Das Los Jameos Playa ist ein gutes Hotel, das seine vier Sterne voll verdient hat. Lage und Service sind gut. Zimmer und Garten-/Poolbereich sind sehr ansprechend. Architektonisches Highlight ist natürlich die Hotelhalle. Schade dass dieser Stil es nicht auch in die Zimmer geschafft hat. Das Hotel bietet sowohl Halbpension als auch AI an. AI kostet pro Tag pro Person 22€ mehr. Da wir den gesamten Tag unterwegs waren, hat sich das für uns nicht gelohnt. Wir haben für Getränke zum Abendessen einer ganzen Woche und zweier Barbesuche nicht mehr als insgesamt 25€ p.P. bezahlt. Die Gartenanlage des Hotels verfügt über einen kleinen Wasserlauf, der in einem Teich endet. Wir vermuten hier eine hauseigene Mückenzucht, denn in der zweiten Hälfte unseres Aufenthalts, als es etwas wärmer wurde, haben uns die Biester gehörig zugesetzt. Ich bin seit mehr als 30 Jahren immer wieder auf den verschiedenen Kanareninseln gewesen, aber ein Mückenproblem hatte ich zuvor noch nie. Also unbedingt Mückenschutz mitnehmen! Die Gästezusammensetzung ist stark durchmischt. Die größten Anteile entfallen auf Briten, Deutsche und Spanier. Trotz AI-Angebot ging es aber überall gesittet zu. Das ältere Semester war klar in der Überzahl, es gab jedoch auch eine ganze Reihe von Familien mit kleineren Kindern. Aufgrund der Reisezeit außerhalb der Schulferien waren Jugendliche kaum dabei. Lanzarote ist fest in englischer Hand! 80% aller Restaurants und Cafés zielen klar auf diese Bevölkerungsgruppe. An praktisch jedem Laden steht Werbung für „Full English Breakfast“ oder für „Liquor & Tobacco“. Wir waren in so ziemlich allen Örtchen, doch einigermaßen anständige Läden findet man fast nur in den Yachthäfen. Die Lokale an den Strandpromenaden kann man einfach nur vergessen. Auch Einkauf von anderem als Nippes ist hoffnungslos. Überdies war in der Vorsaison vieles einfach ausgestorben! Als besonderes Lowlight empfanden wir die Filiale des „Cafe del Mar“, das an der Marina Rubicon (Playa Blanca) aufgemacht hat. Ich war noch nie im Original auf Ibiza, doch in dieser Lage bei diesem Publikum hätte ich erwartet, dass wir uns mit der Servierkraft darauf verständigen könnten, die Karte zu erhalten. Da wir kein Spanisch sprechen und sie offensichtlich nichts außer Spanisch, konnten wir nicht ergründen, wo das Problem lag. An den rückwärtigen Außenwänden des Gebäudes war in drei Sprachen ein Speisenmenü aufgeklebt, nur leider außer Sicht wenn man erst mal am Tisch sitzt. Vielleicht gab es ja auch gar keine Karte, wir werden es nie erfahren. Denn nach unserem erfolglosen Kommunikationsversuch dampfte sie ab und ignorierte uns gänzlich. Dann sind wir eben auch wieder gegangen. Wir hatten für die gesamte Woche unserer Anwesenheit einen Mietwagen, und das hat sich wirklich gelohnt! Ohne Stress, überall so lange bleiben, wie man Lust hat. Abkürzungen, Umwege, Photostops. Und dazu meist vor den ganzen Reisebussen. Das ist eine dringende Empfehlung! Vor Ort gibt es jede Menge Autovermietungen. Wir haben von zuhause über TUI Cars (vor Ort Auto Reisen) gebucht und für sieben Tage Seat Cordoba Klasse gut 170€ bezahlt. Das ist vielleicht nicht das günstigste Angebot, beinhaltet aber alle Versicherungen und der Gerichtsstand ist Deutschland. Benzin (ROZ 95) kostet auf Lanzarote z.Zt. übrigens um die 90 Cent…
