Aktivurlaub
Bucket-List für Deinen Madeira Urlaub: Diese Erlebnisse bleiben unvergesslich
Madeira gehört zu Portugal, liegt aber fast 1.000 Kilometer südwestlich von Lissabon, mitten im Atlantik. Die Insel ist rund 57 Kilometer lang, 22 Kilometer breit und bekannt für ihr ganzjährig mildes Klima, üppige Vegetation und die Landschaft, die von steilen Küsten, Bergen und Tälern geprägt ist. Und natürlich ihren berühmtesten Sohn: Cristiano Ronaldo. Selbst im Winter bewegen sich die Tagestemperaturen meist zwischen 18 und 22 Grad. Kein klassisches Strandziel – aber ideal zum Wandern, Entdecken und für alle, die gerne draußen unterwegs sind.
Madeira: Meistgebuchte Aktivhotels
Alle anzeigenDie Lavapools von Porto Moniz
Planschen im Vulkangestein
Madeira ist als Blumen- und Wanderinsel bekannt und weniger als Badeziel. Doch an der Nordküste findest Du einen außergewöhnlichen Ort zum Planschen. Dort hat sich das Meer seinen Weg ins Lavagestein gebahnt. Dabei sind natürliche Becken entstanden, die sich bei Flut mit frischem Atlantikwasser füllen. In den Lavapools von Porto Moniz kannst Du zwischen schwarzen Felsen baden – geschützt vor Wellen und mit Blick auf die Steilküste. Wer es ruhig mag, kommt am besten am Vormittag oder späten Nachmittag.
Skywalk am Cabo Girão
Aussicht mit Glasboden
An der Südküste Madeiras erhebt sich das Cabo Girão – Europas zweithöchste Steilklippe. Auf 580 Metern über dem Meer gibt es einen Aussichtspunkt der Extraklasse: eine Plattform mit Glasboden. Skywalk nennt sich dieser Nervenkitzel, der den Blick senkrecht hinunter in die Tiefe freigibt. Auch rund um Dich herum ist das Panorama spektakulär: Terrassenfelder, Steilküste und das unendliche Blau des Atlantiks. Am besten kommst Du morgens oder spätnachmittags, dann ist das Licht weicher, was die Szenerie noch dramatischer macht. Und der Moment, wenn Du zum ersten Mal auf dem Glas stehst und nach unten blickst? Unvergesslich!
Lorbeerwald Fanal
Einer der letzten Laurisilva
Mitten im Hochland von Madeira liegt einer der mystischsten Orte der Insel: der uralte Lorbeerwald von Fanal. Knorrige, moosbewachsene Bäume ragen aus sanft geschwungenen Wiesen. Wenn der Nebel über die Hochebene zieht, wirkt dieser Ort fast surreal. In Europa gibt es nur noch auf den Kanaren und den Azoren die Laurisilva genannten Lorbeerwälder. Du wanderst hier also durch ein echtes Naturjuwel, das zum UNESCO-Weltnaturerbe gehört. Seine besondere Stimmung entfaltet sich vor allem früh morgens oder nach einem Regenschauer. Eine Kulisse wie aus dem Filmepos „Herr der Ringe“.
Sonnenaufgang am Pico do Arieiro
Wanderung über den Wolken
Mit 1.818 Metern ist der Pico do Arieiro der dritthöchste Gipfel Madeiras – und einer der wenigen, die Du bequem mit dem Auto erreichst. Eine gut ausgebaute Bergstraße führt bis zum Gipfelparkplatz, der nur wenige Meter unter der Aussichtsplattform liegt. Früh am Morgen kann es passieren, dass Du über einem Wolkenmeer stehst, während sich der Himmel langsam in Orange- und Rosatöne verfärbt. Die Fahrt nach oben dauert ab Funchal rund 45 Minuten – früh starten lohnt sich.

