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Brigitte & Wolfgang (51-55)
DeutschlandAus Deutschland
Verreist als Paar • September 2010 • 2 Wochen • Strand
Traumurlaub im Traumhotel, Geheimtipp Nebensaison
5,5 / 6

Allgemein
  • Preis-Leistungs-Verhältnis
    Sehr gut

Hotel: Wie mehrfach beschrieben eine riesig große Anlage mit weit verstreut liegenden Villen, in denen die Zimmer jeweils um einen begrünten Innenhof angeordnet sind. Gerädert vom langen Flug nutzten wir mit Freude einen halben Tag für einen ausgiebigen Spaziergang durch die Anlage und hatten danach immer noch nicht alles gesehen. Die gesamte Anlage, die Gebäude, die Innenhöfe, vor allem aber die üppig begrünten Gartenanlagen waren außerordentlich gepflegt. Permanent wurde dort gearbeitet, zahlreiche Gärtner und Handwerker waren ununterbrochen damit beschäftigt, die Pflanzenpracht in Form und die Farben an den Gebäuden frisch zu halten. An Personal wird hier wirklich nicht gespart. Auch die Pools wurden regelmäßig gereinigt, geschrubbt, repariert, desinfiziert. Ebenso waren immer Arbeiter an den Stränden damit beschäftigt, Steine und Algen wegzuräumen, den Sand zu harken und harte Stellen aufzuhacken. Die Strände sind Naturbuchten, die z.T. mit Sand aufgeschüttet wurden, was immer problematisch ist. Aber man lässt nichts unversucht, die Bedingungen für Sandstrandfanatiker zu optimieren. Den Vorteil der Naturbuchten erlebt man als Schnorchler, denn nach ein paar Metern Sand beginnt unter Wasser ein lebhaftes Riff, dazu später mehr. Management Einmal pro Woche lädt das Management des Hotels zur Cocktailparty um die Ansprechpartner für die verschiedenen Bereiche vorzustellen. Was auch immer der Gast auf dem Herzen hatte, er traf stets auf offene Ohren und gesprächsbereite Hotelmanager. Die Präsenz der Führungskräfte zwischen den z.T. noch etwas unbeholfenen Mitarbeitern war spürbar und hilfreich. Dabei herrschte eine kollegiale Stimmung unter den Mitarbeitern, was die Freundlichkeit gegenüber den Gästen zusätzlich betonte. Man erklärte uns auch, dass das Hotel die Mitarbeiter während der Nebensaison nicht entlässt, wie es die meisten anderen tun. Man legt Wert darauf, einen festen Mitarbeiterstamm aufzubauen, der von Grund auf ausgebildet und immer weiter geschult wird, um zu einem professionellen Team zusammen zu wachsen. Mit diesem Konzept ist das zwei Jahre junge Hotel auf einem guten Weg. Gäste Bisher sollte den Lesern unseres Berichtes klar sein: Wir finden, dass dieses Hotel seine 5 Sterne uneingeschränkt verdient. Auf die Gäste trifft das leider nicht immer zu. Doch, wir trafen niveauvolle Paare und junge Leute, die den Luxus zu schätzen wussten und sich auch so benehmen konnten. Aber wir trafen auch viele Leute, die da eigentlich nicht hingehört hätten, weder was Auftreten, Kleidung und Tischmanieren noch den Umgang mit dem Personal betraf. Die Gäste waren zu 90% Amerikaner, viele extrem übergewichtig, viele in Schlabbershirts und Schlabbershorts, viele mutwillige Buffetschlachter. In den Themenrestaurants und im Spielcasino gab es einen Dresscode, bezeichnender Weise nur für die Herren: Achselshirts waren verboten, lange Hosen und Schuhe obligatorisch. Würden Sie mit Achselshirt, kurzer Hose und ohne Schuhe in einem Hotel zum Essen gehen? Amerikaner schon. Man kann sich drüber aufregen oder darüber hinwegsehen – wir entschieden uns für Letzteres und genossen stattdessen gelegentliches Leute-Gucken. Und wir schämten uns für einen deutschen Gast, der vom Servierwagen des Kellners eine Flasche des angeblich ungenießbaren Tischweins klaute und in der großen Seitentasche seiner Cargo-Hose verschwinden ließ. Lieber Gast, möchtest du eine Flasche Wein auf deinem Zimmer trinken? Bevor du sie klaust (und den Kellner damit u.U. in Schwierigkeiten bringst!): Ruf an, und man wird sie dir auf einem silbernen Tablett im Zimmer kredenzen! Geheimtipp Nebensaison? Unsere Reisezeit (September) gilt nicht gerade als günstig für Jamaika. Wir fanden sie extrem günstig. Nachmittags zogen fast täglich Wolken auf, Erleichterung bei über 30 Grad im Schatten. Manchmal regnete es auch für eine Stunde, Abkühlung brachten die kurzen Gewitter allerdings nicht. Ferner haben wir nach unserer Rückkehr festgestellt, dass unsere Reise im Februar 50% mehr gekostet hätte. Der größte Vorteil aber war wohl der, dass das Hotel nur ca. zur Hälfte belegt war. Manchmal hatten wir das Gefühl, die ganze Pracht gehöre uns allein. Nirgendwo gab es Schlangen oder Wartezeiten, bei den Liegen konnten wir den ganzen Tag lang auswählen zwischen Schatten, Halbschatten, Sonne und seichtem Wasser, Handtücher standen massenhaft zur Verfügung. Raucher: Im Hotel kann überall außerhalb der Restaurants geraucht werden. Zigaretten sollte man sich ausreichend aus Deutschland mitbringen, denn die sind in Jamaika sehr teuer. Last not least: Moskitos Nach intensivem Studium der diversen Foren im Internet waren wir gut vorbereitet: Bewaffnet mit Lavendelsäckchen, zwei Sorten Autan, Vitamin B-Pillen, Aftersun mit Mückenschutz und Fenistil waren wir angereist, wild entschlossen, uns nicht den Mücken zum Fraß vorzuwerfen. Und dann haben diese Spielverderber sich überhaupt nicht blicken lassen. Es gab keine Moskitos, nicht einen einzigen. Das ganze Schutzzeug haben wir unbenutzt wieder mit nach Hause gebracht. Das aber war die einzige „Enttäuschung“ eines traumhaften Sommer-Sonne-Palmen-Strand-Reggae-Urlaubs!


