- BehindertenfreundlichkeitGut
- Zustand des HotelsGut
- Allgemeine SauberkeitGut
Sentido Djerba Beach Hotel Für einen reinen Bade- und Faulenzerurlaub ist das Djerba Beach super. Schon während des 14-tägigen Urlaubs habe ich mich entschlossen wieder mal einen Urlaubsbericht zu schreiben. Für mich war es der erste Djerba- bzw. Tunesienurlaub. Da ich von den bisherigen Urlaubsreisen (Türkei, Kos, Kreta, Chalkidike, Fuerteventura, Zypern) recht verwöhnt war, war die Enttäuschung in den ersten 3 Tagen recht groß. Je länger ich jedoch auf Djerba war, umso mehr sah ich auch positive Dinge und es gefiel mir immer besser. Der Transfer vom Airport zum Hotel verlief recht schnell, dauerte so ca. 20 bis 30 Minuten. Schnell im wahrsten Sinne des Wortes, da der Reisebus mit bis zu 100 Km/h durch Ortschaften gesteuert wurde. Erstaunlich waren die Sicherheitsabstände, von max 0.4 m, beim Überholen von Mopedfahrern, die einem auch schon mal auf der falschen Straßenseite entgegen kamen. Aber so etwas kennt man ja von anderen südlichen Ländern. Die Landschaft und Orte sind sehr ungepflegt und das in einer Zeit wo es doch an Technik und Fortschritt auch in diesem Land nicht fehlt. In einer Zeit wo es an Computer, Handys, Autos, Maschinen, usw. nicht mangelt, verstehe ich nicht daß die Einheimischen ihr Land total mit Müll zuschmeißen, Gebäude und Bebauungen nicht fertigstellen oder gar nicht pflegen. Von daher gab es für mich nicht allzuviel sehenswertes. Na ja, wie gesagt der Transfer dauerte nicht lange. Im Bus gab es leider nichts zu trinken, dies wäre an dieser Stelle ein Verbesserungsvorschlag und eine zusätzliche Einnahmequelle für den Busfahrer, sowie für viele Gäste eine willkommene Erfrischung nachdem die Airlines mittlerweile sehr geizig geworden sind. Ein mir negativ aufgestoßener Punkt war der Empfang am Reisebus vom „Gepäckverstauer“, dieser machte direkt durch zeigen auf Münzen in seiner Hand darauf aufmerksam daß er für seinen netten Dienst ein Trinkgeld erwartet. Im Hotel wurde man sehr freundlich mit feuchten Tüchern zur Erfrischung und einem Begrüßungscocktail empfangen. Nach ausfüllen eines Fragebogens, was bei meinen bisherigen Reisen immer vom Personal an der Rezeption gemacht wurde, bekam man den Zimmerschlüssel. Auf dem Zimmer angelangt hielt sich die Freude etwas zurück. Im Zimmer roch es etwas komisch, zuerst dachte ich dabei an Knoblauch, dann an den Geruch „Morgentoilette“. Später stellte sich dann heraus, daß es auch immer so roch wenn man die Dusche aufdrehte. Ich vermute und hoffe, es handelte sich hierbei um einen eigenartigen „Chlorgeruch“, da das Leitungswasser stark gechlort ist. Das Zimmer (2051) war nicht gerade sehr geräumig, jedoch Größen- und einrichtungsmäßig zweckgemäß. Das Mobiliar war schon recht verlebt. Am Schreibtisch wäre eine Schublade von Vorteil gewesen. Bei den nicht eingefassten Matratzen muss man aufpassen, dass man nicht in der immer größer werdenden Besucherritze verschwindet. Ein Lichtschalter war ohne Funktion. Das Badezimmer war schon sehr veraltet, besonders der hohe Wanneneinstieg war blöde. Das Zimmer lag im Erdgeschoß hatte den Balkon zum Garten bzw. zum hinteren Block hinaus und war sehr ruhig gelegen. Also kurzum, das Zimmer war ok aber nicht überwältigend. Grob gesagt ausreichend. Als positiv empfand ich, dass man als Gast selbst bestimmte wann man Handtuchwechsel und Bettwäschewechsel wollte und somit umweltbewusst handeln konnte. Die Sauberkeit im Hotel war hervorragend. Die Zimmer wurden täglich gut gereinigt, das Bett oftmals sehr hübsch dekoriert. Mal mit Handtüchern als Schwäne, mal als Himmelbett umgebaut oder das Nachthemd hübsch zurechtgelegt und mit Blüten geschmückt. Die Angestellten waren immer freundlich, ständig wurde gereinigt, gepflegt und gehegt. Noch