Der Robinson Club ist eine recht grosse Hotelanlage bestehend aus mehreren dreigeschossigen Wohnblocks. Im oberen Teil befinden sich zwei Blocks mit den Namen 'Berber' und 'Atlas'. Daran schliesst sich der Restaurant-, Geschäfts- und Entertainmentbereich. Weitere vier Blocks (C bis F) folgen bis zum Strand. Vom Haus 'Atlas' sind es 950 m bis zum Strand. Der Weg führt recht angenehm durch die Anlage mit Blick auf das Meer und die Sanddünen des Königs von Marokko, welche nicht betreten werden dürfen. Diesbezüglich gibt es am Strand einen Wachdienst, welcher mit Trillerpfeiffe und Fernglas ausgestattet ist und strengstens über Strand und Düne wacht. Die Hotelanlage macht einen gepflegten Eindruck. Die Gästestruktur bestand im Wesentlichen aus deutschen, arabischen, französischen und holländischen Gästen. Im Juli und August gab es fast jeden Morgen Hochnebel, welcher sich erst im Laufe des Tages auflöste. Die Handyerreichbarkeit war gut. Es gibt kostenfreies sehr langsames Internet, funktionierte aber nicht täglich. Der Club verfügt über einen Fotografen. Die Fotos, welche man zu meines Erachtens überteuerten Preisen erwerben kann, sind von schlechter Qualität. 2 Fotos, auf CD gebrannt, kosteten dann 13,00 Euro! Unbedingt Duschbad mitnehmen. Das hoteleigene im Spender ähnelt vom Geruch einem Toilettenreiniger. 2x Duschbad (DuschDas, 1 x für ihn, 1 x für sie) im Robinsonstore schlagen mit 15.00 Euro zu buche.
Das Zimmer hatte eine angenehme Grösse, die Klimaanlage war sehr leise. Die Betten angenehm. Es gibt jedoch nur ein kleines hartes Kopfkissen. Die Möblierung ist nichts besonderes aber in Ordnung, die Minibar ist leer, eine Kaffeemaschine gibt es nicht im Zimmer. Der Safe ist sehr einfach zu bedienen. Das Bad ist dringend renovierungsbedürftig (Schimmel in der Duschkabine, Flecken an den Wänden, breitgeschlagene Insekten überall). Die Reinigung des Zimmer war sehr gut.
Hier hatte man den Eindruck, dass die Clubanlage während der Ferienzeit absolut an ihre Grenzen stösst und aus allen Nähten platzt. Bereits zum Frühstück war ein Teekännchen, ein kleiner Löffel und eine Tasse Goldstaub, wenn man ab ca. 9.30 Uhr das Restaurant betrat. Auch am Abend war Besteck, Teekännchen und ein Glas häufig Mangelware. Es gab drei Räume in denen Eltern mit Kinder speisen konnten, einen für Erwachsene und eine Terrasse mit Blick auf Pool, Düne und Meer. Sehr störend empfand ich, dass es nur zwei Möglichkeiten gab, auf dieser besagten Terrasse einen Tisch zu erwischen. Entweder reservierte man einen Tisch, jedoch mit der Auflage eine Flasche Wein im Wert von mindestens 20,00 Euro kaufen zu müssen ( für einen Nichtweintrinker schlecht ) oder man musste 19.50 Uhr Gewehr bei Fuss stehen, um dann bei Öffnung um 20.00 Uhr einen Platz im Halbsprint zu ergattern. Kein schöner Zustand! Dazu kam die Masse an Urlaubern. Man lernte Schlange zu stehen morgens für ein gebratenes Ei und einen Saft, mittags und abends für ein Stück Fisch, 3 ! gegrillte Garnelen, ein Steak , Pasta und und und...., Kantinenflair pur. Das Personal kam mit dem Nachfüllen nicht hinterher. Das Mittagessen wurde im Hauptrestaurant und Strandrestaurant angeboten. Die Qualität war recht unterschiedlich. Nudeln mit Tomatensauce, Pommes Frites, Salat zum selbst zusammenstellen, zwei verschiedene Suppen und Pizza waren täglich im Angebot. Alles andere variierte geringfügig je nach Motto (italienisch, französisch, marokkanisch, amerikanisch) wiederholte sich jedoch. Die Kellner und Kellnerinnen waren durchweg sehr freundlich und bemüht und zu Spässen aufgelegt (häufig bedeutend lustiger als die Animateure). Äusserste Vorsicht ist beim montäglichen Galadinner zum Abschluss der Reise gegeben. Nicht alle Speisen waren frisch und sauber. Eine sehr schmerzhafte Lebensmittelvergiftung, welche sofort nach dem Verzehr zu starker Übelkeit führte, ( 1 Woche Krankschreibung und 2 Tage Infusion waren die Folge).