Zimmer
  • Sehr gut
  • Wir hatten eine Oceanfront-Suite gebucht, und die war schlichtweg ein Traum! Wir kennen viele 5-Sterne-Hotels in verschiedenen Urlaubsgebieten, aber so eine Suite wurde uns noch nirgendwo geboten! Lady Hamilton hat 48 solcher Suiten, je vier pro Oceanfront-Villa. Die schönsten dieser Villen sind die drei, die nach Westen liegen (Lily, Oleander und June Rose), denn sie sind am ruhigsten und bieten phantastische Stimmungen, vor allem bei Sonnenuntergang. Wir wohnten in der Villa June Rose, der pure Genuss! Ein sehr großer Raum mit einer halbhohen Trennwand mit geschmackvollen Granit-Intarsien zwischen Schlaf- und Badbereich. Auf der einen Seite ein riesiges Bett, dessen Matratze wir sehr angenehm fanden, Sofa, Tisch und Sessel, Schreibtisch, Flatscreen-TV (haben wir nicht benutzt), Kaffeemaschine und Minibar, die täglich neu aufgefüllt wurden, ein separater Kleiderschrankraum – und die wunderschöne Terrasse nach Westen mit zwei gepolsterten Liegen und zwei Sesseln. Auf der anderen Seite eine Whirlpool-Badewanne, in der auch 4 Leute hätten baden können, zwei Waschtische, ein separates WC und schließlich die originelle Außendusche unter freiem Himmel. Alle möglichen Accessoires standen in einem Körbchen bereit, Duschgel, Shampoo, Seife und Bodylotion wurden täglich neu aufgefüllt. Es gab aber auch Nähzeug, Kamm, Duschhaube, Zahnbürste, Rasierer, Schuhputzschwamm etc., das vollständigste Accessoire, das wir je in einem Urlaubshotel geboten bekamen. Dazu reichlich Handtücher, die täglich gewechselt wurden, egal ob wir sie aufgehängt oder in die Wanne gelegt hatten, Föhn, Bademäntel und Pantoffeln.


