- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Das Argana lockt mit vermeintlichen vier Sternen, die ihm m. E. leider aber nicht zustehen. Der Zustand des Hotels insgesamt ist unsauber und heruntergekommen. Beim Aufzugfahren stirbt man regelmäßig tausend Tode, in Erwartung eines Steckenbleibens oder gar Absturzes. Beim Treppenlaufen sollte man vermeiden den Handlauf anzufassen, da alles unangenehm klebt und ein schnelleres Tempo ist auch nicht zu empfehlen, da die Stufen unregelmäßig hoch sind und man trotz erhöhter Vorsicht mindestens ein Mal stolpert. Das Hotel bietet Halbpension und ist Ende August aufgrund der Ramadanferien (verschieben sich jährlich) großteils von Einheimischen besucht, was an sich kein Problem sein sollte, in manchen Situationen aber durch unterschiedliche Lebensarten und -sichten zu unangenehmen Situationen führen kann, wenn man sich als europäische Frau im Bikini bspw. von den verhüllten Frauen am Pool durch Blicke verurteilt und von den Männern verschlungen fühlt. Wer viel unterwegs ist und wirklich nur ein Zimmer zum Schlafen benötigt, kann hier unterkommen. Wer mehr möchte, und hofft, sich auch mal am Pool oder abends beim Essen entspannen zu können, wird enttäuscht. Telefonieren ist unglaublich teuer (2,99 Euro/Minute), da ist das kostenlose Wlan eine angenehme Alternative. Wer kein internetfähiges Gerät hat, findet in der Lobby kostenpflichtige Computerstationen.
Die Zimmer sind passabel eingerichtet, wenn man vorhat, nicht viel Zeit dort zu verbringen. Dass man sich in einem nordafrikanischen Land befindet, sollte man nicht vergessen. Das Doppelbett besteht, wie so oft, aus zwei zusammengeschobenen Einzelbetten. Diese, wenn man kein Paar ist, auseinanderzuschieben, ist keine so gute Idee, weil einiges an Dreck und Staub darunter zum Vorschein kommt. Die Möblierung ist alt aber zweckmäßig, der Fernsehr winzig, bietet aber immerhin ZDF als deutschen Sender, so dass man einigermaßen auf dem Laufenden bleiben kann. Die Klimaanlage funktionierte bei uns recht zuverlässig, bei unseren Mitreisenden gar nicht, später nur mit halber Kraft. Angenehm ist, dass die Fenster sehr gut isoliert sind, so dass man den Straßenlärm bei geschossenem Fenster nicht mitbekommt. Balkon ist bei den Sparzimmern keiner enthalten. Das Bad ist nicht sehr einladend. Mit schmierigem Duschvorhang und schimmligem Duschkopf, verbringt man hier nur so viel Zeit wie nötig. Die Klospülung funktioniert völlig unzuverlässig. Keine Tiere gesehen.
Das Frühstück im einzigen Restaurant ist passabel, die Auswahl hält sich in Grenzen aber es lässt sich etwas finden. Unangenehm sind die zuverlässig verdreckten Tassen, Teller, Messer und Gabeln. Wenn man eine zu schmierige Tasse aussortiert, wird diese eben auf einen anderen Tisch gestellt. Der Kaffee ist ganz gut trinkbar. Das Abendessen haben wir aus beruflichen Gründen nur ein Mal wahrgenommen, auch hier findet sich etwas essbares und manches schmeckt sogar ganz gut. Besteck und Geschirr befindet sich im gleichen Zustand wie morgens.
