Nachfolgend die ganze UNGESCHMINKTE Wahrheit des Hotels Asteria in Side!!! Das Hotel wurde 1987 gebaut und deshalb im typischen Charme der 80er Jahre gestaltet mit klobigen Sitzmöbeln in schickem pink an der Rezeption und den dazugehörigen lila Lampen sowie riesige Glasbauelemente und Auslegware/Teppich, der die letzte Reinigung schon vor ca. 10 Jahren hatte. Dementsprechend müffelt der gesamte Hotelbereich immer schimmelig, faulig und muffig. Die gesamte Anlage ist riesig, so dass man auch nach einer Woche unendlichen Wegen über Treppen noch nicht alles erkundigt hatte. Gut - das das Hotel ein Haus der tausend Stufen ist, wussten wir bereits vorher, aber das für 310 Zimmer nur 2! Aufzüge zur Verfügung standen, die bei 40 Grad Aussentemperatur angenehm heiß waren, da keine Klimaanlage, hat uns echt die Sprache verschlagen. Aber dazu später mehr. Hotel allgemein - Aussen hui - innen pfui!! Wer auf etwas ältere Hotels steht, ist hier genau richtig. Wenn man allerdings im Urlaub Wert auf Comfort und Ruhe in einer weitläufigen neuen Anlage Wert legt, sollte man das Asteria eher meiden. Es mag in den 80er oder 90er Jahren eines der TopHotels in Side gewesen sein, aber die Zeiten sind vorbei. Ein großes Lob an das ganze fleißige Personal. Ein Tip an die Animateure: stellt euch nicht selbst ins Rampenlicht, der Gast ist König und auf den muss eingegangen werden. Auch wenn er nicht aus Russland oder der Türkei kommt!
Die Größe der Zimmer war ausreichend. Allerdings hat das Hotel die Zimmer zur Strassenseite renoviert, damit die auch vermietet werden, trotz des Strassenlärms, der wirklich sehr, sehr laut ist. Und die Zimmer zur Garten/Meerseite hin, sind nicht renoviert, also haben halt auch noch den typischen pompösen Charme der 80er Jahre. Somit hat man 2 Fliegen mit einer Klappe geschlagen. Luxus und Laut oder Alt und Ruhig. Man hat die Wahl. Wir hatten sie und haben uns dann doch für Alt und Ruhig entschieden, da wir eh nur zum Schlafen im Zimmer waren. Sofern man schlafen konnte, denn die Wände waren sehr dünn und man konnte alles hören was der Nachbar so treibt. Die Klimaanlage lief die ganze Zeit und das Bad war auch in Ordnung. Der Balkon war ausreichend und die Zimmerreinigung war ok. Den muffigen Schimmelgeruch, bekam man aber trotz Pflege nicht weg und somit war es auch angebracht, nicht barfuss über den Teppich zu gehen, der bestimmt auch schon einige Jährchen in den unrenovierten Zimmern liegt. Die Minibar wurde täglich aufgefüllt und ansonsten war es ok, wenn man vom Interieur und vom Charme der späten 80er absieht.
Tja, ich weiß nicht welche Gewürze verwendet wurden, aber anscheinend gab es ein Standardgewürz, was überall Verwendung fand. Nach einer Woche schmeckte alles gleich und wir haben uns über eine neutrale Schwarzbrotstulle mit Gurken gefreut. Das Perge-Restaurant ist das Hauptrestaurant wo alle Mahlzeiten stattfinden. Und was soll ich sagen - mal wieder viel zu klein und zu laut, bei dieser Masse von Gästen. Da nutzte leider auch die Freundlichkeit des Personals und die Ausweichmöglichkeit auf die Terasse nichts - auch hier war man wieder typisch der Pauschaltourist und musste um einen Platz kämpfen. In der Nebensaison mag das ja alles anders ausgehen. Aber hier wird nunmal das Erlebte bewertet und das besagt leider eine eher negative Erfahrung. Die Speisen waren abwechslungsreich, aber was nützt das wenn eh alles gleich schmeckt. Also sollte man sich an Nudeln und Pommes halten :-( Die A-la Carte Restaurants haben wir nicht genutzt. Lobenswert sind die Waffeln zu erwähne, die am Strand angeboten werden und den Eisstand. Aber ich verstehe nicht warum diese Dinge nur stundenweise angeboten werden??!! Sowas hab ich noch nie erlebt. Eisszeit zwischen 12.30 und 16.30. Glaubt ihr denn nicht, dass man im Hochsommer rund um die Uhr Lust auf was kühles, erfrischendes hat? Also ich kenn das von anderen all-inklusive Hotels jedenfalls so. Mittags kann man an der Poolbar essen. Hier wären vielleich ein paar Ventilatoren angebracht, damit man nicht im Schweiß des Nachbarn badet!!
