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Antonia (19-25)
DeutschlandAus Deutschland
Alleinreisend • April 2006 • 2 Wochen • Strand
Ganz nett, aber nicht 4 Sterne wert
3,1 / 6

Allgemein

Hotel ist recht nett, sieht hübsch aus, Anlage ist groß und auch sehr sauber. Details siehe einzelne Kategorien, Kurzfassung unten. Kurzfassung: Pro: hübsches, sauberes Hotel, Zimmer groß und zweckmäßig, schöne Landschaft drumherum (Blumenwiesen, Felsenküsten, Altstadt), sauberer hübscher Strand, sehr gutes und günstiges Essen in der Altstadt. Kontra: nichts ohne Mietwagen, windig, Bebauung rundherum, Strand ohne Bademeister, karge Einrichtung, hellhörige/schallende Zimmer, unbeheizter Pool, keine Unterhaltungsmöglichkeiten (außer Tennis und Touristenstadt), schlechtes Hotelessen, oft aus der Dose oder Kantinenf***, extrem harte Matratzen, keine Möglichkeit der nächtlichen Belüftung. Tips: Nach Möglichkeit Navigationsgerät für´s Auto kaufen, für Pollenallergiker: nehmt euch ggf. Medikamente mit. Lasst hohe Schuhe zu Hause (Pflastersteine sind nichts für Sandalen), wer bequeme Betten braucht ist dort falsch. Fazit: Wer sich nur am Strand aufhalten will, ist richtig. Die 4 Sterne sind aber überhaupt nicht berechtigt, ich würde 2 Sterne sagen.


Zimmer
  • Eher gut
  • Zimmer sind sehr groß, sehr sauber aber kahl eingerichtet, man hat zwar alles (Fernseher, Sofa, Sessel, Tisch mit Stühlen, Kleiderschank, Bett...) aber das war´s auch. Die Küche in den Appartments war funktionstüchtig, aber irgendwie brauchen die Portigiesen weniger zum Kochen als wir Deutschen oder, wie ich glaube, da gehen nach und nach Sachen durch diebische Bewohner verloren und werden einfach nicht ersetzt, weil keine Einrichtungsliste besteht. Es gab also tiefe und flache, große und kleine Teller, Besteck und Töpfe, aber die Pfanne war schon derart zerkratzt (schwarze Beschichtung war kaum noch vorhanden), dass das Spiegelei an einigen Stellen Teile von der Beschichtung dran hatte. Es gab auch keinen Pfannenwender oder Abtropf-Sieb für Nudeln usw. Die Zimmer sind extrem hellhörig (wir konnten täglich unseren Nachbarn beim Pinkeln zuhören). Die Zimmer schallen auch, durch die großen Räume und karge Einrichtung. Wenn man einen Teller aus dem Schrank nimmt hört sich das an, als ob man einen Polterabend veranstaltet. Ich hatte ein Zimmer mit Meerblick (etwas um die Ecke, aber noch gut). Die Balkone der Nachbarn waren nur durch eine Wand getrennt von meinem, wo man auch leicht dran vorbeisehen konnte, also nichts mit nackt-Sonnenbaden. Was noch sehr wichtig ist: um das Hotel herum wird gebaut (zu fast allen Seiten), daher entstehen Geräuschsbelästigungen und unschöne Aussicht auf Baukräne etc. Wer ohnehin nicht oft im Zimmer sein will wird sich daran nicht stören (ist auch nicht furchtbar laut, zumindest nicht als ich da war), aber es kann ja auch mal regnen. Das Bad ist sehr hübsch gemacht, schön verzierte Fliesen. Jetzt aber zum Wichtigsten: die Betten. Okay, wie soll ich das sagen, wenn ich so schlafen will brauch ich garkein Bett, sondern leg mich direkt auf die Fliesen. Also so was Hartes hab ich noch nicht erlebt, ich bin jeden Morgen völlig gerädert aufgewacht, mir tat alles weh. Andere (weibliche) Gäste bestätigten das, also bin nicht nur ich so empfindlich. Auch 5 Wolldecken auf die Matratze hat nichts geholfen. Also das hat meiner Entspannung wirklich einen großen Abbruch getan, wer also nicht mit sehr harten Matratzen klarkommt ist dort schlecht aufgehoben. Noch was Wichtiges: Man kann die Fenster nicht kippen. Die meisten Schlafzimmer sind im Erdgeschoss, direkt am Durchgangsweg, daher kann man die Fenster Nachts nicht aufmachen(Diebe etc.), was für extrem schlechte Luft sorgt. Ich bin immer gegen 6 Uhr morgends aufgestanden (wenn´s hell war) und hab die Fenster doch noch aufgemacht, sonst wäre man da erstickt. Und Nachts die Balkontür auflassen war auch schlecht, weil man von einem Balkon auf den anderen klettern konnte.


