Das Hotel hat 530 Zimmer unterschiedlichster Größe. Das Hotel selber macht zwar nach außen hin einen ordentlichen Eindruck, wirkt aber doch beim genaueren Hinsehen recht abgenutzt und renvovierungsbedürftig. Mit der Sauberkeit nimmt man es zumindest bei der Zimmerreinigung nicht so genau. Haare vom Vorbesitzter und Dreck, der zwei Wochen von der linken in die rechte Seite des Zimmers geschoben wurde, waren keine Seltenheit. Die Balkone werden nie gründlich gesäubert und sehen entsprechend aus und auch die Händeabdrücke auf diversen Spiegeln von den Vormietern wurden geflissentlich übersehen. Der Altersdurchschnitt der Gäste lag bei ca. 60 Jahren, vorwiegend Engländer und Deutsche. Zum Telefonieren hatten wir eine Aldi-Simkarte mit EU Paket dabei. Wir waren telefonisch und auch per Mail immer erreichbar. Zum allgemeinen Preis-/Leistungsverhältnis nur soviel. Wir haben Zimmer und Flug einzeln über Expedia gebucht und über 1000 € für ein wensentlich größeres Zimmer gespart, als andere Hotelgäste über TUI. Grundsätzlich sind die Hotelpreise im Moment überall auf den Kanararen recht hoch, da alternative Ziele fehlen. Zusätzlich hatten wir ein Auto von Cicar direkt ab Flughafen für 200 €/2 Wochen, was auch wieder einwandfrei funktioniert hatte. Das Wetter ist tagsüber in Lanzarote immer gut 28 Grad und nahezu beständig, wenn man von leichten Wolken absieht. Am Play Balnka und am Playa de Teguise indes immer gut 5 Grad mehr. Allerdings sind dort die Strände nicht so weitläufig, haben Felsen und manchmal auch einfach schwerer zu erreichen. Es reicht nur Sommerkleidung einzupacken. Zum Shoppen gibt es nix. Die Einkaufszentren sind in Teneriffa oder Gran Canaria besser. Auf Lanzarote gibt es nur den üblichen Touridriss, aber das in Mengen. Wer nur Strand haben will ist hier sicherlich richtig.
Unser Zimmer hatte 37 m² (Junior Suite). Die Möblierung war funktional, aber alt. Es gab eine große Schrankwand mit Spiegel, einen für uns kostenfreien Safe, eine Sitzecke mit Couch und 2 Sesseln, sowie ein längerer schmaler Tisch auf dem der Fernseher (alle dt. TV-Programme) stand, sowie ein Kühlschrank und ein Wasserkocher für Kaffee oder Tee. Es gab weitere Hacken im Flur für unsere Jacken. Der Raum selber war antrazitfarben ausgefliest, so dass man darauf jeden Tag die Dreckrückstände problemlos erkennen konnte. Das Bad bestant aus einer Badewanne mit Dusche, zwei Waschbecken und einer seperaten Toilette. Der Balkon war komplett abgenutzt, hatte geflickte Fliesen, war dreckig und recht klein für zwei Liegen mit Auflagen, wovon eine noch defekt war, einem kleine Tisch und zwei Stülen aus altem weißem völlig verdrecktem Plastik. Die Klimaanlge ließ sich nicht vernünftig runter regeln und lief eingentlich immer voll durch, obwohl wir sie fast völlig abgedreht hatten. Am letzten Tag erwachten wir morgens von zwei lauten Knallern im Zimmer, bei denen die beiden Zimmerhauptsicherungen rausgeflogen sind und mit Ihnen sämtiche Birnen im Zimmer. Am Abend vorher ging schon der Fernseher nicht. Der Elektriker hat morgens auch nur 30 Minuten gebraucht, um alles wieder zu korrigiren. Zur Sauberkeit habe ich oben schon geschrieben. Eigentlich war das Zimmer die ganze Zeit schlecht geputzt und es war egal, ob die Damen Trinkgeld erhielten oder nicht. Über die Ablagen im Zimmer selber wurde in 14 Tagen nur einmal geputzt, nach dem Ascheregen, und der Dreck auf dem Boden wurde nahezu täglich von der linken zur rechten Seite gewischt. Sauber konnte man das aber wirklich nicht nennen. Der Zimmerservice kam immer in der Zeit von 13.00- 14.30 Uhr weil erst die Zimmer der abreisenden Gäste und die Hotelanlage geputzt wurden. Abends kam immer noch ein Heinzelmännchen, was sämtliche Handtücher tauschte, Betten machte und die Vorhänge zu zog. Das einzig wirklich positive des Zimemrs, war das kostenfreie W-Lan, war im Vergleich unserer Hotels auf anderen kanarischen Inseln, wirklich gut funtionierte.