    Restaurant & Bars
  • Sehr gut
  • Restaurants: Wie schrieb irgendjemand in diesem Forum: Zum Frühstück gab es immer das Gleiche und keine Abwechselung? Ja, stimmt. Zum Frühstück gab es jeden Tag ALLES was man sich zu einem Frühstück nur wünschen kann. Unmöglich, immer von allem etwas zu essen, also musste man sich die Abwechselung schon selbst zusammenstellen. Sehr angenehm fanden wir, dass zu allen Mahlzeiten Köche bereitstanden, um bestimmte Speisen nach Wunsch der Gäste individuell zu kochen, zu braten oder zu grillen. Beim Frühstück waren es die Eier oder Omeletts, zu Mittag Fisch, Steaks etc., am Abend z. B. Pastasaucen aus selbst zusammengestellten Zutaten. Dazu kamen noch die besonderen Kicks: Zum Frühstück die Smoothies aus frischen Früchten, zu Mittag die Sushi-Bar und abends die im Ganzen zubereiteten Fleischgerichte, von denen der Koch dann genüsslich Scheibe um Scheibe absäbelte. Vom ganzen Truthahn über Enten und Lammkeulen bis zum rosa Roastbeef fehlte da nichts! Weil wir die Vielfalt eines großen Buffets besonders lieben, aßen wir meist im Hauptrestaurant, und das wurde uns nie langweilig. Es gab immer eine große Auswahl an Rohkost- und Gemüsesalaten, auch hochwertige Gemüse wie Spargel, Artischocken und Palmenherzen, acht leckere Dressings dazu, dann viel Abwechselung im warmen Buffet und schließlich viele Käsesorten, leckeren spanischen Schinken, Räucherlachs, frische Früchte und verführerische Dessert-Kuchen. Alle Zutaten waren frisch und appetitlich angerichtet, Gemüse al dente gekocht, alles wirkte sehr sauber und schön dekoriert. (Wer’s braucht: Natürlich gab es auch Pizza, Pommes und Burger.) Eine Kritik, die wir hier auch schon einmal gelesen haben, müssen wir leider bestätigen: Oftmals war uns das warme Essen nicht heiß genug. Die Themenrestaurants waren gut besucht und schienen sich großer Beliebtheit zu erfreuen, die Speisekarten waren jedoch recht übersichtlich, so dass wir lieber beim großen Buffet blieben. Auch dort gab es Länderabende, also amerikanische, asiatische oder mexikanische Buffets, für uns reichlich Abwechselung. Bars und All Inclusive Die Anlage hat rund 20 Bars. An jedem Pool, an den Stränden und an jeder Ecke des Hauptgebäudes kann man was zu trinken bekommen. Alkohol fließt reichlich, für unseren Geschmack manchmal allzu reichlich. Den Begriff Cocktail sollte man da nicht so wörtlich nehmen, es wird wild zusammengemischt, Hauptsache bunt, eisig und ordentlich stark. Wer sich hier abschießen will, kann das in weniger als einer Stunde erledigt haben. Da die Plastikbecher nicht so groß waren, hatten viele Amerikaner ihre eigenen Liter-Becher dabei, die von den Barkeepern bereitwillig gefüllt wurden. Je nach Gästestruktur entstand so an der Poolbar im riesengroßen Hauptpool schon mal eine Art Ballermann-Atmosphäre, die wir nicht so toll fanden. Aber Alternativen waren ja reichlich vorhanden, so dass man sich dem nicht unterwerfen musste. Trotzdem: Wenn fünfzig Leute im warmen Pool herumstehen bzw. mit ihren Cocktails in der Hand herumalbern, dann schwappt schon mal das Bier oder der Rum über. Wir fragten uns, ob das Blau des Pools etwas mit Blue Curacao zu tun hatte. (War nur ein Scherz.) Anders die Infinity Bar, an der recht professionelle Barkeeper wirklich gute Drinks mixten, stilvoll, in Gläsern und nett dekoriert. Sowieso fühlten wir uns in der großen, ruhigen, eleganten Infinity Bar mit den gemütlichen Polstersesseln sehr wohl, auch zum Kaffee nach dem Essen. Stichwort Kaffee: Das hätten wir uns gewünscht, eine Kaffeebar am Strand oder am Pool. Immerhin ist Jamaika ein Kaffeeland, aber von dieser Kultur haben wir nichts gespürt. In den Restaurants wurde zwar nach dem Essen Kaffee angeboten, der war aber eher amerikanisch, also ziemlich dünn und geschmacksarm. Wir versuchten es mit einer besonderen Bestellung „extra starker Kaffee?“ Und siehe da: man brühte uns alles was wir wollten, auch kräftigen Cappucino mit Milchschaum, einer Spur Kakao und Zimt. Lieber Gast, beschwer dich nicht im Nachhinein, sag lieber was du willst, und du wirst es bekommen! Mehrmals haben wir in diesem Forum gelesen, dass der AI-Tischwein ungenießbar ist. Ja, also der hat uns auch nicht geschmeckt. Aber hat jemand den Sekt probiert? Sekt wird genauso AI angeboten, ein spanischer Brut, wirklich sehr gut, leicht, trocken, absolut angenehm.