Wir bewohnten eine Juniorsuite, die pro Tag 20€ p.P. teurer ist als ein Doppelzimmer. Neben den zwei Betten befand sich noch eine Sitzgruppe mit einem 2er Sofa und zwei Sesseln samt Couchtisch im Zimmer, dann war es zu ende. Auf dem Balkon standen zwar zwei Liegen samt Auflagen, der Balkon war jedoch nicht tief genug, um diese Liegen ganz auszuklappen (siehe Bild). Wollte man sich flach auf diese Liege legen, müsste man zuvor den ganzen Balkon abräumen. Wir empfanden die Zimmergröße nicht dem Preis angemessen. In den beiden Schränken war genug Stauraum und auch genügend Bügel vorhanden. Minibar und Safe (extra zu bezahlen) funktionierten. Im Gegensatz zur Klimaanlage. Außer einem sehr lauten Dröhnen kam da gar nichts heraus! Zum Glück war es noch nicht so warm. Das Bad hat ein abgetrenntes WC, aber kein Bidet. Das ist das erste spanische Hotel überhaupt, das ich besucht habe (Festland, Kanaren, Balearen), in dem es kein Bidet gab. Dafür gab es im Bad zwei Waschbecken, eine großzügige Wanne mit Dusche und –vorhang sowie genug Stauraum für Toilettenartikel. Zur Unterhaltung gab es einen LCD-TV mit ca. 30 mehrsprachigen Programmen, sowie einen DVD-Spieler. Dem Vernehmen nach konnte man sich im Hotel wohl DVDs ausleihen, das haben wir jedoch nicht genutzt. Die Reinigung des Zimmers erfolgte am Nachmittag so zwischen 14:00 und 16:00. Das war alles sehr ordentlich. Zwischen 19:00 und 20:00 gab es noch einmal frische Handtücher und die Betten wurden aufgeschlagen. Das war ein sehr guter Service. Unser Zimmer lag in einem der beiden Hauptflügel, die sich V-förmig von der Eingangshalle erstrecken. Wenn in der Belingobar laut Musik gespielt wurde, vernahm man das recht deutlich. Noch störender empfanden wir jedoch die Geräusche vom Außenbereich der Pianobar, wo die Unterhaltungen in sehr großer Lautstärke geführt wurden. Von unseren angrenzenden Zimmern haben wird jedoch so gut wie nichts mitbekommen.
Die Küche des Hotels ist ziemlich gut. Es gibt morgens und abends eine reichhaltige Auswahl. Wem weiße Bohnen oder Würstchen am Morgen nicht zusagen, der kann sich ja an den zahlreichen andern Buffets bedienen. Die vielen englischen Gäste haben es sicherlich sehr geschätzt. Alle Auslagen waren immer blitzsauber und wurden zügig aufgefüllt. Das Abendessen stand täglich unter einem anderen Ländermotto. Am deutschen Abend gab es Kohlrouladen, Kassler mit Sauerkraut, Eisbein, Leber mit Apfelscheiben und Biersuppe. Außerdem noch eine große Menge anderer Speisen. Ich selbst habe abgesehen von Salaten keinen Abend das gleiche gegessen. Neben dem Restaurantsaal verfügt das Hotel über einen großzügigen Terassenbereich. Hier sollte man unbedingt das Angebot des Restaurants nutzen und Tische reservieren, sonst bekommt man vor 20:00 keinen Tisch mehr draußen. Der Restaurantservice ist routiniert und überwiegend freundlich. Die Köche an den Ausgaben sind sehr zuvorkommend. Als wir da waren sind eine Hand voll sehr junge deutsche Damen im Einsatz gewesen (vermutlich Azubis/Praktikanten aus D), deren Freundlichkeitsgrad und Serviceorientiertheit sich noch einmal deutlich vom Niveau der einheimischen Servicekräfte abgesetzt hat. In der Bar gibt es eine reichhaltige Getränkekarte. Für AI-Gäste ist diese jedoch stark reduziert, aber trotzdem sollte jeder etwas darauf finden. Gerade im Außenbereich der Bar darauf zu warten, dass man bedient wird, kann zum Geduldsspiel werden. Besser man geht selbst zur Bar und holt sich seine Getränke. Sonderwünsche werden dort problemlos erfüllt.
