Das Hotel ist in zahllose Einzelhäuser aufgeteilt und hat rd. 700 Zimmer. Vermutlich durfte man nicht höher als zweistöckig bauen. Die Sauberkeit im Hotel ist wirklich o.k. Das hängt sicher auch damit zusammen, dass das Hotel noch ziemlich neu ist. Allerdings zeigen sich auf den unschön und ziemlich billig betonierten Wegen schon die ersten Risse und Spalten und die Holztrennwände auf den Balkonen könnten schon einen Anstrich vertragen. Es gab viele Deutsche, vor allem aus dem Schwabenländle und auch viele spanische Familien. Wer nur faulenzen will ist hier richtig. Bei nicht so tollen Wetter allerdings ein Problem, denn außer Sonnenbaden am Pool und essen kann man hier nix machen. Ungedingt Mietwagen buchen, denn La Palma ist eine Reise wert. Hier gibts Vulkane (unbedingt den Roque des los Muchachos und den San Antonio anschauen) und Urwälder (toll für kleinere und größere Wanderungen) und ein paar nette kleine Städte (Los LLanos, Santa Cruz). Zu unserer Reisezeit waren die Wanderwege allerdings nicht alle begehbar, da wegen des Hurrikans eine Woche zuvor viel zerstört wurde, auch am Strand von Puerto Naos (einer der größeren) fehlt zwei Meter hoch der Sand (samt Palmen).
Hier muss man Riesenunterschiede machen! Mit Meerblick: super, ohne: durchschnittlich. Die Einrichtung ist überall gleich: sehr schön. Allerdings sind es französische Betten. Wer gerne seine eigene Bettdecke hätte, hat Pech gehabt. Wir hatten Zimmer ohne Meerblick gebucht und wollten vor Ort nachfragen. Schließlich haben wir 70 Euro! nachgezahlt, um ein Zimmer im zweiten Stock im begehrten 5000-Block mit Blick auf den Atlantik zu erhalten. Offenbar zahlen die Reiseveranstalter, die Meerblick anbieten, deutlich mehr für die Zimmer als die anderen, hat mir der Chefrezeptionist erklärt. Deshalb gibt es den festen Tarif von 10 Euro pro Tag für Zimmerwechsel, direkt ans Hotel zu zahlen. Das ist auch ein Riesenproblem in dem Hotel. Wir haben bei mehreren Gästen mitbekommen, dass sie sich über die Lage ihres Zimmers beschwert haben, aber nicht nachzahlen wollten. Das Hotel war nämlich nur zu einem Bruchteil belegt. Die Zimmer mit Hinterhofblick sind wirklich deprimierend. Der Qualitätsunterschied ist also emorm! Das Badezimmer ist übrigens super. Riesenspiegel, Fön, Badewanne und die größte und bequemste Dusche, in der wir jemals geduscht haben. Was noch nicht toll war: Wir hatten Raucher im Nebenzimmer. Der Rauch zog sowohl über den Balkon rein, als auch durch eine Zwischentür, die immer zwei Zimmer miteinander zu Suiten verbindet. Wir sind morgens davon aufgewacht, für uns als Nichtraucher sehr unangenehm. Außerdem störend: Wir konnten abends nicht auf dem Balkon sitzen und noch etwas trinken, weil die Balkons bis 23 Uhr (und um 0 Uhr noch mal für zwei Minuten) zwangsbeleuchtet wurden (was Mücken anlockte). Leider waren die Gehäuse der Lampen verschraubt, sonst hätten wir einfach die Birne heraus gedreht.
Es gab überall genug Platz. Das lag vermutlich auch daran, dass kaum Gäste da waren. Das Essen war reichlich und relativ abwechslungsreich. Viel leckerer Süßkram. Allerdings muss auch ich das mangelnde Angebot an frischen Gemüsen bemängeln. Ich hätte auf einer spanischen Insel, wo die Tomaten nicht grün geerntet werden, eine bessere Qualität erwartet. Frische Karotten hätten auch mal drin sein können. Und unter "Showkochen" verstehe ich auch etwas anderes, als einen Koch, der mir lediglich eine frische Scheibe Fleisch abschneidet! (Wobei genau dieser Koch einer der wenigen sehr freundlichen Mitarbeiter war.) Was sehr schön ist, sind die Balkone. Im Hauptrestaurant kann man an drei Balkonen draußen sitzen und beim Langschläferfrühstück sitzt man in der Poolanlage mit Blick auf den Atlantik. Allerdings betrachtete es der Spiegeleierbrater beim Langschläferfrühstück offenbar als Zumutung wenn man ihn um ein Ei bat. Es weigerte sich auch tatsächlich jedes Mal es nur von einer Seite zu braten oder legte es einem fast roh auf den Teller.
Der Service ist leider keine vier Sterne wert. Zwar wurde das Zimmer jeden Tag gesäubert, allerdings wohl nie auf! dem Schrank. Die Freundlichkeit der Mitarbeiter ließ leider - von erfreulichen Ausnahmen abgesehen - zu wünschen übrig. Zum Teil machten die Kellner einen richtig schlecht gelaunten Eindruck. Mit Deutsch kommt man im Restaurant nicht immer durch.
Das Hotel liegt im Südwesten der Insel, fast ganz unten. Dort gibt es absolut nix, außer der Anlage. Zu Fuß in den nächstgelegenen Ort (Las Indias) zu gelangen ist so gut wie unmöglich. Es sei denn, man richtet sich auf eine stundenlange Wanderung mehrere Kilometer steil!!! bergan ein. Ein Mietwagen möglich für die gesamte Dauer des Aufenthaltes ist ratsam. Wer Strandpromenaden oder abendliches Ausgehen mag, ist hier falsch. Die Serpentinen zur "Zivilisation" im Dunkeln hinauf und hinunter zu fahren erschien uns nicht besonders empfehlenswert
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Sehr große Poolanlage mit 12 Pools, einer ist geheizt und wurde natürlich im Dezember als einziger genutzt. Leider ist kein Pool, vermutlich wegen der Kinder, tiefer als 1,50 m, was etwas langweilig ist. Es gibt auch schöne Tennisplätze und einen kleinen Fußballplatz, haben wir aber alles nicht genutzt. Genauso wenig wie das Spa, dessen Angebote ziemlich teuer sind. Wir haben aber viele Gäste gesehen, die das Spa genutzt haben. Strände gibt es zwei kleine nebeneinander (schwarzer Sand), in ungefähr 1,5 Kilometer Entfernung, über Treppen erreichbar. Da konnte man relativ leicht hin laufen. Es sind aber nur Badebuchten ohne irgendwelche Angebote! Oberhalb gibt es ein kleines Strandlokal. Für Kinder übrigens wegen der hohen Wellen, der vielen Steine und der Tiefe ungeeignet!
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Dezember 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Simone |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 4 |