    Restaurant & Bars
  • Sehr schlecht
  • Was das Essen angeht: naja. Frühstück : verfügte jeden Tag über das Selbe: Vollkornbrötchen (2 Sorten), süße Brötchen, Croissants (viel zu fest, warscheinlich aus der Packung), weißen Toast (muss selbst getoastet werden), Butter (mit und ohne Salz), Nutella, Marmelade (4 Sorten), Käse (2 Sorten) Wurst (2 Sorten, sehr gewöhnungsbedürftig), Corkflakes (3 Sorten), Spiegelei, Rührei (eklig, teilweise noch richtig glibberig). Getränke: Orangensaft, Kaffee/Cappuchino/Tee (Fertigmaschine), Milch (nur normale). Alles also Standart, nichts Besonderes, und keine große Auswahl oder Abwechslung. Das Einzige, das täglich variierte war das Obst...Ich muss sagen, ich war sprachlos. Nicht nur, dass es meist nur eine Sorte gab, bei 8 von 9 Tagen Urlaub war das Obst, man halte sich fest, aus der DOSE! Also mal ehrlich, bei 4 Sternen ist das eine absolute Unverschämtheit! Mittagessen: Da wir Samstag Nacht ankamen und somit der Supermarkt am nächsten Tag geschlossen war wollten wir uns Mittags im Hotel verköstigen. Auf dem kleinen Kärtchen vom Hotel stand "Snaks 10-17 Uhr". Ich kam also ins Restaurant (dort wo auch das Frühstück war). Eine Kellnerin, die gerade die Tische deckte schickte mich für Snaks in die Bar (Nebengebäude). Dort kam dann die gleiche Kellnerin (nach 5 Minuten) und sagte mir, dass um diese Uhrzeit (15 Uhr) niemand in der Küche sei. Soso. Nachdem ich mir einen Tunfischsalat bestellt hatte (sie fand doch noch einen Koch) und vom schlechten Gewissen geplagt wurde (hab ich jetzt den Koch vom Mittagessen mit seiner Frau und den Kindern weggeholt?) habe ich mir den Salat mit aufs Zimmer genommen (wollte nicht alleine im Restaurant sitzen). Der Salat selbst: Grüner Salat, viele Zwiebeln, halbgrüne Tomaten und zwei Dosen Tunfisch aus der Dose, kein Dressing. So mies hab ich 5 Euro (!) noch nie angelegt. Zu Abend gegessen haben wir normalerweise in der Stadt (günstig), aber an einem Abend wollten wir mal sehn, was es gibt. Es gab keine Speisekarte, sondern nur Kantinenessen, wie in der Mensa, nur schlechter. In den typischen Großen Schalen befanden sich Spagetti, Bolognese-Sauce, Karotten- und Kartoffelwürfel, Fischsuppe und panierte Tintenfischringe. Punkt. Dann gab es noch ein Salatbüffet (teilweise wieder Sachen aus der Dose, z.B. rote Beete). Da wir eben doch Hunger hatten haben wir uns einfach nur die Tintenfischringe und eine Fischsuppe bestellt und für´s Zimmer einpacken lassen. Die Kalamaris waren leider nur lauwarm und ohne Sauce und weil aufgewärmt auch etwas zäh, aber der Koch war sehr nett und hat als Dekoration Erdbeeren (frisch) am Tellerrand angeordnet. Gut, das war eine nette Geste, aber trotzdem, das Essen im Hotel ist einfach traurig.


