- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Wunderschöne riesengroße Hotelanlage, im andalusischen Stil gebaut. Architektonisch gelungen und alles sehr schön angelegt und gepflegt. Publikum: Viele Deutsche, jedoch auch Holländer, Belgier und Engländer. Vor allem über's Wochenende kommen sehr viele Spanier im Familienclan. Es sind alle Altersgruppen vertreten. Das Hotel nennt sich zwar Clubhotel, jedoch fehlen leider trotz Animation die entscheidenden Clubeigenschaften. Mit den anderen Gästen bekam man eher weniger Kontakt, da man z. B. an getrennten Tischen saß. Die 2 Wochen sind im Vergleich zu einem " echten" Cluburlaub relativ langsam vergangen. Dadurch, dass die Animation (außer für Kinder) nicht unbedingt berauschend war, hatte man sehr viel Zeit zur Verfügung, was natürlich auch einen gewissen Erholungsfaktor mit sich brachte. Wer jedoch wirklich einen Cluburlaub verbringen will und einen entsprechenden Standard erwartet, muss auch weiterhin Aldiana oder Robinson buchen und zahlen, da dieses Hotel nicht wirklich eine adäquate Alternative ist.
Wir hatten ein Familienzimmer für 3 Personen, das aus einem kleinen Schlafzimmer mit Doppelbett und Schrankwand, einem Badezimmer sowie einem Wohnzimmer mit 2 Couchbetten, einem Fernseher und einem Kühlschrank bestand. Die Einrichtung war sehr ansprechend und geschmackvoll. Das Schlafzimmer war wie gesagt etwas eng. Die Kissen waren länglich und ziemlich hart. Die Matratzen weich und mit Federkern, die Zudecken bestanden lediglich aus einem Leintuch und einer Wolldecke, glücklicherweise hatte ich für unseren kleinen Sohn noch eine extra Zudecke mitgebracht. Im Bad war eine Wanne, eine Toilette und ein Bidet. Es war zudem mit einem Haartrockner ausgestattet. Wünschenswert wäre noch ein Kosmetikspiegel gewesen. Im ganzen " Appartment" gab es 230V Schukostecker, sodass auch unsere mitgebrachten elektrischen Geräte ohne Adapter funtionierten. Der Kühlschrank war eigentlich nicht nötig, da er nicht mit Getränken ausgestattet war und man wegen des AI-Angebots an den Bars auch keine brauchte. Anstatt dessen wäre eine kleine Sitzecke wünschenswert gewesen.
Laut Katalog gab es 3 Restaurants. Das Hauptrestaurant, den Grill und das andalusische Restaurant. Sowohl im Hauptrestaurant als auch im Andalusischen konnte man das indentische qualitativ gute und reichhaltige Frühstück einnehmen. Mittagessen gab es ab 13.30 Uhr im Hauptrestaurant (Salatbuffet, Fleisch, Fisch, Pasta und Nachtischbuffet) und ab 13.00 Uhr im Snackrestaurant " Grill" am Pool (Pizza, Pasta, Hamburger, getoastete Sandwiches, 1 Fisch- und 1 Fleischsorte, Salate und Dessertbuffet), wo es jedoch mittags wie in einer Bahnhofshalle zuging. Abends waren dann in der ersten Woche alle 3 Restaurants geöffnet, wobei es Gäste gab, die von einem zum anderen Restaurant gewandert sind und überall " die Rosinen" herausgepickt haben. Alle Gerichte waren im Großen und Ganzen sehr schmackhaft zubereitet, allerdings fiel auf, dass viele Gerichte mehrmals in abgewandelter Form wieder auf den Tisch kamen, so fand man z. B. die Wurst vom Frühstück abends im Mischgemüse wieder oder den Spinat von