Beim Personal gab es sehr freundliche und weniger freundliche. Zur Mittagszeit im Beachrestauraunt ging es immer sehr freundlich und zuvorkommend zu. Die morgendliche Eierbraterin war eher sehr unfreundlich, arabische Gäste hatten den Vorzug, sich dort nicht anstellen zu müssen. An der Bar gab es, je nach Belastung, mal mehr mal weniger freundliche Barkeeper. Das Reinigungspersonal war durchweg sehr freundlich und immer zu einem Smalltalk aufgelegt. Die Animateure im Kücheneinsatz wirkten zumeist sehr gestresst.
Das Hotel befindet sich direkt neben dem Königspalast. Die Entfernung vom Flughafen zum Hotel beträgt ca. 30 min. In der nächsten Umgebung befinden sich ausserhalb der Anlage keine Geschäfte und Unterhaltungsmöglichkeiten. Nach Agadir kann man mit dem hoteleigenen Taxi fahren. Am Strand kann man bis nach Agadir laufen, ca. eine halbe Stunde, bis zum Yachthafen etwas länger. Im Club werden verschiedene Ausflüge angeboten. Empfehlenswert ist eine Tagestour nach Marrakesch für 139,00 Euro und eine Halbtagestour per Jeep ins Atlasgebirge und nach Izoumer, einem Berberdorf, für 61,00 Euro pro Person. In Agadir selbst kann man am breiten Strand spazieren und den vielen jungen Fussball spielenden Marokkanern am Strand zu schauen, einen Bummel über die Strandprommenade unternehmen oder den Souk besichtigen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Robinson Club typisch werden viele sportliche Möglichkeiten geboten. Der Wellenreiterkurs war laut meinem Sohn absolut Spitze, die Kursleiter sehr motiviert und superfreundlich. Ebenso das tägliche Beachvolleyball und die Fussballturniere. Für einige Indoorsportarten muss man sich einen Tag vorher anmelden. Auch wenn nicht alle angemeldeten Gäste erscheinen, wurde die Tür pünktlich verschlossen! und die Cyclingräder blieben dann leer! Beim Zumba waren so viele Gäste, dass man sich auf die Füsse trat und man nicht mehr von Zumba sprechen konnte. Die Golfschnupperstunde mit Momo hat sehr viel Spass gemacht und ist sehr zu empfehlen. Beim Yoga war schade, dass der doch sehr selbstverliebte akrobatisch talentierte Yogalehrer wenig auf seine Gäste ( Damen Ü 40 ) einging. Insgesamt kann man sagen, dass einige Animateure sich wohl mehr als Künstler sahen, weniger als Animateure. Zur Abendunterhaltung kann ich den marokkanischen und den Spieleabend sehr empfehlen. Die Liveband spielte gute Musik in der Bar. Die Playbackshows der Animateure sind nicht zu empfehlen. Die Poolanlage haben wir nicht genutzt. Sie wirkte aber sauber und aufgeräumt, obwohl ich es als unhygenisch empfand, dass die arabischen Damen in voller Montur in den Pool stiegen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 3 Wochen im Juli 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Christina |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