    Service
  • Sehr gut
  • Irgendwo hier im Forum haben wir gelesen, die Mitarbeiter hätten nicht gegrüßt. Wir können ja nicht ausschließen, dass das früher mal so war, aber vorstellen können wir uns das nicht. Jeder hat gegrüßt, jeder Gärtner, jeder Handwerker, jedes Zimmermädchen, jeder Strandarbeiter, im Vorbeigehen rief der Barkeeper sein Hallo herüber - - . „Ohne Trinkgeld läuft da gar nichts?“ Falsch!!! Wir sind keine Geizhälse, hatten aber auch nicht immer Geld dabei oder Lust dazu, diese freundlichen, hilfsbereiten Leute mit Geld zu belohnen. Sie machten auch nicht den Eindruck, das zu erwarten. Was sie aber (an uns) ganz besonders liebten, war unser Lob für ihre Arbeit, Komplimente für den schön geschnittenen Rasen, Dank für den aufmerksamen Service. Wir wurden permanent angestrahlt und hatten immer das Gefühl, willkommene und beliebte Gäste zu sein. Den Vogel schoss Joseph ab: Wir kamen vom Baden aus dem Meer und er schob vor unseren Füßen einige Steine beiseite. Wir bedankten uns und er sagte darauf: „My name is Joseph. I keep this place clean and I love my job.“ Im gastronomischen Bereich fehlt den Mitarbeitern teilweise noch das Können, das den freundlichen Service vom First Class Service unterscheidet. Allerdings stellten wir eine erhebliche Steigerung vom Frühstück über Mittagessen zu Abendessen fest. Morgens waren eher die Anfänger am Werke, mittags die Fortgeschrittenen und abends die Meister. Lehrlinge mussten morgens ihre ersten Schritte mit dem Tablett wagen, Unsicherheiten inbegriffen. Zum Dinner erlebten wir allerdings auch wirklich echten 5-Sterne-Service von sehr gut ausgebildeten und außerordentlich freundlichen Bedienungen. In welchem Bereich auch immer, von Rezeption bis Gärtner, erlebten wir gut gelaunte, strahlende, kundenorientierte und überaus freundliche Mitarbeiter.


    Lage & Umgebung
  • Eher gut
  • Die Umgebung des Hotels ist weitgehend Niemandsland. Der kleine Ort Lucea lohnt kaum einen Besuch, bis nach Negril oder Montego Bay fährt man schon über eine halbe Stunde. Andere Ausflüge werden durch die weiten Entfernungen eher behindert. Es werden allerdings reichlich Ausflüge angeboten, Möglichkeiten gibt es genug. Wir können das nur schwer bewerten, weil wir davon kaum Gebrauch gemacht haben. Was sich auf jeden Fall lohnt, ist eine Fahrt nach Negril zu Rick's Cafe. Unterwegs gibt es zwei Stopps in einem Craft-Market und einem modernen Einkaufszentrum, beide fanden wir nicht sonderlich reizvoll. Die Shops im Hotel bieten fast die gleichen Waren zu eher günstigeren Preisen.