den Gemüsebeilagen am nächsten Tag unter den Reis gemischt ... Wirkliche Highlights gab es nicht. Im Katalog stand, dass 2 Mal wöchentlich ein Themenbuffet stattfinden würde. Dies war jedoch im Hauptrestaurant nur einmal wöchentlich (1 x spanisch und 1 x italienisch) und hat sich auch nicht sehr vom " alltäglichen" unterschieden. Das Grillrestaurant bot abends leckere gegrillte Fleischspezialitäten (u. a. frisches Spanferkel, Fleischspießchen, extra Kinderbuffet ...), leider war es jedoch in der zweiten Woche geschlossen, da das Hotel nicht mehr voll belegt war. Im Andalusischen Restaurant, gab es jeden Abend das gleiche, was aber dennoch immer sehr schmackhaft (viel Knoblauch) war. Immerhin kann man die guten Klamotten getrost zuhause im Schrank lassen, da es nicht einmal z. B. einen Galaabend o. ä. gab. Auch gab es nur einmal kalte Shrimps und Lachs, ansonsten immer nur als Deko auf den Salaten, die jedoch auch immer die gleichen waren. Die Getränke waren eher enttäuschend. Ausgerechnet in der Nähe von Jerez, der Wiege des Sherry und der Brandys gab es nicht mal einen halbtrockenen Sherry (dieser wurde aus süßem und trockenem Sherry zusammengemischt) und der Brandy kam von Mallorca und verursachte Kopfschmerzen. Sämtliche Mixgetränke wurden bereits morgens zusammengemischt, in Plastikflaschen abgefüllt und bei Bestellung im Mixer kurz mit Eiswürfen vermixt. Alle Drinks waren übersüßt. Sangria kam aus dem Zapfhahn. Überall in den Bars im Freien kamen in Scharen Wespen angeflogen, die von den Barkeepern fleißig mit Insektenspray bekämpft wurden. An der Rezeption konnte man sich unbegrenzt PET-Flaschen mit stillem Mineralwasser holen. Als sehr stillos empfand ich, dass sämtliche kalten Getränke tagsüber ausschließlich in transparenten Plastikbechern ausgeschenkt wurden, erst abends durften dann von den Barkeepern Gläser verwendet werden, die jedoch auch nicht gerade sehr ansprechend waren. Die Dekoration der Drinks war recht lieblos und auf Masse ausgelegt. Wenn man schon mal die Küche von Aldiana oder Robinson verschmeckt hat, ist das Speisenangebot schon sehr enttäuschend, jedoch zahlt man dort für diesen Qualitätsstandard auch mindestens das Doppelte, insofern kann man nicht wirklich meckern, schließlich sind wir definitv nicht verhungert, im Gegenteil, es kam niemand zu kurz.
Das Personal war rundum sehr freundlich, stets hilfsbereit und nett. Zimmer wurden täglich gereinigt und aufgeräumt. Sehr aufgefallen und lobenswert ist die große Kinderfreundlichkeit des gesamten Personals. Wenn man im Hotel eincheckt, bekommt man einen Lageplan, auf dem die Position des Zimmers eingezeichnet wird. Leider wird man über das Animationsprogramm nicht vom Hotel informiert. Man musste sich die Infos selbst beschaffen. Hierzu gab es eine große Tafel. Es gab zwar an der Rezeption Wochenpläne für die normale Animation und die für Kinder, diese wurden jedoch nicht automatisch an die Gäste ausgehändigt. Auf der anderen Straßenseite gegenüber des Haupteingangs war der Wellnessbereich, wo auch ein deutschsprachiger Arzt stationiert war, den wir jedoch glücklicherweise nicht in Anspruch nehmen mussten.
