- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Döbriach liegt im Ostendes Millstätter Sees. Das Familienhotel zur Post feiert 2008 sein 100-jähriges Bestehen und besteht aus Hotel mit Restaurant-Kastaniengarten, Garten, großer abgegrenzter Kinderspielplatz und Parkplätzen im Ortskern von Döbriach und einem 10. 000 m² großem Strandareal mit Sanitäranlagen, Strandbar, Liegen, Sonnenschirmen, Bäumen, ... Die Hotelanlage ist ansprechend renoviert, verfügt über Zimmer, Suiten, Appartments, verteilt über 3 Stockwerke (Lift vorhanden). Wir hatten ein Familienzimmer gebucht (2 kleine Zimmer mit Verbindungstür, jedes verfügt über ein eigenes Bad mit Dusche und einen Balkonzugang (nicht behindertengerecht). Wir hatten HP gebucht, d. h. Frühstück und Abendessen, für kleine Kinder ist ein Mittagessen incl. (müssen beim Kindermädchen angemeldet sein). Es gibt einen neuen Sauna- /Wellnessbereich, den wir nicht genutzt haben. Kindern steht ein Spielzimmer mit Rutsche zum Garten, vielen Spielen und Büchern zur Verfügung, Teens können sich im Nachbarzimmer mit Playstation, DVD-Player, ... vergnügen. Ebenso stehen 2 Regale Bücher zur Ausleihe bereit. Das Hotel war während unseres Aufenthaltes von ca. 75 % Stammgästen aus deutschsprachigem Raum belegt. Obwohl ich mich als berufstätige Hausfrau sehr auf die HP gefreut hatte, tendiere ich fürs nächste Mal wieder zur Selbstverpflegung. Die Kombination Berge und See ist super. Auf jeden Fall Luftmatratze, Paddelboot, .... mitnehmen. Handy 56 cent/min. Zur Hauptreisezeit ist natürlich viel los (wir sind leider an 2 Bundesländer gebunden) und alles ist am teuersten.
Unsere Zimmer waren etwas eng, der Koffer musste zum Auspacken auf´s Bett! Schrank und Ablagemöglichkeiten im Zimmer und Bad waren sehr beengt und dunkel. Um Kleidungsstücke zu erkennen, musste ich immer den ganzen Stapel herausnehmen, da im Flur/Eingangsbereich/Schrank keine Lichtquelle war. Auf dem einzigen Tischchen stand das alte (entsprechend große) Fernsehgerät. Auf dem Balkon befand sich auch nur ein Höckerchen mit Öffnungen, hier ein Glas abzustellen - nicht zu empfehlen, geschweige denn ein Spiel zu spielen. Nicht vorhanden ist ein Safe oder eine Minibar, d. h. keine Möglichkeit mal etwas zu kühlen. Schlecht, wenn man sich für die Wanderung ein Lunchpaket machen will. Bademäntel kann man sich an der Rezeption leihen, Fön gibt es nicht, auch die Lichtverhältnisse im Bad sind schlecht. Die Balkonbeleuchtung war teilweise vorhanden, aber nicht funktionsfähig. Wie schon erwähnt der Lärmpegel durch den Marktplatz/Kreuzung und teilweise auch dem Restaurant-Kastaniengarten unterhalb unseres Balkones. Leider darf in Österreich noch geraucht werden. Dieser Qualm zog wie auch der Küchendunst immer durchs ganze Treppenhaus und dann durch unser Zimmer - sehr lästig.
Alle Hotelgäste bekommen einen festen Tisch in einem der Speiseräume zugewiesen (mit Namensschild); auf Wunsch kann man bei schönem Wetter auch im Kastaniengarten speisen. Zum Frühstück liegt die Morgenpost aus: Wetterangabe, Tagesplan, Tipps, Gästeverabschiedung, Vorstellung des Abendmenüs zum Ankreuzen. Zum Frühstück wählte man am Büffett. Kaffee / Kakao kam meist erst zur Mitte des Frühstücks, Saft = gefärbtes Zuckerwasser. Kaiserbrötchen, Mehrkornbrötchen, Brot, Kuchen, Butter, Margarine, gekochte, in Butter schwimmende Eier, offene/abgepackte Marmelade, Wurst, Käse, Tomaten, verschiedene Sorten Flaces, Schokomüsli, Dosenobst, Yoghurtcreme, 1 kleiner Korb frisches Obst zum Selbstschneiden. Abendessen Salatbuffet; frisch nur grüner Salat (meist ganze Blätter) und zu Beginn der Woche geraspelte Karotten (hierfür 3 !!! Soßen), ansonsten schwamm alles in einer weißen, fetten (Mayonnaisesauce). Der Inhalt der Salate (Schwarzwurzeln, Mais, Karotten, Erbsen, rote Beete, ... alles aus der Dose, diverse Restesalate aus Nudeln / Reis, selbst die Tomaten schwammen in einer Ölsoße. Auch die Hauptgerichte waren immer sehr fettig und mit schweren (kalorienreichen) Soßen garniert. Beim Italienischen Buffet reichte der Koch Mozzarella-Tomaten ohne ein einziges frische Basilikum-Blatt - für mich ein Unding. Ab und an stand ein Schälchen Schnittlauchröllchen / Zwiebeln am Buffett. Sonst konnte ich keine frischen Kräuter entdecken. 1 - gab es Nachspeisenbuffett. Zum Glück fand sich ein Tablett mit frischem Obst, aber unmöglich geschnitten, um es mit Kaffeelöffel und kleiner Gabel zu essen (Ananas musste von der Schale abgebissen werden. Auch hier schwelgte der Koch in Sahne und Kalorien. Alles in allem: Essen wie zu Omas Zeiten!!! Von Frische, Ernährungsbewusstsein (bei uns schon Erziehungsschwerpunkt in Kiga und Grundschule) keine Spur. Die Gesamtorganisation der Bedienungen ließ zu wünschen übrig. Oft wurde man mehrmals nach seinen Wünschen gefragt (von verschiedenen Bedienungen) und keine brachte dann das Gewünschte, bzw. musste man oft das Personal darauf hinweisen, dass keine Gläser, keine Salami, .... mehr da wäre.
