- Preis-Leistungs-VerhältnisSehr schlecht
Es handelt sich um eine schöne Anlage. Das Hauptgebäude ist wahrscheinlich 2008/2009 neu gebaut worden. Die Bungalows wurden nur von innen renoviert. Alles war sauber. Es war keine fünf Sterne wert. Zwei Essenszeiten. Wann und wo man abends essen kann, weiß man nach zwei bis drei Tagen. Vorher muss man sich vor der ersten Essenszeit in einer Schlange anstellen und erfragen, wo man an diesem Tag essen darf. Das Essen selbst könnte abwechslungsreicher sein. Die angekündigten Themenabende gab es nicht. Die Cocktailkarte ist nicht erwähnenswert. Als einheimische alkoholische Getränke gibt es u. a. den Feigenschnaps und den Dattellikör Cedratine. Cedratine ist der billige Abklatsch der Thibarine, den man in einem 5-Sterne-Hotel erwarten könnte. Für das Hotelmanagement ist es noch ein weiter Weg bis zum RIU-Standart und einem 5-Sterne-Hotel. Mein 1&1 Handy funktionierte nicht. Ich habe vom Hotel aus ein Drei-Minuten-Telefonat für 8 Euro geführt. An den beschriebenen Telefonzellen hätte das Gespäch 1 Dinar, also 55 Cent gekostet. Ich wusste zwar am ersten Tag, wo die Telefonzellen waren, aber es regnete. Das Hotel erwacht erst am 01.07. aus dem Winterschlaf, dann wird es aber auch heiß. Das Hotel ist nur für Rentner geeignet, die ohne Kinder verreisen und keine Animation möchten. Im Juli kostet ein 14-Tage-Urlaub ca. 1600 Euro. Das Preis-/Leistungsverhältnis ist mehr als ungenügend. Ichrate von diesem Hotel ab. Ich empfehle das RIU Green Park in Port El Kantaoui. Dort gefallen uns das Hotel und die Stadtnähe besser. Um Längen besser ist das RIU Chiclana in Andalusien, wenn man 1600 Euro in der Vorsaison ausgeben will. Dort hat uns die Animation so begeistert, dass wir kaum auf der Liege lagen.
Wir hatten einen Bungalow. Diese war frisch renoviert und groß genug. Das Badezimmer war zu eng. Wenn einer am Waschbecken stand, kam der andere nicht mehr rein. Ein großer Flachbildschirm mit ARD, ZDF, RTL und Eurosport war vorhanden. Der Kühlschrank war immer mit Wasser, Mineralwasser und Fanta Lemon / Fanta Orange gefüllt. Ein elektronischer Safe war kostenlos im Schrank verfügbar. Auf der Terrasse standen zwei Sessel mit Hocker, kein Tisch.
Die Gastronomie entsprach einem 4-Sterne Hotel.
Mit Tinkgeld ist vieles möglich. Das Personal ist freudlich und hilfsbereit. Selbst unsere Reinigunskraft sprach ein paar Worte deutsch. Sie machte uns darauf aufmerksam, dass sie bei uns putzt und am nächsten Tag frei hat. Wir sollten also mit dem Trinkgeld noch warten. Am Abflugtag verabschiedete sie sich mit den Worten "gut flieg". Unser Zimmer war immer sauber und nett dekoriert. Da das Hotel nicht der Katalogbeschreibung entsprach, wandten wir uns an die Reiseleitung, Sonja. Eine Reiseleitung, wie man sie selten erlebt. Obwohl sie mit Sicherheit mit Bescherden bombadiert wurde, war sie nett und freundlich und half so gut sie konnte. Eine 5-Sterne-Reiseleitung. Wir sind zum Glück nicht mit Kind verreist. Im Miniclub kamen uns die Animateurinnen wie Aufseher im Knast vor. Die Mini-Disko mit überlauter Musik kam als Tanzveranstaltung für Animateure rüber. Zur Zeit der Fußball WM wurde der Veranstaltungsraum als Fernsehraum genutzt. Ein Beamer brachte das Fernsehbild auf eine Leinwand. In der Vorrunde war dann ARD oder ZDF eingeschaltet. Das Barpersonal bediente die Fußballfans. Es wurden Bestellungen aufgenommen und die Getränke geliefert. Alles war noch überschaubar. Ein Highlight war das Spiel Deutschland gegen England. Eine echte Stadionatmosphäre. Aus Neutralitätsgründen wurde das französische Fernsehen eingeschaltet. Der Raum war proppenvoll. Einige Fans gingen zum Zimmer und schauten das Spiel auf dem Flachbildfernseher. Die Kellner nahmen in der ersten Halbzeit Bestellungen auf, die aber nicht ankamen. Und plötzlich und unerwartet war Halbzeit. Alles strömte zur Theke und wollte Getränke. Die Kellner waren überfordert. In der zweiten Halbzeit lief es dann besser.
Das Hotel liegt am Ende der Welt. Nach zweieinviertel Stunden Flug dauert die Busfahrt bis zum Hotel genau so lange. Zu Fuß kann man zu den Telefonzellen gehen. Dazu geht man nach links aus der Anlage heraus. Nach wenigen Metrern nach rechts bis zur Hauptstraße. Schräg rechts gegenüber sind dann drei Telefone neben einer tunesischen Bar. Geht man an der Hauptstraße nach links erreicht man nach ca. 200 m einen Zigarettenladen. Das war es dann. Mit dem Taxi kann man für 5 Dinar nach Jasmine fahren. Dort gibt es den Hafen, einige Geschäfte und die Medina. Die Medina ist sehr anstrengend, da man immer durch Verkäufer angesprochen und in den Laden gezerrt wird. Hierbei halten die Einheimischen die Touristen auch noch für blöd ("Ich bin der Koch aus dem RIU ......., was kostet eine bestimmte Ware in Deutschland ). Wenn man sich etwas bestimmte kaufen möchte, geht man am besten in die Geschäfte mit festen Preisen. Sogar dort kann man noch handeln. Auf jeden Fall weiß man dann wie teuer eine bestimmte Ware ist. Anschließend kann man dann in die Medina gehen, wenn einem das Handeln Spaß macht.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Die Animation entsprach einem 3-Sterne-Hotel. Wenn man in Tunesien sowieso Abstriche machen muss, kennen wir es wesentlich besser. Ende Juni wurde im Außenbereich der Bar Musik über Lautsprecher gespielt. Leider nur Beerdigungsmusik. Erstmalig spielte dann auch ein Orgelspieler an der Bar. Die Ü 70-Party konnte beginnen. Ab dem 01. Juli war die Abendanimation draußen. Gegen 20:30 Uhr war die Kinderdisko. Von 21:00 bis 22:00 Uhr war dann gähnende Leere. In anderen RIU-Hotels findet dann zur Überbrückung ein Bingo- oder Bongospiel statt. Hier leider Fehlanzeige. Nach der sowieso mäßigen Veranstaltung wurde dann abgespeicherte Musik gespielt. Die Gäste verließen scharenweise die Örtlichkeit. Die Liegen am Pool waren früh reserviert. Am Strand bekam man aber immer noch Liegen, leider keine Auflagen mehr. Für 900 Liegen hatte man laut Poolboy nur 400 Auflagen. Wenn man vom Strand zur Bar ging, konnte man die Füße in ein Becken mit stehendem Wasser stellen, damit der Sand nicht in die Anlage getragen wird - Infektionsgefahr pur.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im Juni 2010 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Michael & Heike |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 5 |