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Jasmin (19-25)
Verreist als Paarim August 2015für 2 Wochen

Sehr schönes Hotel mit hohem Erholungsfaktor

5,2/6
Das Riu Touareg ist insgesamt ein wunderschönes, sehr gepflegtes und sauberes all-inclusive Hotel direkt an einem traumhaften Sandstrand gelegen. Die Anlage wird jeden Tag mehrere Male von den Angestellten geputzt und aufgeräumt, d.h. der Boden wird immer wieder gewischt, sanitäre Anlagen sind sauber gehalten, herumstehendes Geschirr schnell abgeräumt und die Grünanlagen sind sehr gepflegt. Das Hotel ist relativ neu (2011 erbaut), trotzdem wird darauf geachtet kleine Abnutzungs- und Verwitterungserscheinungen schnell zu beheben.

Mit 881 Zimmer passen in das Hotel bei Vollbelegung an die 2000 Gäste, was sich zunächst sehr viel anhört. Durch die weitläufige Anlage und den wirklich beeindruckenden Strand merkt man von der großen Anzahl Gäste nicht wirklich etwas, außer hin und wieder im Restaurant während den "Stoßzeiten" beim Essen. Dort kann dann schon mal recht viel los sein.

Das Hotel ist in die folgenden drei Bereiche eingeteilt:
1. CLASSIC
2. FAMILY & KIDS
3. ADULTS ONLY

Wir hatten den ADULTS ONLY Bereich gebucht, weswegen ich hier vor allem über diesen berichten kann. Gäste der ADULTS ONLY Area haben exklusiven Zugang zum Santa Monica Bereich, der über einen separaten Pool mit Whirpool, Poolbar und kostenlosem WLAN verfügt. Außerdem dürfen Gäste der Adults Only Area in einem weiteren Themenrestaurant, dem Gourmetrestraurant, speisen. Vor dem Urlaub haben wir uns gefragt, ob sich der Aufpreis für diesen Bereich überhaupt lohnen würde, da mein Freund und ich nicht von der Sorte Urlauber sind, die sich an Kindern stört - im Gegenteil. Doch gelohnt hat dieser sich auf jeden Fall, nämlich aufgrund der t.w. mangelhaften Sauberkeit des Pools, der für alle drei Bereiche zugängig ist. Mehr dazu unter der Rubrik "Pool".

Kostenloses WIFI für alle Gäste gibt es auch in der Lobby. Genauso wie das WLAN im Adults Only funktioniert auch dieses hier nicht immer sehr zuverlässig. Gut funktioniert es früh morgens, wenn nur wenige User online sind.

Die Gästestruktur war wie folgt:
Vor allem Briten (ich schätze grob ca. 75%), aber auch Deutsche, Franzosen, Niederländer und Portugiesen. Durch die Aufteilung in die drei Bereiche gab es Gäste in allen Altersklassen.

Lage & Umgebung4,0
Das Hotel ist ca. 25 km vom Flughafen entfernt. Es liegt "in the middle of nowhere": Rund um das Hotel herum gibt es nichts außer Wüste, Meer und einen kilometerweiten Sandstrand in beide Richtungen, der zu langen Spaziergängen einlädt.
Auf der Insel Boa Vista ist der Tourismus gerade erst im Aufkommen. Hotels gibt es sehr, sehr wenige und auch die Infrastrukur entwickelt sich gerade erst. Deshalb nicht wundern, wenn auf der Hinfahrt vom Flughafen zum Hotel plötzlich die Straße aufhört und man auf einem Sandweg weiterfährt (oder holpert ;) )

Man sagte uns, dass die Strände ein "vergängliches Paradies" seien, d.h. dass sie momentan noch quasi unberührt sind, aber es wohl geplant ist, diese mit Hotels zuzupflastern. Es lohnt sich deshalb jetzt noch von den einsamen Stränden zu profitieren.

Vor dem Hotel stehen Taxen. Eine Fahrt in die Hauptstadt Sal Rei kostet etwa 30€, bei Hin-und Rückfahrt mit dem gleichen Fahrer ca. 50€.
Es gibt eine Bushaltestelle vor dem Hotel, die wir aber nie genutzt haben. Deshalb kann ich auch nicht berichten ob, wann und wie oft tatsächlich ein Bus fährt.

Die Bewertung der Lage und Umgebung hängt natürlich davon ab, was man als Urlauber möchte und erwartet. Wir wollten vor allem Ruhe und Entspannung, weswegen wir auf der Insel voll auf unsere Kosten kamen. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn es einen Shuttle o.ä. in die Hauptstadt gegeben hätte, da es im Hotel keine Apotheke gab und wir aber Medikamente benötigten.

