Niemand redet Dir rein, Du bestimmst Deinen eigenen Tagesablauf, suchst Dir die Reisespots einzig nach Deiner aktuellen Laune aus und genießt Deine eigene Gesellschaft. Für viele hört sich das toll an, für manche vielleicht aber auch etwas beängstigend.
Falls Du schon mal mit dem Gedanken gespielt hast auf einen Solo-Trip zu gehen und einfach nur einen kleinen Push brauchst, kommt hier Dein Ansporn. Fünf wunderbare Orte und Ideen für Deinen nächsten Solo-Trip. Und falls Du Dir immer noch unsicher bist: Wie sagt man so schön? Probieren geht über Studieren.
Flexibel reisen mit dem passenden Mietwagen
Mallorca: Vertraute Umgebung für den ersten Solo-Trip
Wir nähern uns dem Ganzen auf sicheren Gewässern. Mallorca ist ein altbekanntes Reiseziel der Deutschen und damit perfekt, wenn Du Dich zum ersten Mal allein auf den Weg machen möchtest. Die Insel ist leicht zu erreichen, die Wege sind überschaubar und trotzdem gibt es noch immer wunderschöne Ecken, die darauf warten, von Dir entdeckt zu werden.
Ein guter Start ist Palma, vor allem das Viertel Santa Catalina. Dort kannst Du Dich durch kleine Cafés, Markthallen und Tapasbars treiben lassen. Wenn Du Lust auf Shopping hast, eignet sich die Hauptstadt ebenfalls gut: ein bisschen durch die Gassen schlendern, in kleinen Boutiquen stöbern und zwischendurch eine Kaffee- oder Matcha-Pause einlegen, wenn Dir gerade danach ist.
Auch sportlich kannst Du auf Mallorca einiges unternehmen. Eine Fahrradtour oder ein Ausflug Richtung Tramuntana-Gebirge sind hier schöne Möglichkeiten. Eine Fahrradtour kannst Du übrigens auch in einer Gruppe buchen, wenn Du darauf mehr Lust hast. Möchtest Du stattdessen lieber am Strand entspannen, lohnt es sich die Region rund um Cala d’Or anzusteuern und gleich mehrere Buchten miteinander zu verbinden. Um die verschiedensten Orte auf Mallorca zu entdecken, zahlt sich ein Mietwagen schnell aus. Falls Du Dich vorab noch einmal über die örtlichen Verkehrsregeln informieren möchtest, findest Du hier alles Wichtige auf einen Blick.
Ein kleiner Unterkunftstipp ist Can Picafort. Der Ort liegt in der Nähe von Alcúdia, ist nicht zu groß, weitab vom Ballermann und perfekt als Ausgangslage für Ausflüge in verschiedene Regionen der Insel.
Deine Inspo: Tapas probieren in Santa Catalina, Shopping-Tag in Palma, sportlich unterwegs mit dem Fahrrad, Kochkurs auf Mallorca, Strände rund um Cala d’Or abklappern, Unterkunft in Can Picafort wählen.
Toskana: Wie Julia Roberts in Eat, Pray, Love
Du liebst den Film Eat, Pray, Love und wolltest Dich schon immer mal wie Julia Roberts auf Selbstfindungsreise machen? Dann ist die Toskana ein wunderbarer Ort dafür. Pizza und Pasta jeden Tag, Gelato in Massen und Kunst und Mode, soweit das Auge reicht. Muss man noch mehr sagen?
Du kannst durch Lucca spazieren, in Florenz stundenlang durch Museen laufen oder Dich in einem kleinen Café mit einem Cappuccino an einen Platz setzen und einfach beobachten, was um Dich herum passiert. Allein unterwegs zu sein, fühlt sich hier nicht komisch an, sondern eher nach genau der richtigen Art, die Region zu erleben. Besonders schön ist die Route rund um Florenz und die Chianti-Region. Lucca ist ein guter Einstieg, weil die Stadt deutlich übersichtlicher ist als Florenz. Du kannst auf der alten Stadtmauer spazieren, durch die Gassen schlendern und Dich langsam an Deinen Solo-Trip herantasten. Florenz ist danach das volle Kulturprogramm: Dom, Uffizien, Ponte Vecchio, Geschäfte mit wunderschönen Lederaccessoires und natürlich reichlich Auswahl an lokalen Köstlichkeiten.
Wenn Du Dich für Wein interessierst, solltest Du unbedingt die Chianti-Weinregion einbauen. Mit dem Auto kannst Du kleine Orte wie Greve in Chianti oder Castellina in Chianti ansteuern und zwischendurch eine Weinprobe machen. Allein reisen heißt übrigens alles andere, als auf jeder Etappe der Reise allein zu sein. Wenn Du Dir einen Kochkurs, eine Weinprobe oder eine Führung buchst, kommst Du oft viel leichter ins Gespräch, als wenn Du ohnehin schon in Begleitung unterwegs bist.
