Das Hotel liegt wunderschön am Hang mit Blick in die Bucht und die umliegenden Berge - ein sehr nettes Fleckchen in wunderschöner Landschaft. Allein die rosaroten Sonnenuntergänge (kein Mensch glaubt einem diese Farben) sind die Reise absolut wert! Die Anlage besteht aus vielen zweistöckigen Gebäuden, die in den Hang hinein gebaut sind. Vom äußersten Gebäude zum Haupthaus ist man gemütlich etwa fünf Minuten zu Fuß unterwegs. Jedes Gebäude beherbergt mehrere Appartements (fünf?) nebeneinander, die ebenerdig, im ersten oder zweiten Stock liegen. Dabei ist der zweite Stock den großen (und teuren) Appartements vorbehalten. Insgesamt eine schöne Anlage, die Anfang Oktober jedoch fest in deutscher Hand war - wieso fahre ich eigentlich in die Türkei?? Und für meinen Geschmack gab es deutlich zu viele junge Eltern mit tobenden und schreienden (Klein-) Kindern, die den großen, nicht unterteilten Essenssaal offensichtlich mit einem Spielplatz verwechselten, und von ihren Eltern darin bestärkt wurden. Nicht wirklich geeignet für Ruhesuchende! Wer seine Ruhe haben möchte, sollte unbedingt versuchen, ein Appartement am Rand der Anlage vor zu reservieren. Hir kommt mein Appartement #318 ebenso in Frage, wie eines in einer der hinteren = höher gelegenen Gebäudereihen. Die Vorreservierung klappt gut per Mail, die innerhalb von 24 Stunden beantwortet wird, und das Hotel ist auch gerne bereit, einen solchen Sonderwunsch zu berücksichtigen. Andernfalls hat man rechts + links und oben/unten viele nette Nachbarn, die bei schönem Wetter sicherlich genauso gerne draußen sitzen und erzählen, wie man selbst. Ich hatte mir in Deutschland ein PrePaid-Handy von TurkCell besorgt, damit hat das Telefonieren nach Deutschland problemlos funktioniert.
Ich hatte ein sehr ruhiges Appartment (#318, kleine Variante mit Meerblick, renoviert), das im ersten Stock des äußersten Gebäudes der vordersten Gebäudezeile liegt. Entsprechend gab es (von vorne gesehen mit dem Meer im Rücken) über, unter und rechts von mir Nachbarn, links dagegen nicht. Auf der linken Seite liegt stattdessen der Appartement-Eingang, den man über eine 5-stufige Treppe und einen kleinen Vorplatz (ca. 2x2m) vor der Eingangstür erreicht. Dieser Vorplatz dient als Balkon, dort stehen ein Tisch mit Tischtuch (hat mir gefallen) und drei Stühle. Dass das Appartement keinen ordentlichen Balkon hatte, fand ich zunächst doof; es erwies sich jedoch schnell als großer Vorteil: Der Vorplatz hat von vormittags bis abends durchgängig Sonne, man kann toll und in Ruhe sonnen, und es laufen nur selten Menschen vorbei, die die Ruhe stören. Und dadurch, dass sich dieser Vorplatz "am Ende" des äußersten Gebäudes befindet, ist er nur von vorne + hinten einsichtig, nicht jedoch von den Seiten. Fazit: Mit Sicherheit einer der besten Sonnenplätze in der gesamten Anlage und - bis auf die Einsichtigkeit von hinten - allen "normalen" Balkonen absolut überlegen! Das Appartement war in sehr gutem Zustand und von der Größe her für eine Person großzügig. Es wurde jeden zweiten Tag gereinigt, die Handtücher wurden getauscht, und anschließend war alles wieder blitzeblank. Das Appartement besitzt eine vollständig eingerichtete Küchenzeile inkl. 2 Kochflächen (Ceran), Mikrowelle und Dunstabzug, eine Kaffeemaschine, einen Wasserkocher, die wichtigsten Küchenutensilien (wie Korkenzieher) und Geschirr für 4 Pers. Im Schlafzimmer gibt es eine Klimaanlage über dem Fenster, die kühlt + bei Bedarf auch wärmen kann, im Wohnzimmer hängt ein Ventilator mit integrierter Lampe. Das Bad hat eine Yakutzi-Badewanne - allerdings haben mir ihre Länge (man konnte nur ziemlich aufrecht darin sitzen) und der Zwangsabfluss auf halber Höhe (nix Schultern unter Wasser) die Lust auf die Wannennutzung verleidet. Duschen darin war OK, der Wasserdruck war allerdings sehr dürftig und das Wasser teilweise lauarm bis kalt, s. Service/Umgang mit Beschwerden.