Das Restaurant war im großen und ganzen gut. Zu Essen gab alles was das Herz begeht. Hauptsächlich allerdings deutsche Küche. Themenabende wurden angedeutet, fielen aber nicht weite auf. Die Salate und auch der Nachtisch waren besonders spitze. Es musste keine hungrig aufstehen. Jeder hat hier was zum Essen gefunden. Morgens gab es ein Überangebot von Wurst und Käse, sowie Obst und diverse Brotsorten, heiß und kalt. Fisch in unterschiedlichsten Sorten und auch Fleisch, ob Steaks, Hühnchen, oder Lamm konnte man jeden Abend genießen. Das war alles sehr schön. Getränkepreise waren moderat. Da wir aber nur Wasser und Cola getrunken haben, können wir nicht wirklich mitreden. Was uns hier allerdings auch negativ aufgefallen ist, ist die Bahnhofsathmosphäre und der Schall, wenn man unter dem Vordach sitzt. Man kann stellenweise sein eigenes Wort kaum verstehen. Durch die Fülle an Leuten hatte man auch Schwierigkeiten mit oder ohne Essen vernünftig durch die schmalen Gänge zu kommen. Die Langehoseregel wurde von einigen Herren nicht eingehalten. Das Personal hat dies aber stillschweigend ignoriert.
Tja hier fängt jetzt das Problem an. Freundlich waren Sie alle. Englisch und Deutsch waren eigentlich nie ein Problem, lediglich bei einigen Kellnern haperte es. Aber nach einem Tag sollte eigntlich jeder Gast seine Getränke auch in Spanisch bestellen können. Die Herrschaften an der Rezeption sprachen alle deutsch und waren sehr emsig immer bei der Sache. Anliegen wurden sofort und freundlich abgearbeitet. Allerdings hat das Hotel im Moment mehrere große Probleme. Durch die weltweit fehlenen Reiseziele ist das Hotel nahezu ausgebucht. Und damit sind wir bei Problem 1. Für die Zimmer hatten die Reinigungskräfte maximal 10 Minuten. Die beschmierten Spiegel wurden erst nach Tagen mal kurz übergewischt. Haare der Vorgänger waren bei uns auch nach Tagen noch zu finden. Und der Dreck in den Zimmern wurde eigentlich immer nur von der linken auf dei rechte Seite geschoben. Aber was kann man bei schwarzem Putzwasser uns völlig verdeckten Wischmops eigentlich anderes erwarten. Die Möbel auf den Balkonen sind aus weißem Plastig und auch völlig dreckig. Eigentlich eine Zumutung für eine Junior Suite. Eine unserer beiden Liegen war kaputt, das ist uns aber eher zum Ende des Urlaubs aufgefallen, weil wir diese nie genutzt hatten. Der Balkon wurde bei unserem Aufenthalt von 14 Tagen, glaube ich, maximal nur 2 oder 3 mal grob geputzt. Nach knapp einer Woche hatten wir einen leichten Aschregen, von der frisch gereinigten Heizungsanlage, auf dem Balkon der sich dezent sowohl über das gesamte Mobilliar wie auch über unsere Klamotten gelegt hatte. 3 Tage wurde der Balkon während der Zeit gar nicht geputzt. Am 4 Tag, nachdem wir auf dem Rücken aussahen wie Schweine, haben wir vorsichtig die Rezeption mal danach gefragt und es wurde ein Fehler eingeräumt. Unsere Klamotten wurden zwar gereinigt, aber eine unserer Badehosen in der Reinigung dann noch zusätzlich mit Chlor gekillt. Die GF versuchte das Ganze aber elegant zu lösen und kam uns fianziell entgegen. Trinkgeld bei den Putzfreuen nützte übrigens nix. Dann ist uns auch noch der schlechte Service beim Tischabräumen beim Frühstück massiv aufgefallen. Gerade die Männer sind vollkommen unaufmerksam und mindestens 20 mal an unserem Tisch morgens vorbei gelaufen, ohne die Teller abzuräumen. Man konnte die noch so weit an den Rand stellen. Das Neueindecken der Tische dauerte stellenweise über 30 Minuten, nach dem Gäste die Tische verlassen hatten.
