- Preis-Leistungs-VerhältnisEher gut
Es handelt sich um eine sehr schöne zweistöckige Appartementanlage mit 72 Wohneinheiten zur Selbstverpflegung. Ein Pool, umgeben mit schönen Palemen ist vorhanden. Die Poolbar, die in den Katalogen angepriesen wird, war leider geschlossen; lediglich in den letzten 5 Tagen hatte sie morgens geöffnet und man konnte Getränke zu sich nehmen. Die Appartements sind sehr geräumig und schön eingerichtet; was man an Kochgeschirr so braucht, ist vorhanden. Diverse Einkaufsmöglichkeiten und Restaurants sind ganz in der Nähe, sogar direkt unter der Anlage. Die Anlage wird überwiegend von Deutschen besucht, teilweise haben wir auch Engländer und Spanier " gehört" . Das Publikum dort ist angenehm und ruhig; das Alter der Gäste so ca. ab 35 aufwärts. Es waren auch einige Familien mit Kindern dort. Die Atmosphäre war ungezwungen: keine Gäste in " Abendkleidchen" und auch keine " Ballermann-Gäste" . Sämtliche Ausflugsangebote konnte man dort bei der Reiseleitung buchen, die zu bestimmten Terminen die Anlage und auch die Nachbaranlagen aufsuchte. Die Transferzeit mit dem Bus zur Fähre betrug ca. 1 1/4 bis 1 1/2 Stunden. Eine Direktbuchung halten wir für sinnvoll, da die Anlage völlig ausgebucht (einen Tag sogar überbucht) war. Touren (insbesondere Wanderungen) wurden eine Menge angeboten. Man sollte sich vielleicht nicht direkt auf die Touren, die von den Reiseveranstaltern angeboten werden, einlassen, da in dem Ort auch andere angeboten werden, bei welchen man vielleicht noch mehr über die Insel, Flora, Fauna usw. erfährt. Wir haben eine geführte Wanderung mitgemacht: der Regenwald. Eine herrliche Landschaft, aber leider konnten wir sie nicht allzu sehr genießen, da hier mehr oder weniger durch den Wald " gehechtet" wurde. An den schönsten Stellen wurden dann Pausen eingelegt. Obwohl die Wanderung Erklärungen zu den einzelnen Pflanzen beinhalten sollte, sind wir jedoch an einen Wanderführer geraten, der von Botanik überhaupt keine Ahnung hatte. Hier haben die Mitwander IHM dann erklären müssen, welche Früchte o. ä. er gerade vor sich hatte. :-)) Da der Wanderführer jedoch ein sehr lustiger Mensch war, hat das niemand eng gesehen und wir hatten dennoch viel Spaß bei der Tour. Preis 23 € pro Person. Besonders gut hat uns die Bootstour zu den Orgelpfeifen (sehr sehenswert) und rund um die Insel gefallen (es wird aber nur bei schönem Wetter um die ganze Insel herum gefahren), aber auch bei schönem Wetter sollte man " seetauglich" sein, denn ein paar haben trotzdem die " Fische füttern" müssen. Die Verpflegung auf dem Boot war sehr gut. Es gab gegrillten Fisch, Salat, Papas usw. Man konnte soviel Getränke zu sich nehmen, wie man wollte und bekam zwischendurch immer wieder ein paar Leckereien. In einer Bucht wurde eine Badepause eingehalten. Man konnte vom Boot ins Wasser gehen und der Kapitän hat oben auf dem Boot gesessen und Gitarre gespielt. Das war eine ganz tolle Atmosphäre. Preis € 30 pro Person. Noch ein wichtiger Tip zur Fähre: Viele Urlauber wurden in ihren Reisebüros nicht darüber informiert, dass sie einen Tag auf Teneriffa übernachten müssen, wenn sie mit einer sehr späten Maschine ankommen und die Fähre nicht mehr fährt oder mit einer sehr frühen Maschine abfahren, so dass sie einen Tag vorher mit der Fähre nach Teneriffa gebracht wurden. Viele wurden von diesen Tatsachen negativ überrascht. Wir hatten Glück! Unsere Maschine landete ca. 16 Uhr. Wir haben es gerade so eben geschafft, die Fähre um 17.15 zu bekommen. Die nächste wäre um ca. 20 Uhr gefahren, allerdings dann lange 90 Minuten. Auf dem Rückweg wurden wir schon sehr früh mit der Fähre rübergebracht, so dass wir uns über 4 Stunden am Flughafen aufhalten mussten. Wir waren mithin auf dem Nachhauseweg 15 Stunden unterwegs (Bustransfer, Fähre, Wartezeit, Flugzeit, Warten auf den Koffer etc. mit inbegriffen). Hierüber sollte sich von vornherein jeder im Klaren sein und auch bedenken, dass sich die Buchung von nur 1 Woche La Gomera somit oftmals nicht lohnt, da zwei Tage " kaputt" sind. Alles in allem: ein wunderschöner Urlaub für Naturliebhaber! La Gomera wird uns gleich nächstes Jahr wiedersehen!