Wir wurden freundlich, familiar empfangen, Zimmer und Jugendraum wurden gezeigt. Sonntags gab es dann einen Begrüßungscocktail mit Vorstellung des Sport- und Animationsprogrammes (Kinderprogamm: von 9. 00 bis wer will Mittagsstammtisch und dann meistens von 17. 00 bis nach dem Abendessen, bei Erkrankung des Kindermädchens fel das Programm ersatzlos aus). Auf Fragen bekam man zuvorkommend und ausreichend Auskunft. Die Zimmerreinigung erfolgte leider immer im Zeitraum nach dem Frühstück bis 12. 00 Uhr, dh. in der Zeit, in der man sich für´s Tagesprogramm richten wollte (wir zumindest sind keine Frühaufsteher). Auf Wunsch Handtuchwechsel, es gab einige Ecken, die während unseres Aufenthaltes keine Putzfrau sahen, ebenso die Verbindungstür - wir haben uns auf dem Staub an der Tür verewigt (war bis zur Abreise lesbar). Frau Kern leitet das Hotel, ihr Mann ist im Nachbarort praktizierender Arzt - somit ist ein Arzt im Haus.
Wie schon erwähnt, das Hotel selbst liegt zentral im Ortskern = Marktplatz, fast visavis dem Touristeninfo, d. h. Zimmer zur Südostseite wie unseres, haben die Straßenkreuzung vor Augen und den entsprechenden Lärm in den Ohren. Der örtliche Fußballverein gröllte am 1. Abend bis ca. 23. 00 Uhr (Sperrstunde in Österreich), jeden (!!!) Dienstag ist an dieser Straßenkreuzung Döbriacher Markt: ab nachmittags wurden ca. 40 Verkaufs-u. Imbissstände, Bühne für Live-Band und viele Sitzgelegenheiten aufgebaut. Von 19. 00 - 23. 00 Uhr, wir sind auch einmal durchgelaufen. Ab 23. 00 Uhr wurde alles !!!!! wieder abgebaut, Kisten, Flaschen, Kästen, Bänke, .... auf LKWs verstaut, abgefahren, die letzten Gäste vertrieben, gekehrt - um 2. 00 Uhr war endlich Ruhe (Ich war froh, dass ich nur eine Woche gebucht hatte und das nicht noch einmal mitmachen musste!). Wunderschön dagegen das zum Hotel gehörende Strandareal. Es stehen ausreichend Fahrräder am Hotel zur Verfügung, Schlösser und auch einige Helme können entliehen werden und man hat in ca. 5 - 10 min den Strand erreicht. Dieser Service ist kostenfrei - super. Am leichtabfallenden Sandstrand gibt es eine Stranddusche, 2 Toiletten und 1 Dusche, Umkleidemöglichkeiten, Liegen, Sonnenschirme - auch alles inclusive. Für das leibliche Wohl sorgt die Strandbar, sonntags gibt es eine Runde Kuchen auf´s Haus - lecker. Siegi sorgt bei Groß und Klein dafür, dass keine Langeweile aufkommt: Spiele (Fuß-, Volley-, Tischtennisball) Schnuppersurfkurse, Gymnastik, ... Mit der Kärntencard (gibt es leider nur zum Preis für 2 Wochen; 1 Woche ist knapp, um diese dann auszunutzen) kann man die meisten Ausflüge (Schifffahrten, Bahnen, ... kostenfrei, bzw. reduziert nutzen).
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt wie schon erwähnt viele Sport- und Fitnessmöglichkeiten in und ums Hotel. Sauna / Massage ? (haben wir nicht genutzt) , Rad- Wandertouren, Gymnastik am Strand, Schwimmen im See, Tischtennis, Fuß-, Volleyball, Sennerei-, Alm-, Bauernhoftour, Kasperle, Canyoning, Buggyrundfahrt durch Kärnten, Nordic Walking, Go Cart, Familienrafting, Walken mit dem MBT (Masai)-Schuh, Bogenschießen, Lagerfeuer, und, und, und ein riesiges Kinderprogramm.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 1 Woche im Juli 2008 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Bärbel |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 4 |