Östlich vom Ort Novo Sancti Petri das letzte Hotel einer Reihe namhafter Hotelketten. Zwischen RIU Chiclana und Aldiana (westlich) ist noch eine größere Baulücke. Im Hinterland viele Ferienappartments und Golfplätze. Von den Poolanlagen aus gibt es einen Ausgang zum Strand. Hier kann man direkt über eine Art Trampelpfad zum feinen Sandstrand hinunter gelangen. Ein paar Meter weiter östlich gibt es eine bequemere Holztreppe. Der Strand ist wie gesagt sehr feinsandig und man kann sehr viele Muscheln finden. Die Gezeiten wechseln recht schnell. Direkt vor dem Haupteingang hält der Linienbus Nr. 8, der bis Chiclana fährt. Von dort aus kann man mit dem Bus bis nach Cadiz fahren. Bustarife sind sehr günstig. Einfache Fahrt, egal wohin, kostet 89 Cent, Kleinkinder sind zahlen nichts. Chiclana ist zwar nicht besonders schön, aber es gibt ein paar nette Lädchen. Die Altstadt von Cadiz mit den Hafenanlagen ist auf jeden Fall sehenswert und man kann mit dem Doppeldeckerbus auch eine Stadtrundfahrt machen. Novo Sancti Petri ist noch sehr neu und hat ein nettes Ladenzentrum. Man kann es leicht zu Fuß auf einem Fußweg am Aldiana vorbei, aber auch am Strand entlang erreichen. Auch der Lininbus fährt auf dem Weg nach Chiclana daran vorbei.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Poolanlage ist sehr hübsch auf 2 Ebenen angelegt. Ringsum stehen für meinen Geschmack etwas zu viele Liegen. Da wir eher am Ende der Saison dort waren und das Hotel in der zweiten Woche nur etwa zum Hälfte belegt war, gab es sicher kein Problem, sich eine Liege zu ergattern, wenn man dies wollte. Die beiden Außenpools hatten flache und tiefere Bereiche und auch Massagedüsen. Leider war das Poolwasser rehr kalt und auch das Hallenbad war nicht beheizt. Der Kinderpool befand sich mit einem Zaun abgetrennt beim Scubidu-Club. Das Wasser wurde regelmäßig gesäubert und kontrolliert. Das Animationsangebot war nicht unbedingt sehr berauschend. Es gab den Tag über Shuffleboard, Darts und Bingo. Es gab noch einen Hobbyclub, wo man Seidenmalen sowie T-Shirts bemalen konnte. Leider waren am Ende der Saison die meisten T-Shirtgrößen bereits ausverkauft. Wirklich gut war die Kinderanimation mit täglich wechselndem Programm und abends um 20.00 Uhr die Kinderdisco. Jeden Donnerstag gab es eine wirklich nett gemachte Kindershow, in der die Kleinen ganz groß rauskamen. Gegenüber des Hoteleingangs befand sich auf der anderen Straßenseite das Sport- und Wellnesszentrum, wo es Tennisplätze, einen Volleyballplatz und Bocciaplatz gab. Natürlich gab es ringsum viele Golfplätze. Es gab im Sportzentrum auch ein separates Gebäude mit Fitness-Trainingsgeräten und es gab Gymnastikangebote. Im Hotelbereich selbst wurde beim Kinderpool Stretching angeboten und im Barsalon fand nachmittags Aerobic statt, was jedoch eher peinlich war, wenn die Bargäste bei der körperlichen Ertüchtigung der weiblichen Gäste zuschauten (z. T. mit Videokameras), sodass ich mich niemals dazu durchgerungen hätte, dabei mitzumachen. Im Wellnesszentrum (das etwas klein ausgefallen ist) wurden kosmetische Behandlungen, Massagen und sonstige Therapien angeboten und es war dauernd ein Arzt vor Ort. Preis f. Massage mit Fango 55,00 EUR, klassische Kosmetikbehandlung: 75,00 EUR. Zur Abendunterhaltung können wir nicht viel sagen, da die Shows erst um 21.30 Uhr losgingen und wir da fast schon wieder bettreif waren. Da unser Zimmer jedoch gleich hinter dem Bar-Salon war, wo die Shows stattfanden, konnten wir doch lautstark mitbekommen, dass die Stimmung wohl gut war.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2003 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Beatnix |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 2 |