Die Appartements sind um den Pool gebaut. Sie sind sehr geräumig, schön hell eingerichtet. Der Balkon bzw. Terasse ist schön groß und verfügte über Tisch und genügend Stühle. Die Küche hatte zwei Herdplatten und sogar einen Ofen (haben wir allerdings nicht ausprobiert). Kaffeemaschine war vorhanden. Die Betten/Matratzen waren okay. Es gab eine Badewanne, in der man auch duschen konnte. Von den Nachbarappartements haben wir keine Geräusche mitbekommen. Nachts war es dort sowieso sehr ruhig. TV (gegen Gebühr) - für den, der es denn im Urlaub braucht - war vorhanden. Zu den Programmen können wir nichts sagen, da wir kein fern gesehen haben. Telefon und Mietsafe sind auch vorhanden. Die Räume waren angenehm sauber. Die Küchenzeile musste man natürlich selbst sauber halten. Die Anlage war zweistöckig. Vorteil der oberen Stockwerke war, dass einem dort niemand auf die Terasse " schielen" konnte. Vorteil der unteren Stockwerke war, dass man halt schneller zum Pool gelangte und täglich Besuch von einigen Katzen bekam (für den, der Tiere gern hat). :-))
Zur Gastronomie kann ich wiederum nichts sagen, da es dort ja nur Selbstverpflegung gibt. Daher kann ich auch nur 2 Sterne vergeben! Wir waren allerdings froh, dass wir nicht von Essen-Zeiten abhängig waren, da wir doch nach der einen oder anderen Erkundungs-Tour kaputt und spät nach Hause kamen oder unterwegs schon etwas gegessen hatten. An der Poolbar gab es - wie bereits erwähnt - nur Getränke, wenn sie denn dann auf hat.
Zum Service können wir nicht ganz so viel sagen, da in der Anlage - wie in fast allen - Unterkunft ohne Verpflegung angeboten wird. Das Personal an der Rezeption war sehr freundlich (teilweise deutsch- oder englischsprachig). Negativ aufgestoßen ist uns, dass die Anlage am ersten Tag absichtlich überbucht wurde, so dass wir und noch eine Reihe anderer Gäste für die erste Nacht in einer anderen Anlage (von der gleichen Familie) untergebracht wurden. Das war ärgerlich, zumal manche erst am nächsten Tag mittags in ihr eigentliches Appartement kamen und so schon wieder ein Tag verloren war.
