- Preis-Leistungs-VerhältnisSchlecht
Das kleine Hotel liegt im Zentrum der Insel inmitten des Bergmassivs und eignet sich als guter Ausgangspunkt für Wanderungen und Ausflüge mit dem Mietwagen. Das Hotel selber ist an ein Restaurant angeschlossen, welches für die Betreiber die Haupteinnahmequelle ist. Dies bemerkt man schon daran, dass der Hotelbetrieb relativ "stiefmütterlich" betrieben wird. Die Anlage ist klein, alles liegt sehr eng beieinander und ist nicht besonders gut gepflegt. Im "Garten" befindet sich neben dem Pool der Parkplatz, der Haupteingang des Hotels, ein alter Frühstücksraum (eher ein Bretterverschlag mit Wellblechdach) der vor sich hin gammelt und der Trockenplatz für die Wäsche. Alles zum Greifen nah - und nicht wirklich schön, wie es im Katalog des Reiseveranstalters angepriesen wird. Auf den ersten Blick ist das Hotel wirklich schön. Die Architektur macht etwas her und auch die Inneneinrichtung ist sehr geschmackvoll - rustikal aber nett. Wenn es nur besser gepflegt werden würde... Es gibt wirklich schöne Räume in dem Restaurant. Wie der Reiseanbieter in seinem Katalog auch schreibt, gibt es ein Kaminzimmer. Nur wird dies nicht genutzt. Wir wollten einmal dort hinein und sind vom Personal direkt wieder hinausbefördert worden. Als Gast des Hotels hat man generell nicht die Rechte wie Gäste der Gastronomie. Sitzen die Restaurantbesucher im relativ sauberen und gemütlichen Speisesälen, so wird man als Hotelgast in einen Raum neben der Bar gesetzt der über Panoramafenster mit Blick auf die Straße bietet. Die Stühle und Tische kleben vor Dreck. Brotkrumen und Essensreste von vor ein paar Tagen liegen auf dem Boden etc. Wirklich sehr erbauend. Die Sauberkeit im Hotel und auf den Zimmern ist in Ordnung. Jeden Tag wird in wenig gereinigt. Die Gäste sind verschiedensten Alters und alle auf der Suche nach Ruhe und Erholung. Dieses Hotel ist definitiv nichts für einen längeren Aufenthalt. Als Zwischenstopp bei einer längeren Wanderung oder als Ausgangs- und Endpunkt mit Übernachtung kann man sich wunderbar hiermit arrangieren. Bei längerem Aufenthalt sollte man viel Geduld, gute Bücher und Wanderschuhe mitbringen. Das Wetter dort oben ist immer gut. Morgens sind noch ein paar Wolken da, aber aufgrund der Höhenlage verflüchtigen sich diese immer relativ schnell. Mein Rat: Wer es ruhig und gemütlich haben will, der ist in diesem Hotel wirklich an der falschen Adresse!
Die Zimmer sind klein, aber in gutem und gepflegten Zustand. Möbel im Kolonialstil passen in das Bild des Hotels. Klimaanlage ist vorhanden und funktioniert. Fernseher gibt es auch, allerdings nur mit spanischen Sendern. Die Zimmer sind sehr hellhörig und alle an einem Flur gelegen. Der Herr in unserem Nachbarzimmer schnarchte, was mich ruhelos im Bett liegen ließ. Die dünnen Wände vermittelten den Eindruck, dass er direkt neben mir liegen würde.
Wie oben erwähnt, nutzt man als Hotelgast einen separaten Raum der alles andere als sauber ist. Auch hier gilt... könnte schön sein, wenn es ein bisschen mehr gepflegt würde. Frühstück: Zum Frühstück gibt es Brötchen. Einmal in der Woche kommt der Lieferant und bringt Brötchen für den Wochenbedarf. Das bedeutet... nach ein paar Tagen sind diese knochenhart und staubtrocken. Na ja... wenn man sie in den Toaster steckt, dann gehen sie einigermaßen. Das Buffet beschränkt sich auf ein paar alte Marmeladengläser und ein bisschen Käse, Salami und Butter die in einer 60-iger Jahre Kühltheke liegen. Schon mal gibt es Fertigkuchen oder ähnliche Leckereien. Bei Halbpension gibt es dann noch das Abendessen. Oder soll man sagen Resteessen? Der südamerikanische Koch hat meiner Meinung nach diese Berufsbezeichnung nicht verdient. Das Essen war einseitig und einfallslos. Wir hatten immer die Wahl zwischen zwei Gerichten. Daran wie die Zusammenstellung der Gerichte vorgenommen wurde, ließ es für uns erkennen, dass an die Hotelgäste die Reste aus dem Restaurantbetrieb "verfüttert" wurden. Tag 1: Kaninchen mit vor fett triefenden Pommes. Tag 2: Eine Art Gulasch mit Kaninchenfleisch. Tag 3: Suppe mit Kaninchenfleisch zur Vorspeise und so weiter. Ach ja... Vegetarier sollte man definitiv nicht sein. Fleischlose Gerichte gibt es für die Hotelgäste nicht.