Das Essen (ich hatte Halbpension und habe nur im Hauptrestaurant gegessen) war sehr lecker, es wird eine breite Auswahl überwiegend türkischer oder türkisch angehauchter Gerichte geboten. Dabei gibt es immer (auch morgens!) frische Salate. Besonders lecker fand ich abends das frisch gefrillte Fleisch (Truthahn, Huhn, Rind, Fisch) mit Grill-Tomate, -Paprika, -Zwiebel und die verschiedenen Sorten frisch zubereitetes Pide aus dem großen Holzofen - superlecker! Wein und Wasser zum Abendessen waren mir im direkten Vergleich zu den Preisen im Hotelladen zu teuer. Habe daher beim Essen auf Getränke verzichtet und meinen Wein (und den mitgebrachten Whisky) im Appartement genossen :-)
Die Hotel-Angestellten sind freundlich bis sehr freundlich, und an der Rezeption trifft man auch sehr nette deutsche Muttersprachlerinnen, die gerne weiter helfen. Bei mir und einzelnen anderen Gästen gab es Probleme mit dem Warmwasser - morgens nach dem Aufstehen lauwarm bis kalt duschen - brrrrr! Habe es mehrfach moniert und jeweils darum gebeten, eine Rückinfo zum Status zu bekommen, leider vergebens: Nach drei Tagen lief das heiße Wasser glücklicherweise wieder, aber Totalausfall beim proaktiven Feedback - schade! Positiv fand ich in diesem Zusammenhang die Regelung durch die TUI (will man seine Rechte geltend machen, muss man solche Probleme auch dem Reiseveranstalter melden): Die TUI-Reiseleiterin vor Ort zahlte nach Prüfung anstandslos einen entspechenden Obulus aus.
Das Hotel ist rd. 100 km vom nächsten Flughafen Dalaman entfernt. Auf den letzten 20 km ab Marmaris ist die Strecke bergig und serpentinenhaltig, die Fahrtzeit ab Flughafen beträgt knapp zwei Stunden und man muss durch die eine oder andere schlecht ausgeschilderte Baustelle durch. Das Lorymar bot mir den Flughafentransfer (hin + zurück) auf Nachfrage für 180 EUR, türkischsprachige Internet-Seiten verlangen 100 EUR, ich habe bei "Dalaman-Transfers" "Punkt" "com" für 120 EUR gebucht, und der Transfer war absolut reibungslos. Wenn man einigermaßen wach und nicht erst im Dunkeln in Dalaman ankommt, lohnt sich daher ein Mietwagen, den man gleich am Flughafen übernimmt. Allerdings fahren die Einheimischen teilweise abenteuerlich ("driver crazy!!"), Geschwindigkeitsbeschränkungen und durchgezogene Linien haben bestenfalls Empfehlungscharakter (was vereinzelt auch für rote Ampel gilt!), und zwischen Dalaman und Marmaris habe ich auf dem Hinweg abends nicht weniger als 8 Polizei-Geschwindigkeitskontrollen gezählt. Der Strand in Turunc ist mit dem kostenlosen Hotel-Shuttle erreichbar, das mind. 1x pro Stunde die knapp zwei km nach Turunc und wieder zurück fährt. Es ist ein kleiner Strand, Sand + Kies, und ich habe ihn als wenig einladend empfunden. Zwischen den Häusern des Dorfes und dem Wasser standen ein paar (kaum benutzte) Liegen und ganz vereinzelt war auch mal jemand im Wasser, obwohl das Wasser noch warm war. Die Geschäfte im Ort sind bis auf einen kleinen Supermarkt sehr touristisch geprägt, angeboten werden Billigwaren, die wenig Lust auf Shoppen machen. Man bummelt mal durch und läßt das Portemonnaie gerne in der Tasche. Da ist es hilfreich, dass Sachen des täglichen Bedarfs, wie 5l-Flaschen Wasser oder löslicher Kaffee zu absolut fairen Preisen im kleinen Hotelladen angeboten werden, der Weg in den Ort lohnt sich dafür kaum.
Beliebte Aktivitäten
- Sonstiges
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 1 Woche im Oktober 2013 |
| Reisegrund: | Sonstige |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | An |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 3 |


