- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr gut
Großzügiges Resort, das in allen Belangen den Katalogbeschreibungen entspricht (daher hier nicht detaillierter ausgeführt). Wir waren zum zweiten Mal im Riu, letztes Jahr Garopa, diesmal Funana. In beiden Jahren waren wir mit der Anlage an sich, Sauberkeit etc. sehr zufrieden. Das AI-Angebot ist klasse - egal ob Getränke an diversen Bars innerhalb der Anlage/am Pool oder am Strand oder auch die Speisen. Die Spezialitätenrestaurants sind absolut zu empfehlen; unser persönlicher Favorit: das afrikanische Restaurant. Eine schöne Abwechslung zu den Hauptrestaurants, wo es meist auch etwas hektischer und lauter zugeht als in den Spezialitätenrestaurants. Bei der Gästestruktur hatten wir in diesem Jahr den Eindruck, dass der Anteil der Deutschen etwas höher war als im vergangenen Jahr (mag evtl. auch daran liegen, dass wir letztes Jahr sechs Wochen später dort waren?!). Ansonsten waren auch wieder viele Engländer dort; auch Portugiesen, Niederländer, Belgier, Schweizer haben wir dieses Jahr getroffen. Die Altersstruktur ist gemischt. In diesem Jahr weniger Kinder als beim letzten Mal, dafür mehr junge Paare. Als etwas lästig haben wir in diesem Jahr die Bewässerung der Grünflächen empfunden, die nach Information auch von Einheimischen teilweise mit gereinigtem Abwasser und Grauwasser erfolgt - riecht doch häufig ein wenig wie in einer Kläranlage. Ist aber wohl eine übliche Methode in vielen Riu-Hotels, um in wasserarmen Regionen sorgsam mit diesem Rohstoff umzugehen (s. auch Riu-Homepage). Wir haben im Vergleich zum letzten Jahr etwas andere Wetterverhältnisse erlebt, die ggf. teilweise auch darauf zurückzuführen sind, dass wir im Vergleich sechs Wochen früher dort waren als letztes Jahr: diesmal war es etwas mehr gewölkt und etwas windiger. Allerdings haben wir dies sogar als angenehm empfunden, da wir ansonsten bei klarem Sonnenschein wohl trotz Sonnencreme übel verbrannt wären. Auch die Luftfeuchtigkeit war jetzt noch geringer, da die klassische Regenzeit noch nicht eingesetzt hat. Insgesamt also im Juli etwas erträglicheres Klima für den Mitteleuropäer. Damit einher geht auch, dass in dieser Zeit noch deutlich weniger Mücken unterwegs sind als in der Regenzeit. Hatten uns nach den Erfahrungen in 2010 vorsorglich diesmal mit einem Moskitonetz bewaffnet, hatten aber nur zweimal je eine Mücke im Zimmer.
Die Zimmer sind im positiven Sinne funktional eingerichtet: groß genug, ausreichend große Betten, TV mit einigen deutschen Programmen, Klimaanlage, optisch abgetrenntes Badezimmer, separates WC. Safe für die Wertsachen steht kostenlos zur Verfügung. Kühlschrank bietet die Möglichkeit, das Trinkwasser, welches an der Rezeption in Flaschen zu bekommen ist, zu kühlen. Unser Zimmer war zudem in einem baulich guten Zustand. Einige Kommentare wiesen darauf hin, dass die Zimmer im Funana, welches wenige Jahre älter ist als das Garopa, in einem schlechteren Zustand wären. Die Erfahrung haben wir nicht gemacht.
Hauptrestaurants bieten zu den Hauptmahlzeiten ein sehr reichhaltiges Angebot an Salat, Pasta, Fisch, Fleisch, Gemüse, weiteren Beilagen, Obst, Nachtisch etc. etc. Auch die Qualität ist nach unserem Geschmack sehr gut. Lediglich die Nachspeisen (Cremes, Törtchen, Kuchen) sind manchmal zwar bunt, aber ein wenig geschmacksneutral. Die Snackbars bieten zur Mittagszeit eine recht gute Imbissmöglichkeit in Pool-/Strandnähe. Allerdings umfasst das Angebot hier recht viel Fast-Food (Burger, Pizza, Pommes), was und nicht ganz so gut gefallen hat. Die Sauberkeit im Restaurant ist durchweg gut, außer, dass es in der Nähe der Zapfanlagen hin und wieder etwas muffig riecht. Der Stil der Speisen ist auf den gesunden Mitteleuropäer abgestimmt und trägt natürlich auch der Herkunft der meisten Gäste Rechnung. Etwas landestypischer sind dann die Spezialitätenrestaurants, vor allem das Kapverdische und das Afrikanische, aber auch das Grill-Restaurant (das China-Restaurant haben wir nicht besucht). Atmosphäre in den Hauptrestaurants ist durchweg etwas hektischer und lauter, da deutlich voller. In den Spezialitätenrestaurants kann man in sehr entspannter Atmosphäre das Essen genießen.