    Service
  • Eher gut
  • Fremdsprachenkenntnisse: Englisch gut, Deutsch nur Brocken. Einen Shuttle-Bus gibt es trotz Angabe nicht! Wer in die Stadt will muss den Linienbus vom Strand aus nehmen, Flughafentransfer muss man selbst planen (Mietwagen). Das Personal war sehr freundlich, allerdings - verzeihung- saublöd. Wir sind gegen 11 Uhr nachts angekommen (sogar der portugiesische Fahrer hat sich dauernd verfahren, es ist wirklich ein Chaos bis zum Hotel). Die Dame an der Rezeption hat uns freundlich empfangen und uns eine kleine Karte des Hotelgeländes gegeben. Dort war zwar eingezeichnet, wo sich unsere Apartments befinden, aber nach minutenlangem suchen (mit dem Auto) sind wir wieder zurück zur Rezeption. Die Dame kam mit raus und stellte fest, dass das Tor zu dem Apartmentblock verschlossen war (immer ab 10 Uhr Abends). Sie hatte aber keinen Schlüssel und konnte auch keinen auftreiben (und das, obwohl ich einen Tag zuvor unsere Ankunftszeit per Email abgekündigt hatte). Also hieß es: komplettes Gepäck ausladen und bis zu den Apartments transportieren. Wie erstaunt waren wir, als wir am nächsten Tag bemerkten, dass es noch einen anderen Weg zu den Apartments gab (vom Hauptparkplatz hinter dem Hotel vorbei (da war dann auch die von uns gesuchte Beschilderung (Block 1-5), das war also der offizielle Weg. Das fanden wir schon ziemlich schokierend (selbst wenn die Rezeptions-Dame neu war hätte sie das doch wirklich wissen müssen). Der Zimmerservice kommt nur jeden zweiten Tag (auch Sonntags), für 4 Sterne eigentlich nicht akzeptabel. Noch schlimmer, die Damen putzen zwar routiniert und schnell (das Bad auch wirklich anständig) aber sie saugen nicht (wischen nur), was ich besonders auf dem Sofa als sehr unangenehm empfand, weil alles voller Sand war und der ohne Staubsauger einfach nicht weg ging. Am Ende haben sie sogar drei Tage nicht geputzt, weil wir am vierten Tag abreisen wollten und man es wohl für überflüssig hielt, einen Tag vor der Abreise noch zu putzen (unmöglich!).