mal zur Freundlichkeit zurück. Wirklich in allen Bereichen wird Freundlichkeit ganz groß geschrieben. Im Speisesaal/Restaurant wurde man immer sehr freundlich und prompt bedient. Immer wieder kamen ein paar nette Worte oder ein kurzes Gespräch mit den Angestellten zustande. Auch das Animationsteam war prima. Immer eine kleine Unterhaltung, auch wenn man an keiner der angebotenen Aktivitäten teilnehmen mochte. Die Hotelanlage ist relativ klein und eng. Am Pool ist es sehr eng und man hat keine Ruhezone. Die Liegen stehen hier wirklich in Reih und Glied, und sehr nah am Pool. Es fehlt hier ein wenig an Garten und Auslaufzone. Die Animation spielt sich auch überwiegend am Pool ab und war sehr laut, sodaß man nicht drum herum kommt alles mitzubekommen wenn man am Pool liegt. Die Terrasse an der Beachbar ist ganz nett, aber man sollte sich seitens des Hotels mal über einen schicken Windschutz Gedanken machen. Dann wäre es insbesondere abends mal schön draußen am Strand zu sitzen und was zu trinken. Ansonsten gibt es einige Sitzgruppen am Pool sowie jede Menge Möglichkeiten zum Abhängen an der Mainbar, im maurischen Cafe sowie an der Lobby. Im Außenbereich fehlt es jedoch abends an „Atmosphäre“. Der Pool und die Palmen sollten meiner Meinung nach besser ausgeleuchtet/bestrahlt sein, sowie an der Beachbar eine leichte Beschallung mit leichter Musik erfolgen. Aber für Ruhe und Erholung ist alles optimal. Die Animation war auch abends sehr für Unterhaltung bemüht. Shows und Veranstaltungen fanden leider drinnen in einem großen Saal statt, da außerhalb des Gebäudes kein Platz dafür ist. Vor den abendlichen Veranstaltungen holen sich die Animateure gerne mal die Gäste für ein Tänzchen auf die Tanzfläche an der Mainbar. Ein weiterer sehr stark negativer Punkt war, dass im Speisesaal/Restaurant nicht auf den „Dresscode“ geachtet wurde! Würden die Restaurantvorsteher betreffende Gäste hin und wieder mal darauf hinweisen nicht in Shorts zum Abendessen zu erscheinen, dann würden sich das Niveau und das Gesamtbild bestimmt verbessern. Zu den Speisen/Mahlzeiten selbst gibt es eigentlich nichts zu meckern. Es sollte immer für jeden etwas dabei sein. Eine Verbesserung in diesem Bereich wäre eine „Gewürzstation“ an der man sich die Mahlzeiten individuell nachwürzen kann. Leider steht zum Nachwürzen nur Pfeffer und Salz zur Verfügung, sowie die sehr scharfe Gewürzpaste Harissa. Die Getränkeauswahl im AI-Angebot ist meiner Meinung nach sehr gut. Softdrinks, eine große Auswahl an Cocktails und Longdrinks sowie Whisky, Brandy, Pastis, Rum, Gin, Vodka, Wein und andere Spirituosen sind erhältlich. Ebenso Kaffee, Capuccino, Espresso, Latte und Kakao. Ein kleiner Tipp zum Restaurant/Speisesaal. Wer beim Essen nicht auf unmittelbare Nähe zum Buffet und „Kantinenatmosphäre“ steht, geht am besten ein wenig weiter nach hinten durch. Dort gibt es kleinere „Nischen“, man sitzt dort wesentlich ruhiger und die Temperaturen sind dort auch angenehmer. Außerdem hat man einen schönen Blick auf das Meer. Das gesamte Personal spricht gut deutsch, Kommunikation ist also kein Problem. Weiterhin empfand ich es als sehr angenehm, dass es hier fast keine Mücken gab, zumindest in unserem Zimmer nicht. Wer hier Wert auf Fitness bzw. einen Fitnessraum legt wird sehr enttäuscht! Alte, zum Teil verschlissene Geräte schreckten mich vor der Nutzung ab! An einem Ergometer konnte die Sattelhöhe nicht mehr verstellt werden, an einem anderen war der Sattelbezug schon ausgefranst, ein weiteres war gar nicht an Strom angeschlossen. Ein ausgenudeltes Butterfly, ein Laufband, sowie ein paar Crosser und Stepper, das war es dann auch schon. Nebenan war das Hallenbad und gegenüber das Wellness-Center. Störend fand ich, das man auch im Hotel ständig angequatscht wurde, z. B. vom