Auf den ersten Blick sehr schön. Große Empfangshalle mit Lobbybar, Billiard und Tischkicker (gegen Gebühr). Ähnelt einem Schiff mit verglastem Dach, dass aber schon bessere Zeiten gesehen hat. Es schien alles frisch gestrichen zu sein. Der Tennisplatz liegt vor dem Hotel direkt neben dem Parkplatz. Man wird im Sommer zwischen all dem Beton wohl einen Hitzschlag erleiden. Die Zimmer für Familien sind im angrenzenden Nebengebäude direkt am Pool untergebracht. Das Gebäude hat 3 Stockwerke mit dem Balkon jeweils zum Pool ausgerichtet. Wir hatten das vorletzte Zimmer zum Strand gelegen und einen schönen seitlichen Ausblick auf das Meer. Es gab ein Doppelbett (ca. 1, 60 m breit) und 2 Zustellbetten. Genügend PLatz für unsere 4 Koffer, einen Schreibtisch, Sesssel und Beistelltisch blieb auch noch. Man hält sich nicht Stunden dort auf, also war es durchaus in Ordnung. Der Kleiderschrank war für uns 4 Personen ausreichend. 3 Schubladen gab es zusätzlich in den Nachttischen und im Schreibtisch. Der Boden schien neu mit Laminat ausgelegt zu sein. Das Bad war etwas heruntergekommen. Schimmel in den Ecken der Badewanne/Dusche, Farbe über der Dusche blätterte ab und allgemein war das Zimmer schon staubig als wir einzogen. So blieb es auch während der 2 Wochen. Handtücher wurden regelmäßig ausgewechselt und 4 Strandtücher für den Pool lagen schon bereit als wir ankamen. Der Hauptanteil der Gäste sind Slowaken, Urkainer, Russen, Türken, Ungarn, Deutsche sowie einige Österreicher, Albaner und Holländer. (alle meist mit Kindern). Die deutschen Gäste waren meist 50 Jahre und älter. Sie hatten als Reisegruppen bereits eine Rundreise hinter sich und schlossen eine Woche Badeurlaub hier an. Die junge Generation der türkischen Gäste sprach gut Englisch. Man konnte sich also mit ihnen unterhalten. Mit den Gästen aus dem Ostblock war es schwieriger. Sie fielen wieder durch ihr seltsames Benehmen auf. Berge von Essen wurden auf die Teller geladen und letztlich nicht gegessen. Also auf jeden Fall zuerst das Dessert aussuchen!!!! Dieses wurde immer zuerst geplündert. Dort wanderten gleich viertel Torten auf die Teller. Sie hatten auch die leidige Angewohnheit sich direkt aus dem Pool auf die Polsterstühle im Restaurant zu begeben. Es wurde nur ein T-shirt und eine Shorts übergezogen. Die nächsten Gäste durften dann auf nassen Polstern sitzen. Unser Hinweis beim Servicepersonal wurde achselzuckend abgetan. Für uns war das Preis/Lesitungsverhältnis in Ordnung. Da in NRW bereits Ende Juni die Ferien begannen, sind wir praktisch zum Preis der Nebensaison gereist. Hätten wir allerdings 1. 000 Euro mehr bezahlt, hätten wir uns schon geärgert. Es entspricht sicher nicht den vom Hotel angegebenen 5 Sternen. Vor einiger Zeit haben sie den 5. Stern bekommen, der auch auf der Leuchtwerbung über dem Eingang prangt. Ich weiß nicht wofür es diesen gegeben haben mag. Das Gypsophila nebenan ist halb so alt (8 Jahre) und eine ganz andere Liga, ebenso das Hotel Delfin Resort. Der Verfall setzt aber so schnell ein, dass die Hotelbewertungen nur sehr zeitnah berücksichtigt werden sollten. Vor einem Jahr wurde ein Hotel in der Nachbarschaft eröffnet. Ein wunderschöner Eingangsbereich - wie ein Kirchenportal. (Name ist mir leider entfallen - liegt direkt neben