Die Lage der Anlage ist optimal, denn zentral und trotzdem ruhig, wenn nicht gerade gebaut wird. Valle Gran Grey ist ein ganz toller Urlaubsort. Es herrscht zwar genügend Tourismus, aber man fühlt sich nicht so " abgefertigt" und die einzelenen Anlagen protzen nicht so und es sind absolut keine " Kanickelställe" , wie man es vielleicht von Fuerte oder Teneriffa gewohnt ist. Die vielen Aussteiger, die es nach Valle gezogen hat und dort Wanderungen, Meditation und vieles mehr anbieten, Restaurants eröffnet haben oder einfach nur in Höhlen in der " Schweinebucht" hausen, machen den Urlaub dort auch noch um einiges interessanter. Zum Hafen, zum Strand, zu den Bars, Restaurants und Geschäften sind es jeweils nur ein paar Gehminuten. Der Strand in Valle hat uns sehr gut gefallen. Es ist ein schwarzer Sand-/Kiesstrand. Zum Glück sind dort keine Liegestühle vorhanden und es werden auch keine Sonnenschirme ausgeliehen, so dass eine eher ungezwungene Atmosphäre herrscht und die Leute dort nicht aufgereiht wie die Heringe dort nebeneinander liegen. Es gibt auch keinen Privatstrand. Abends wird am Strand gern getrommelt, was einen ganz besondern Flair ausmacht. Allerdings soll der Strand in den Monaten von Dezember bis ca. März völlig vom Meer überflutet sein, so dass nur noch Kies vorhanden ist. Aber man ist ja nicht zum Baden auf La Gomera. Wer hier nicht wandert und sich die wunderschöne Landschaft anschaut, ist selbst schuld. Leider hatten wir Pech und hatten " Baulärm" in der Nähe der Anlage. Etwas weiter wurde am Hang gebaut, was jedoch immer etwas ins Tal hallte. Das war noch annehmbar. In der zweiten Woche wurde jedoch mit Straßenarbeiten direkt hinter der Anlage begonnen, so dass wir morgens vom Presslufthammer geweckt wurden. Das war äußerst unangenehm. Auch den Balkon konnten wir morgens aufgrund des Lärms nicht benutzen. Abends war es in der Anlage allerdings sehr ruhig. Wie lang die Straßenarbeiten noch andauern, kann man nicht sagen. Sicherlicht gibt es aber auch Zimmer, die ruhiger sind. Im Internet hatte jemand nach " Baustellen in Valle" gefragt. Wie erwähnt, gibt es hier und da einige. Auch der Hafen wird derzeit ausgebaut. Der Lärm hält sich aber in Grenzen und ist an den meisten Stellen nicht zu hören. Am Strand ist es ruhig und man kann auch in Ruhe in fast allen Restaurants etwas essen und draußen sitzen. Busse fahren dort ziemlich selten. Ein Mietwagen -wenigstens für ein paar Tage, um die Insel zu erkundschaften- ist sehr vorteilhaft. Allerdings werden auch genügend Touren und Wanderungen angeboten. Die Preise in den Restaurants sind sehr unterschiedlich. Wir haben uns teilweise zu zweit für € 15,00 richtig satt essen können. In anderen Restaurants haben wir für € 30,00 einen " Kinderteller" bekommen. Wir haben festgestellt, dass das gomerische Essen preiswerter ist, als das in den Restaurants der " Zugezogenen" . Aber auch das sollte man trotzdem mal ausprobieren, denn geschmeckt hat es uns überall sehr gut! Die Preise beim Einkaufen von Lebensmitteln sind wirklich annehmbar und man kann sich gut selbst verpflegen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Ein kleiner Pool ist vorhanden (gerade richtig, um sich nach den Wanderungen noch zu erfrischen), umgeben von Palmen und Liegestühlen. Zum Glück ohne " Handtuch-Reservierungsterror" , da die meisten Leute dort eh wandern gehen. Für Kinder gibt es auch ein Planschbecken. Den Pool darf man bis 21 Uhr benutzen. Animation gab es zum Glück keine. Auf Gomera ist es unschwer sich selbst zu animieren. Dazu bietet die Insel und auch der Ort Valle zu viele schöne Dinge und Abwechslung, als dass man sich von Animateuren inspirieren lassen muss. Massagen, Tanz, Lifemusik usw., das kann man alles unabhänig von der Anlage in Valle in Anspruch nehmen.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2003 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Claudia & Sven |
Alter: | 31-35 |
Bewertungen: | 5 |