- Zustand des HotelsGut
- Allgemeine SauberkeitSchlecht
Wir waren letztes Jahr kurz vor Weihnachten in diesem Hotel, um uns zum Jahresabschluss etwas Erholung zu gönnen. Wir kannten schon das A-rosa Hotel auf Sylt, von dem wir sehr begeistert waren – eine Oase der Ruhe am Meer. Jetzt hofften wir das gleiche in den Bergen zu finden. Wir buchten also ein vier-zu-drei Arrangement. Als wir angekommen waren und eingecheckt hatten, wurden wir von einem netten Angestellten durch die etwas verwinkelten Gänge des Hotels zu unserem Zimmer geführt. Auf dem Weg dorthin wurden wir von JEDEM Angestellten begrüßt, der unseren Weg kreuzte. Dieses Begrüßungsritual verfolgte einen bei jedem Schritt den man fortan in dem Hotel tat – Grüß Gott. Die Koffer ausgepackt, lagen wir das etwas harte Bett probe und machten uns auf in den Spa-Bereich. Der einzige Weg dorthin führte uns im Bademantel durch die Lounge, vorbei an den anderen Gästen bei Kaffee und Kuchen – Grüß Gott. Die vielfältige Saunalandschaft bietet etwas für jeden Geschmack. Der große Pool war während unseres Aufenthalts durch Familien mit Kindern und lustigen Wasserspielzeugen raumgreifend belegt, so blieben wir dem Badespaß fern. In den Duschen bei den Saunen fanden sich am ersten Abend kleine Sandhaufen und Haarknäule in den Ecken, welche dort auch in den folgenden Tagen auf uns warteten – Grüß Gott. Da wir scheinbar am Anfang der Skisaison gebucht hatten, sammelte sich Punkt 18.30 nach der letzten Abfahrt eine schwitzende Meute vor den Finnen-Sauna, die gierig dem Bieraufguss entgegenfieberten. Wir entschlossen uns also unsere Saunaaufenthalte lieber etwas früher zu beenden. Generell gilt, man sollte eher von der frühen Sorte sein, denn wer nicht rechtzeitig im Ruheraum sein Handtuch über Liegen und Wasserbetten breitet hat das Nachsehen. Das Gym im Haus ist gut ausgestattet, keine Frage. Zwar war der Papierhandtuchhalter die gesamte Zeit über leer, aber dafür war auch sonst dort nichts los und wir konnten uns den Bürorücken etwas geradebiegen. Wir probierten auch einen der angebotenen Yoga-Kurse. Dieser fand auch trotz spärlicher Auslastung statt und man konnte dem Trainer gut folgen. Zu den Essenszeiten findet man die Bieraufguss-Meute im Speiseraum wieder. Wie auch im Ruheraum gilt dort das recht des Stärkeren. Weil alle Tisch belegt schienen, fragten wir eine Bedienung nach einem freien Sitzplatz. „Gucken sie halt mal!“ hieß es und wir irrten durch den Raum, bis wir einen freien Tisch fanden. Während der Buffet-Zeiten schien es darum zu gehen so schnell so viel wie möglich auf die Teller zu laden wie es geht. Als wir in die Runde blickten kam es uns vor wie Pauschal-Urlaub für Besserverdienende. Der kostenfreie Prosecco floss in Strömen und die Meute aß. Nachdem wir also nach den ersten zwei Tagen versucht hatten unsere Verhaltensmuster zu verändern, so dass wir nicht in den Aperes Ski Trubel geraten, buchten wir eine Massage für den ultimativen Wellness-Kick. Diese Massage war DIE BESTE die ich je hatte! Beflügelt von purer Entspannung gingen wir danach wieder in den Saunabereich, um noch schnell einen Gang zu machen, bevor der Bieraufgussler kämen. Nach der Sauna saßen wir noch kurz davor auf einer Bank, um durchzuatmen. Dann sah ich es, der Grund weshalb ich das hier schreibe, weshalb ich Dampfsaunen ab jetzt meide und weshalb ich nur in Teilen positiv von dem Urlaub dort berichten kann. Offensichtlich waren wir nicht das einzige Pärchen, das sich durch die Ski-Zeiten der anderen Gäste etwas Ruhe im Spa erhoffte. In der Black Steam Sauna (unbeleuchtete Dampfsauna mit blickdichtem Nebel) saß ein Herr direkt hinter der Glastür. Offensichtlich war es ihm nicht bewusst, dass Black Steam nicht zu 100% blickdicht ist. Denn ich wunderte mich erst, warum