Das Personal ist überwiegend freundlich, wenngleich wir es im vergangenen Jahr teilweise erheblich freundlicher erlebt haben. Überhaupt haben wir kaum noch Personal in den Restaurants, am Pool oder im Animationsteam gesehen, welches wir aus dem letzten Jahr noch kannten. Soll aber u.a. auch daran liegen, dass ein Teil des Personals zur Eröffnung des neuen Riu-Hotels Touareg auf Boavista den Arbeitsplatz gewechselt hat. Schade, weil die Freundlichkeit und auch die Aufmerksamkeit des Personals etwas gelitten haben. Oft dauerte es beim Frühstück lange Zeit, bis wir Kaffee bekamen. Auch das Abräumen dauerte oft recht lange. Das soll jetzt nicht heißen, dass es uns massiv gestört hat. Es fiel nur im Vergleich zum Vorjahr auf. Zimmerreinigung etc. waren sehr gut. Auch an der Rezeption war man stets sehr freundlich und zuvorkommend, Beschwerden hatten wir keine.
Die Anlage liegt in der Nähe zur Stadt Santa Maria im Süden der Insel Sal. Nach Santa Maria sind es auf dem kürzesten Weg ca. 20 Minuten Fußweg. Alternativ dazu kann man auch am wunderschönen Sandstrand nach Santa Maria laufen (ca. 1 Stunde). Der Strand direkt am Strandausgang vom Riu ist unschlagbar: feinster Sandstrand; ausreichend vorhandene Liegen, teils auch überdacht. Im Vergleich zum letzten Jahr wurden inzwischen auch viele Liegen ausgetauscht/erneuert. Man arbeitet also offenbar an der häufig geäußerten Kritik zu durchgelegenen Liegen. Ansonsten haben wir kaum Unterhaltungsmöglichkeiten oder Einkaufsmöglichkeiten genutzt - Sal bietet eben vor allem Erholungsurlaub. Allerdings kommen Wassersportler am Strand sicherlich voll auf Ihre Kosten mit Surfen, Kajak, Tretboot, Jetski, Tauchen etc. Haben wir aber nicht genutzt. Auf alle Fälle empfiehlt sich eine Tour über die Insel Sal, die doch eine Menge Interessantes zu bieten hat. Wir waren in diesem Jahr zweimal mit Anne vom Fischersteg in Santa Maria unterwegs. Wir hatten schon im Vorfeld unseres Urlaubs per E-Mail eine Tour im Kleinbus über die Insel mit Anne gebucht: sehr schön und vor allem informativ mit Haltepunkten an den wichtigesten Sehenswürdigkeiten der Insel. Wer es etwas aufregender mag, kann auch eine Pick-up-Tour mit Anne machen, was wir auch noch getan haben. Hier geht es quer durch die Dünen, gefühlte 98 % der Tour sind "offroad". Auch in der Reihenfolge Bustour, dann Pick-up-Tour sehr zu empfehlen!
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Vom Animationsprogramm haben wir tagsüber nur die Wassergymnastik genutzt. Diese ist allerdings nicht mehr so gut/anstrengend wie im letzten Jahr: Animateure wirken bisweilen ein wenig lustlos, vor allem die Damen. Ansonsten bieten Shuffle-Board, Wasserball etc. aber gute Abwechslungsmöglichkeiten. Das Liegen am Pool und Strand ist Entspannung pur, zumal es in diesem Jahr noch etwas leerer war als im vergangenen Jahr. Wasserqualität und Sauberkeit sind top; am Pool stört nur auch zeitweise der Geruch der Bewässerung der Blumen etwas (s.o.). Sonnenschutz und Liegen sind auch in ausreichenden Mengen vorhanden
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Juli 2011 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Dirk |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 1 |