Hotel Delfin). Auf der Rückfahrt erzählten uns Gäste, dass auch dort der Verfall schon eingesetzt hat. Polster kaputt und bemalt usw. Das Management kommt da kaum gegen an. Viele Gäste benehmen sich, als hätte sie gar keine Erziehung genossen. Das haben wir ja auch bei uns im Hotel festgestellt. Eine wirklich bedenkliche Anmerkung habe ich noch: Es gibt nur einen Schüssel pro Zimmer. An diesem Schlüssel hängt die Karte für die Stromversorgung des Zimmer. Bei uns konnte man beides nicht trennen. Unsere Kinder sind manchmal früh aufs Zimmer gegangen, um fern zu sehen o. ä. Dafür benötigten sie den Zimmerschlüssel. Wir haben uns die Show angeschaut und kamen eines Abends nicht ins Zimmer, da die Kinder eingeschlafen waren und auch das Klingeln des Handys nicht hörten. Mein Mann ging zur Rezeption und fragte nach einem 2. Schlüssel. Er wurde weder nach seinem Namen gefragt, noch mußten wir uns im Zimmer ausweisen (unsere Pässe lagen im Zimmersafe). Eine Page schloss uns einfach die Tür auf und verschwand. Ihn hatten wir nie gesehen und er uns ebenfalls nicht. So hätte wahrscheinlich jeder unsere Kinder aus dem Zimmer mitnehmen können!!! Nach dem Vorfall in Portugal (das verschwundene Mädchen) finden wir diese Vorgehensweise extrem fahrlässig. Beim 2. Mal hatte unser Sohn die Tür zugeschlagen und den Schlüssel drinnen vergessen. Ich wurde wieder nur nach der Zimmernummer gefragt und zurück zum Zimmer geschickt, wo ich auf jemanden warten sollte. Dieser junge Mann schloss auf und verschwand ehe ich ihm auch nur ein Trinkgeld geben konnte! Ich war etwas erschüttert.
Das Zimmer war ausreichend groß für 4 Personen. Im Nebengebäude sind offensichtlich alle Zimmer gleich aufgebaut. Es gibt einen Außenlift, der zeitweise nicht funktioniert. Das Zimmer wurde nur oberflächlich bis gar nicht gereinigt. Das Laminat war wahrscheinlich recht neu und die Wände vor nicht allzu langer Zeit frisch gestrichen. Im Hauptgebäude verfügen die Zimmer über Teppichboden. Betten wurden jeden Tag gemacht und Handtücher auf Wunsch ausgewechselt. Die Ecken in der Dusche waren verschimmelt und die Toilette hätte etwas Domestos vertragen können. Das Nebengebäude ist sehr laut! Morgens ab 5:45 Uhr wurden wir wach, weil die ersten Liegen reserviert wurden. Wegen der Abendshow werden die Sonneliegen abends ab 18. 00 Uhr weggeräumt, um Platz für die Stühle zu schaffen. Der Poolboy fing morgens erst gegen 6. 30 Uhr an zu arbeiten, so dass die Gäste sich ihre Liegen selbst holten. Entsprechend laut war es auch, wenn sie diese hinter sich herzogen. Dann wurden Schirmständer geschleift und Beistelltische neben die Liegen geknallt. Um 6. 30 Uhr war das Spektakel meist vorbei, weil dann alle 80 - 90 Liegen reserviert waren. Abends musste man auf das Ende der Show gegen 22.45 - 23.00 h warten. Wir hatten praktisch den Logenplatz vor der Animationsbühne. Vom Balkon hat man direkten Blick auf die Bühne. Allerdings auch die entsprechende Lautstärke. Nach der Show wurden alle Stühle sofort vom Personal wieder gestapelt und weggeräumt. Gegen 23. 15 Uhr war meist Ruhe. Manchmal hörte man dann allerdings noch vom Nachbarhotel Musik. Nachruhe hatte man also von ca. 23.15 Uhr bis ca. 5.45/6.00 Uhr. Wer Kinder hat, die noch viel schlafen müssen, sollte das bedenken!
