Unsere Hotelbuchung: Premium Room Solarium mit frontalem Meerblick, 2 Einzelbetten; 65 m²
• Direkter Strandzugang.
Der Strand und die Promenade sind über einen Nebeneingang über 47 Stufen erreichbar, eine Beschilderung um dorthin zu gelangen sucht man vergebens. Man muss sich durchfragen, um den Zugang zu finden. Nicht mehr ganz so bewegliche Personen haben hier schon ihre Mühe, Personen mit eingeschränkter Mobilität erreichen die Standpromenade nicht.
• Parkplätze verfügbar
Es gibt im Vorfeld keinerlei Informationen, wie das Hotel mit PKW erreichbar ist. Fährt man in den Ort Puerto Naos, sieht man das Hotel, jedoch gibt es keinen Fahrweg dorthin. Man muss sich jetzt erst mal durchfragen, wie man mit dem Auto zu dem Hotel gelangt. Hierzu ist es erforderlich wieder aus dem Ort heraus zu fahren und über eine Straße durch Bananenplantagen Richtung El Remo zu fahren. Nach etwa 1 KM findet man dann auf der rechten Straßenseite eine schmale Zufahrt, die einseitig komplett mit parkenden Autos zugestellt ist, so dass nur eine Fahrspur befahrbar ist. Am Ende der Zufahrt befindet sich eine Schranke, davor eine Infosäule mit 2 Ruftasten, eine auf Fensterhöhe des Fahrzeugs, eine Zweite weiter unten, die aber nicht aus dem Fahrzeug erreichbar ist. Neben der tieferliegenden Ruftaste ein mehrsprachiges Hinweisschild, deren Schrift sie nicht aus dem Fahrzeug heraus lesen läßt.
Nun, das Problem wäre ja noch lösbar gewesen, wenn nicht ein Bus auf der anderen Seite der Schranke gestanden hätte, dessen Fahrer gestikulierend die Ausfahrt forderte. Also blieb nur die ein Möglichkeit, die rnd 250 m lange Einfahrt rückwärts bis zur Straße zu fahren und es dann wieder zu versuchen. Nur bei dem zweiten Versuch das Hotel mit dem Auto zu erreichen wiederholte sich das Chaos, diesmal war es ein Kleinbus der uns bis zur Straße zurück drängte.
Um nicht nochmal das gleiche zu erleben gings zurück in den Ort Poerto Naos, von wo aus wir dann Zufluss Richtung Hotel gingen. Von der Promenade aus gab es keine Hinweisschilder wie man zu dem Hotel, bzw. zur Rezeption gelangen kann. Wir schlossen uns dann einigen Personen an, die Richtung Hotel gingen und gelangten über eine Gartentür in die eingezäunte Hotelanlage und über die besagte Treppe mit 47 Stufen, schließlich zur Rezeption, wo dann etwa 20 Personen auf den Check In warteten.
Nachdem uns dann eine freundliche Person aus der Warteschlange gestattete mit jemandem in der Rezeption zu sprechen, erfuhren wir in englischer Sprache, dass nur ganz wenige hotelnahe Parkplätze zur Verfügung ständen und diese 20,00 € pro Tag kosten würden. Wir erhielten einen Ortsskizze auf der dann handschriftlich der Zufahrtsweg, den wir bereits zwei mal angefahren hatten, skizziert wurde. Die Einfahrt würde 11.-- € kosten. Nach langem hin und her konnten wir dann doch über die Zufahrt zum Hotel fahren, um das Gepäck zu entladen und dann wieder durch die Schranke ausfahren und irgendwo außerhalb zu parken und zu Fuß zum Hotel zu gehen.
• Rezeption
Das Einchecken ging problemlos. Angesprochen auf die Parksituation wurde uns plötzlich das Parken im Hotelbereich für 11,-- € angeboten. Wir erhielten die Zimmerkarten und konnten endlich unseren Weg zum Zimmer suchen.
• Das Premiumzimmer
Wir waren sehr erstaunt, was man bei Melia unter einem 65m² Premium-Room versteht, die laut Hotelangaben kürzlich renoviert wurden.