Michaelas Tipp
Wer eine längere Tour plant, kann von hier aus zum Pico Ruivo weiterwandern – mit 1.862 Metern der höchste Gipfel Madeiras. Die Gratwanderung dauert zwischen fünf und sieben Stunden.
Traditionelle Korbschlittenfahrt
Mit Tempo durch Funchal
Was einst das Fortbewegungsmittel der feinen Gesellschaft im 19. Jahrhundert war, ist heute eine der beliebtesten Touristenattraktionen Madeiras: eine Fahrt mit dem Korbschlitten in der Inselhauptstadt Funchal. Gestartet wird in Monte, auf rund 560 Metern Höhe. Von dort geht es in einem Weidenkorb auf Holzkufen rasant asphaltierte Gassen bergab – gesteuert und gebremst von zwei „Carreiros“ in traditioneller weißer Kleidung mit Strohhut. Die Fahrt dauert etwa zehn Minuten und endet in Livramento. Am besten kombinierst Du das Erlebnis mit einer Seilbahnfahrt von der Altstadt hinauf nach Monte.
Mercado dos Lavradores
Regional, exotisch, frisch und lebendig
In der Altstadt von Funchal liegt Madeiras bekanntester Markt: der Mercado dos Lavradores. In der historischen Markthalle aus den 1940er-Jahren reihen sich tropische Früchte, bunte Blumen, exotische Gewürze und fangfrischer Fisch aneinander. Hier kannst Du viele Sorten Maracujas, Guaven, Zimtäpfel und die berühmte, kleine Madeira-Banane probieren und dem Fischhändler beim Zerlegen eines Espada zusehen. Der schwarze Degenfisch sieht zwar furchteinflößend aus, schmeckt aber sehr zart – und wird auf Madeira gern mit gebratener Banane serviert. Beobachten kannst Du hier auch das typische Inselleben, denn viele Einheimische kommen hierher zum Einkaufen, Plaudern und auch Genießen.

Michaelas Tipp
Unbedingt ein Gläschen Madeirawein probieren – eine Art Likörwein, der in den Terrassenfeldern von Câmara de Lobos wächst. Das ehemalige Fischerdorf liegt nur wenige Kilometer westlich von Funchal und inspirierte Winston Churchill zum Malen.
Nini Andrade Silva Design Centre
Design und Sunset-Drink
Am Hafen von Funchal hat die Innenarchitektin Nini Andrade Silva ein Ausstellungszentrum eingerichtet – in einem restaurierten Fort aus dem 17. Jahrhundert. Gezeigt werden Entwürfe, Möbel und Objekte aus ihrer Arbeit, die stark vom Meer beeinflusst ist. Auf der Dachterrasse kannst Du den Blick auf den Hafen bei einem Drink genießen. Nur ein paar Gehminuten entfernt befindet sich das CR7-Museum mit bronzener Ronaldo-Statue – Pflichtstopp für Fans des berühmtesten Inselsohns.
Zona Velha in Funchal
Kreativviertel mit Nachtleben
Die Altstadtgassen von Funchal haben sich in den vergangen Jahren zum Zentrum der Kreativszene entwickelt. Besonders in der Rua de Santa Maria findest Du bunt bemalte Haustüren, Street Art, alternative Galerien, originelle Shops und Lokale mit viel Charme. Jedes Türbild erzählt eine eigene Geschichte – von surreal bis politisch. Abends verwandelt sich die Zona Velha in eine lebendige Flanier- und Ausgehmeile: Laternenlicht, Live-Musik, Fischrestaurants, kleine Bars – und wenn Du noch Energie hast, zieh weiter in die angesagten Clubs am Hafen. Kunst, Kulinarik und Nachtleben – alles in einem Viertel.
Delfine und Wale
Nachhaltige Beobachtungstouren
Die Gewässer rund um Madeira gehören zu den besten Orten Europas für Wal- und Delfinbeobachtungen. Etwa 20 Arten leben hier – einige, wie Pilotwale und Große Tümmler, sind das ganze Jahr über anzutreffen. Die besten Chancen, Pottwale, Finnwale, Blauwale und Fleckendelfine zu treffen, hast Du in der Zeit zwischen April und Oktober. Aus Schutzgründen wählst Du bitte einen Anbieter mit nachhaltigen Touren, der auch Rücksicht auf die Tiere nimmt und ohne Lockmittel und mit Mindestabstand arbeitet. Oft werden diese Trips von MeeresbiologInnen begleitet. Die Ausfahrten dauern meist zwei bis drei Stunden – und mit etwas Glück gleiten Delfine direkt neben Deinem Boot durchs Wasser.
Tagesausflug nach Porto Santo
Goldstrand mit Laid-Back-Atmosphäre
Doch Lust auf Sandstrand? 42 Kilometer nordöstlich von Madeira liegt Porto Santo – die kleine Schwesterinsel mit dem großartigen Strand. Während Madeira mit Felsen, Bergen und Lavaküsten beeindruckt, erwartet Dich hier ein neun Kilometer langer, goldgelber Sandstrand. Ideal für alle, die zwischendurch entspannen wollen: schwimmen, die Zehen in den warmen Sand graben, spazieren gehen und sonnenbaden. Die Fähre von Funchal bringt Dich in gut zwei Stunden hin – perfekt für einen Tagestrip.

Michaelas Tipp
Barfuß vom Hafen über den weichen Sand bis zur Dünenlandschaft spazieren und in einer Strandbar frischen Fisch essen.