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Alex (36-40)
Verreist als Paarim September 2020für 3-5 Tage
Verreist während COVID-19

Überteuerte und niveaulose Touristenfalle

2,0/6
Das Riu Palace Tenerife Hotel behauptet von sich, ein 5-Sterne-Hotel zu sein. Ob dies tatsächlich den Tatsachen entspricht, kann ich nicht beurteilen (eine Google-Suche listet das Haus als 4-Sterne und vor Ort konnte ich keinen Grund finden, der dieses Haus auch noch annähernd auf ein 5-Sterne-Niveau bringt).

Da jedoch entsprechend hohe Preise für das angebotene Produkt verlangt werden (mehr als 200 Euro pro Nacht für ein Zimmer in halbwegs akzeptabler Lage), muss sich das Haus auch an diesem Standard messen lassen. Dies ist Grundlage für die Bewertung hier.

Das Problem in diesem Hotel ist, dass es wirklich überhaupt niemanden kümmert, welche Erfahrungen der Gast dort macht. Das wäre nicht so schlimm, wenn man es nicht wirklich absolut ostentativ gegenüber dem Kunden heraushängen lassen würde.

Dies beginnt etwa bei der Anreise. Bereits hier versagt das Haus, das auf einem 5-Sterne-Niveau spielen möchte, kläglich. Weder gibt es Hilfe beim Gepäck (bis zur Rezeption oder von der Rezeption aus aufs Zimmer), einen Welcome Drink oder irgendwelche andere personalisierten Services. Vielmehr wird sogar gleich bei Check-In knallhart der gesamte Betrag abkassiert (habe ich so noch nie in einem Hotel erlebt), was uns natürlich schon ahnen ließ, dass der Hotellier nicht hinter seinem Produkt steht und für die wohl zahlreichen Beschwerden später ein "Faustpfand" haben möchte. Besonders nett beim Einchecken ist übrigens auch der Hinweis, dass für Gegenstände im Zimmer keine Haftung übernommen werde (man wird hier zur Unterzeichnung des Passus gezwungen) und im Gegenzug wird "großzügig" die Nutzung des Safes für 22 Euro / Woche offeriert. Nochmals zur Erinnerung: Wir sprechen hier von einem angeblichen 5 Sterne Niveau.

Während des Aufenthalts sieht man dann als Kunde, dass wirklich absolut überall maximal gespart wird. Dies beginnt bei der Einrichtung des Hotels, die absolut stil- und lieblos ohne jeglichen Wohlfühlfaktor oder irgendeine Originalität daherkommt. Die Zimmer haben beispielsweise weder eine Kaffeemaschine, noch einen halbwegs für Frauen mit langen Haaren stark genugen Föhn, keinen Schreibtisch (wenn man mal etwas arbeiten möchte), keinen Stuhl, für die Preiskategorie nicht viel Stauraum und die Einrichtungsgegenstände sind generell sehr billig. Man versucht mit vermeintlich schicken grauen Panelen dem Raum "Wertigkeit" zu verleihen, doch letztlich ist das mehr Schein als Sein. Auch die Betten sind eher im billigen Segment anzusiedeln. Eine Auswahl an Kissen gibt es nicht, auch keine Tagesdecke, keinen Turndown-Service (nochmals: Wir sprechen hier über ein angebliches 5-Sterne-Niveau; andere Hotels auf Teneriffa in dieser Preisklasse bieten all diese Leistungen für deutlich weniger Geld pro Nacht).

Der absolute Tiefpunkt des Hotels ist jedoch das, was man als "Essen" dort bezeichnet. Dies ist eine absolute Verhöhnung des Kunden und ist etwas, das ich in derart mieser Qualität selbst in schlechten 3 Sterne Hotels so noch nie erlebt habe (siehe separater Abschnitt, bitte unbedingt lesen!).

So verwunderte es dann auch nicht, dass beim Checkout weder ein "Gute Reise" oder "Gefiel Ihnen Ihr Aufenthalt bei uns?" zu hören war. Es interessiert schlichtweg keinen.

Für mich war bereits direkt nach der Anreise klar, dass ich den geplanten Aufenthalt in dem Haus von 8 auf 4 Tage verkürzen werde. Als ich dies der Rezeption (ohne Angabe von Gründen) freundlich mitteilte, stornierte man 4 Tage, fragte aber nicht einmal nach dem Grund (obwohl ich gerade erst eingecheckt hatte). Auch das ist wieder einmal eines der vielen Zeichen, wie egal einem alles ist, wenn es um Kunden geht.

