Kleine Malediven-Insel © steffie82/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
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Die 10 Top-Sehenswürdigkeiten auf den Malediven

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Die Wahrzeichen der Malediven sind die von Korallenriffen umringten winzigen Atollinseln, die der Inbegriff von Robinson-Crusoe-Urlaub an traumhaften Stränden in bezaubernden Beach- und Wasserbungalows sind. 114 dieser Atollinseln sind für TouristInnen zu Urlaubsparadiesen umgestaltet worden, während 220 Inseln von den Einheimischen bewohnt sind und von TouristInnen nicht betreten werden dürfen.

Haben die Malediven „nur“ Strand, Luxus und Korallenriffe zu bieten? Wir sagen Dir, welche die anderen Sehenswürdigkeiten der Malediven sind.

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Hauptstadt Male, Malediven © niromaks/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Hauptstadt Male, Malediven © niromaks/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Malé

Kleinste Hauptstadt der Welt – wo sich TouristInnen und Einheimische begegnen

Malé ist mit seinen 6,1 Quadratkilometern eine der kleinsten Hauptstädte der Welt und gleichzeitig die einzige Stadt der Malediven, die Du als TouristIn ohne zusätzliche Genehmigung besuchen darfst. Das ist eine Chance, die echten Malediven kennenzulernen, beispielsweise auf dem von Einheimischen beliebten Platz der Republik, einer mit tropischen Pflanzen begrünten Parkanlage mit der größten Flagge des Landes. Vorsicht bei Moscheen-Besuch, denn Nicht-MuslimInnen sind auf den Malediven in den allermeisten Moscheen nicht willkommen. Freundliches Nachfragen vollbringt jedoch manches Wunder. Besuche den Male Fish Market für gute Fotomotive und flaniere durch die Chaandhanee Magu, die Souvenirstraße von Malé. Exotisch ist auch der Male Local Market mit seinen verschiedenen Waren, Gewürzen, Süßigkeiten, frischem Kokossaft und farbenfrohen Stoffen.

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HolidayCheck Tipp

Buche eine ganz- oder halbtägige Malé-Tour, die von stadtkundigen FührerInnen begleitet werden – so werden die für TouristInnen verschlossenen Türen geöffnet.

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Alte Kanone, Malediven © troutfisherman/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Alte Kanone, Malediven © troutfisherman/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Nationalmuseum Malé

Schätze vergangener Zeiten bewundern – und ihrer Zerstörung gedenken

Das Nationalmuseum der Malediven in Malé ist teilweise in dem einzigen noch erhaltenen Gebäude des Sultanspalasts aus dem 17. Jahrhundert untergebracht. Seit 1952 können hier BesucherInnen die raren Relikte aus jener Zeit betrachten, als die Malediven noch kein islamischer Staat waren. Sehenswert sind auch die Exponate, die die Zeit der Sultane vor Augen führen. 2012 stürmten Muslime das Museum und zerstörten gezielt 35 der kostbarsten buddhistischen und hinduistischen Exponate, ein unschätzbares kulturelles Erbe, darunter einmalige Objekte aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. Von TouristInnen zumeist ferngehalten, sind diese Vernichtungsaktionen auf den Malediven kein Einzelfall.

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Hukuru Miskiy, Malediven © Dave Primov/iStock Editorial / Getty Images Plus via Getty Images
Hukuru Miskiy, Malediven © Dave Primov/iStock Editorial / Getty Images Plus via Getty Images

Hukuru Miskiiy (Malé)

Beeindruckende Moschee aus Korallen

Lass Dich von den unansehnlichen Wellblechen rund um das Gebäude nicht abschrecken – bei der Hukuru Miskiiy, der „Alten Freitagsmoschee“ von 1658, handelt es sich sowohl um die älteste Moschee des Landes als auch um das größte erhaltene Korallensteingebäude der Welt. Seine herausragenden architektonischen Korallengesteinsarbeiten, die aufwendigen ornamentalen Verzierungen und Koraninschriften machen das Gotteshaus zum UNESCO-Weltkulturerbe. Im Inneren der Moschee erwarten Dich zwei Gebetshallen, aufwendige Holzschnitzereien, berühmte Lackarbeiten, kostbare Teppiche und eine Gedenktafel aus dem 13. Jahrhundert. Wenn Du konservativ gekleidet bist – Frauen müssen Kopf, Schulter und Beine bedecken – und höflich fragst, kann Dir der Eintritt direkt an der Pforte der Moschee gewährt werden. Ansonsten brauchst Du (wie für alle anderen Moscheen der Malediven) eine zuvor beim Ministerium für islamische Angelegenheiten beantragte Erlaubnis. Sehenswert ist gleicherweise der muslimische Friedhof (ohne Genehmigung) mit aufwendigen Familienmausoleen und kunstvoll gestalteten Einzelgrabsteinen.