Es gibt am Service nichts zu meckern. Alle Wünsche werden einem erfüllt. Man wird überall freundlich begrüßt und angelächelt. Das geht vom Empfang über das Restaurant bis zum Gärtner und Reinigungskraft. Mit Schreiben auf dem Bett am letzten Abend wurden wir noch einmal man an die Check-out Zeit von 12:00 erinnert und uns ein Angebot gemacht, dass wir auch noch gegen Bezahlung an weiteren Buffets teilnehmen könnten. Am Abreisetag endet die Halbpension um 12:00 und das AI-Angebot um 17:00. Als einziges hätten wir uns gewünscht, dass uns beim Check-in noch mehr erklärt worden wäre. So mussten wir verschiedenes selbst herausfinden oder nachfragen. Das haben wir in anderen Häusern schon etwas vollständiger erlebt.
Das Hotel liegt direkt am Strand. Vom hinteren Ausgang sind es über die gering befahrene Straße vielleicht 25 m bis man im Sand steht. An der Wasserlinie sind dort jedoch schroffe Felsen – zum Baden nicht empfohlen. Zum flach abfallenden Sandstrand muss man ein bisschen um die Bucht gehen, ca. 3 Minuten. Leider fanden im Juni 2010 am Strand Bauarbeiten statt, im Wasser schwamm ein Ponton mit Bagger drauf und auch direkt an der Wasserlinie wurde gebaggert (siehe Bilder). Es gab zwar genug Platz zu beiden Seiten, um am Strand zu liegen, doch es störte schon etwas die Stimmung. Liegen kann man am Strand mieten (2 Liegen + Schirm = 8€). Die Liegen sind durch um Pfosten gezogene Stoffbahnen vor dem Wind geschützt. Das ist auch nötig. Wenn man direkt auf dem Handtuch im Sand liegt, ähnelt man sehr schnell einem Schnitzel. Das Wasser ist sehr sauber: Kein Seegras, kein Teer, dafür sogar ein paar Fische. Wir haben es als sehr angenehm empfunden, dass das Hotel so sehr am Rand von Puerto del Carmen lag, die ganze Umgebung war sehr ruhig und es war auch nie ein Problem einen Parkplatz für den Mietwagen zu finden. Um das Hotel rum zum Strand hin finden sich die üblichen englischen Bars und Klüngelläden und sogar eine kleiner Supermarkt. Schräg gegenüber über die Straße ist der nächste und noch 4 Minuten weiter der dritte. Auf der Promenade kann man bis nach Arrecife und Costa Teguise laufen und in die andere Richtung bis zu Hafen von Puerto del Carmen. Der Sandstrand ist dann aber häufig durch Felsen unterbrochen, sehr lange Strandspaziergänge sind also nicht möglich. Solange die Flugzeuge zum Land hin starten und landen, bekommt man nicht so sehr viel davon mit. Man denkt sich, ach da ist wieder eins. Wenn sie zum Meer hin starten, ist das was anderes, das dröhnt dann schon sehr. In einer Woche haben wir dies genau ein Mal bemerkt.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
In der Belingobar gab es abends entweder eine Show oder eine Band, von diesen Auftritten haben wir jedoch keinem beigewohnt. Es gibt überdies ein tägliches Animationsprogramm, das wir jedoch auch nicht genutzt haben. Im Garten des Hotels befindet sich auch eine kleine Minigolfanlage, die bringt jedoch nicht sehr viel, da für kein Loch ein Abschlagspunkt markiert ist. Außerdem hat das Hotel täglich für 2 mal 2 Stunden eine Miniclubbetreuung im Angebot
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Juni 2010 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Uwe |
| Alter: | 36-40 |
| Bewertungen: | 6 |