Ich nehme mal an, irgendein "Qualitätsbeauftragter" oder sonstiger Text-Baustein-Versender des Hauses dürfte auf diese Bewertung mit gespielter Überraschung oder "Bestürzung" reagieren oder mich fragen, warum ich mich dort nicht vor Ort beschwert hätte und man doch sicher die Dinge hätte "verbessern" können. Die Antwort ist ganz klar: Es hätte nichts gebracht. Denn das ganze Haus ist darauf ausgelegt, möglichst abzukassieren und nichts zu bieten.

Wir waren lediglich in diesem Hotel, da unser gebuchtes Hotel (das hingegen tatsächlich auf einem ganz guten 5-Sterne-Niveau und einem soliden Preis spielt) Corona bedingt geschlossen war. Generell können wir niemandem empfehlen, in diesem Haus sein Geld zu lassen, der echte 5-Sterne-Qualität erwartet. Wie die Bewertungen auf dieser Plattform zustandekommen, ist uns unerklärlich. Entweder sind diese wohl gekauft oder hier bewerten einige Leute, die nicht viel verreisen und es nicht anders kennen.

Lage & Umgebung4,0
Die Lage ist einer der wenigen Pluspunkte. Das Hotel liegt direkt am Strand und der Zugang zur Strandpromenade ist von der Pool-Landschaft aus sehr gut möglich. Der Strand direkt vor dem Hotel ist jedoch absolut unbrauchbar und unansehnlich. Wer jedoch ein paar hundert Meter nach links geht, findet dort die Playa del Duque, einen künstlichen Sandstrand in deutlich höherer Qualität direkt vor dem Hotel Bahia del Duque.

Dieser Strand ist jedoch relativ klein und war selbst in "Corona-Zeiten" recht gut besucht und voll, was Social Distancing nicht immer leicht machte. Ich möchte mir daher nicht vorstellen, wie die ganzen Massen den Strand überrennen, wenn wieder "Normalbetrieb" herrscht. Wir hatten jedoch ein paar ganz nette Augenblicke dort im Wasser.

Abgesehen davon ist die Lage des Hotels unspektakulär. Eben an der Costa Adeje, an der sich ein überdimensionierter Hotelbunker an den nächsten reiht. Positiv für Ruhesuchende ist, dass das Hotel eher am Ende der Strandpromenade liegt. So wird man nur vom gelegentlichen Lärm im Haus (laut schwatzende Zimmermädchen, die polternd früh morgens mit ihren Wägen durch die Gänge fahren) gestört oder von der Beschallung des Hotels nebenan.

Vom Flughafen Teneriffa Süd ist das Hotel per Mietwagen ca. 20 Minuten entfernt und ganz gut zu erreichen. Parkmöglichkeiten ohne Extrakosten bestehen.

Zimmer1,0
Die Zimmer sind extrem billig eingerichtet. Zwar versucht man durch eine Verwendung von grauen Plastik-Panelen "Wertigkeit" zu suggerieren, doch das geübte Auge sieht, dass überall maximal gespart wird. Dies beginnt bei der Qualität der Einrichtungsgegenstände, dem Fehlen wichtiger Einrichtungsgegenstände, die auf diesem Niveau absolut selbstverständlich sind (Stuhl, Tisch, Kaffeemaschine, brauchbarer Föhn, Badewanne, etc.) und endet bei relativ wenig Stauraum, einem Aufpreis-Safe von 22 Euro pro Woche, recht billigen Betten mit "Altersheim-Charme" und einem für diese Preisklasse sehr kleinen Balkon, der weder einen Sonnenschirm bietet, noch Liegestühle.

Unbedingt auch aufpassen bei sogenannten "Meerblick-Zimmern". Das Hotel spielt hier nicht ehrlich. Die besagten Zimmer liegen in Richtung Meer, doch einige Etagen haben lediglich direkt den Pool vor der Nase oder Palmen und man sieht vom Meer rein gar nichts. Das ist dem Hotellier natürlich egal. Denn das Geld presst er ja bereits bei Check-In dem Kunden ab.

Service1,0
Ein Service-Gedanke existiert in dem Haus nicht und ist unserer Beobachtung nach auch explizit nicht gewollt (siehe einleitende Beschreibung in dieser Bewertung). Zwar hat man seinen Angestellen gewisse Verhaltensweisen roboter-artig wohl in einem Crashkurs antrainiert (etwa ein ständiges "Guten Morgen" oder "Guten Tag" auch in den absurdesten Situationen), doch wirklich ausgebildet für ein 5-Sterne-Niveau ist hier so gut wie niemand.

