Früh buchen, viel sparen: Urlaubs-Deals für 2026
Alle Bewertungen anzeigen
Christine (41-45)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • März 2005 • 2 Wochen • Strand
Malediven sehen und sterben
5,1 / 6

Allgemein

Unser Malediven-Erstversuch war ein voller Erfolg. Zuerst auf Vilureef gebucht, wurden wir aufgrund der Auswirkungen des Tsunami nach Rückfrage des Veranstalters auf Sun Island umgebucht, was sich jedoch als Volltreffer herausstellte. Die vielerseits beschriebene Größe der Insel machte uns überhaupt nicht aus. Im Gegenteil, zwei Wochen und kein bisschen Langeweile. Die von einem Urlauber beschriebenen viiiiiiel zu weiten Wege sind gar nicht so weit, wenn man mal davon absieht, dass es nichts schadet, die bei dem hervorragenden Essen problemlos anzufutternden Pfunde ganz gerne abspaziert. Zur Lage des Bungalows kann ich dem Urlauber ebenfalls nicht beipflichten. Wir hatten auf Empfehlung zwischen 200 und 210 reserviert und 202 bekommen, mit einem Katzensprung waren wir am Wasser und die zu jedem Bungalow gehörigen, nummerierten Liegen konnten man platzieren, wo man wollte, im Schatten (die ersten Tage empfehlenswert, oder direkt im Wasser). Waren ohnehin viel zu schwer, um ständig damit umzuwandern. Der Urlauber hatte wohl Angst, sie könnten geklaut werden. Wir bekamen von unserem Housekeeping sogar zwei flexible Kunstoffliegen dazu, da die Holzliegen trotz Auflagen doch nach einer Weile etwas hart zum Liegen waren. Auch von einem Abwassersystem oder sonstigen unangenehmen Gerüchen hatten wir niemals was bemerkt. Das einzige, wo wir dem Urlauber beipflichten müssen, ist die Klimaanlage bzw. davon ausgehende Geräusche. Hier sollte sich die Technik des Hotels schleunigst drum kümmern. Fahrräder braucht man nicht unbedingt, es gibt Golf Caddys, sog. Club Cars, die ständig auf den perfekt gepflasterten Inselwegen verkehren und einen auf Wunsch überall hinfahren. Nicht mal Trinkgeld wäre nötig, gibt man aber trotzdem gerne. Sämtliches Hotelpersonal spricht exzellent englisch, wenn man davon absieht, dass dies auch die Amtssprache auf den Malediven ist. Zum Gesamtzustand und Sauberkeit der Anlage ist nur zu sagen, dass das tatsächliche Alter nicht einmal zu schätzen ist. Mit einem Wort perfekt. Es gibt auch anderes, z.B. Dom.Rep., anfangs 5*, nach 2 Jahren 4* usw. Der Bungalow 202 war in einwandfreiem (bis auf die Klimaanlage) Zustand, das Bad offensichtlich nagelneu gefliest. Auch unsere zahlreichen Urlaubsbekannten waren sich hierin einig. Die Bungalows sind fast ausnahmslos unter Palmen versteckt, jedoch alle mit direktem Meerblick. Super-Deluxe (Doppel-Bungi) ist nach unserem Dafürhalten die beste Kategorie, Wasserbungi lohnt sich nicht wirklich. Bad identisch, Einrichtung etwas besser, dafür die Wege zu Bars und sonstigen Einrichtungen ziemlich weit. Die Gästestruktur beinhaltet ca. zwei Drittel Engländer, für die sich AI zumindest bei Bier und sonst. Alkoholoka zweifelsohne lohnt. Dementsprechend manchmal das Benehmen und die Geräuschkulisse. Gleiches gilt für die Russen, die mittlerweile überall ihr "Unwesen" treiben. Ca. 20% Deutsche und während unseres Aufenthalts ein öster./bayer.? Grüppchen, das täglich ab Mittag zur englischen Geräuschuntermalung an der Poolbar seinen lautstarken deutschen Beitrag leistete. Der einzige Wermutstropfen war unsere absolut lustlose Reiseleistung, Anja Sieber. Schon der Begrüßungscocktail (ohne Cocktail = trocken) war eher Sandsmännchens Gruß. Dementsprechend auch die Informationen: "Wenn Sie einen Ausflug in die Nachbarinsel Tralala machen, bekommen Sie das AI dann nach dem Frühstück und nur gratis, wenn Sie einen BH auf dem Kopf tragen." Sonst war die Dame offensichtlich während unserer zwei Wochen nicht im Dienst. Zufällige Treffen am Büffet passierten inkognito. An- und Abreise organiserte das Hotelpersonal. Jahn ist schon informiert und wird erfreulicherweise handel. Auf jeden Fall sollte man sich die Fischfütterungen nicht entgehen lassen. Jeden Tag ab 21.00 Uhr am Mantapoint (mit Clubcar ab Rezeption) ca. 1 Stunde mit Mantas im Wasser, anfassen garantiert möglich. Ein paar Babyhaie und der Inselreiher schauen auch vorbei. Dann um 18.30 Uhr Haifütterung am Thai-Restaurant. Hier kommen schon etwas größere Exemplare. Wenn man beim Schnorcheln viel Fischbesuch haben möchte, einfach Bananen vom Restaurant dabeihaben. Erfolg garantiert. Besonders schönes, nahes Schorchelareal vor der Beach-Bar. Aufpassen, JENSEITS des "weißen Eimers", nicht zwischen Eimer und Strand = Fahrrinne der Boote. Unbedingt Sunset-Fishing probieren, anfangs nicht resignieren, Fische beißen nach Sonnenuntergang sobald es dunkel ist. Fotoapparat nicht vergessen. Zum anschließenden Grillvergnügen Brot aus dem Hauptrestaurant mitnehmen, gibt nur wenig Salat. Erspart Euch die Einheimischeninsel Mamigili, besser Fenfushi, wenn es unbedingt sein muss. Auch der Mantaausflug ist toll. Handyerreichbarkeit ist super, Netz = DVI Maldivian. Zu Preis können wir nichts sagen, haben noch keine Rechnung!? Und zum Schluss das Tüpfelchen auf dem i. Unbedingt probieren: Nachts bei Halb- bis Vollmond im Meer baden. Wir haben selten so ein traumhaftes Erlebnis. Das Wasser ist so klar und hell, das man meinen könnte, es gibt Unterwasserbeleuchtung. Also, auf zum Vollmondbaden. Viel Spaß.


