Wir sind nicht pingelig und können über vieles hinwegsehen aber wir würden dieses Hotel nicht weiterempfehlen. Den ersten Schock bekamen wir, kurz nach dem einchecken. Die Fahrstuhltür öffnete sich und fünf Jugendliche, die kaum noch stehen konnten, lallten uns die Worte "Wir sind voll!" entgegen - und damit war nicht nur der Fahrstuhl gemeint. Als wir dann in unsere Zimmer wollten mussten wir aufpassen nicht in die Kotze zu treten, die jemand direkt vor unserer Tür "verloren" hatte und die auch erst nach zweimaliger Beschwerde an der Rezeption beseitigt wurde. In der ersten Nacht wurden wir, trotz Ohrstöpsel, durch unglaublichen Partylärm, in den Fluren und den angrenzenden Zimmern, geweckt. Das Maß war dann endgültig voll, als wir bemerkten, daß mehrere junge betrunkene Männer über die ungenügenden Abgrenzungen auf unseren Balkon gelangt waren, um von dort aus lautstark gröhlend auf den nächsten Balkon zu klettern, wo die Party dann munter weiter. Am nächsten Tag bekamen wir zwar ein ruhigeres Zimmer am Ende des Ganges, dafür aber auch ein wunderbaren Blick auf die Mülltonnen des Hotels. Dieser Müll wurde immer von diversen Möwen durchsucht, die sich dann auch gerne kurze Zeit später, auf der Terrasse, auf unbeaufsichtigten Essensteller ahnungsloser Gäste stürzten. Die Blumenbeete und Anpflanzungen waren sehr gepflegt. Die allgemeine Sauberkeit im Hotel ist gut. Da ich auch im Urlaub Frühaufsteher bin und gerne schon vor dem Frühstück meine Bahnen im Pool schwimme, war es sehr ärgerlich, dass der Pool erst ab 9.00 Uhr benutzt werden durfte. Die Begründung: Der "Lifeguard" wäre erst ab 9.00 Uhr da und ohne Lifeguard dürfe niemand den Pool benutzen. Ich bin ein guter Schwimmer und die Chance das ich in einem 1.50 Meter tiefen Pool mal einen Lebensretter brauche ist doch höchst unwarscheinlich. Zumal der Lifeguard, wenn er dann da war, seine Aufmerksamkeit auch lieber seinem Smartphone widmete als den Pool im Auge zu behalten. Athmosphärisch betrachtet war ein Tag am Pool so eine Mischung aus Freibad und Diskothek. Wurde man nicht vom eigenen Hotel beschallt, haben das die umliegenden Hotel übernommen. Die Animateure waren freundlich, sehr bemüht und überhaupt nicht aufdringlich. Wir haben die meiste Zeit am Strand verbracht.
Das Mobiliar hat schon bessere Zeiten erlebt. Für uns war es aber ausreichend. Im Bad konnte sich von der Größe her immer nur eine Person aufhalten. Kühlschrank und ein alter Fernseher waren vorhanden. Ein Safe im Zimmer wurde nur gegen ca. 35 Euro Gebühr freigeschaltet.
Das Essen war mittelprächtig und wie fast überall wurde es dann nach einer Woche auch eher langweilig, weil es doch auch irgendwie das Gleiche war. Von den zwei Kaffeeautomaten im Restaurantbereich war gerne mal einer defekt, sodass sich beim Frühstück lange Schlangen bildeten. Die Terrasse im Restaurantbereich ist zu klein dimensioniert. Für die Anzahl von Gästen sind 20 Tische je 4 Stühle, also 80 Sitzplätze einfach zu wenig. Zumal viele Tische ja auch nur zu zweit besetzt werden. Im Innenbereich gibt es ausreichen Sitzplätze, es ist dort aber unglaublich laut und stickig. Es gab eine Lobbybar, wo man den "guten" Alkohol sowie Cocktails bezahlen musste. In der Sailorsbar gab's dann die kostenlosen inländischen Spirituosen. Die "Mischungen", die die unfreundlichen Barkeeper gemacht haben waren allerdings ungenießbar. Auch die nichtalkoholischen Getränke waren, ausser Wasser, furchtbar. Das Bier konnte man trinken. Nachmittags gab es Eis zur Selbstbedienung. Allerdings war das Wasser zum Säubern des "Eiskratzers" innerhalb kürzester Zeit durch Eisreste stark verunreinigt und wurde dann den ganzen Nachmittag auch nicht gewechselt.
Zimmer und Bad wurden nur oberflächlich geputzt. Handtücher und Bettwäsche wurden ausreichend gewechselt. Das Personal war überwiegend freundlich, besonders an der Rezeption wo die meisten deutsch sprechen konnten. Unsere Beschwerde wegen der nächtlichen Lärmbelästigung wurde ernst genommen und innerhalb einer Stunde hatten wir ein anderes ruhigeres Zimmer. Ein schimmeliger Duschkopf wurde innerhalb von 10 Minuten ausgetauscht. Einige Kellner und die Barkeeper gehen aber zum Lachen in den Keller.
Das Hotel liegt etwa 15-20 Minuten Fußweg vom Strand entfernt. Durch eine Pforte an der Poolseite, die man mit der Zimmerkarte öffnen kann, gelangt man über einen kurzen aber ziemlich abenteuerlichen Weg/Treppen zur Straße. Besonders im Dunkel muss man aufpassen, dass man sich nicht auf die Nase legt. Hier wäre eine Laterne mehr als notwendig. Übrigens sind viele Gehwege und Treppen am Urlaubsort eine Katastrophe. Man muss wirklich sehr aufpassen, wo man hintritt. Wir haben einige Urlauber mit Gipsbeinen und/oder Verbänden auf Krücken oder im Rollstuhl gesehen... Supermärkte, Shops, Restaurants und Bars sind in unmittelbarer Nähe. Das Hotel liegt umringt von Nachbarhotels auf einem, für diese Zimmeranzahl, zu kleinem Grundstück. Der Pool ist sehr klein und 180 Liegen für 242 Zimmer, also für ca. 500 - 600 Personen sind einfach zu wenig. Obwohl es Verbotsschilder gibt, dass das reservieren von Liegen untersagt ist, gibt es ab spätestens ab 7.30 Uhr keine freie Liegen mehr. Es gibt aber auch keinen Platz mehr für weitere Liegen. Am schönen Strand müssen für zwei Liegen, zwei Auflagen und einem Sonnenschirm umgerechnet 18 Euro pro Tag gezahlt werden. Wir haben uns zwei Luftmatratze und einen Sonnenschirm für ca. 30 Euro gekauft. Es gibt am 3.5 Kilometer langen Strand immer wieder Bereiche, wo man sich hinlegen kann, ohne Liegen und Sonnenschirme mieten zu müssen.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Haben wir nicht genutzt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2017 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Michael und Nicole |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |
Lieber Michael und ..., Vielen Dank für Ihre Kommentare in Holidaycheck. Wir tut uns leid, dass Sie nicht mit ihrem Aufenthalt im Hotel Madara zufrieden sind. Wir werden Ihres Kommentare notieren und wir werden Verbesserung machen. Wir hoffen, dass Sie wieder kommen, um die zu sehen. Viele Grüsse aus sonnige Varna.


