wanderschuhe, Zelte oder Campingausrüstung sauber sind. Erde oder Samen gelten als Risiko für die Umwelt.

Mit einem guten Magazin fühlt sich der Flug gleich viel kürzer an © tonefotografia - stock.adobe.com
Mit einem guten Magazin fühlt sich der Flug gleich viel kürzer an © tonefotografia - stock.adobe.com

Zeitschriften

Bloß nicht zu freizügig

Du willst Dir vor dem Abflug noch schnell eine Zeitschrift kaufen? Dann solltest Du bei der Auswahl Deines Magazins achtsam sein, wenn du nach Saudi-Arabien oder in die VAE einreist. Denn freizügige Zeitschriften sind hier nämlich verboten. In Saudi-Arabien wird der Begriff freizügig jedoch recht frei ausgelegt. Schon ein Badeanzug oder gar ein Bikini, etwa in einem Reisemagazin, können als anstößig gelten. Auch USB-Sticks und andere Datenträger können von den Zollbehörden eingesammelt und überprüft werden.

Auf Reisen lohnt es sich, ein ärztliches Rezept dabei zu haben © joyfotoliakid - stock.adobe.com
Auf Reisen lohnt es sich, ein ärztliches Rezept dabei zu haben © joyfotoliakid - stock.adobe.com

Medikamente

Frag Deinen Arzt oder BotschaftsmitarbeiterInnen

Wichtig, falls Du auf Medikamente angewiesen bist: Schmerzmittel sowie Antidepressiva, halluzinogene Medikamente und Psychopharmaka dürfen in manchen Ländern nicht oder nur mit Beigleitdokumenten eingeführt werden. Im Oman und den VAE etwa gelten viele dieser Arzneimittel als illegale Drogen und Du könntest dich mit der Einfuhr strafbar machen, sofern Du kein ärztliches Attest auf Englisch oder auf Arabisch vorlegen kannst. Informiere Dich am besten vor der Einreise beim Auswärtigen Amt oder der jeweiligen Botschaft über die aktuellsten Reisebestimmungen.

Eine alte Keramikschale in einem Laden in der Türkei © Martin Debus - stock.adobe.com
Eine alte Keramikschale in einem Laden in der Türkei © Martin Debus - stock.adobe.com

Ausreise und Antiquitäten

Ist das alt, oder kann das mit?

Stell Dir folgende Szene vor: Du schlenderst durch einen der quirligen und bunten Basare in Istanbul und entdeckst in einem kleinen Laden in der Ecke einige alt wirkende Keramikschalen. Das wäre doch ein schönes Andenken. Dazu noch relativ günstig. Nun ja, die Türkei ist ja auch in anderen Bereichen oft erschwinglicher als Deutschland. Daher denkst Du Dir nicht groß etwas dabei, bezahlst und verstaust die Schalen vor der Ausreise im Handgepäck. Aber an der Sicherheitskontrolle wirst Du auf einmal zur Seite gerufen und von misstrauischen Zöllnern eingehend befragt, wo Du die Schalen herhast und ob Du auch ein Gutachten für die Ausfuhr hast? Gutachten? Ja, denn die Ausfuhr von Antiquitäten und Kulturgütern aus der Türkei ist verboten. Damit soll der Schmuggel mit Antiquitäten unterbunden und das kulturelle Erbe des Landes geschützt werden. Bei manchen Waren, wie etwa Teppichen, ist am Zoll nicht immer ersichtlich, ob sie alt oder moderne Fertigungen sind. Die Museumsbehörde des Landes prüft daher, ob solche Objekte ausgeführt werden dürfen oder nicht und stellt ein entsprechendes Gutachten aus. Ein guter Händler muss Dir daher immer ein Dokument mitliefern, das Du beim Zoll vorzeigen kannst.

Es lohnt sich, vor einer Reise außerhalb der EU ein bisschen zu recherchieren, um Probleme bei Ein- und Ausreise zu vermeiden. Um in jedem Fall sicherzugehen, empfehlen wir Dir, Dich beim Auswärtigen Amt zu informieren.

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Zwei orangefarbene Satellitentelefone
Mit Satellitentelefonen solltest Du in Indien nicht einreisen ... @Shutterstock-2546437821_qq3tvl

Satellitentelefone

Telefonieren nur über lokale Mobilfunknetze

Wer eine Reise nach Indien plant, sollte bei der Vorbereitung genau hinschauen – denn Satellitentelefone sind im Land grundsätzlich verboten. Was für AbenteurerInnen, Trekkingfans oder Vielreisende selbstverständlich erscheint, kann in Indien schnell zu ernsthaften Problemen führen. Die Einfuhr, der Besitz oder die Nutzung von Satellitentelefonen ohne ausdrückliche Genehmigung der indischen Behörden ist strafbar.

Hintergrund ist die strenge Sicherheitsgesetzgebung: Satellitentelefone gelten als potenzielles Sicherheitsrisiko und unterliegen einer besonders engen Kontrolle. Immer wieder kommt es vor, dass Geräte bereits bei der Einreise am Flughafen beschlagnahmt werden – teils drohen Geldstrafen oder sogar rechtliche Konsequenzen.

Frau kaut Kaugummi und macht Blasen.
Kaugummikauen kann in Singapur teuer werden. ©Shutterstock-1346174702_tjjewk

Kaugummi

Klein, klebrig und teuer

Singapur gilt als eine der saubersten Städte der Welt – und genau deshalb ist Kaugummi dort seit Jahrzehnten streng reglementiert. Die Einfuhr von Kaugummi ist grundsätzlich verboten, Ausnahmen gelten nur für medizinischen Kaugummi, etwa zur Rauchentwöhnung, und auch dieser muss korrekt deklariert werden. Wer dennoch Kaugummi im Gepäck hat oder ihn unerlaubt verkauft, riskiert hohe Geldstrafen. Das Verbot ist Teil eines umfassenden Ordnungskonzepts, das auch andere Alltagsvergehen betrifft. Für UrlauberInnen heißt das: So banal es klingt – Kaugummi sollte vor der Reise besser aus dem Handgepäck verschwinden.

Eine Frau mit Drohne am Strand.
Sie machen tolle Aufnahmen, sind aber in einigen Urlaubsländern strikt verboten: Drohnen. ©Shutterstock-1237323322_grjzva

Drohnen

In vielen Ländern strikt verboten

Was im Urlaub nach harmlosen Luftaufnahmen klingt, kann andernorts ernste Folgen haben. In Ägypten und Marokko sind Drohnen ohne ausdrückliche staatliche Genehmigung komplett verboten – bereits bei der Einreise werden Geräte häufig beschlagnahmt. Auch in Ländern wie Indien, Thailand oder den Vereinigten Arabischen Emiraten gelten sehr strenge Regeln: Registrierungspflicht, Flugverbotszonen und teils hohe Strafen bei Verstößen. Besonders sensibel reagieren Behörden auf Drohnen in der Nähe von Städten, Tempeln, Regierungsgebäuden oder militärischen Anlagen. Für Reisende gilt deshalb: Drohnen besser zu Hause lassen, wenn die Rechtslage nicht eindeutig geklärt ist.