Das Zimmer erreicht traten wir ein und standen in einem 2,4 m² großen Flur. Eine Garderobe und eine Abstellmöglichkeit für die Schuhe suchten wir vergebens. Dafür waren die Fußleisten mehr provisorisch an die Wand „gepappt“.
Der sich anschließende Wohnraum war etwa 8 Meter lang, 2,90 Meter breit und verjüngte sich zu einer Seite.
Die Raumaufteilung war eine einzige Katastrophe. Zwischen Bett und Wand waren gerade mal 40 cm Platz. In einer Wandnische befanden sich 2 x 3 Schubladen die sich nur öffnen ließen wenn man seitlich daneben stand. Auf der Oberseite des Schubladenblocks war ein kleiner, nicht gerade professionell befestigter Tresor. Im oberen Teil der Wandnische war eine Kleiderstange zum Aufhängen der Garderobe angebracht.
In der 40 cm breiten Lücke zwischen Bett und Wandnische stand am Kopfende ein runder Beistelltisch mit 60 cm Durchmesser, so dass die Tischplatte jeweils 10 cm ins Bett und in den Schrank überstand.
In dem Wohnbereich befand sich an der Innenwand eine Couch von der aus man die Aussicht zum Meer genießen konnte. An der gleichen Wand war auch ein Flachbildschirm- Fernsehgerät angebracht. Es bleibt wohl das Geheimnis des Innenarchitekten, wie man so fernsehen kann.
Jedoch befand sich ein Rundtisch im Raum an dem eine Person auf einem kleinen Sessel Platz nehmen und u.a. fernsehen konnte.
Die 8 Meter lange Außenwand war komplett als Fensterfront ausgebildet, mit einem tollen Blick aufs Meer. Über eine Schiebetür gelangt man auf eine sehr großzügig gestaltete Terrasse. Nicht so gefallen hat uns der Schmutz in den Ecken der Fenster und Führungsschienen.
Schön war, dass an eine Kaffeemaschine gedacht worden ist. Es wurden auch ausreichend Pads kostenfrei zur Verfügung gestellt.
Auch war an einen Wasserkocher mit einer Auswahl an Teebeutel gedacht worden. Nur leider gab es keinen Netzstecker um das Gerät elektrisch anzuschließen.
Immerhin war an ein Aufladen des Mobiltelefons gedacht worden. Hierzu befand sich an der Wand hinter der Couch mitten auf der Wand eine Steckdose. Zum Glück war die Leitung an unserem Ladestecker so lang, dass das Handy auf der Rücklehne der Couch abgestützt werden konnte.
• Das Bad
Das Bad mit ebenerdiger Dusche machte auf den ersten Blick einen guten Eindruck. Es gab sogar zwei Haken um die Badetücher aufzuhängen. Die Badetücher fanden wir in der Schublade des Waschtisches. Beim Versuch, diese an den beiden Haken in der Dusche aufzuhängen, stellte sich heraus, dass die Badetücher keine Schlaufen hatten um sie aufzuhängen. Das hatte zur Folge, dass diese auf dem Boden gelegt wurden und dann täglich erneuert werden mussten, obwohl man sich sicherlich auch weitere male hieran hätte abtrocknen können.
Interessant wurde es, als es ums Rasieren und Haarföhnen ging. Die einzige Steckdose im Raum befand sich mitten auf der Seitenwand neben dem Waschbecken, etwa 1,5 mtr. entfernt.
Leider waren die Anschlussleitungen unserer Handgeräte nicht ausreichend lang, so dass mit unseren kleinen Handspiegeln irgendwie geföhnt und rasiert wurde.
• Die Terrasse
So beengt der Wohnraum auch war, umso großzügiger war die Terrasse. Hier hätte man locker mit 10 Personen eine Party feiern können.
• Fazit
Der Premium Room teilte sich auf in 24,5 m² Wohnfläche (incl. Bad und Flur) plus 42 m² Terrasse.
Wir wissen jetzt, was man bei Melia unter Premium Room 65 m² mit Solarium versteht.
Für 278 € pro Nacht für 2 Personen mit Frühstück im DZ ein wahres Schnäppchen..
Übrigens haben wir nie ein freundliches Gesicht gesehen und es hat auch Niemand gefragt, ob wir zufrieden sind, auch nicht beim Check-out!
Nie wieder Melia!