Die Anlage (Playitas Grand Resort) ist recht groß und weitläufig, von daher verteilen sich die Gäste ganz gut. Aktuell besteht die Anlage aus dem Hotel Cala del Sol und dem Aparthotel Bahia Grande. Es sind beides 4 Sterne - Hotels, wobei das Cala del Sol eher für Paare und das Bahia Grande eher für Familien geeignet ist. Die Einrichtungen und Poolanlagen können wechselseitig mitbenutzt werden. Auch das Essen im anderen Hotelrestaurant ist möglich. Zum Resort gehören auch 24 Villen (5 Sterne), die direkt am Rande des gepflegten Golfplatzes gelegen sind. Im Bau befindet sich gerade noch ein 5 - Sterne Hotel in traumhafter Lage mitten auf dem Golfplatz. Die Bautätigkeit ruht allerdings während der Saison, so daß hier auch nicht mit Beeinträchtigungen gerechnet werden muss. Die Gästestruktur besteht überwiegend Deutschen, Schweizern und einigen englischen Familien. Im Bahia Grande sieht man überwiegend Familien mit mind. 1 Kind. Ich vermute, dass die Anlage behindertengerecht ist, das Restaurant ist ebenerdig, der Poolbereich auch und jedes der Gebäude hat einen eigenen Aufzug. Schön fürs Auge ist auch der Umstand, dass die Gebäude maximal 3-stöckig gebaut sind. Das Cala del Sol ist in den Hang gebaut und mit Schrägaufzügen zu befahren. Im Social Club (an der Rambla) gibt es zwei Internet-Terminals, die man kostenpflichtig benutzen kann. Die Appartments selbst bieten aber jeweils auch die Möglichkeit eines High-Speed-Zugangs (RJ45, soweit ich weiss kein WLAN) , so dass man auch sein Notebook mitnehmen kann. Die Handyerreichbarkeit im spanischen Netz ORANGE ist sehr gut. Ein Arzt ist täglich für 1 Stunde im Hotel, ebenfalls gibt es einen 24h-Notfallservice, was auch eine gewisse Beruhigung mit sich bringt wenn man Kinder dabei hat. Wir werden auf jeden Fall wieder dorthin reisen. Vergesst die "Legebatterien" in den Touri-Hotels von Corralejo und Jandia....
Wir hatten ein Appartment mit separatem Schlaufraum gebucht. Ich glaube es hatte um die 56 qm und war damit ausreichend groß. Im Eingangsbereich befand sich eine komplett eingerichtete Küche, das Bad hatte Wanne und Dusche und die beiden (Schlaf-)zimmer waren ebenfalls ausreichend groß. Vor allen Dingen boten die Schränke genügend Stauraum. Für den Fernseher gab es in beiden Zimmern einen Anschluss, die üblichen deutschen Programme (ARD, ZDF, SAT1, RTL, DSF) waren verfügbar. Wir fanden das Appartment sehr ansprechend. Auf dem Bett liegend hatten wir über den windgeschützten Balkon hinaus einen traumhaften Blick auf den Atlantik. Es lohnt sich auf jeden Fall ein Appartment mit Meerblick zu buchen. Die Betten waren im übrigen sehr bequem mit ordentlichen Matratzen.
Der Speisesaal reichte für die Anzahl der Gäste völlig aus, so dass man nicht wie andernorts üblich auf mehrere Sitzungen verteilt wreden musste. Das Essen wurde jeweils in Buffetform gereicht wobei das Buffet selbst auf eine größere Fläche verteilt war, so dass man nirgends anstehen musste. Allerdings musste man sich in den ersten Tagen erst einmal am Buffet zurechtfinden. Ein Kinderbuffet mit den üblichen frittierten Speisen gab es natürlich auch. Die Fleischgerichte wurden immer frisch auf Fingerzeig von den Köchen am Buffet zubereitet. Das Buffet war so abwechslungsreich, dass wirklich immer für jeden Geschmack etwas zu finden war. Besonders verlockend war immer das Nachspeisenbuffet. Über das Essen kann ich nichts negatives sagen. Etwas nervig fanden wir den "Abräumwahn" im Restaurant. Wenn die vermeintlich letzte Gabel zum Mund geführt wurde, schob sich von der Seite bereits der lange Arm der Kellnerin unter den Teller um diesen mit der Feststellung "finished" abzuräumen. Im Gegensatz zu den Mitarbeitern an der Rezeption kann man dort auch keine Deutsch- bzw. Englisch-Kenntnisse erwarten, was dann nicht immer zum gewünschten Ergebnis führt. Hier könnte die Hotelleitung vielleicht durch einen Crash-Kurs der geläufigen Getränkebezeichnungen die Anzahl der Mißverständnisse reduzieren. Erstaunlich fanden wir auch, dass das Essen regelmäßig von einer Art externen Lebensmittelaufsicht kontrolliert (Temperatur, Probenentnahme etc.) wurde. Zwischen den beiden Hotels liegen noch zwei weitere a-la-carte Restaurants (Italiener und Spanier), die wir allerdings wg. der guten Verpflegung im Hotel nicht besucht haben. Wenn man das tun will gibt es einen 10-prozentigen Rabatt, wenn man dafür nicht am Hotelbuffet teilnimmt. Der Platz (La Rambla) an dem diese Hotels liegen ist sehr schön und weitläufig und bietet in seiner Mitte noch die Freiluft-Bar Atlantico, die aber leider (warum eigentlich?) nicht geöffnet hatte. Die Lage der Bar ist wirklich traumhaft, wenn man am Tresen sitzt schaut man direkt auf den Atlantic. Die Bar La Palapas im Hotel Cala del Sol gefiel uns auch sehr gut, man sitzt entweder in einem rundum offenen Pavillion an der Bar oder an drumherum gruppierten Tischen, ebenfalls wieder mit herrlichem Blick aufs Meer. Ein kleiner Wermutstropfen war aus unserer Sicht die Bar im Bahia Grande. Sie ist recht ungemütlich gestaltet, die Tische werden selten gewischt und im Bereich des Tresens ist incl. der Karten alles etwas speckig und riecht nicht immer wirklich frisch. Hier könnte man allein durch das Aufstellen von Windlichtern auf den Tischen und durch einige optische Begrenzer bzw. Raumteiler in der Bar ein ganz anderes Ambiente erzeugen. Die Preise dort waren wiederum völlig in Ordnung: 0, 5 l Bier = 2, 80 €, Wasser 0, 5 l = 2 €. Je nach dem welcher Kellner Dienst tut, ist das Mischungsverhältnis bei den Spirituosen recht großzügig. Bedingt durch den Umstand, dass man überall alles "aufs Zimmer" schreiben lassen kann, vergisst man schon mal leicht die Trinkgelder, das Personal freut sich allerdings immer, wenn man neben der Unterschrift auch ein "TIP" auf das Tellerchen legt. Im Supermarkt kann übrigens auch "mit dem Zimmer" bezahlt werden. Vor der Abreise zahlt man dann die Zimmerrechnung in bar oder per Kreditkarte an der Rezeption und bekommt einen detaillierten Ausdruck aller Zahlaktivitäten..
Das Resort steht unter Schweizer Leitung und gerade im Bereich der Rezeption sind immer deutschsprachige und häufig auch deutsche Mitarbeiter zu finden. Die Mitarbeiter an der Rezeption sind immer sehr freundlich und hilfsbereit. Vor der Abreise wird man gebeten aus Gründen der Qualitätssicherung einen Fragebogen auszufüllen. Die Zimmer wurden täglich außer mittwochs und sonntags gereinigt, was den Handtuchwechsel, das feuchte Durchwischen und das Betten machen umfasste. Sollte allerdings mal etwas auf dem Boden stehen (Schuhe, Tasche etc.) wurde "formvollendet" drumherumgewischt. Das Geschirr in den Schränken sollte man vor der Nutzung auch einer Sichtprüfung unterziehen. Die Motivation der Putzfrauen sollte man mit einem kleinen Trinkgeld (5 €) pro Woche vielleicht etwas heben, Ansonsten gibt es da nix zu meckern. Auf der Anlage selbst wird ständig gekehrt, geschrubbt, gekratzt, gesäubert. Auch die Wasserqualität der Pools wurde mehrfach täglich kontrolliert. Die Gartenanlage ist ebenfalls sehr gepflegt. Der Poolbereich und die Liegeflächen werden jeden Abend maschinell gesäubert, die Liegen werden neu aufgestellt und am Morgen werden bevor die Gäste kommen die "Schwebstoffe" (Blätter etc.) aus dem Wasser gefischt. Ein Extra-Lob hierfür!
