Wir haben das Hotel wegen der guten Bewertungen bei HolidayCheck gebucht. Leider war das ein Fehler... Das Hotel wurde zwar vor einigen Jahren wohl renoviert, scheinbar wird es von vielen Leuten positiv gesehen, meine Meinung ist da aber komplett anders. Aber zuerst die guten Aspekte: Positiv zu vermelden ist, dass die Anlage recht sauber ist, der Garten schön angelegt wurde und auch der Strand und das Meer angenehm auffallen. Das wars leider auch mit den positiven Seiten: Die Anlage selbst ist schlecht geplant. Von einem Hotel in "direkter Strandlage" erhoffe ich mir einen schönen Ausblick auf das Meer. Das ist mag von einigen wenigen Zimmern der Fall sein (vielleicht von 10 Zimmern), für den ganzen Rest der Anlage gilt das nicht. Ich hatte ca. 10 Tage vor Abreise im Hotel angerufen und um ein Zimmer mit Meerblick gebeten, und man sagte mir, man wolle sich Mühe geben, eins für mich zu besorgen. Bei der Ankunft dann vertröstete man uns zunächst auf den nächsten Tag, am nächsten Tag dann auf in 3 Tagen, danach hörten wir nichts mehr. Kein Wunder, denn wie gesagt, die Anlage hat den Grundriss einer Kaulquappe: der ovale Kopf mit den meisten Zimmern dran guckt zur Hauptverkehrsstraße nach Alanya, die eine Seite des Schwanzes zum Pool und die andere Seite auf eine x-fach geflickte Nebenstraße mit Knochenpflaster. Aufs Meer gucken nur jeweils zwei Zimmer am Ende des Hotels: tolle Aussicht kann man hier nicht erwarten. Es gäbe noch viele lustige Anekdoten zu erzählen von unserem Urlaub. Leider wird das hier alles etwas zu lang. Deshalb mein Fazit: Für Famlien mit Kindern ist das Hotel vielleicht geeignet, für Paare, die ihre Ruhe suchen und einen gewissen Anspruch an Hotel und Personal stellen sicherlich eher nicht. Die Umgebung hat nicht gerade den Charakter einer Sehenswürdigkeit. Ich werde hier nicht mehr hinfahren. Ach ja, Thema Mücken: Meine Frau hatte an ihrem "besten" Abend 42 Stiche. Viel Spaß!....
Tja, die Zimmer. Auch hier das positive zuerst: man hat viel Platz: ein Zimmer mit vorliegendem Balkon, ein großes Bad und ein Schlafzimmer mit Klimaanlage. Die unsinnige Ausrichtung der Zimmer habe ich ja bereits beschrieben. Hier ein weiteres Kuriosum: jedes Zimmer verfügt über eine Klimaanlage. Und wo sitzt das Außenteil des Split-Gerätes, das heiße Luft ausbläst?- Natürlich auf dem Balkon. Somit kann man sich in der warmen Jahreszeit entscheiden: man bekommt das Zimmer abends kühl (die Klimaanlage funktioniert nämlich nur, wenn man sich im Zimmer aufhält, sonst schaltet sie sich automatisch aus), oder man kann abends gemütlich auf dem Balkon sitzen. Schade eigentlich. Leider sind die Zimmer auch sehr hellhörig. So hatten wir mehrfach das Vergnügen, von weinenden Kindern morgens um sieben geweckt zu werden. Wenn dann die Mutter noch zurückschreit, anstatt das Kind zu beruhigen, ist das der perfekte Wecker ( wenn man nicht schon vorher vom Muezzin wach geworden ist). Besonders gut ist die Akustik übrigens im Badezimmer: hier kann man auch leise Unterhaltungen aus dem Nachbarzimmer bestens abhören. Der Zimmerservice: lustig gefaltete Handtücher und aufgeräumte Zimmer. Der Blutfleck am WC-Sitz bleibt aber schon mal 5 Tage dort und die Zahnputzbecher werden kurz ausgespült aber nicht ausgetauscht. Ansonsten aber o. k.