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HolidayCheck Tipp

Sei auf Besichtigungstouren immer eher konservativ gekleidet.

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Strand im Baa Atoll, Malediven © 8vFanI/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Strand im Baa Atoll, Malediven © 8vFanI/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Baa-Atoll

Schnorcheln und Tauchen im UNESCO-Biosphärenreservat

2011 ernannte die UNESCO das einzigartige Baa-Atoll (Maalhosmadulu-Dhekunuburi-Atoll) zum Biosphärenreservat und stufte es als eines der intaktesten und artenreichsten Korallenriffe weltweit ein. Seeanemonen, Korallen, bunte Doktorfische, Drückerfische, Falterfische in Blau, Gelb und Orange, aber auch Halfterfische, dicklippige Kaiserfische und glänzende Papageienfische, Mantas und Karettschildkröten seien hier nur stellvertretend für all die zahlreichen Unterwasserlebewesen genannt, die SchnorchlerInnen schon an Hausriffen ihrer Traumunterkünfte begegnen. TaucherInnen treffen auf verschiedene Haiarten, wozu auch die Walhaie gehören. Nur 13 Inseln sind permanent bewohnt und zehn dienen als Urlaubsresorts der Luxusklasse. Hier zu schnorcheln oder zu tauchen, ist einfach ein Muss.

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Mantarochen in der Hanifaru-Bucht, Malediven © inusuke/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Mantarochen in der Hanifaru-Bucht, Malediven © inusuke/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Hanifaru-Bucht

Besuche die Kinderstube der Mantarochen

Es heißt, in der Hanifaru-Bucht des Baa-Atolls gebe es weltweit das größte Aufkommen an Mantarochen. Ein Grund mehr, warum die marine Region zum geschützten UNESCO-Biosphärenreservat erklärt wurde. Tauche ein in die Welt dieser anmutigen Riesen – dafür brauchst Du eigentlich nur eine Schnorchelausrüstung oder wenigstens eine Taucherbrille und eine wasserdichte Fotokamera.

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Malediven-Inseln mit Nilandhoo-Tempelanlagen © MartinKovalenkov/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Malediven-Inseln mit Nilandhoo-Tempelanlagen © MartinKovalenkov/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Nilandhoo-Tempelanlagen

Thor Heyerdahl und uralte buddhistische Relikte auf den Malediven

Aufgrund der religiös motivierten Zerstörungswut einiger MalediverInnen haben nur wenige maledivische Inseln ihre uralten buddhistischen oder hinduistischen Geschichtsspuren behalten. Eine solche Rarität stellt die Nilandhoo-Insel des Faafu-Atolls dar. Hier wurde 1983 ein buddhistischer Tempel, dessen Stupa auf circa 500 n. Chr. datiert wird, von dem berühmten Forscher und Abenteurer Thor Heyerdahl (der 1947 mit dem Floß Kon-Tiki Polynesien erreichte) „wiederentdeckt“. Dort findest Du auch die zweitälteste Moschee der Malediven, die Aasaari Miskiy, die Dich sicherlich an einen hinduistischen Tempel erinnern wird.

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Sternenmeer Vaadhoo, Malediven © PawelG Photo/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Sternenmeer Vaadhoo, Malediven © PawelG Photo/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

„Sternenmeer“ vor Vaadhoo

Wo die Milchstraße im Meer liegt

Das sogenannte Sternenmeer oder Sea of Stars ist ein atemberaubendes Naturphänomen, das im Spätsommer besonders um die Insel Vaadhoo (aber nicht nur dort) zu beobachten ist. An den Riffsäumen beginnt das Meer, wie ein klarer Sternenhimmel zu leuchten und zu funkeln. Verantwortlich für dieses Phänomen ist der Phytoplankton Lingulodinium polyedrum. Der Sterne-Effekt kommt durch Wellenbewegungen zustande, die sich an den Riffen brechen und das Phytoplankton zum Schimmern bringen. Der spezielle Effekt der Biolumineszenz ist von der Menge des Planktons abhängig.