Zimmer
  • Gut
  • Unser Deluxe-Bungi war ausgestattet mit Rattanmöbeln. Groooßes Doppelbett, Sitzgruppe, Schreibtisch, Kofferablage, Wäschekommode, Schrank mit ausreichend Kleiderbügeln und einer Minibar (Aufpreis), sowie TV und Safe. Haben wir nicht benutzt (können uns nicht vorstellen, dass dieses Personal klaut. Wenn, dann schon die Touristen). Bad mit Wanne, Bidet und - traumhaft - gefliester Außendusche, ein kleiner Vorgarten mit 2,5 m hoher Mauer rundherum. Sauberkeit komplett perfekt und alles andere als abgewohnt. Vielleicht kauft man sich ja in München jedes Jahr neue Möbel? Stromversorgung 220 Volt, Adapter vorhanden. Von der möblierten Terrasse unter Palmen im Schatten war es nur ein Katzensprung an den Strand und ins Meer. Auch vom Bett aus hatten wir Meerblick. Vor der Terrasse ist ein Wasserhahn zum Füße reinigen. Die Entfernung zu Bar bzw. Restaurant empfanden wir als durchaus angenehm. Einerseits hatten wir keine Lärmbelästigung, andererseits war es ein kleiner gemütlicher Spaziergang. Der Münchner hätte halt eine Sänfte gebraucht. Bettwäsche wurde 2-tägig gewechselt, Handtücher zweimal am Tag.


    Restaurant & Bars
  • Gut
  • Die beiden Hauptrestaurants sind offen nach allen Seiten gestaltet, dadurch leider nicht klimatisiert, aber durch zahlreiche Deckenventilatoren weht immer ein zartes Lüftchen. Den "Münchner" Kantinencharakter können wir nicht bestätigen. Wir hatten einen ruhigen Zweiertisch in dezenter Athomsphäre mit Blick aufs Meer, auch ein Wechsel (warum?)wäre absolut nicht murrend gerne ermöglicht worden. Lediglich die Öffnungszeiten sollten wenigstens um 30 Minuten verlängert werden. Das Frühstück war abwechslungsreich mit verschiedenen Brötchen-/Plunder-/Kuchensorten. Eierspeisen, die auf Wunsch zubereitet wurden (Achtung: besser nicht "mit allem", sonst sehr scharf), Körnerfutter, sehr schmackhaftem Käse und täglich wechselnden Gaumenfreuden wie Pfannkuchen, Frenchtoast, Eier Benedikt usw. und nicht zu vergessen verschiedene leeeeeckere Joghurts, frische Ananas, Papayas, Mangos und süße Minibananen. Das Speisenangebot war mittags und abends durchwegs unterschiedlich. Es gab ein großes Salatbuffet mit verschiedenen Saucen, einen wechselnden Suppen-Pot, eine ála-minute Pasta- sowie Wok-Station (einfach köstlich), desweiteren Pasta, verschiedene Gemüse, Gratins, Fisch in verschiedener, ständig wechselnder Zubereitung, Hähnchen-, Rind/Lammfleischgerichte, täglich wechselnde Curries (wir wissen ja nicht, wo der Urlauber die Curries gesucht und nicht gefunden hat, sogar zum Frühstück gab es eins) und eine Station, wo ganze Lammkeulen, Roastbeefs und riesige Fische im Ganzen gegrillt angeboten wurden. Nicht zu vergessen, das phänomenale Nachspeisenbuffet. Wir sind ja sonst keine "Süßen", aber hier konnten auch wir nicht nein sagen. Es gab 2-tägig wechselnde Themenabende wie Maledivian oder Romantik Dinner (Aufpreis) etc., wozu der Kellner jeweils informierte. Dies fand direkt am Strand statt, mit einer überwältigenden Dekoration, immer wieder neu. Die Getränkepreise sind, wie eingangs erwähnt, relativ hoch, so dass sich AI überwiegend lohnt. Wenn man ein gepflegtes Ambiente mit luxuriöser Einrichtung, exzellentem Service (der Barmann Gangha beherrscht die hohe Schule) und mal ein klimatisiertes Stündchen vorzieht, dann sollte man die Lobby-Bar (kein AI) besuchen. Achtung hier Nichtraucherzone.