Deine Inspo: Lucca als Start, Florenz für Kunst und Gelato, Chianti für die WeinliebhaberInnen, ein Pasta- oder Kochkurs
Dublin: Kopfüber in die irische Gastfreundschaft eintauchen
Dublin ist ein gutes Ziel, wenn Du allein reist, aber nicht das Gefühl haben möchtest, wirklich allein zu sein. Die irische Gastfreundschaft macht es Dir leicht, aus Deiner Komfortzone zu kommen. In einem Pub reicht manchmal schon ein freier Platz an der Bar, um mit jemandem ins Gespräch zu kommen.
Starte Deinen Trip am besten mit einem Spaziergang durch die Stadt. Das Trinity College, die Temple Bar, die Grafton Street und die Gegend rund um den Fluss Liffey lassen sich gut zu Fuß erkunden. Abends erwacht die Stadt erst richtig zum Leben. Zieh durch die irischen Pubs und lerne ganz nebenbei etwas über die irische Kultur: Live-Musik, volle Gläser und Menschen, die deutlich weniger Scheu haben, Fremde anzusprechen, als man es vielleicht von zu Hause kennt. Das ist perfekt, wenn Du allein unterwegs bist und trotzdem Lust auf Gesellschaft hast.
Ein guter Einstieg sind klassische Pubs wie The Stag’s Head, The Long Hall oder The Cobblestone, wenn Du traditionelle Live-Musik erleben möchtest. Wenn Dir das allein am Anfang noch zu viel ist, kannst Du auch eine geführte Pub-Tour buchen. Dann hast Du direkt einen Rahmen und lernst andere Reisende kennen. Was auf Reisen übrigens auch immer eine schöne Möglichkeit ist, um neue Leute kennenzulernen: Apps wie Bumble For Friends. So kannst Du Dich schon vorab oder spontan vor Ort mit anderen Reisenden oder Locals vernetzen.
Zusätzlich lohnt sich Dublin auch, wenn Du nicht nur in der Stadt bleiben möchtest. Mit einem Mietwagen kannst Du abseits vom Stadtleben wunderschöne Touren an der Küste unternehmen, zum Beispiel Richtung Howth. Die Halbinsel liegt nordöstlich von Dublin und eignet sich perfekt für einen Tagesausflug mit Spaziergang oder kleiner Wanderung. Besonders schön ist der Howth Cliff Walk, bei dem Du entlang der Klippen unterwegs bist und immer wieder auf das Meer blickst. Wichtig für Deine Planung: In Irland herrscht Linksverkehr. Wenn Du mit dem Auto unterwegs bist, solltest Du Dir deshalb gerade am Anfang etwas mehr Zeit nehmen und Dich nicht direkt in den Stadtverkehr stürzen. Für Küstenausflüge rund um Dublin ist ein Mietwagen aber sehr praktisch.
Deine Inspo: Trinity College, Spaziergang an der Liffey, Pub-Abend mit Live-Musik, Guinness Storehouse, Walking Tour, Tagesausflug an die Küste nach Howth.
Valencia: Paella bis zum Abwinken
Valencia ist ein wunderbarer Solo-Trip, wenn Du Sonne, Stadt und Meer kombinieren möchtest. Ein guter Start ist die Altstadt rund um die Kathedrale, die Plaza de la Virgen und die Markthalle Mercado Central. Dort kannst Du morgens etwas essen, Dir die schöne Architektur anschauen, vielleicht etwas luftgetrockneten Schinken mitnehmen und anschließend durch die Gassen schlendern. Auch der Aufstieg auf den Kirchturm der Kathedrale lohnt sich für einen schönen Ausblick auf die Stadt.
Danach kannst Du einen Spaziergang oder eine Fahrradtour durch den Turia-Park einbauen. Das ehemalige Flussbett zieht sich wie ein grünes Band durch die Stadt und ist perfekt, wenn Dir nach etwas Bewegung zumute ist. Generell ist ein Fahrrad in Valencia eine gute Idee, weil Du damit viele Ecken schnell erreichst. Für Deinen Roadtrip lohnt sich aber vor allem auch die Umgebung von Valencia. Mit dem Auto kannst Du zum Beispiel einen Tagesausflug in den Naturpark Albufera machen, der südlich der Stadt liegt und für Reisfelder, Lagunen und Sonnenuntergänge bekannt ist. Auch die Küste rund um El Saler oder die ruhigeren Strandabschnitte südlich von Valencia lassen sich gut mit dem Auto erreichen. So verbindest Du Stadtleben, Natur und Meer, ohne Dich nur auf Valencia selbst zu beschränken.
