Das Hotel sieht von außen her nicht besonders einladend aus, und der Stil der Empfangshalle und der Zimmer wirkt generell nicht mehr allzu neumodisch. Das Hotel hat vier Stockwerke und ist etwas verwinkelt gebaut. Zu manchen Zimmer gelangt man mit den Fahrstühlen, die über einen Stiegenaufgang nach einem 20m langen Gang erreichbar sind. Andere Zimmer erreichte man wiederum quer über die Empfangshalle. Das Hotel bietet Frühstück, HP, und VP an. Es gibt 3 Internet-Terminals, von denen 2 aus technischen Gründen nie benutzbar waren. Mehr als Surfen konnte man nicht (keine USB-Slots oder ähnliches). Besonders behindertengerecht ist das Hotel nicht. Man kommt zwar mit einem speziellen Fahrstuhl zum Speisesaal ohne die Treppen benutzen zu müssen, aber spätestens beim Pool hätte man als Behinderter Pech gehabt. Das Hotel wird vorrangig von älteren Gästen, bzw Gästen mittleren Alters besucht, was auch gut so ist, da die jüngeren Besucher Lanzarotes überwiegend junge Engländer sind, und man deswegen zumindest im Hotel seine Ruhe hat, falls man diese wünscht (wenn man sein Zimmer nicht gerade beim Veranstaltungssaal hat). Das Hotel wird zum größten Teil von englischen Gästen besucht. Von der Sauberkeit her gab es aus meiner Sicht nichts negativ zu berichten. Empfehlen kann ich auf jeden Fall: Kaktusgarten, Timanfaya Nationalpark (Vulkan), Lavahöhlen, Sonntagsmarkt in Teguise. Will man den 500m hohen Aussichtpunkt "Mirador del Rio" besuchen, würde ich nicht empfehlen, in dieses Gebäude zu gehen. Es werden einem nämlich 4. 5 Euro abgenommen für den selben Blick auf die Nachbarinsel, den man auch hat, wenn man 20m die Straße entlang geht und einfach hinunterblickt, ohne in das Gebäude zu gehen. Zuerst dachte ich, dass man hier abenteuerliche lange Pfade am Rand des Bergs besteigen kann, aber das einzige, wofür man zahlt, ist der Eintritt in dieses Gebäude mit Holzboden, aus dem man dann zu einem offenen Steg von nicht mal 20m Breite kommt, durch den man den Panoramablick auf die Nachbarinsel hat. Der Werbeflyer, den ich mir zuerst ansah, da ich ja gleich mal etwas skeptisch war nach dem Motto "was gibt es da drin zu sehen, was man nicht von außen auch sieht", suggeriert nämlich irgendwie, dass man einen Pfad entlang des Bergs hat, aber dieser Pfad, also die "Aussichtsplattform" wenn man so will, war eben nicht breiter als die von mit erwähnten 20 Meter.
Am Balkon befand sich Taubendreck. Oft musste ich in der Nacht gurrende Tauben ertragen, die sich immer eine Etage darunter oder darüber aufhielten. Durch den starken Wind, der mir oft den Vorhang auf die Seite wehte, und damit der Balkon schutzlos offen war, hatte ich Angst, dass vielleicht eine Taube in der Nacht ins Zimmer flog, die sich immer irgendwie beim meinem Balkon herumtrieben. Letzendlich löste ich das Problem mit dem Vorhang indem ich einen Sessel in die Türe stellte und damit den Vorhang zwischen Türrahmen und Sessel einzwickte. Da der Wind immer aus Richtung Flughafen kam, hörte man dadurch Abends oder in den Morgenstunden oft die Schubumkehr der landenden Flugzeuge bis zum Hotel, und das nicht mal leise. Es hörte sich so an, als würde der Vulkan ausbrechen, v. a. wenn man dadurch aus dem Schlaf gerissen wird. Das Doppelbett waren zwei Einzelbetten. Der Fernsehapparat war ein Flachbildfernseher. Von den deutschsprachigen TV-Sendern bekam ich aber nur ARD, ZDF, SAT1, und RTL hinein, wobei bei SAT1 oft Störungen auftraten. Eine Klimaanlage war vorhanden, wurde aber nie benötigt, da es in der nacht ziemlich abkühlte. Ein Safe kostete für eine Woche 11 Euro. Ich fragte mich aber, ob es nicht auch ohne Bezahlung gegangen wäre. Das Zahlenschloss des Safes wurde nämlich einfach nur mit der Zugangskarte programmiert: Karte einstecken - Zahlencode eintippen - beim Aufleuchten beider Lichter war der Safe dann mit diesem Code programmiert, und konnte mit diesem immer geöffnet oder geschlossen werden. Der Kühlschrank, oder um es im Hoteljargon dieses Hotel zu erwähnen, die "Minibar", wurde er nach einer Zahlung von 12 Euro pro Woche aufgesperrt. Eine Abzocke meiner Meinung nach. Wollte man sich die "Minibar" durch das Hotel befüllen lassen, musste der Inhalt mindestens 24 Euro wert sein. Ich verstand ohnehin nicht ganz, was diese Regelung bringen sollte, denn was hindert mich daran, in den Supermarkt gegenüber zu gehen, und das einzukaufen, was ich selbst gerne hätte. Für ein Viersternehotel war das Zimmer insgesamt unterdurchschnittlich.