Was soll ich sagen, außer "stets bemüht". Das Personal ist nett, verfügt aber über keine Fremdsprachenkenntnisse. Wenn nicht gerade der deutsche Kellner vor Ort ist, sollte man schon über Spanischkenntnisse verfügen, wenn man sich mit dem Personal verständigen möchte. Allerdings hat man den Eindruck, dass der Hotelbetrieb das Personal eher stört. Beschwert man sich, wird es erledigt bzw. für einen Tag geändert, danach ist aber alles wieder so, wie gehabt. Irgendwann resigniert man als Gast und nimmt die Dinge so wie sie sind. An zwei Tagen war die Besitzerin des Hotels vor Ort. Eine wirklich sehr nette Dame aus Madrid. Und siehe da, es war alles anders. Plötzlich wurde alles gereinigt, wir als Hotelgäste durften zum Essen ins Kaminzimmer usw. An den beiden Tagen war es wirklich schön.. Doch kaum ist die Katze aus dem Haus, schon tanzen die Mäuse auf dem Tisch!
Ein ruhiger Urlaub in den Bergen? Hier findet man ihn definitiv nicht.. Das Hotel befindet sich direkt an der Straße bzw. Kreuzung auf dem Cruz de Tejeda die sich als Hauptverkehrsschnittpunkt in der Region herausstellte. Also relativ viel Verkehr für ein ruhiges Hotel in den Bergen. Auch der "Pool" liegt so ungünstig, dass man direkt neben der Straße liegt. Als ein bekanntes Ausflugsziel ist Cruz de Tejeda sehr stark frequentiert. Von Einheimischen am Wochenende und von Touristen, die mit Bussen herangekarrt werden. Bis zum Sonnenuntergang hat man nicht den Eindruck, in der ruhigen Bergwelt zu sein. Ansonsten kann man von dem Hotel aus direkt Wanderungen unternehmen wie zum Beispiel zum Höhlendorf von Artenara. Landschaftlich ist es dort oben ohne wenn und aber sehr beeindruckend. Natürlich absolut abgeschieden - ohne Mietwagen ist man absolut aufgeschmissen. Die Anfahrt ist langwierig und für Personen, die das Autofahren auf den Kanaren nicht gewohnt sind etwas anstrengend. Die Straßen sind aber gut ausgebaut. In dem kleinen Ort Tejeda, unterhalb des Hotels, gibt es ein paar Restaurants und auch eine kleine Tankstelle. Ansonsten muss man schon etwas Wegstrecke in Kauf nehmen, wenn man etwas Verpflegung kaufen möchte. Auf Cruz de Tejeda selber ist neben dem Hotel / Restaurant El Refugio ein weiteres Restaurant - eher ein Grill - und eine kleine Verkaufsbude sowie meherere Stände, an denen Touristennepp verkauft wird.
Beliebte Aktivitäten
- Wellness
- Sport
Es gibt keine Animation - zum Glück! Es gab mal viel, was jetzt nicht mehr vorhanden ist... Minigolfplatz, Bodega etc.. dies wird alles nicht mehr betrieben und verfällt. Schade eigentlich. Was bleibt ist der Pool. Direkt neben der Straße gelegen ist das ca. 3x6 m große Becken eingebettet in eine kleine Wiesenfläche die von Bäumen und Sträucher auf der einen und vom Parkplatz des Hotels auf der anderen Seite gesäumt ist. Ruhe findet man hier nicht, da der Lärm der Kreuzung konstant vorhanden ist. Der Blick auf den langsam verfallenden, alten Frühstücksraum gibt eine besondere Note. Nicht zu vergessen ist das Fettaroma, welches man in geballter Ladung abbekommt, wenn man am Pool liegt - die Abluftanlage der Küche bläst direkt in Richtung Liegewiese...
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 2 Wochen im September 2006 |
Reisegrund: | Wandern und Wellness |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Daniel |
Alter: | 26-30 |
Bewertungen: | 5 |