Besonders schön ist Valencia auch, weil Du Stadt und Strand so gut kombinieren kannst. Mit dem Auto bist Du schnell am Playa de la Malvarrosa. Dort kann man wunderbar am Wasser entlanglaufen, den Nachmittag mit einem Buch am Strand verbringen oder Paella essen. Kulinarisch solltest Du Dir Paella nicht entgehen lassen, schließlich gilt Valencia als eine der wichtigsten Paella-Städte Spaniens. Kleiner Tipp: Paella isst man hier eher mittags als abends.
Deine Inspo: Mercado Central, Turia-Park mit Fahrrad, Kirchturm der Kathedrale, Playa de la Malvarrosa, Naturpark Albufera, El Saler, Paella zum Mittagessen, Paella-Kochkurs, Ruzafa für Bars und Restaurants.
Madeira: Dein Outdoor-Abenteuer
Madeira ist perfekt, wenn Du beim Alleinreisen so richtig etwas erleben möchtest. Die Insel ist grün und bergig, stellenweise hat sie fast schon ein tropisches Ambiente. Steht Dir der Sinn nach Natur, Bewegung und ein bisschen Abenteuer, dann bist Du auf Madeira richtig. Einer der wichtigsten Punkte bei einer Solo-Reise ist natürlich, ob man sich vor Ort sicher fühlt. Auf Madeira ist das ein großes Plus. Funchal ist lebendig, aber nicht riesig, und Du kannst abends gut durch die Stadt schlendern, ohne Dich verloren zu fühlen.
Wenn Du gerne wanderst, ist Madeira sowieso ein Paradies. Die Levada-Wege ziehen sich über die ganze Insel und führen Dich durch Wälder, an Wasserläufen entlang und immer wieder zu schönen Aussichtspunkten. Besonders beliebt sind die Levada das 25 Fontes, der Pico do Arieiro oder eine Tour Richtung Fanal, Porto Moniz und Seixal. Gerade zum Sonnenaufgang oder Sonnenuntergang sind die Bergpanoramen beeindruckend. Wenn Du nicht allein losziehen möchtest, kannst Du Dir geführte Touren buchen oder Dich einer Wandergruppe anschließen. Wichtig ist nur: Starte früh, nimm eine Powerbank mit und lade Dir Offline-Karten herunter, falls unterwegs der Empfang schlechter wird.
Gerade auf Madeira lohnt sich ein Mietwagen sehr, weil viele der schönsten Orte nicht direkt in Funchal liegen. So kannst Du Deinen Solo-Trip gut als kleinen Roadtrip aufbauen: einen Tag Richtung Câmara de Lobos und Cabo Girão, einen anderen nach Porto Moniz zu den natürlichen Meeresschwimmbecken oder weiter Richtung Seixal und Fanal. Auch Aussichtspunkte und Wanderstarts erreichst Du mit dem Auto deutlich flexibler, ohne Dich nach Buszeiten richten zu müssen. Die Straßen können stellenweise kurvig und steil sein, deshalb lohnt es sich, die Etappen nicht zu voll zu packen und lieber genug Zeit für Stopps einzuplanen.
Funchal eignet sich trotzdem sehr gut als Basis. Die Stadt bietet viele Restaurants, Cafés und kleine Lokale. Wenn Du keine Lust auf ein klassisches Restaurant hast, kannst Du auf Märkte oder Cafés ausweichen. Schön sind ein Spaziergang durch die Zona Velha mit ihren bemalten Türen, ein Besuch auf dem Mercado dos Lavradores oder ein Abend mit Fischgericht und Poncha. Typisch ist zum Beispiel Espada mit Banane, falls Du etwas Lokales probieren möchtest.
Hier Deine Inspo: Funchal als Basis, Levada-Wanderung, Pico do Arieiro, Câmara de Lobos, Cabo Girão, Porto Moniz, Seixal, Fanal, geführte Outdoor-Tour, Mietwagenroute entlang der Küste.
Wenn Du zwar alleine reisen willst, aber trotzdem Lust hast, unterwegs neue Menschen kennenzulernen, lohnt es sich, Hostels als Unterkunft zu wählen. Falls Du zusätzlich Dein Budget im Blick behalten möchtest, kannst Du Dich auch für ein Mehrbettzimmer entscheiden. Gerade abends wird hier oft in der Küche gekocht oder gemeinsam noch etwas unternommen. Und ehe Du Dich versiehst, hast Du schon neue Reisebekanntschaften geschlossen.
Fazit
Allein reisen muss keine große Selbstfindungsreise am anderen Ende der Welt sein. Mach es Dir leicht: Ein vertrautes Ziel wie Mallorca, ein paar Tage in der Toskana, ein Pub-Abend in Dublin, Sonne in Valencia oder eine Wanderung auf Madeira sind schöne Möglichkeiten, um Dich an einen Solo-Trip heranzutasten. Und am Ende kommst Du nicht nur mit schönen Erinnerungen zurück, sondern auch mit dem Gefühl, Dir selbst ein Stück mehr zuzutrauen.
Dein Urlaub mit dem Mietwagen