Es gab jeden Tag, neben dem Buffet, ein landesspezifisches Gericht, zB Chinesisch, Japanisch, Indisch, Spanisch (Paella), das ebenfalls in Buffetform angeboten wurde. Es erweckte zumindest den Anschein, dass diese Gerichte auch eigene Köche zubereiteten, denn z. B. einen indischen Koch sah ich nur, wenn es dieses indische Gericht hab. Die Auswahl am üblichen Buffet war überdurchschnittlich groß. Es gab von jeder Fleischsorte mindestens ein Gericht: Huhn, Schwein, Rind, Pute, Fisch, usw. Es gab darüberhinaus auch noch Köche, die diverse Spezialitäten extra zubereiteten, zB Tintenfisch, oder Roast Beef, wo wir gleich mal beim Speiseangebot wären. Die Auswahl war zwar groß. Dennoch war alles immer vom gleichen Schlag, was sich auch innerhalb einer Woche bereits wiederholte. Da gab es zB mindestens zwei Mal vegetarische Lasagne. Diese Hühner-Nuggets, die mich stark an jene aus dem Supermarkt erinnern, gab es auch mindestens zwei Mal. Die Dessert-Torten schmeckten ausnahmsweise mal gut und nicht nur nach Zucker, wie man es oft kennt. Das Frühstück war absolut immer das Gleiche wobei der komplette Speiseplan ziemlich englischorientiert ist. Es gab sogar zwei verschiedene Arten von Würstchen. Gebratener Speck und die typischen English-Breakfast-Bohnen in dieser, meiner Meinung nach etwas unappetitliche aussehenden Soße, durften wohl auch nie fehlen. Es wurde auch tatsächlich Ketchup, Tabasco, und eine mir unbekannte englische Soße, die mich irgendwie an Worcestershiresauce erinnerte, beim Frühstück angeboten. Bei den Essgewohnheiten mancher englischen Gäste wundert mich das eigentlich nicht. Verwunderlicherweise gab es zwar verschiedene Wurstaufschnitte, aber keine Mayonnaise. Sie hatten zwar eine, man musste diese aber immer extra verlangen. Standardmäßig wurde sie nie angeboten. Das für Urlaubsdestinationen obligatorische Rührei mitsamt der weißen Brötchen durften natürlich auch nicht fehlen. Daneben gab es auch Mehlspeisen in Form von Nougathörnchen, Vanilletaschen, etc. Diese waren wirklich gut, aber leider auch immer die gleichen. Nach einer Woche kann man zumindest das Frühstück schon nicht mehr sehen, weil es einfach immer das Gleiche war. Was ich positiv fand, ist, dass alle Getränke immer auf das Zimmer geschrieben wurden, wodurch man nie im Speisesaal zahlen musste und man beim Auschecken bequem eine einzige Rechnung hatte.