Der Flughafen liegt ca. 8 km entfernt und ist in 15 Minuten zu erreichen. Der lang gezogene weiße Sandstrand von Puerto del Camen liegt direkt vor der Türe und man kann kilometerweit laufen. Es gibt auch kaum Felsen. Hier ist das Wasser zwar nicht so klar und blau, wie an den anderen Stränden, dafür ist der Strand sehr weitläufig und schön. Areccife liegt gut 10 Km entfernt. Hier ist alles im Moment ziemlich trist und verkommen. Ein Besuch lohnt nicht. An Geschäften gibt es sehr wenig. Auch das Deiland - Shoppingcenter ist ein Flopp. Eine riesige Baustelle im Stadtzentrum verschandelt zusätzlich das Stadtbild. Puerto del Camen dagegen selbst ist gepflastert mit vielen schnuckeligen Kneipen und typischen Strandshops. Viel gibt es hier nicht einzukaufen und alle Shops sind irgendwie ähnlich, aber das Stöbern und Feilschen dort macht doch irgendwie Spaß. Viel Nightlife gibt es hier auch nicht. Lediglich diverse englische Pubs mit den aktuellen Fußballspielen auf Fernseheren sind hier gut vertreten. Der Hauptvorteil des Hotels ist ganz klar seine Lage. Es liegt genau in der Mitte der Insel. Man fährst sowohl nach Norden oder nach Süden maximal 30 Minuten. Eine Bushaltestelle gibt es direkt vor dem Hotel. Mit dem Bus kann man problemlos den Flughafen, Playa Blanka und den Sonnntagsmarkt in Teguise erreichen. Lanzarote hat viel anzschauen und man sollte sich ein Auto mieten, um die einzelnen Ziele abzuklappern. Landschaftlich ist Lanzarote einzigartig. Am schönsten ist die Tour zu den Vulkanen von Timanfaya und das Jameos del Aqua von Cesar Manrique. Aber auch die anderen Häuser des Künstlers und der Kakteengarten sind ausgesprochen einzigartig. Supermärkte sind reichlich überall vertreten. Die Preise in den Kneipen rings ums Hotel sind sehr günstig. Ach ja die kostenfreien Hotelparkplätze, die in jeder Beschreibung beworben werden, stellten sich als öffentliche Parkplätze rings ums Hotel heraus. Es gibt zwar genug. Das Hotel selber hat aber nur eine Hand voll, die ständigt belegt waren.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Poole sind beide nicht zum Schwimmen geeignet!! Sie sind zu flach (1,50 m maximal) und dienen eigentlich nur der Abkühlung zumal das Areal so mit Liegen vollgepflatsert ist, dass ein vernünfiges Hinkommen manchesmal sich schon als schwierig erwiesen hat. Wir sind eigentlich während der ganzen Zeit auf den Strand ausgewichen. Grundsätzlich sahen die Liegen und die Liegestüle/Auflagen aber o.k. aus. Duschen wurden von uns gar nicht wahrgenommen. Wir haben lediglich gesehen wie ein deutscher älterer Herr meinte seine offenen Beide im Pool vom Sand zu befreien, da die Fußdusche am Strandtor immer überfüllt und unflexibel war. Der Sand ist so fein und klebt so stark. Und wenn man dann nicht weiß, dass es am Strand extra Duschen und Fußabspüler gibt, ist das eigentlich nachvollziehbar. Es gibt auf dem Areal 4 völlig verweiste Tennisplätze, wovon 2 zweimal während unserere Urlaubs genutzt wurden und eine Volleyballanlage. Mehr haben wir aufgrund der Überfüllung gar nicht mitbekommen. Der Handtuchservice funtioniert einwandfrei. Liegen wurden natürlich auch morgens immer reserviert und die Handtücher, obwohl im Hotel überall angeschrieben, nie entfernt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2015 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Antje |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 4 |
Liebe Antje, vielen Dank für Ihre ausführliche Rückmeldung. Es freut uns, dass Sie unsere ideale Lage direkt am Strand loben. Von hier aus kann man ausgibige Spaziergänge am Strand unternehmen. Auch ist unser Hotel der perfekte Ausgangspunkt für Ausflüge auf die gesamte Insel. Schön, dass Sie das mit Ihrem Mietwagen genutzt haben. Es ist gut zu lesen, dass Sie mit unseren WLAN sehr zufrieden waren. Es wurde kürzlich erneuert und wird noch weiter ausgebaut. Auch unsere Speisen haben Ihnen sehr gemundet und besonders haben Sie die Salate und die Desserts hervorgehoben. Das freut uns sehr und motiviert unsere Köche ungemein. Wir bedauern sehr, dass nicht alle Erwartungen an Ihre Reise erfüllt worden sind, obwohl wir über einige Punkte vor Ort sprechen konnten. Es tut uns sehr leid, dass Ihr Zimmer nicht hinreichend gereinigt wurde und Sie das Hotel als überfüllt empfunden haben. Auch betrübt es uns, dass Sie den Service unseres Restaurantpersonals zwar als sehr freundlich aber dennoch als unzureichend bewerten. Unsere Pools verfügen über eine Wassertiefe von 1.50 Meter, somit ist es gut nachvollziehbar das großgewachsene Menschen unsere Pools als zu niedrig zum Schwimmen empfinden. Wir möchten uns bei Ihnen in aller Form für Ihre Unannehmlichkeiten entschuldigen. Bitte seien Sie versichert, dass dies nicht der Service ist, den wir gewöhnlich liefern – und schon gar nicht derjenige, den wir anstreben. Mit sonnigen Grüßen, Beate Reber-Sekula, Hoteldirektorin Seaside Los Jameos Playa****