Das Positive zuerst: Die Fußböden in den Restaurants waren sauber. Für das Essen scheint das nicht zu gelten, denn schon nach wenigen Tagen war unser Stuhlgang schwer beschleunigt. An was es lag, können wir nicht genau sagen. Wir haben alles ausprobiert, bzw. weggelassen, es half nichts (nur Immodium). Vielleicht wird das reichhaltige Salatbuffet mit dem gleichen nach Salz und Chlor schmeckenden Wasser gewaschen, wie es aus der Dusche kommt. Eine echte Lachnummer sind die beiden a-la-carte-Restaurants: hier sitzt man sehr schön; im Gegensatz zum Buffetrestaurant kann man so das Gefühl man geht richtig essen und befriedigt nicht nur einen gewissen Hunger. Das war das Positive. der Witz ist, dass es hier jeden Abend das gleiche Essen gibt (und ich habe mich am Anfang gefragt, warum hier nicht mehr Leute essen) und Fisch- und Grillrestaurant unterscheiden sich nur in der Hauptspeise, der Rest ist bei beiden und jeden Tag gleich: das nenn´ich ökonomisch!!! Das Essen im Hauptrestaurant: Brot (das war das Positive), Salatbar (wer gerne Nudelsalat mit Pfefferminzsosse isst, kommt hier voll auf seine Kosten) mit lieblosen, eintönigen Dressings. Wenn man sich selber ein Dressing nehmen möchte, kann man rohen Weisskrautsalat nehmen oder eine orientalische Mischung aus grünem Salat mit Pfefferminz. Die Hauptspeisen bestehen aus Spaghetti mit einer schlechten Tomatensauce, Hühnchen, Fisch oder Lammfrikadellen mit Gemüsen in viel Sauce. Alles schön weich gekocht. Nach einigen Tagen muss man schon sehr erfinderisch sein, damit man noch Spaß am Essen hat. Etwas Abwechslung bietet an 3 Tagen das "Showkochen" am Pool, wo gelegentlich mal etwas neues dabei ist.
Wer einen Kumpel suchte, mit dem er über das Wetter oder andere "interessante Sachen" reden konnte, war mit den meisten Kellnern gut bedient (das gilt nicht für die Rezeption, denn dort ist man auch noch hochnäsig und unfreundlich). Wenn man einfach zwei Wochen Ruhe sucht und von einem 4-Sterne-Hotel einen guten Service im Hintergrund erwartet, wurde man leider etwas enttäuscht: Nicht jeder findet es lustig, wenn der Kellner die mitgebrachte Teedose beim Frühstücksservice an sich reißt, aufmacht, seine Nase reinsteckt und lustig guckt. Oder wenn ein anderer am Strand die Salzstangen-Tüte an sich nimmt, die Finger reinsteckt und grinst. Sicherlich ist es auch schwer, an der Poolbar Gäste zu bedienen, wenn gerade ein hübsches Mädchen vorbeigeht, dem man dringend auf den Hintern starren muss. Wenn man den beiden sexy Frauen an der Bar zeigen muss, wie gut man russisch spricht, stören andere Leute auch nur. Diskreten Service in einem 4-Sterne-Hotel kan man das nicht nennen. Vorsicht auch beim Essen: ist man zu zweit und beide gehen zum Buffet, kann es schon mal vorkommen, dass die Getränke, auch wenn sie noch fast voll waren, abgeräumt wurden und sich bereits andere Gäste an den Tisch gesetzt haben. Also: besser abwechselnd gehen (was dazu führt, das man eigentlich nicht zusammen isst, sondern abwechselnd) oder neue Getränke bestellen. Besser man isst auch schnell die Sachen auf, die man auf dem Teller hat, sonst kann es nämlich vorkommen, dass der Teller schon abgeräumt wird, auch wenn man noch gar nicht fertig gegessen hat: Schnelligkeit zählt hier!! Es hilft aber auch, sich rettend über den Teller zu werfen: eine ausgeprägte Gestik kommt immer gut an.
Das Hotel liegt fast direkt an der Hauptstrasse nach Alanya. Diese ist sechsspurig und in der Mitte nur selten zu Überqueren. Die Umgebung des Hotels macht- an deutschen Standards gemessen- eher einen runtergekommenen Eindruck: schlecht geflicktes Straßenpflaster, ungepflegte Nachbargrundstücke, abrissreifes Haus, etc... Nicht gerade eine Lage, die man als traumhaft, mit toller Aussicht oder gepflegt bezeichnen könnte. Vom Flughafen braucht man rund zwei Stunden, bis Alanya sind es 13 Kilometer. Von Konakli dachte ich zunächst, es sei ein Shopping-Center mit angeschlossener Moschee, bis sich herausstellte, das das tatsächlich der Ortskern sein sollte. Schön ist etwas anderes....
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Wer Unterhaltung sucht und gerne eine lustige "Reise nach Jerusalem" mit den Animateuren am Pool spielt, ist hier sicherlich gut aufgehoben. Wir wollten nur unsere Ruhe haben, insofern kann ich über das Programm nicht viel sagen, ausser dass der dicke Masseur, der täglich mehrfach am Strand vorbeikam und die Leute anquatschte, ob sie denn nicht mal endlich eine Massage für 30-50€ machen wollten uns dann doch irgendwann genervt hat.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im September 2007 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Henning |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 3 |