    Aktivitäten
  • Gut
  • Beliebte Aktivitäten

    • Strand

    Animation Die üblichen Spielchen am Pool haben wir nicht mitgemacht, aber wir wurden auch nicht bedrängt. Wenn es uns zu laut wurde, konnten wir uns an den Adult-Pool oder Strand, notfalls in die Wassersportbucht zurückziehen, da war immer Ruhe. Die abendlichen Shows haben uns überhaupt nicht gefallen, aber vielleicht kennen wir einfach schon zu viele Urlaubshotels mit Abendshows, um diese Albernheiten noch unterhaltsam zu finden. So warfen wir ab und zu mal einen Blick ins Theater, blieben aber nie lange. Konkreter Grund, weshalb wir diese Hotelshows blöde finden: Immer werden einzelne Gäste auf der Bühne lächerlich gemacht um der Belustigung der grölenden Masse zu dienen. Das geht gelegentlich sogar arg unter die Gürtellinie, und das muss einfach nicht sein. Man mag uns Humorlosigkeit ankreiden, aber wir können darüber eben nicht lachen. Eine Ausnahme aber darf hier nicht unerwähnt bleiben: Das Palladium hatte eine externe Show eingekauft, die wir uns sogar zweimal angesehen haben. Die Gruppe präsentierte Steel-Drums in Orchesterstärke, von Michael Jackson bis Lady Gaga, gekrönt von einer pfiffigen Choreografie, das war sensationell, professionell und originell, ganz großes Kino!! Nach der Show tauchte das Animationsteam dann regelmäßig in der Infinity-Bar auf, um dort die Leute zur Lifemusik wechselnder Bands auf die Tanzfläche zu schubsen. Das gelang mehr oder weniger gut. Die Bands waren recht gut, für unseren Geschmack zu laut, und spielten fast ausschließlich Reggae. Klar, deshalb sind wir ja auch nach Jamaika gereist, Sonne, Strand und Reggae. Wir tanzen gerne, auf Reggae geht ja auch alles, hätten abends auch gerne noch öfter getanzt, konnten uns aber gegen das Animationsteam mit seiner Ego-Show oder seinen ausladenden Hüftschwung-Schulungen jugendlicher Gäste oft nicht so recht durchsetzen. Wir hatten den Eindruck, dass es vielen anderen Gäste unserer Altersklasse ebenso ging. Dem kecken Animationsteam fehlt es (noch) an einem gewissen Gefühl für die Gäste. Bis sie das gelernt haben fänden wir es besser, die Disco eine Stunde früher zu öffnen und den Erwachsenen die elegante Atmosphäre der Infinity-Bar mit Lifemusik und Tanzfläche zu gönnen. Strand und Wassersport Es gibt allerlei Boote zur kostenlosen Nutzung, ferner bekommt man einfache Taucherbrillen und Schnorchel, leider jedoch keine Flossen. Flossen wurden nur in Verbindung mit einer 16$-Ausflugsfahrt ausgegeben, was uns zunächst ärgerte, denn Brillen und Schnorchel hatten wir selbst dabei, die großen Flossen aber hatten nicht mehr in die Koffer gepasst. Zunächst schnorchelten wir also am Hauptstrand und stellten fest, dass es weiter draußen, im Bereich des kleinen, vorgelagerten Riffs viele schöne Fische zu sehen gab. Wir trauten uns dann auch ohne Flossen auf die Außenseite des Riffs und waren begeistert von dem Fischreichtum und den vielen nachwachsenden Korallen an dem tot geglaubten Riff. Schließlich buchten wir doch eine Bootsfahrt, die sich klar gelohnt hat. Als Schnochelparadies wird Jamaika in keinem Prospekt hervorgehoben, aber wir hatten so tolle Korallen und farbenprächtige Tropenfische nicht erwartet. Den Höhepunkt bildete die zweite Tauchfahrt, diesmal setzte man uns in der Nähe eines alten spanischen Forts ab, etwa auf halber Strecke nach Lucea: ein grandioses Schnorchelrevier! Am Wassersportstrand gibt es übrigens auch eine Padi-Tauchbasis und Tauchschule. Wer nicht schnorcheln will, wird den Strand eher langweilig finden. Das Wasser ist sehr warm, sehr flach und lädt eigentlich nur ein paar Meter weit zum Baden ein. Weiter hinaus sollte man sich auf keinen Fall ohne Badeschuhe wagen, denn zwischen Seegras und Algen lauern auch viele Felsbrocken, scharfkantige Korallenreste und riesige Kolonien von Seeigeln. Gäste mit verbundenen Füßen waren kein seltener Anblick. Einen besonderen Kick leisteten wir uns mit dem Katamaran-Ausflug zu Rick’s Cafe. Ein grandioses Schiff, eine gut gelaunte Crew, coole Drinks, tolle Stimmung an Bord, und wer wollte, konnte sich dann noch bei Rick mit den berühmten Klippenspringern messen. Es gibt auch Klippen für Anfänger, und so kamen wir auch in den Genuss dieses einmaligen Erlebnisses. Schließlich dann die Rückfahrt volle Kraft voraus in den Sonnenuntergang, das war schon klasse! Nicht ganz billig, aber unbedingt lohnenswert.


    Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gutHotel ist besser als in der KatalogbeschreibungHotelsterne sind berechtigt
    Infos zur Reise
    Verreist als:Paar
    Dauer:2 Wochen im September 2010
    Reisegrund:Strand
    Infos zum Bewerter
    Vorname:Brigitte & Wolfgang
    Alter:51-55
    Bewertungen:3