Das Hotel liegt in Alleinlage direkt in einer Bucht am Strand. Der Strand wird allerdings eher nicht benutzt, da die Poolanlagen sehr schön und weitläufig sind und der Strand bzw. die ersten Meter ins Meer eher steinig sind. Auch heizt sich der eher schwarze Sand stark auf, so daß man dort nicht wiklich gerne liegt. Der benachbarte Ort ist Las Playitas, den man bei Ebbe fußläufig in 15 Minuten über den Strand erreichen kann. Wer abends gerne "promeniert", Geschäfte anschaut oder Party haben möchte ist hier Fehl am Platze und wird sich eher langweilen. Für den Erholungssuchenden ist ist das Resort allerdings erste Wahl. Ein gewisses Ambiente erzeugt auch der Golfplatz mit seinen riesigen gepflegten Rasenflächen. Das Hotel hat einen eigenen Supermarkt mit für eine Hotelumgebung erstaunlich günstigen Preisen. Hier einige Beispiele: 1/2 Liter Mineralwasser = 31 Cent 1 Baguette = 80 Cent 1/2 Liter Bitburger = 1, 18 € Funny Frisch Chips 250 gr. (Juchu!!!) = 3, 31 € Magnum-Eis = 90 Cent Im Hotel selber ist eine Niederlassung des Auto-Vermieters Cicar mit recht günstigen Preisen. Wir haben für einen neuen 5-türigen Astra für 2 Tage 94 Euro incl. 2 Kindersitzen und Vollkasko ohne SB bezahlt. Ursprünglich hatten wir angedacht für den kompletten Aufenthalt einen Mietwagen zu nehmen, was sich aber in Anbetracht der doch eher begrenzten Möglichkeiten auf der Insel nicht empfiehlt. 2 Tage reichen völlig aus um mal nach Corralejo hoch oder nach Jandia hinunterzufahren. Der Oasis-Park ist noch sehr schön und sollte bei den Ausflügen eingeplant werden. In Corralejo selbst ist für etwas ältere Kinder der "Wasserrutschenpark" BAKU Park noch recht attraktiv, wobei die dortigen Preise doch in die Kategorie Abzocke fallen: 19 € Eintritt Erwachsene 14 € Eintritt Kinder 3 € für eine Liege 3 € für einen Wasserreifen ( + 5 € Kaution) 3 € für einen Safe (bloß nicht, die abgeschlossenen Türen kann man mit der Hand öffnen) Unser Hotel schätzen gelernt haben wir dann wirklich mit den Ausflügen, denn wenn man den Touriort Corralejo oder auch die Hotels bzw. deren touristisches Umfeld in Jandia gesehen hat ist man heilfroh doch im Playitas Resort untergebracht zu sein. Das Hotel wurde vom Flughafen aus in ca. 45 Minuten als erstes Hotel angefahren und bei der Rückholung als letztes Hotel, was in Anbetracht der kurzen Transferzeit in beiden Fällen sehr angenehm war.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Poolanlagen fanden wir sehr ansprechend. Der Pool im Bahia Grande hat durchgängig 1, 20 m Wassertiefe, diverse Treppen und auch einige Ruhezonen mit Sprudelbereich, sowie einen Wasserkanal. Am Nachmittag werden dort häufig aber unaufdringlich iregendwelche Spiele (Wasserball, Gymnastik) veranstaltet. Das Relaxen am Pool wir meist durch mittellaute Musik untermalt, aber wer das nicht mag, kann sich auf eine der etwas abgesetzten Liegeflächen zurückziehen. Die Liegeflächen waren sehr großzügig angelegt und lichtdurchlässig aber sonnenschützend überdacht. Liegestühle waren zu jeder Zeit genügend vorhanden. Den im Süden hinreichend bekannten Liegen-vor-dem-Frühstück-per-Handtuch-Reservierer aus Deutschland haben wir nicht wahrgenommen. Erstaunlicheweise scheint diese Methode wohl mittlerweile in England (die veräppeln "uns" doch immer damit) angekommen zu sein, aber das waren dann doch eher die Ausnahmen. Aus dem Pool heraus hatte man Blick auf den Atlantik, noch schöner war dies aus dem Pool im Cala del Sol möglich. Das Babybecken war klein aber für die Kleinen völlig ausreichend. Schön war auch die Riesenwasserrutsche, die man von einem 3 Stockwerke hohen Turm aus befahren konnte. Eine absolute Katastrophe sind allerdings die zwar optisch schönen aber extrem rutschigen Fliesen im Poolbereich. Subjektiv würde ich sagen, dass keine Minute verging in der nicht irgend Jemand ausrutschte und auf die Fliesen knallte. Speziell bei Kindern lässt sich ja das Laufen nicht immer vermeiden, was hier dann im ein oder anderen Unfall endete. Man sollte hier auf jeden Fall Badeschuhe verwenden. Sportliche Aktivitäten waren ebenfalls möglich: Tennisplätze (aber der Wind), 2 Beachvolleyballplätze, Tischtennis, Billard, Fitnessstudio etc.. Der Kinderclub war auch soweit o. k., wobei sich das Programm aufgund der Wiederholungen spätestens in der 2. Woche etwas abnutzt. Für die Kleinen ganz schön war abends immer die Kinderdisco mit dem tanzenden Maskottchen Pulpino und den täglich gleichen Liedern, die die Kiddies dann recht schnell intus hatten. Leider ging es mir auch so, denn obwohl wieder zu Hause schwirrt mir immer noch die Weltraummaus mit dem "Mikrofon-fon-fon für den Ton-Ton-Ton" im Kopf herum...;-))
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Frank |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 1 |