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Cocoa Island, Malediven © FotografieLink/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Cocoa Island, Malediven © FotografieLink/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Cocoa Island

Wie aus dem Fotokalender herausgeschnitten

Die winzige Cocoa Island liegt im Süd-Malé-Atoll und wurde 1968 von dem renommierten deutschen Modell- und Kunstfotografen Eric Klemm entdeckt, der damals auf den Malediven nach Orten für besondere Fotoshootings suchte. Es war Liebe auf den ersten Blick und die grandiose Cocoa Island wurde 15 Jahre lang seine Heimat. Klemm baute hier acht traditionelle Hütten auf, engagierte einen französischen Koch, ließ Champagner liefern und schuf so das gefragteste „Resort“ der Malediven mit Gästen wie Leni Riefenstahl, Boris Becker, Phil Collins und anderen Persönlichkeiten, die das Einfache im Paradies suchten. Aus Klemms paradiesischem Traum vom Einfachen sind heute 38 luxuriöse Wasservillen geworden. Doch Cocoa Island ist immer noch ein fotografischer Traum geblieben.

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Fische und Korallen, Malediven © VitalyEdush/iStock / Getty Images Plus via Getty Images
Fische und Korallen, Malediven © VitalyEdush/iStock / Getty Images Plus via Getty Images

Korallen-Farmen

Korallen heilen – Malediven retten

Wenige TouristInnen wissen, dass die Malediven ein bedrohtes Paradies sind. ExpertInnen gehen davon aus, dass die Korallenbarrieren noch in diesem Jahrhundert kollabieren – falls nicht sofort etwas dagegen unternommen wird. Einige Resorts haben Eigeninitiative ergriffen und ihre eigenen kleinen Marine-Naturschutzzentren gegründet. Dort kümmern sich ausgebildete BiologInnen um den Bestand des marinen Lebens, vor allem aber um die Rettung der sterbenden Korallen (Umweltverschmutzung, Plastik, Erderwärmung, steigender Meeresspiegel). Dabei werden halb tote Korallenstücke gesammelt und auf speziell zu diesem Zweck errichteten kleinen Stahlgerüsten, die wie kleine Käfige aussehen, mit Kabelbindern festgezurrt. Wenn sie gewachsen sind, werden sie an die Atollriffe ausgebracht. Mach mit bei diesen Aktionen und gehe mit kundigen BiologInnen auf spannende Schnorchel-Safaris, beispielsweise im Hurawalhi Marine Biology Center. Hilf den Malediven: Stehe auch im Urlaub für Nachhaltigkeit ein.

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Unterwasser-Restaurant, Malediven © webphotographeer/E+ via Getty Images
Unterwasser-Restaurant, Malediven © webphotographeer/E+ via Getty Images

Ithaa oder doch lieber das 5.8 Undersea?

Speisen neben den Fischen im weltgrößten Unterwasserrestaurant

Das Adults-only-Resort Hurawalhi liegt zusammen mit vier bewohnten Eilanden im einsam anmutenden Lhaviyani-Atoll und begeistert seine Gäste durch das 5,8 Meter unter dem Meeresspiegel liegende Restaurant 5.8 Undersea, das sich das größte vollverglaste Unterwasserrestaurant der Welt nennt. Serviert wird in dem 2016 errichteten Restaurant ausgefallen präsentierte Fusionsküche. Die Konkurrenz heißt Ithaa Undersea, ein Restaurant des Conrad Maldives Rangali Resorts im Alif-Dhaal-Atoll, das sich das erste und gleichfalls größte Unterwasserrestaurant der Welt nennt. 2005 gebaut, bietet es 14 exklusive Logenplätze mit einem 270-Grad-Panoramablick in einem Acrylglas-Tunnel gut fünf Meter unter Wasser im Korallenriff. Hier genießt Du die feinen Speisen mit Haien als Zuschauer.

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Geschrieben von:HolidayCheckDeine ReiseexpertInnen