Das Personal war eigentlich immer sehr freundlich. Ich verstehe nicht, warum es bei anderen Bewertungen als sehr unfreundlich beschrieben wurde. Vielleicht bezieht sich die negative Bewertung aber auch auf die eine Dame, die immer die Rechnungen schrieb. Die konnte nämlich offensichtlich wirklich nie lächeln. Beim Check-In bekommt man einen Gutschein fürs Casino. Überraschenderweise wusste der Herr aber gar nicht, was man dem Gutschein eigentlich bekommt, oder habe ich ihn nicht verstanden, oder er mich vielleicht nicht? Keine Ahnung. Letzendlich stellte sich dann im Casino heraus, dass man mit dem Gutschein keinen Eintritt bezahlt. Soviel dazu. Die Zimmerreinigung war eigentlich immer ziemlich flott. Ich frage mich bis heute woher das Reinigungspersonal immer wusste, wann man nicht am Zimmer ist, denn meistens war das Zimmer plötzlich geputzt als ich vom Frühstück wieder zurückkam. Was ich auch positiv fand, ist, dass man das Zimmer am letzten Tag zwar bis 12h verlassen muss, man aber für eine halbe Stunde ein Zimmer gratis bekommt, falls man sich nochmal duschen will, o.ä. Gesprochen wurde Spanisch, Deutsch, und Englisch. Hier gab es nie Probleme. Das Hotel hat, glaube ich, auch eine Wäscherei. Ich habe diese aber nie benötigt.
Die Lage des Hotels war meiner Meinung nach kaum besser zu treffen. 200m bis zum langen Sandstrand. Der Strand fängt eigentlich direkt vom Hotel an, aber genau dort ist es etwas felsig. Geht man in die andere Richtung, befindet man sich schnell auf der langen Einkaufsstraße mit den Lokalen und Diskos. Man musste aber 20 Minuten laufen, um zu den Lokalen zu gelangen, wo etwas los ist (C. C. Atlantico). Deswegen gibt's nicht die vollen 6 Punkte, sondern nur 5. 5. Desweiteren hat man vor dem Hotel gleich eine Busstation, eine Minigolfmöglichkeit gegenüber, einen Supermarkt, der nur eine Minute entfernt ist, und einen Autoverleih, bei dem man auch Gutscheine und Ermäßigungen für Eintritte bei div. Attraktionen bekommt, sowie eine Straßenkarte mit den wichtigsten Sehenwürdigkeiten, falls man sich dort einen Wagen ausborgt. Es gibt auch einige wenige andere Lokale dort, wo der Supermarkt ist. Ich habe diese aber nie besucht, wodurch ich dazu auch nichts weiter sagen kann.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
Es gab im Veranstaltungsraum zwischen 20h und 24h immer ein spanisches Gesangsduo, das augenscheinlich immer irgendwelche alten Abba-Hits trällerten. Ich sah es immer nur im Vorbeigehen. Es war aber von älteren Gästen immer relativ gut besucht. Beim Pool fiel mir positiv auf, dass es vom Hotel aus verboten war, Liegen zu reservieren. Darüberhinaus gab es übermäßig viele Liegen, die zum Teil schon etwas durchgelegen waren. Selbst wenn man sich zu Mittag oder am Nachmittag zu den Pools legen wollte, brauchte man sich nie Sorgen machen keinen Platz oder Liegen zu bekommen. Schattenplätze waren auch immer genug vorhanden. Besonders toll fand ich den Fitnessraum (ab 18 Jahren) mit den üblichen Fitnessgeräten und Hanteln, die man aus Fitnessstudios kennt. Dieser war von 8h bis 20h geöffnet. Meistens hatte man den ganzen Raum für sich alleine. Für die Kinder gab es einen Kinderraum, so weit ich bemerkte. Animationstätigkeiten gab es auch. Die fielen aber nie auf, wenn es nicht gerade ein Wasserballspiel im oberen Pool war. Einen Tennisplatz gab es, sowie auch diverse Boutiquen und einen Frisör. Massage wurde auch zu bestimmten Zeiten angeboten. Ich nahm diese aber nie in Anspruch. Deswegen kann ich dazu nichts sagen. Ich hätte mir zwar gewünscht, dass der Fitnessraum etwas länger geöffnet gehabt hätte, aber im Prinzip gab es an den Unterhlatungsmöglichkeiten aus meiner Sicht nichts auszusetzen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1 Woche im Juli 2008 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Markus |
| Alter: | 26-30 |
| Bewertungen: | 8 |