Zimmer6,0
Die Zimmer sind schön, im afrikanischen Stil gehalten und sehr sauber. Das Bad ist offen, die Toilette ist aber separat. Die Dusche hat eine Glastür. Auch der Schrank ist offen, aber verhängt mit dicken Holzkugel-Ketten (diese sind manchmal etwas nervig. Man kann sie aber einfach mit einem Kabelbinder und mit einer Kette zur Seite binden. Es gibt eine Minibar, die jeden zweiten Tag aufgefüllt wird, einen Safe und einen Balkon. Handtücher werden jeden Tag gewechselt, sofern man das möchte und sie dafür auf den Boden legt.
Zimmertyp:Doppelzimmer

Service6,0
Der Service war wirklich spitze. Das Personal ist durchgehend sehr freundlich und zuvorkommend. Deutsch sprechen wenige, aber das Personal an der Rezeption, in den Restaurants und an der Bar kann gut Englisch, die Reinigungskräfte sprechen teilweise nur gebrochenes Englisch. Die Zimmerreinigung war außerordentlich gut. Es wurde nicht nur jeden Tag gründlich geputzt, sondern auch die eigenen Gegenstände aufgeräumt. Trinkgeld wird nicht erwartet, aber natürlich gerne gesehen. Normal ist für die Putzfrau ca. 5€ / Woche. Es gibt eine Ärztin im Hotel, bei der wir glücklicherweise nie einen Termin machen mussten. Wie beschrieben gibt es aber keine Apotheke. Bei Beschwerden bekamen wir große Unterstützung von der TUI-Reiseleitung (vielen Dank an dieser Stelle an Julia!). Aber auch das Personal an der Rezeption bemühte sich immer sehr Unannehmlichkeiten zu beseitigen.

Gastronomie6,0
Die Gastronomie war wirklich hervorragend, sowohl bzgl. ihrer Qualität, als auch Quantität! Es gibt ein großes Hauptrestaurant, das Santo Antão, indem es Frühstück, Mittagessen und Abendessen gibt. Zudem gibt es folgende vier Themenrestaurants: - "Boavista": Kapverdisches Spezialitätenrestaurant - "Bereber": hier kann man ebenfalls Mittagessen und am Nachmittag Snacks zu sich nehmen und am Abend wird es dann zum Afrikanischen Themenrestaurant umgewandelt - "Kabuki": Asiatisches Restaurant - "Imuhagh": à la carte Gourmet Restaurant (wie schon beschrieben, nur für die Santa-Monica-Gäste zugänglich). Zunächst dachten wir, dass man pro Woche Aufenthalt nur ein Mal in einem dieser Themenrestaurants speisen kann. Das ist aber nicht der Fall - man kann in die Restaurants sooft man möchte, aber muss 1-3 Tage im Voraus reservieren. Außerdem gibt es ein Spätaufsteherfrühstück und Nachtsnacks nach dem Abendessen - also quasi 24h all-inclusive. Das Essen im Hauptrestaurant lässt unserer Meinung nach keine Wünsche offen! Es gibt eine sehr breite Auswahl an Salaten, Gemüse, Käse, vor allem Fisch, aber auch Fleisch, Früchten, Desserts - kurz gesagt an allem. Es gibt sowohl viele landestypische Speisen, als auch jeden Tag Pizza, Pasta, Pommes, Burger etc. Dabei gibt es sowohl Buffet als auch Show-Cooking, also Speisen, die direkt im Restaurant zubereitet werden. An der Qualität der Speisen kann man wirklich nicht meckern. Alles war frisch und super, super lecker! Zum Mittagessen kann man sagen, dass es im Hauptrestaurant eine größere Auswahl gibt als im Bereber, also der Poolbar. Aber die Qualität der Speisen unterscheidet sich nicht. Im Bereber und im Santo Antão kommen zum jeden Essen immer viele Katzen. Für jemandem, der nicht so ein Katzenliebhaber wie ich ist und für den Katzen beim Essen nicht so angenehm sind, ist vielleicht folgende Info ganz hilfreich: Alle Katzen im Hotel sind entwurmt und geimpft. Aus hygienischen Gründen sollten die Katzen trotzdem nicht in den Restaurants gefüttert werden, sondern an den speziell für die Katzen vorgesehenen "Cat‘s Cafés", wo die Katzen zudem vom Hotel große Näpfe mit Trockenfutter und Wasser bekommen. Auch die Themenrestaurants sind hervorragend. Wir haben das Boa Vista, Bereber und Imuhagh ausprobiert und waren von allen begeistert. Das Boa Vista fanden wir sehr lecker und vor allem sehr interessant alle möglichen landestypischen Speisen auszuprobieren. Das Bereber fanden wir von der Atmosphäre am schönsten. Das Imuhagh ist sehr edel, man wird mit Sekt begrüßt, der Wein ist besser, als im Hauptrestaurant, es ist sehr ruhig und klein und Wünsche werden einem quasi von den Augen abgelesen. Anders als bei einigen all-Inclusive Hotels, sind auch hartalkoholische Getränke inklusive. Als Santa-Monica Gast hat man zudem Bier, Rum, Whisky, Wodka & Brandy auf dem Zimmer. Das Leitungswasser sollte man auf keinen Fall trinken. Auch zum Zähneputzen ist es nicht so geeignet. Aus diesem Grund kann man sich an der Rezeption kostenloses Wasser (still oder mit Kohlensäure) sooft man möchte holen.