Das Essen war reichhaltig und lecker. Frühstück wird von 7. 00 bis 9. 30 Uhr angeboten, Mittagessen von 12. 00 - 14. 00 Uhr, Abendessen von 19. 00 - 21. 00 Uhr, 16. 15 - 17. 00 Uhr Eis. Zusätzlich gab es nachmittags gegen 15. 00 Uhr Hamburger, Pizza o. ä., an der Snackbar wurden frisch gefüllte Teigtaschen zubreitet und zusätzlich wurde ein Kuchenbuffet aufgebaut. Eine Kaffemaschine, die auf Knopfdruck verschiedene Sorten Kaffee ausspuckt ist ab 10. 00 Uhr immer neben der Poolbar verfügbar.(Natürlich keine Jura Maschine mit Orginal italienischem Espresso!!) Außerdem gibt es eine große Auswahll an Teebeuteln. Für die Kinder gab es immer Pommes, Nudeln, türk. Pizza o. ä. Unsere kinder haben aber auch die türkische Küche gerne gegessen. Täglich eine Sorte Kebab, bei dem fisch handelte es sich meist um Makrele (ist nich jedermanns Sache wegen der vielen Gräten). Gegrillt wurde Leber, Lammspieße, Putensteaks. Leider war die Leber un das Lamm auf dem Speißen meist recht verkohlt. Schade um das schöne Fleisch. Frisches Obst gibt es zu jeder Mahlzeit. Wasser- und Honigmelonen, Pflaumen, Aprikosen, Grapefruit und Orangenscheiben. Orangen und Grapefruit natürlich kein Vergleich zu der in Deutschland erhältlichen Ware. Reif gepflückt und super süß. Einfach nur lecker. Großes Salatangebot am Mittag und Abend mit verschiedenen Dressings. Morgens viele verschiedene Sorten Brot und Brötchen, frisches Weißbrot, viele Sorten Marmelade, Schokocreme, versch. Käse, ein bis 2 Sorten Wurst, gerillte Tomaten ö. ä. 3 und 5 min. Eier, Omelette oder Rührei wird frisch auf Wunsch zubereitet. Wer hier am Essen meckert, dort möchte ich gerne mal zu Hause vorbeischauen. Die Deutschen haben ja meist etwas am Essen zu nörgeln, weil es keinen Jacobs Krönung oder nicht 10 Sorten Aufschnitt gibt. Wir fanden es klasse und auch unsere Kinder haben es genossen. Jede Woche wurde ein türkischer Abend durchgeführt. Das Essen wurde komplett auf der Terrasse am Pool aufgebaut.
Allgemein waren die Mitarbeiter fast alle sehr freundlich. Die Sprachkenntnisse sind etwas dürftig, wor allem an der Rezeptin. Selbst mit Englisch hatten einige Mitarbeiter Probleme. Das Servicepersonal versteht die einfachsten, wiederkehrenden Sätze sogar auf Deutsch. Manche sprachen auch etwas besser Deutsch, so dass wir uns auch etwas persönlicher unterhalten konnten. Es gibt eine Krankenschwester, die tagsüber im Hotel ist. Einfache Blessuren kann sie wohl behandeln, ansonsten wird ein Arzt ins Hotel gerufen. Allerdings versteht zumindest eine der Krankenschwestern weder Deutsch noch Englisch. Also bitte AUF KEINEN FALL mit angeschlagener Gesundheit (Herzprobleme o. ä.) in die Türkei fahren. Wir hatten einen Todesfall durch Herzversagen am Strand. Der Gast ist alkoholisiert und erhitzt ins Meer gesprungen. 20 Minuten versuchten andere Gäste zu reanimieren, dann kam erst gemessenen Schrittes der Arzt. Es gab KEINEN Defibrillator, wie er bei uns in den Schwimmbädern hängt. Die Krankenschwester lief nur aufgeregt hin und her. Einige Tage später stürzte ein Gast am Pool und verletzte sich die Hand. Für mich sah es gleich nach einem Bruch aus. Während wir mit Eis kühlten, lief mein Mann zur Krankenschwester, die auf der Patientenliege schlief. Sie verstand weder Deutsch noch Englisch und ließ sich nicht überreden, mit zum Pool zu kommen. Das zeigte einmal wieder, wie abhängig wir von einer lückenlosen Versorgung durch unsere Mediziner sind.
