Strand-Highlights
Kreta-Geheimtipp: Die schönsten versteckten Strände – inklusive Karte
Mehr als 1.000 Kilometer Küste – und trotzdem verteilen sich die bekannten Ferienorte auf nur wenige bekannte Strandabschnitte. Dabei beginnt die eigentliche Entdeckung oft dort, wo die Straße schmaler wird oder ein Wanderpfad in schwieriges Terrain abzweigt. Wenn Du bereit bist, ein paar Schritte mehr zu gehen oder eine Schotterpiste in Kauf zu nehmen, findest Du auf Kreta Buchten, in denen das Rauschen des Meeres den Takt vorgibt, und nicht die Musik der Strandbars. Viele dieser Orte sind naturbelassen. Nimm also Sonnenschutz, ausreichend Wasser und – je nach Untergrund – feste Schuhe oder Badeschuhe mit.
Kreta: Meistgebuchte Strandhotels
Alle anzeigenKaroumes
Durch die Schlucht ans Meer
Der Weg nach Karoumes beginnt im Dorf Chochlakies an der Nordostküste. Von hier führt ein markierter Pfad durch die gleichnamige Schlucht Richtung Meer. Etwa 3,5 Kilometer wanderst Du zwischen Felsen und karger Vegetation, meist 75 bis 90 Minuten – der Untergrund ist steinig, aber gut machbar. Spätestens, wenn sich am Ende der Schlucht der Blick aufs Wasser öffnet, weißt Du, warum sich der Fußweg lohnt.
Karoumes liegt etwa 29 Kilometer südöstlich von Sitia (je nach Route). Eine direkte Zufahrt gibt es nicht – genau das hält den Strand oft angenehm ruhig. Vor Dir breitet sich eine weite Kiesbucht aus, grobe Steine wechseln sich mit Felsplatten im Wasser ab. Schatten ist rar, Bäume stehen nur vereinzelt. Das Meer fällt nach einigen Metern spürbar ab, bleibt aber oft ruhig, da die Bucht leicht geschützt liegt. Plane den Rückweg nicht in der Mittagshitze ein. Die Sonne steht hier ungebremst über der Schlucht.
Marathi
Zwei Buchten, kurze Wege
Schon bei Deiner Ankunft merkst Du: Die geschützte Souda-Bucht wirkt wie ein natürlicher Wellenbrecher. Selbst bei Wind liegt das Meerwasser flach vor Dir. Marathi liegt 17 Kilometer östlich von Chania an der Nordküste, die Zufahrt ist unkompliziert, Parkplätze befinden sich direkt hinter dem Strand. Zwei kleine Buchten teilen sich den Küstenabschnitt.
Tavernen stehen direkt am Ufer, Du musst nicht viel planen, kannst zwischendurch etwas essen oder trinken und bist in wenigen Schritten wieder am Wasser. Größere Hotelanlagen findest Du hier in der direkten Umgebung kaum. Am späten Nachmittag wird es deutlich ruhiger, wenn Tagesgäste zurückfahren und das Licht weicher über die Bucht zieht – dann lohnt es sich, noch zu bleiben, kurz ins Wasser zu gehen und den Tag langsam auslaufen zu lassen.
Kedrodasos
Küstenwald trifft offenes Meer
Bevor Du das Meer erreichst, läufst Du zwischen Wacholderbäumen, die direkt aus dem Sand wachsen. Ihre Äste reichen bis auf den Boden, ihre Wurzeln halten die Dünen zusammen. Es wirkt fast wie ein kleiner Küstenwald – dann öffnet sich der Blick auf den breiten Strand.
Kedrodasos liegt wenige Kilometer westlich von Elafonissi, rund 75 Kilometer von Chania entfernt, ganz im Westen der Insel. Die Straße endet an einem kleinen Parkplatz, die letzten Meter führen über eine Schotterpiste. Nach etwa zehn bis fünfzehn Minuten Fußweg erreichst Du den Strand. Es gibt dort keine Gebäude, keine Strandbars und keine festen Liegen. Der helle Sand fühlt sich weich an, im Wasser liegen flache Felsplatten. Das Meer bleibt lange seicht und lädt zu ausgedehnten Schwimmrunden ein. Schatten spenden nur die Bäume, Sonnensegel findest Du nicht.
Agiofarago
Abgeschieden zwischen hohen Klippen
An der Südküste Kretas, zwischen Matala und Kali Limenes, liegt ein Strand versteckt hinter hohen Felsen. Der Zugang führt durch die 1,5 Kilometer lange Agiofarago-Schlucht. Vom Parkplatz wanderst Du rund 30 Minuten Richtung Libysches Meer, vorbei an Felswänden, die die Hitze speichern. Der Weg ist breit und gut erkennbar, Schatten gibt es nur stellenweise.
Am Ende öffnet sich eine schmale Kiesbucht. Der Strand besteht aus runden Kieseln, das Wasser wird rasch tief. Für kleine Kinder ist dieser Abschnitt weniger geeignet, geübte SchwimmerInnen schätzen aber die klare, offene See. Infrastruktur gibt es nicht, bring also alles mit, was Du für mehrere Stunden brauchst. Besonders am späten Nachmittag wirkt die Bucht ruhig und fast abgeschieden.