Leider war der Service der schlechteste Bereich des Hotels. Dass bei 48 Grad bei einem unserer zwei Zimmer drei Tage lang die Klimaanlage nicht funktioniert, darf trotz Sparpreises nicht sein. Noch viel weniger die leeren Versprechungen des Personals, dass der Techniker bald komme, sich aber nie jemand blicken lässt. Und wenn dann nach drei Tagen des Schlafens bei offenem Fenster (zur Straßenseite!) der Ton unsererseits etwas angespannter wird, ist es eine Frechheit, wenn das Personal anfängt die Augen zu rollen und auf arabisch zu schimpfen, um sich dann letztendlich anderen Gästen zuzuwenden. Je nach Stimmungslage, sprechen die Angestellten hinter der Rezeption ganz passables Englisch. Besser aber, man bringt selbst ausreichend Französischkenntnisse mit. Hin und wieder trifft man auch auf Deutsch-sprechende Menschen. Auch die Tatsache, dass wir unser im Supermarkt gekauftes Wasser nicht mit auf die Zimmer nehmen durften, regelmäßig aber Marokkaner mit Wasserpaketen durch die Lobby liefen und niemand intervenierte, ist nicht zu verstehen. Wlan ist in der Lobby kostenfrei vorhanden, allerdings ist das Netz nicht sehr stabil und gibt regelmäßig gegen 23 Uhr den Geist auf. Am nächsten Morgen funktioniert es aber immer wieder. Die Zimmerreinigung erfolgte zuverlässig, die Bettlaken waren meist in netten Formen drapiert, der Handtuchtausch klappt gut und orientiert sich an den gegebenen Signalen (auf dem Boden - tauschen/ auf der Stange - lassen).
Zum Strand läuft man mit circa 20-30 Minuten viel weiter als vom Hotel angegeben, noch dazu durch sehr übel aussehende und riechende Straßen. Alles ist vermüllt und heruntergekommen und stinkt teilweise erbärmlich. Da das Hotel direkt an einer (der) stark befahrenen Hauptstraße liegt, sind dieEntfernungen zu Supermärkten, Restaurants ect. nicht wahnsinnig groß. Was man nicht zu Fuß erreichen kann oder will, ist dann gut mit einem Taxi machbar. Hier sind die kleinen, orangefarbenen mit 20 Dirham extrem billig, nehmen allerdings maximal 3 Touristen mit. Die großen nehmen bis zu 6 (!) Leute plus Fahrer mit, allerdings scheinen die Preise hier willkürlich gesetzt zu sein, abhängig von der Laune des Fahrers. Der Flughafen ist in circa 30 Minuten zu erreichen.
Beliebte Aktivitäten
- Geschäftsreise
Der Pool mach leider auch keinen sehr sauberen Eindruck, dass Wasser schmeckt leicht salzig (leider habe ich es eher unfreiwillig getestet..) und auf dem Boden dümpelt manches Ding herum, das man lieber nicht so genau anschaut. Auch die Plastikliegen sind in eher mäßigem Zustand, ohne Handtuch darauf zu liegen kann ich mir nicht vorstellen. Angenehm ist, dass man auch zur Mittagsstunde immer zwei-drei freie, nebeneinander stehende Liegen findet. Ein Kinderpool ist vorhanden, leider ohne Wasser und noch weniger einladend, als der große. Die "Animation", bestehend aus einem Herrn, der an einem Rollwagen steht, zu laute Popmusik spielt und hin und wieder in unverständlichen Sprachversuchen zu irgendwelchen Spielen (Dart, Tischtennis o.ä.) aufruft, nervt eher, als dass sie animiert. Es gibt eine abendliche Show in einem Pavillon, allerdings haben wir diese gemieden und können daher die Qualität nicht beurteilen. Direkt neben dem Hoteleingang findet sich ein Teppichverkäufer, der aber nicht furchtbar penetrant ist, sondern sich mit vermeintlich einladenen Zurufen begnügt und einen dann aber passieren lässt. Im Nebengebäude ist ein Nachtclub (Paradiso) untergebracht, der uns, mit unseren sehr abgelegenen Spar-Zimmer nicht weiter störte, bei den zentraleren Zimmern aber unangenehm werden könnte.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Freunde |
Dauer: | 1 Woche im August 2012 |
Reisegrund: | Arbeit |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Tina |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 1 |