Besonders grauenvoll zeigt sich dies im Gastronomie- und Barbereich (aber auch an der Rezeption, die absolut teilnahmslos und völlig desinteressiert ist - es sei denn es geht um das Eintreiben von Geld).

Im Hauptrestaurant wird beispielsweise morgens grundsätzlich nicht abgeräumt, da die Angestellten dort völlig hektisch herumrennen und personell komplett unterbesetzt sind. Koordinierte Arbeitsabläufe sind nicht zu erkennen und ständig fällt etwas, wird verschüttet oder geht zu Bruch. Bestellter Schwarztee zum Frühstück kommt öfters mal nicht und der absolute Hammer war ein völlig versauter Tisch, als wir vom Buffet zurückkamen. Der (wohl nicht ausgebildetete) "Kellner" hatte hier wohl beim Abräumen eine Suppenschale auf dem Tisch ausgeleert, hielt es aber dann nicht für nötig, die Schweinerei zu beseitigen. Wir kamen also vom Buffet zurück und mein Tisch war völlig eingesaut und die Soße tropfte genüsslich auf die Sitzfläche meines Stuhls. Niemand zeigte sich zuständig, entschuldigte sich oder bot Hilfe bei der Beseitigung der Sauerrei oder dem Reinigen meiner sich auf dem Tisch befindlichen persönlichen Gegenstände(!) an. Wir lösten die Situation dann selbst, da das Personal generell (sowohl in Rezeption als auch Restaurants) oft durch den Stress unterschwellig gereizt wirkte und wir keine Nachteile während unseres Aufenthalts für uns auslösen wollten.

Nur drei Minuten später ging beim Abräumen durch den selben "Kellner" mal wieder ein Glas zu Bruch. Doch statt die Scherben zu beseitigen, wurden diese liegengelassen und mit dem Fuß notdürftig etwas unter den Tisch geschoben (der Großteil blieb jedoch mitten in einem Laufweg liegen).

Die Terasse des Restaurants wird durch die vielen herumstehenden Teller von großer Tauben in großer Stückzahl heimgesucht. Auch hier ist das Personal untätig. Fairerweise muss man jedoch sagen, dass das Herumstehenlassen der Teller hauptsächlich morgens geschieht. Abends geht es ein wenig besser (scheinbar mehr Personal).

Wenig besser sieht es an der Lobbybar aus. Wir bestellten am letzten Tag Cocktails, nur um zu sehen, dass hier einfach Konzentrat-Säfte vom Frühstück zusammengepanscht wurden. Die Gläser wurden weder in irgendeiner Form dekoriert, noch gab es ein Fruchtstück dazu. Es wurde lediglich ein Trinkglas mit der Plörre gebracht, meine Partnerin erhielt ihren Cocktail in einem Eisbecher-Glas. Diese Peinlichkeit hätte eigentlich fast schon einen belustigenden Charakter gehabt, hätte man für den Unfug nicht 6 bzw. 7 Euro kassiert.

Bei so vielen Fehlern ist dem (wahrscheinlich völlig ungelernten und überforderten) Personal fast schon gar kein Vorwurf mehr zu machen. Der Fisch stink aus unserer Sicht hier einfach massiv vom Kopf und das Management gibt wohl einfach einen feuchten Kehricht auf den Kunden.

Gastronomie1,0
Wenn unausgebildetes und desinteressiertes Personal in die Küche gelassen wird und nur die absolut billigsten Zutaten, die hierzulande wohl so manch ein Discounter nicht mal mit gutem Gewissen verkaufen würde, in die Hand bekommt, kann sich jeder denken, was dabei herauskommt.

Es war ein Glücksfall, überhaupt etwas Essbares zu finden. Völlig verkochter Fisch, minderwertigstes Fleisch. Keinerlei natürlich Aromen in den meisten Gerichten und wirklich billigste Wurst und Käse machten einem das Leben hier wirklich schwer.

Vielleicht mag die optische Präsentation (das hat man ganz gut gelöst) hier manch einen "weniger berreisten" Kunden beeindrucken. Aber jeder, der einen halbwegs vernünftigen Qualitätsrahmen in puncto Essen hat, wird es hier verdammt schwer haben, etwas halbwegs Genießbares zu finden.

Regionale Gerichte oder kanarische Spezialitäten konnten wir nicht erkennen.

Besonders abstoßend war dabei das, was man als "Lachs" morgens servierte. Als ich den Teller mit der dazugehörigen "Soße" auf den Tisch nebenan stellte auf der Terrasse (abgeräumt wird ja nicht zeitnah während dem Essen, daher mussten wir "stapeln") kam eine Taube angeflogen und wollte den "Lachs" essen. Selbst der arme Vogel konnte nicht glauben, was er da im Mund hatte und verweigerte sich. Stattdessen flog er weiter zu einem anderen Teller.

Dieses kleine Erlebnis beschreibt symbolisch ganz gut, was den "Gast" hier erwartet.

Wichtig übrigens auch: Das Hotel behauptet einen Dresscode für das Abendessen zu besitzen. Dieser wird jedoch nicht(!) durchgesetzt. Will heißen, man sieht dementsprechend einige "illustre Gestalten" (Shorts, Sandalen mit Strümpfen, etc.). Jeder darf hier für sich selbst entscheiden, ob das dem Niveau eines 5-Sterne-Hauses entspricht. Aus unserer Sicht nicht.

Darüber hinaus gibt es in dem Haus leider viele Rentner, die glauben, weil sie wohl öfter herkommen, ihnen "gehöre" der Laden. Einer pöbelte mich etwa grundlos am Buffet auf Deutsch an (ohne zu wissen, dass ich Deutsch spreche, denn meine Begleitung spricht nur Englisch) und beleidigte mich mit Kraftausdrücken, da er meinte, ich "stünde falsch" (er selbst jedoch hatte die Corona bedingte Laufrichtung am Buffet nicht beachtet) Sehr unangenehm, auch wenn hierfür das Hotel natürlich nichts kann. Eingeschritten vom Personal ist jedoch niemand, obwohl ein Bediensteter in diesem Moment gerade nahe vorbeilief und der alte Herr durchaus etwas lauter und sehr ausfällig wurde...

Sport & Unterhaltung3,0
Die Pools sind gut gewartet und wir konnten keine Beschädigungen erkennen. Die Pools selbst sind jedoch eher vier kleine Pfützen und die Anlage drumherum äußerst einfach. Könnte schlechter sein, aber wirklich toll oder in irgendeiner Weise spannend ist hier nichts. Auch sind die Pools für eine volle Auslastung des Hotels deutlich(!) zu klein.

Pool-Liegen haben wir kaum genutzt, jedoch werden diese früh morgens von einigen Gestalten reserviert. Das Hotel sieht hier offensichtlich zu und schreitet nicht ein.

Das Hotel behauptet darüber hinaus von sich, einen Infinity-Pool zu besitzen. Dies ist jedoch nicht der Fall, wenn man sich ein wenig mit Infinity-Pools auskennnt. Der Effekt der "Unendlichkeit" entsteht ja gerade durch das "Verschmelzen" der Wasseroberfläche mit dem Horizont. Der sog. "Infinity-Pool" hier ist jedoch einfach ein Pool mit Blick auf die Strandpromenade und konnte uns nicht überzeugen.

Ansonsten gibt es im Hotel die üblichen Freizeitangebote für Pauschaltouristen. Wir haben diese nicht genutzt und waren selbst mit dem Mietwagen unterwegs. Viele Geschäfte in der Gegend hatten jedoch Corona bedingt geschlossen, so dass die Costa Adeje momentan eher ziemlich tot ist und es wenige Möglichkeiten gibt im Vergleich zu sonst.

Hotel2,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr schlecht
Infos zur Reise
Verreist als:Paar
Kinder:Keine Kinder
Dauer:3-5 Tage im September 2020
Reisegrund:Sonstige
Infos zum Bewerter
Vorname:Alex
Alter:36-40
Bewertungen:1
Kommentar des Hoteliers
Sehr geehrter Alex,

vielen Dank für Ihre Bewertung und die offenen Worte.

Schade, dass der von der Stadt Adeje neu gemachte Playa El Beril Strand nicht zu Ihrer Zufriedenheit war und es tut uns ausserordentlich Leid, dass Sie einen solchen Eindruck von uns erhalten haben, da Ihre Erfahrung nicht den Servicestandard und die Werte widerspiegelt, denen wir uns verpflichtet fühlen.

Selbstverständlich werden wir Ihren Kommentaren, direkt nachgehen, damit ein Eindruck wie Sie ihn erhalten haben nicht wieder entsteht. Entschuldigen Sie bitte die Unannehmlichkeiten.

Vielleicht dürfen wir Sie nochmal bei uns begrüßen, um Sie davon zu überzeugen, dass wir es besser können.

Mit freundlichen Grüßen,

Hotel Riu Palace Tenerife
Online Reputation Manager
NaNHilfreich