Sport & Unterhaltung4,0
Wie anfänglich beschrieben, war der Pool der Hauptgrund, warum wir sehr glücklich waren in der Santa-Monica Area zu sein. Das Hotel ist sehr groß und unserer Meinung nach der Pool im im Verhältnis nicht ausreichend für so eine Anzahl Menschen. Die Leute liegen mit ihren Liegestühlen dicht an dicht. Außerdem müffelt der Pool, vor allem weil viele ihre Getränke im Pool trinken und diese dann hin und wieder versehentlich umkippen. Teilweise waren auch Abschnitte des Pools abgesperrt. Auf Nachfrage sagte man mir, dass der Pool zu dreckig sei und die Filteranlagen nicht mehr nachkämen. In diesen abgesperrten Bereichen schwamm dann auch der Dreck an der Wasseroberfläche. Es war kein schöner Anblick. Der Pool in der Santa-Monica Area war das komplette Gegenteil: sauber und nicht so voll. Er ist ein Mix aus Süß- und Salzwasserpool. Ich glaube aber, dass ziemlich viel Chlor verwendet wird. Normalerweise habe ich weder im Meer noch im Schwimmbad Probleme unter Wasser die Augen zu öffnen. In dem Pool habe ich 20 min die Augen nicht mehr öffnen können, nachdem ich sie geöffnet habe. Also Achtung, nicht nachmachen ;) Ansonsten ist er wirklich schön: es gibt Liegen im Wasser, einen integrierten Jacuzzi und neben vielen Sonnenliegen auch einige Himmelbetten. Für letzteres muss man vor 9:00 Uhr am Pool sein, um eines zu ergattern. Wenn man vor 9 eines versucht zu reservieren und den Pool verlässt, werden die Handtücher konsequent entfernt. Bzgl. der Unterhaltung kann ich nicht viel sagen, da diese am Hauptpool stattfand und wir dort nie den Tag verbracht haben. In der Santa-Monica Area wird immer Dienstags und Donnerstags Sekt ausgeschenkt, es gibt afrikanische Musik und die Animateure kommen und tanzen mit den Gästen - das war immer sehr nett :) Ansonsten gibt es einen Wellness-Bereich, bei dem kostenlos der Jacuzzi, ein Dampfbad (M & F getrennt), und ein Fitnessraum genutzt werden können. Kostenpflichtig sind Massagen etc.

Hotel5,0

Tipps & Empfehlung
Wir sind im August auf die Kapverden gereist, was nicht unbedingt die beste Reisezeit ist, da zu dieser Zeit Regenzeit herrscht. Das wussten wir leider im Voraus nicht, und das Reisebüro hatte es leider versäumt uns das mitzuteilen. Es gab tatsächlich ein, zwei Tage an denen es den ganzen Tag durchgeregnet hat. Ansonsten nieselte es hin und wieder. Das Wetter ändert sich aber sehr, sehr schnell, sodass nach einer Regenstunde auch wieder die Sonne bei blauem Himmel geschienen hat. Braun geworden sind wir trotzdem und insgesamt hat auch mehr die Sonne geschienen, als es geregnet hat - zum Glück ;) Zudem muss man beachten, dass zu dieser Jahreszeit die Wellen sehr, sehr hoch sind (bis zu 3 Meter), was bedeutet, dass jeden Tag die rote Flagge am Strand hängt. Man kann nicht im Meer schwimmen, nur in die Wellen springen, wenn man mutig ist. Das haben wir gemacht, aber man muss wirklich vorsichtig sein. Es gibt zwar einen Bademeister am Strand, aber das Wasser hat eine immense Kraft. Ich bin selbst Rettungsschwimmerin und hatte aber noch nie so viel Respekt vor dem Wasser. Auch wenn nicht gleich der schlimmste Fall des Ertrinkens eintritt haben doch einige Gäste sich durch die Wellen ein Bein oder einen Arm verdreht, man sah einige mit Bandage herumlaufen - also Achtung!"

Hotelsterne sind berechtigt
Hotel entspricht der Katalogbeschreibung
Preis-Leistungs-Verhältnis: Eher gut
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:2 Wochen im August 2015
Reisegrund:Strand
Infos zum Bewerter
Vorname:Jasmin
Alter:19-25
Bewertungen:2
NaNHilfreich