Typen des Wellness-Centers oder von Ausflugsveranstaltern sowie den Fotografen. Ebenso nervt es, dass man bei jedem Gang ins Meer mit aufdringlichem „Hallo, Hallo“ von den fliegenden Händlern angequatscht wird. Außerdem gibt es einfach zuviel Dromedar und Pferd am Strand. Der Strand wird jeden Morgen mit Traktoren abgefahren und gesäubert. Oh Sorry, von säubern kann man hierbei wohl nicht reden. Die ziehen den Strand mit dem Traktor ab und der zieht die ganze Scheiße dann ins Meer. Am nächsten Tag ist der ganze Mist dann wieder da und die Prozedur wird wiederholt. Das nenne ich „Erhaltung des Arbeitsplatzes“. Zwischen den liegen am Strand sollte man doch mal täglich mit einem Rechen durchziehen, da viele Touristen Steine, Muscheln, Zigarettenkippen und ähnliches hinterlassen. Schön und praktisch wären auch kleine Beistelltische bei den Schirmen, dann müsste man seine Getränke und Taschen nicht im Sand abstellen. Liegen gibt es am Strand reichlich, jedoch Schirme sind zu wenig vorhanden. Langschläfer haben hier kaum eine Chance auf einen Schirm am Strand. Das „Reservisten-Rennen“ geht hier schon morgens um 06:00 los. Zu den Ausflügen möchte ich den Tipp geben, dass diejenigen die ein wenig selbständig sind, die Insel doch besser selbst erkunden und nicht auf die ätzenden Kaffeefahrten reinfallen. So, zum guten Schluss muss noch mal gesagt werden: Das Hotel, die Anlage und der Strand ist empfehlenswert und mit Abstand das Beste im Umkreis von ca. 3 Km. Ich persönlich würde hier keine 2 Wochen Urlaub mehr buchen, jedoch jederzeit einen 1-wöchigen reinen Faulenzer- und Badeurlaub. Kurzbewertung Positiv: - Sauberkeit im Hotel und in der Anlage - Freundliches Personal in allen Bereichen - Freundliches Animationsteam - Reichhaltiges Getränkeangebot im AI - Qualität der Mahlzeiten - Schönster Strandabschnitt in der Umgebung - Zimmer werden dekorativ hergerichtet - Freundlichkeit auch ohne Trinkgeld - Schöne Nischen im Restaurant - Getrennte Bereiche Raucher/Nichtraucher an der Mainbar - Es wird sehr gut deutsch gesprochen - Umweltbewusstes Handling von Bettwäsche, Hand- und Duschtücher, sowie Strandtücher - Keine Mücken - Gutes WLAN überall im gesamten Hotel und am Strand Negativ: - Sauberkeit am Strand und Meer - Liegen werden sehr früh reserviert - Keine Beistelltische bei den Liegen am Strand - Fitnessstudio sehr schlecht ausgestattet - Abendveranstaltungen/Shows drinnen - Hotelanlage zu eng, zu wenig Garten - Keine gemütliche Atmosphäre abends an der Poolbar und Beachbar - Poolbereich zu eng, Liegen stehen direkt am Pool - Keine „Gewürzstation“ bei den Mahlzeiten - Zimmer relativ klein (Zi. 1051) - Das Wasser im Bad riecht unangenehm - Kleiderordnung im Restaurant wird nicht eingehalten - Anlaberei im Hotel wegen Ausflügen - Anlaberei am Strand von fliegenden Händlern und Ausfluganbietern - Zuviel Dromedar und Pferd am Strand - Nicht genügend Sonnenschirme am Strand Fazit: Für tunesische Verhältnisse eine noch sehr gute Wahl
- ZimmergrößeEher gut
- SauberkeitGut
- Ausstattung des ZimmersEher gut
- Atmosphäre & EinrichtungEher gut
- Sauberkeit im Restaurant & am TischGut
- EssensauswahlGut
- GeschmackGut
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftSehr gut
- Rezeption, Check-in & Check-outSehr gut
- FamilienfreundlichkeitSehr gut
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungEher schlecht
- Restaurants & Bars in der NäheEher schlecht
- FreizeitangebotEher gut
Beliebte Aktivitäten
- Strand
- Zustand & Qualität des PoolsGut
- Entfernung zum StrandSehr gut
- Qualität des StrandesGut
- Lage für SehenswürdigkeitenEher gut
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juni 2014 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Bernd |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 5 |