    Service
  • Sehr gut
  • Hier deckt sich die Aussage des Münchners wieder nicht mit unseren Erfahrungen. Der Zimmerservice war dezent (wir wurden kein einziges Mal gestört) aber trotzdem perfekt. Bei unseren vielen Auslandsreisen und dies stets in gehobener Kategorie mussten wir gelegentlich bis spätnachmittags warten, bis die Zimmerfee ihr Werk verrichtete. Unser Housekeeping hier schwebte wie ein freundlicher Geist hindurch und beseitigte auch das kleinste Stäubchen. Sogar am Abend fegte er nebst Bungalowboden nochmals die Terrasse. Von den zahlreichen Handtüchern (zuletzt 6 Strandtücher) zweimal am Tag ganz zu schweigen und steht nicht Hand aufhaltend Gewehr bei Fuß. Das gesamte Hotelpersonal bewegte sich dezent aber höflich und grüßte vom Toilettenmann (absoluter Hit, wir haben noch nie so saubere öffentliche Toiletten gesehen und dies vom Pool bis in die Restaurants) bis zum Rezeptionisten und niemals trinkgeldheischend.


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Entfernung von der Flughafeninsel Hulhule beträgt mit Wasserflug (absolut ein Muss) ca. 35 Min. und per Speedboot 2,5 bis 3 Std., was nicht unbedingt jedermanns Sache sein dürfte. Unsere Zimmernachbar hatten die Ehre und erzählt, dass es zwar innen klimatisiert ist und man auch an Deck gehen kann aber sonst nicht gerade eine bequeme Transportform darstellt. Ausflugsmöglichkeiten (unbedingt vor Ort buchen, Listen hängen aus) so ausreichend an der Zahl, dass auch ein dreiwöchiger Urlaub nicht langweilig würde. Einkaufsmöglichkeiten wie Foto, Marken-Sport-/Badekleidung, Souvenir-/Minimarkt und einen Juwelier mit exzellenter Auswahl und Qualität (handeln möglich) gibt es in einer Shopping-Arkade. AI absolut empfehlenswert. Wir sind zwar keine Alkoholiker, trinken mal 1-2 Gläschen Wein zum Essen und abends an der Bar ein paar Longdrinks. Aber auch tagsüber bracht man seine Flüssigkeit und gelegentlich mal ein Tässchen Kaffee (schmeckt in der Mekunu Bar besser als im Coffe-Shop). Und bei Preisen von Wasser $3,50, Softdrinks $4,50 und Longsdrinks $9,50 lohnt sich AI schon. Wir hätten pro Tag zusammen ca. $100,00 vertrunken.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Es gibt ein neues und sehr empfehlenswertes Spa auf SI. Das sollte man sich wenigstens einmal gönnen. Wir waren täglich eine Stunde im (klimatisierten) Fitnessraum (neueste Geräte), was sich bei der ständig steigenden Kalorienzahl durchaus lohnt. Wer meint, sich bei den Temperaturen über den Tennis- oder Squashparcour quälen zu müssen, kann dies tun. Auch Billard- und Tischtenniskünstler finden Abwechslung. Animation - Gott sei's gedankt - endlich mal keine. Trotz traumhaftem Meerwasser rundherum und dem weißesten, saubersten Strand ever, nicht zu vergessen, die Poolanlage. Einfall toll, mit Wasserfällen, Insel, Swimup-Poolbar und immer und absolut Meerblick. Die Abendunterhaltung hielt sich zwar von der Anzahl in Grenzen. Disco - hier war für jeden Geschmack was dabei. Zweimal Super Liveband. Weniger ist halt oft mehr.


    Preis-Leistung
  • Eher gut

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im März 2005
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Christine
    Alter:41-45
    Bewertungen:9