Vom Flughafen betrug die Transferzeit 1 3/4 Stunden. Dienstag und Freitag gibt es in ca. 300 m gegeüber einen Bazar mit ca. 100 Ständen. Alles mit Zeltplanen überdacht, aber lieber ab 8. 00 Uhr dort sein, es wird sehr stickig. Dort gibt es die übliche Bekleidung - Imitate von Ed Hardy, D & G, Hilfiger usw., Gewürze, Game Boy Spiele, Schmuck usw. Für uns war er völlig ausreichend. Da sich irgendwann das Angebot der Stände wiederholt. Der Bauernmarkt in Manavgat ist deutlich größer, aber eben nicht so bequem zu erreichen. Letztlich gibt es doch überall das gleiche angebot an Waren. Es ist ein Einkaufzentrum mit 350 Geschäften in 400 m Entfernung ausgeschildert. Es sind aber realistische 1, 5 km. also lieber mit dem Bus fahren. Wir sind nicht dort gewesen, aber Gäste erzählten, dass die Hälfte der Geschäfte leer stehen. Dringende Medikamente aus der Apotheke besorgt auch die Hotelreception. Es hat gerade einen halben Tag gedauert, dann konnte das Medikament abgeholt werden. Die Nachbarhotels liegen unmittelbar neben dem Galeri. Man hörte also von einer Seite die Musik der Nachbaranimation.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Es gibt einen Tennisplatz vor dem Hotel. Es gibt immer noch alte Bilder und Prospekte der Anlage, wo rechts daneben noch 2 Tennisplätze abgebildet sind. Diese Baulücke besteht schon seit 8 Jahren nicht mehr. Dort steht jetzt das Hotel Gypsophila. Da das Grundstück sehr schmal ist, liegt alles eng beieinander. Der Pool ist nicht sehr groß. Rundum stehen ca. 80 - 90 Liegen zur Verfügung, die aber bereits um 6. 30 - 7. 00 Uhr vergriffen sind. Ausreichend Schirme gibt es. Man kann auch den Poolboy nach einem zusätzlichen Schirm fragen.(Er spricht übrigens sehr gut Deutsch und arbeitet mit nur einem Arm wirlich sehr hart). Unser Modell ist häufiger abhanden gekommen. Manche Gäste hatten ein sehr einnehmendes Wesen. Als wir aus dem Wasser kamen, war unser Schirm mehrmals verschwunden. Am Strand gibt es genügend Liegen und feststehenden Schirme und teilweise ein fest gebautes Sonnendach. Dort bekommt man gelegentlich geben Mittag auch noch eine freie Liege. Die Auflagen und Schirme sind kostenlos. Ab 10. 00 Uhr starten die Animateure. Sie sind sehr nett, sprechen türkisch, russisch und einige auch deutsch. Alle Ansagen erfolgen in diesen 3 Sprachen. Morgen gibt Gymnastik auf der Wiese neben den Rutschen, Wassergymnastik, Dart, Minigolf. Mittags gegen kurz vor 12. 00 h ein Poolspiel. Mittagsruhe dann etwa bis um 14. 30 Uhr. Danach wieder Dart, Beachvolleyball, Luftgewehrschießen. Ich schreibe bewußt MITTAGSRUHE; weil den ganzen Tag die Musik aus den Boxen dröhnt. Da alles recht eng ist, kann man sich nicht entziehen! Auch der verlängerte Mittagsschlaf bis nach 14. 30 uhr ist im Nebengebäude kaum möglich, weil die Fenster direkt in Richtung Pool hinaus liegen! Die Kinderanimation ist nur etwas für Kindergartenkinder oder für Mädchen (sagt mein Sohn!!!!). Unsere Jungs mit fast 10 und 7 Jahren halten nichts von Basteln, Ausschneiden etc. Einmal die Woche wird Pizza oder Kekse gebacken. Motags gibts die Bananabootfahrt für Kinder (6 euro p.P.) Dabei wird das Boot nicht umgekippt o. ä. Für Kinder sehr nett. Manchmal wir Wasserball mit den Kindern gespiel. aufgrund der beengten Verhältnisse findet es im Rutschenpool statt. Auch nicht der beste Platz, weil man ständig darauf achten muss, dass niemand umgerutscht wird. Dieser Pool ist aber nur ca. 1, 20 m tief. Der große Pool ist bis zu 2 m tief und auch im flachen Bereich kann mein Sohn mit 1. 35 m Größe nicht stehen. Der Babypool hat die Maße unseres Planschbeckens zu Hause. Er wird durch einen großen Marktschirm beschattet. Allerdings liegt dieser nur 2 Meter neben dem großen Pool. Man kann ein Kleinkind also auf keinen Fall ohne Schwimmhilfe im Planschbecken lassen. An den Aktivitäten wie Minigolfen, Dart etc. darf man erst ab 12 Jahren teilnehmen. Wir haben mehrfach nachgefragt, aber keine Chance - auch nicht in Begleitung der Eltern! Es fehlt eindeutig ein Angebot für ältere Kinder bis 12 Jahre!!!! Unsere Jungs waren immer recht enttäuscht, und da es auch nicht viele deutschsprachige Kinder in ihrem Alter gab, haben sie sich zeitweise gelangweilt. Also bitte auf keinen Fall aufgrund des Kinderclubs buchen! Im Nachbarhotel gab es Animateure für verschiedene Altersgruppen der Kinder. Es wurden dort wirklich tolle Aktionen durchgeführt.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 2 Wochen im Juli 2008 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Petra |
| Alter: | 41-45 |
| Bewertungen: | 4 |