dieser Mann einen Schwamm über seinem Schoß auf und ab bewegte. Als ich dazu feststellte, dass der Schwamm Haare hatte und wohl doch eher der Kopf seiner Frau sei, verließen wir die Saunalandschaft zügig, denn wir fühlten uns wie weggeblasen. Ich will zwar nicht zu viel verraten, aber das durchschnittliche Publikum während unseres Aufenthalt würde ich als reif beschreiben und so auch die Herrschaften im Black Steam. DAS zu sehen ließ mich kräftig schlucken und für die allgemeine Hygiene hoffe ich, dass die an dem Liebesspiel beteiligte Dame es mir gleich tat. Als wir am letzten Tag dann noch mal einen Anlauf in den Spa-Bereich versuchten hörten wir, wie in der anderen Dampfsauna hörbar jemand mit einer verstopften Nase zu kämpfen hatte und deren Inhalt genüsslich in den Nebel blies. Damit hatte es sich für uns endgültig ausgesaunt. Um dem abendlichen Kampf um Nahrung zu entgehen und um das Erlebte zu verarbeiten entschlossen wir uns für viel Wein vom örtlichen Supermarkt. Auch Käse und Brot bekam man dort mühelos und selbst der Zimmerservice brachte uns nach einem Anruf schnell Besteck und Korkenzieher. Als wir beim Aushecken nicht danach gefragt wurden, wie es uns gefallen hat, meldeten wir unseren Wunsch an „Feedback“ zu geben, um unsere Erlebnisse zu schildern. Daraufhin wurden wir zuerst auf das Feedback-Formular hingewiesen, was wir bitte ausfüllen sollten. Da wir nun aber gern unserem Unmut persönlich Luft machen wollten, wurden wir nervös an den Gastgeber im ersten Stock verwiesen. Wir berichteten nun also beim Gastgeber davon, dass wir zwar das Hotel als großzügig wahrnehmen, allerdings die Sauberkeit im Spa-Bereich mangelhaft sei. Wir erzählten natürlich auch davon, dass das Benehmen der anderen Gäste in Hinsicht auf deren Hygiene nicht dem entspricht, was wir uns vorgestellt hätten. Als wir dann aber von unserem Highlight in der Black Steam Sauna erzählten, musste nun auch der Gastgeber schlucken. Sicherlich ist das Hotel nicht für das Benehmen seiner Gäste verantwortlich, doch hätten wir uns etwas mehr Entgegenkommen erhofft. Denn nachdem wir am Ende unseres Gespräches angekommen waren hieß es: „Ich werde die Anmerkungen zur Sauberkeit an das Spa-Management weiterleiten. Schöne Weihnachten und hoffentlich bis bald!“ Mal sehen…
- ZimmergrößeEher gut
- SauberkeitGut
- Ausstattung des ZimmersEher gut
- Atmosphäre & EinrichtungEher gut
- Sauberkeit im Restaurant & am TischEher gut
- EssensauswahlGut
- GeschmackGut
- Kompetenz (Umgang mit Reklamationen)Sehr schlecht
- Freundlichkeit & HilfsbereitschaftEher gut
- Rezeption, Check-in & Check-outGut
- FamilienfreundlichkeitEher schlecht
- Einkaufsmöglichkeiten in UmgebungGut
- Restaurants & Bars in der NäheSchlecht
- FreizeitangebotEher gut
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
- Lage für SehenswürdigkeitenEher gut
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 3-5 Tage im Dezember 2013 |
| Reisegrund: | Wandern und Wellness |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Hendrik |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 1 |
Sehr geehrter "Hendrik", herzlichen Dank für Ihre Schilderung Ihrer Eindrücke zum vergangenen Aufenthalt und Ihrer Darstellung Ihrer Meinung. Es tut uns leid, dass Sie nicht die gewohnte Ruhe und Entspannung in unserem SPA-ROSA vorgefunden haben und Ihr Aufenthalt nicht Ihren Vorstellungen entsprochen hat. Dennoch freuen wir uns sehr über Ihr Lob zu unseren angebotenen Massagebehandlungen, welches wir gerne unseren Wohlfühlexperten weiterleiten. Sollten Sie über Ihre bisher genannten Punkte noch weiteres besprechen wollen, zögern Sie nicht, mich persönlich zu kontaktieren unter gastgeber.kiz@a-rosa.de. MIt freundlichen Grüßen aus Kitzbühel Peter Praunsmändtl Leitender Gastgeber