Der einzige Punkt, wo ich komplett 6 Sonnen vergebe!! Viele Grüße an unseren Poolboy, der wirklich immer ein Lächeln auf den Lippen hatte!!! Der Service wird im Hotel wirklich super groß geschrieben, egal ob beim Essen, bei der Zimmerreinigung, in der Pflege der riesigen Gartenlandschaft oder bei der Freundlichkeit des gesamten Personals.
Die Transferzeit zum Flughafen beträgt ca 70 min, je nachdem wie viele Hotels angefahren werden. Wir hatten Glück und konnten bei der Anreise, direkt durchfahren, da wir die einzigen Gäste waren und waren somit in nur 30 min im Asteria. Die Rückfahrt sah allerdings anders aus, da waren wir mit 80 min dabei. Aber gut, auch dass wusste man vorher und darf somit objektiv nicht negativ bewertet werden. Einkaufs - und Unterhaltungsmöglichkeiten waren im Hotel vorhanden, zu Horror Preisen, aber das ist ja nunmal im jeden Hotel so. Wenn man handeln wollte und sich das eine oder andere Souvenir kaufen wollte, ist man einfach mit dem Dolmus nach Side oder Kumköy gefahren (1€) und war somit mitten im Geschehen auf einem typisch türkischen Bazar, wo man wirklich Probleme hatte, die Verkäufer loszuwerden, wenn man auch nur etwas ankuckt oder vorbeischlendert...aber das ist halt typisch für die südlichen Länder - nur sollten die Leute bei der Wahrheit bleiben und ehrlich sein, dass die Verkäufer auch in Side sehr, sehr aufdringlich sind. Egal ob auf dem Bazar, am Strand oder im Hotel. Alles wird einem aufgequatscht und man hat Probleme, die Verkäufer wieder loszuwerden. Am Ende ist einem die Lust auf Shopping vergangen! Ausflugsmöglichkeiten werden einem auch angeboten, wenn man die allerdings nicht nutzt, wird auch gleich eingeschnappt reagiert, da es ja als unhöflich gilt, etwas abzulehen. Dabei fahren Leute, die im Juli oder generell in den Sommermonaten in die Türkei reisen, zu 90 % als Badeurlaub. Tja, leider ist einem bei diesen Temperaturen nicht unbedingt nach Sightseeing, aber das verstehen die Einheimischen anscheinend nicht. Die Lage zum Strand ist gut, da wirklich ein klitzekleiner eigener Standabschnitt als Hotelstrand bezeichnet werden kann und man da das Gefühl bekommt, das man in einer Sardinenbüchse liegt. 50 m x 50 m. Liege an Liege. Leute, schaut einfach mal ein paar Meter weiter nach rechts, zum Strandabschnitt vom Defne Hotel, dann erkennt ihr was es heißt einen eigenen HOTELSTRAND zu haben!! Für uns immer noch völlig unverständlich wie man solch einen Mini Strand und solch einen Mini Pool für die riesige Anzahl von Gästen anbieten kann. Aber gut, Massentourismus ist scheinbar immer noch am lukrativsten ....
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Jetzt zur Animation: Wir sind generall keine großen Freunde von Belustigungen am Pool oder solchen Spielchen. Daher wollte ich das eigentlich als -nicht genutzt- bewerten. Aber um ein Urteil zu fällen, haben wir uns dochmal breitschlagen lassen und haben die eine oder andere lustige Erfahrung gemacht. Dazu muss man sagen, dass wenn man nicht aus Russland oder der Türkei kam, man überhaupt nicht beachtet wurde. Die Animateure sind bis auf 2 Ausnahmen alle aus Russland und wissen genau, wer ihre Landsleute sind und wer nicht. Da haben es Besucher aus Deutschland, Norwegen oder England nicht leicht, denn das ist deren heimisches Revier und dementsprechend werden auch nur ihre Landsleute angesprochen. Uns war es egal, aber für Leute, die Wert auf Animation legen, eher eine Enttäuschung. Das einzige was wir gern geschaut haben, war die MiniDisco am Abend, die von Animateuren des Kinderclubs durchgeführt wurde, die für alle Kinder da waren. Alles andere war eine einzige Selbstdarstellung der Animateure!! Der Pool und der Strand waren, wie bereits erwähnt, viel zu klein für ein ausgebuchtes Hotel und die Wege von A nach B waren wie immer über Treppen zu erreichen, oder durch den Palmengarten, der übrigens sehr schön war. Der Pool wurde jeden Tag gereinigt und war somit trotz der Anzahl der Gäste schön sauber. Am Strand waren wir nur einmal, da es einfach zu heiß war. Daher keine Bewertung zur Sauberkeit des Strandes. Tja und allmorgendlich Liegenreservieren, war auch im Hotel Asteria tägliche Tagesordnung. Auch hier galt - wie in anderen Hotels in Südeuropa auch - wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Ich denke, damit ist alles gesagt, und der Pauschaltourist weiß was damit gemeint ist.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juli 2009 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Ian & Antje |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |


