Das Hotel Mar Blau der Hotelagentur Viajes Allsund ist erst wenige Jahre alt. Es ist ein sehr ansprechendes Hotel mit hoteluntypischer Architektur. Das Hotel unterteilt sich in vier Gebäudekomplexe. Jeweils zwei Hotelflügel sind durch ein Gebäude im Erdgeschoss verbunden. Im ersten Flügel befindet sich die Hotelrezeption, im zweiten Flügel der Aufenthaltsraum mit Spielautomaten, PC mit Internetanschluss und Durchgang zum Speisesaal sowie der Poolbar und dem Fernsehraum. Das Hotel macht insgesamt einen gut geführten und freundlichen Eindruck. Fast täglich befindet sich ein Ansprechpartner der Firma Alltours im zweiten Hotelflügel. Hier werden einige alltourstypische Veranstaltungen angeboten. Diese sind mit der nötigen Vorsicht zu behandeln. So wird z.B. eine Fahrt zu den Drachenhöhlen (Cuevas del Drach) in Porto Christo zum Preis von 27,50 Euro pro erwachsene Person angeboten. Fährt man selbst mit dem Bus von einer der hotelnahen Bushaltestellen ab und begibt sich selbstständig in die Höhlen bezahlt man lediglich 2,70 Euro für den Bus (Hin- und Rückfahrt) und die üblichen 7,50 Euro für den Eintritt. Bei dem Angebot von Alltours ist allerdings noch der Besuch einer Perlenfabrik inbegriffen. Im Hotel befinden sich überwiegend deutsche Urlauber. Gäste aus Holland und den osteuropäischen Ländern vielen kaum auf. Somit ist das Hotel auch während der EM 2004 für Deutsche urlaubsfähig. In der Hotelanlage befindet sich eine ausreichende Liegefläche. Sonnenliegen sind ausreichend vorhanden. Beim Angebot HP+ wird mittags ein Salatbuffet angeboten. Mehr kann ein normal gebauter Mensch zwischen dem umfangreichen Frühstücksbuffet und dem anstehenden Abendbuffet nicht verkraften. Ich würde jederzeit an einem anderen Ort in diesem Hotel einen Urlaub planen. Jedoch auf keinen Fall in Cala Millor oder Sa Coma und nur bedingt in Spanien. Viele kleine Nebenkriegsschauplätze wie z.B. nicht funktionierende Geldautomaten, die vorgenannte Strandproblematik u.s.w. macht für mich Cala Millor uninteressant.
Die Studios sind, wie auch das gesamte Hotel, sehr ansprechend gestaltet und modern ausgestattet. Der Fernseher hatte keine Fernbedienung und war viel zu klein. Dafür hatten die Studios eine komplett eingerichtete Küche und einen Kühlschrank.
Hier schlägt das hungernde Herz höher. Sehr abwechslungsreich und sehr gut. Von einem " Gala-Dinner" kann jedoch nicht gesprochen werden.
Der Getränkeservice im Poolbereich entspricht nicht der angegebenen Hotelkategorie. Es findet im Poolbereich (fast) kein Service statt. Das Personal kann sehr gut Deutsch und versucht ständig mit den Gästen zu kommunizieren (gerade mit den jüngeren Gästen). Das Reinigungspersonal macht seine Aufgaben gründlich. Jedoch wurde die Zimmer an zwei Tagen nicht gereinigt. Innerhalb einer Woche also nur an vier Tagen. Der Servicebereich ist sauber und ansprechend gestaltet.
Wie schlecht die Lage des Hotels von den verantwortlichen Investoren ausgewählt wurde, kann man nicht in wenige Worte fassen. Das Hotel befindet sich unmittelbar an einer mäßig befahrenen Verbindungsstraße zwischen Sa Coma und Cala Millor. Das Hotel liegt unmittelbar zwischen diesen Ferienorten und hat zu beiden keinen unmittelbaren Zusammenhang. Das Hotel befindet sich in einem Neubaugebiet. Es muss, je nach Zimmerlage, insbesondere im ersten Hotelflügel mit Blick in Richtung Westen und in Richtung Südwest mit Baulärm gerechnet werden. Jedoch sind die Fenster geeignet größere Belästigungen zu verhindern. Während der Hauptsaison ruhen alle Aktivitäten am Bau. Man sollte deshalb, wenn man sich für dieses Hotel in der Nebensaison entscheiden sollte, unbedingt den Blick aus dem Hotelkomplex der Gebäude 1 und 2 (erster Hotelflügel) meiden und lieber einen Poolblick oder Blick in den Innenbereich des Gebäudekomplexes wählen. Das angrenzende Land ist eine Mischung zwischen Grundstücken mit Neubauten, Baustellen, Bauschuttablagerungen, verwilderten Grundstücken und unbebauter spanischer Freifläche. Bis zum Sandstrand sind es ca. 800m bzw. ein Fußweg von 10 Minuten (ohne Hilfsmittel). Der dann angetroffene Sandstrand erfreut den Besucher nur dann, wenn er einen Fußweg von mindestens 400m zurückgelegt hat. Also auch die Besucher des Mar Blau. Alle anderen Gäste nutzen den Strand weiter nördlichen im Bereich des Riu Hotels oder sogar noch weiter nördlich. Im unteren Strandabschnitt sucht man Süßwasserduschen, Toiletten oder Strandkneipen vergeblich. Der Strand grenzt an eine Felszunge die Cala Millor von Sa Coma trennt. Durch die unterschiedlichen Strömungen scheint sich hier regelmäßig Dreck (Müll) anzusiedeln. Viele Felsen finden sich im aber auch im Bereich des Sandstrandes. In der Höhe des Rettungsschwimmer sollte man das Baden meiden. Hier ist es durch die Felsen sehr gefährlich. Neben dem Hotel befindet sich ein Supermarkt (Richtung Sa Coma). In der näheren Umgebung sind weitere Supermärkte und ein Minigolfplatz mit Kneipe. Bis zur " City" von Cala Millor sind es vom Hotel min. 1500m bzw. mindesten 20 Minuten Fußweg. Durch die umfangreichen Investitionen im Hotelumfeld kann die Lage des Hotels in den nächsten Jahren nur besser werden.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt einen kleinen Pool für die kleinen Gäste und einen etwas größeren Pool für alle anderen Gäste. Der größere Pool ist mit 130cm Wassertiefe etwas zu flach und wird dadurch sehr schnell warm. Der Pool ist für die Bettenzahl und vorallem für die Entfernung zum Strand zu klein.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Paar |
Dauer: | 1 Woche im Juli 2003 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Jens |
Alter: | 19-25 |
Bewertungen: | 2 |