    Lage & Umgebung
  • Gut
  • Die Lage ist recht einfach zu beschreiben: Gut. Es heißt, das man zwei Minuten zum Strand geht, tatsächlich sind es etwa 10 (man will ja bei 30 Grad nicht rennen). Zum Strand hin ist soweit alles in Ordnung, besonderes Plus, man muss nicht durch Seitenstraßen etc., sondern hat einen unheimlich schönen "Feldweg", auf beiden Seiten mit bunten Blumen und Blumenbüschen umsäumt (wildwachsend, Pollenallergiker sollten Heuschnupfenmittel mitnehmen). Der Strand bzw. die Bucht selbst ist ebenfalls sehr hübsch, sauberer, feiner Sand, Meerwasser ist wie überall kalt, aber sauber (außer ein paar an der Oberfläche schwimmende Algen) und flach abfallend. Zu bemerken ist, dass im April noch nicht allzuviel los war, aber im Hochsommer kann es wohl recht voll werden, da der Strand nicht sehr groß ist (was man auf der Homepage des Hotels sieht ist schon fast der ganze Strand). Dann kann man auch nicht überall dort liegen, da durch die Felsen Lavinengefahr besteht. Das hört sich jetzt schlimmer an, als es ist, da kommt natürlich nicht täglich was runter, aber hin und wieder kann sich eben ein Stein lösen. Man legt sich am besten nicht direkt an die Felsen (kleine Einbuchtungen laden dazu ein), ist aber alles ausgeschildert. Die umliegenden Strände und Felsküsten sind alle sehr hübsch und auch sehr verschiedenartig. Mann kann zwar auch zu manchen davon laufen, aber mit Badetasche etc. nicht empfehlenswert, also Mietwagen (Busverbindungen kann man vergessen, so etwa wie bei uns in kleinen Dörfchen). Die Altstadt von Lagos ist ganz hübsch anzuschauen, allerdings ohne Auto schwierig zu erreichen. Zum Shoppen ist das zumindest für mich garnichts gewesen. Da Lagos so viel Tourismus hat sind eben auch die Shops darauf zugeschnitten. Der Schmuck (bekommt man bei uns bei H&M) sowie die Anziehsachen sind großteils Billigwahre (daher auch so günstig) und in den meisten Geschäften gleich oder sehr ähnlich. Der Supermarkt ist absolut mehr als 15 Minuten entfernt und man denke daran, dass man in Portugal kein Kranwasser trinken kann und wer will schon 5-Liter Kanister Wasser aus dem Shop zu Fuß zum Hotel tragen (wiedermal: Mietwagen).


    Aktivitäten

    Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Was kann man im Vila Mos machen: nicht viel. Ich persönlich bin dort hingefahren, um auszuspannen und einfach mal nichts zu tun. Da war ich dort richtig. Ich war wie gesagt Ende April dort, da gab es keine Unterhaltung. Man konnte also am Pool sein, am Strand oder in die Stadt fahren (wo man übrigends fast überall sehr lecker gegrillte Sadinen essen konnte). Bei schlechtem Wetter bekam man ein Problem. Im Hotel selbst gibt es zwar eine Bar, aber die ist kaum besucht (geschlossen, kein Meerblick und direkt neben der Rezeption, also nichts mit Hawaii-Feeling). Der Pool ist zwar tatsächlich etwas klein für das Hotel (steht in anderen Bewertungen), aber da das Meer direkt nebenan ist, lag da kaum jemand. Weiterer Grund: der Pool war zwar beheizbar, aber nicht beheizt. Das steht nur im Prospekt, um die Touristen anzulocken, ich wette, die beheizen da nie. Wenn nämlich im April (absoluter Sesonanfang, im Winter ist das Hotel geschlossen) nicht geheizt wird (und so warm war es draußen wirklich nicht), wann dann? Also mal ehrlich, das Poolwasser war kälter als das Meerwasser (ich war am gleichen Tag in beidem). Dann sind die Liegestühle so furchtbar hässlich blau, so garnicht südländisches Feeling. Man liegt da auch wie auf dem Präsentierteller, umzäunt von Zimmerfenstern und dem Restaurant (mit Glaswänden). Dann noch was für Eltern: Der Kinderpool ist ca. einen halben Meter tief, also nichts für Babies oder Kleinkinder zum planschen. Es gab einen Tennisplatz, recht alt aber reichte halt. Fernseher mit deutschen Programmen (RTL, Sat1, ARD, ZDF und SuperRTL). In Lagos selbst gab´s auch außer Essen gehen und Jazz-Kneipe (nur Samstags) nichts Spannendes. Aber wie gesagt, ich wollte nichts anderes, als in der Sonne zu braten.


    Preis-Leistung
  • Schlecht

  • Infos zur Reise
    Verreist als:Alleinreisend
    Dauer:2 Wochen im April 2006
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Antonia
    Alter:19-25
    Bewertungen:1