Tripiti
Schotterpiste Richtung Horizont
Die Fahrt nach Tripiti ist Teil des Erlebnisses. Von der Hauptstraße zweigt eine rund 30-minütige Schotterpiste Richtung Südküste ab, Staub begleitet die letzten Kilometer. Genau diese Abgeschiedenheit sorgt dafür, dass es hier selbst im Sommer entspannt bleibt.
Du parkst direkt am Strand, markierte Flächen gibt es nicht. Die Bucht ist weit, mehrere hundert Meter lang. Grober Sand und Kies prägen den Untergrund. Bei Wind entsteht Wellengang, an ruhigen Tagen eignet sich das Wasser gut für längere Schwimmeinheiten. Eine kleine Taverne liegt im Hintergrund, große Hotelanlagen fehlen. Wenn Du es unkompliziert magst und Weite suchst, passt Tripiti gut.
Kolokytha
Kleine Bucht mit großer Aussicht
Nur wenige Schritte vom Parkplatz entfernt, erreichst Du diese fast geschlossene Bucht auf der Halbinsel nördlich von Elounda im Norden Kretas. Gegenüber liegt Spinalonga, eine unbewohnte Insel mit einer Festung. Deren Mauern siehst Du vom Wasser aus deutlich, ein einzigartiger Ausblick, während Du im Meer Deine Bahnen ziehst.
Kolokytha besteht aus hellem Sand, das Wasser bleibt lange flach. Ideal für entspannte Badezeiten oder eine Runde auf dem Stand-up-Paddleboard. Vormittags legen gelegentlich Ausflugsboote an, meist jedoch nur kurz. Strandbars oder Hotels befinden sich nicht direkt in der Bucht, wodurch der Charakter überschaubar bleibt.
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Sougia
Kiesstrand mit Dorfanschluss
Die Straße windet sich durch die Berge Richtung Küste, dann liegt Sougia vor Dir. Du bist hier nicht am Ende der Welt, sondern inmitten eines kleinen Dorfes mit 136 EinwohnerInnen. Sougia ist ruhig, selbst in der Hauptsaison.
Der Kiesstrand zieht sich über mehrere hundert Meter am Rand des kleinen Küstenortes entlang. Diese Länge sorgt für Abstand zwischen den Badegästen. Hinter dem Strand findest Du Tavernen, Cafés und kleine Hotels, größere Resorts gibt es hier kaum. Viele verbinden den Strandtag mit einer Wanderung zur antiken Stätte Lissos. So entsteht eine Mischung aus Badepause und Bewegung.
Agios Pavlos
Über die Düne zur zweiten Bucht
Agios Pavlos hat zwei klare Pluspunkte: sandiger, flacher Einstieg und zwei Buchten direkt nebeneinander. Wenn es vorne zu voll ist, gehst Du einfach hinter die Düne und bist schnell in einer ruhigeren Ecke. Schon vom Parkplatz oberhalb der ersten Bucht hast Du einen weiten Blick auf das Meer. Der vordere Strandabschnitt ist leicht zugänglich und teilweise mit Liegen ausgestattet, der Einstieg sandig und flach.
Direkt daneben erhebt sich eine markante Sanddüne. Hinter ihr liegt die zweite, kleinere Bucht ohne Infrastruktur und Service. In wenigen Minuten kannst Du also von einem belebteren Bereich in eine ruhigere Umgebung wechseln. Gerade dieser Kontrast macht Agios Pavlos interessant.
Xerokampos
Kurvenstraße Richtung Weite
Xerokampos ist genau richtig, wenn Du viel Platz, mehrere Buchten zur Auswahl und wenig Trubel suchst. Die Gegend ist dünn besiedelt, es gibt keine großen Hotelkomplexe, dafür einzelne Studios und Tavernen – und abends wird es meist schnell ruhig.
Die Anfahrt führt durch dünn besiedelte Landschaft, Kurve um Kurve Richtung Meer. Schon unterwegs merkst Du, wie weit entfernt größere Orte liegen.
Entlang der Küste verteilen sich mehrere Sand- und Kiesbuchten. Du parkst oberhalb und erreichst die Strände in wenigen Schritten. Einige Abschnitte fallen flach ins Wasser ab, andere werden schneller tief. Statt großer Hotelanlagen findest Du einzelne Studios und Tavernen. Nach Sonnenuntergang bleibt es ruhig – es gibt keine durchgehende Promenade, nur das Meer und den Wind.
Listis Beach
Wasser, Wind und wenig Drumherum
Hier im Süden ist Schluss mit Strandshow: Listis wirkt roh, ruhig und fast vergessen. Perfekt, wenn Du einfach nur Wasser, Wind und Platz für Dich willst.
Du erreichst den Strand via einer Küstenstraße, die oberhalb des Strandes verläuft. Geparkt wird am Straßenrand. Von dort steigst Du wenige Meter hinunter in eine von Felsen gegliederte Küstenlandschaft.
Zwischen hellen Vorsprüngen und Felsen öffnen sich mehrere kleine Sand- und Kiesbuchten, wie abgetrennte Zimmer am Meer. Diese natürliche Aufteilung schafft Abstand, selbst wenn mehrere BesucherInnen da sind. Infrastruktur fehlt, also bring Wasser, Sonnenschutz und gegebenenfalls Badeschuhe mit. Gerade weil keine großen Hotelanlagen in direkter Nähe stehen, bleibt Listis auch in der Hauptsaison vergleichsweise entspannt – ein guter Ort, um den Tag einfach am Meer ausklingen zu lassen.