Größere Hotelanlage mit 3 Gebäuden: Hauptgebäude mit Rezeption, weiteres Gebäude, in dem auch das Restaurant (Speisesaal) untergebracht ist, und ein drittes 2-stöckiges Gebäude quer zum Pool. Lt. Reiseveranstalter 185 Zimmer. Die Zimmer in den 3 Gebäuden sind unterschiedlich groß. Vor allem das Bad und der Balkon sind im Hauptgebäude deutlich größer als im Pool-Gebäude. Im Restaurant-Gebäude ist u.U. (vor allem morgens) mit Lärm vom Restaurantbetrieb zu rechnen. Die Anlage befindet sich in einem recht guten und sauberen Zustand. Beeindruckend ist der große, sehr gepflegte, blütenreiche Garten mit zahlreichen Zitronenbäumen und vielen andern landestypischen exotischen Pflanzen. Angeboten wird nur Halbpension mit Frühstück (bis 9:30 Uhr) und Abendessen (bis 21:00 Uhr), jeweils als Buffet. Die Gäste waren nahezu ausschließlich deutschsprachig (Deutschland und Österreich) - jetzt im Mai waren nur wenig Kinder dort, demgegenüber auffallend viele ältere Urlauber. Die Terrassen der Zimmer im Erdgeschoss des Hauptgebäudes führen direkt in den Garten und sind besonders für gehbehinderte Personen gut geeignet. Wer Urlaub auf Korfu macht, sollte sich nicht die ganze Zeit im Hotel aufhalten. Die Insel bietet viel mehr als nur einen Strand zum Sonnen. Am besten mietet man sich für einige Tage ein Auto (z.B. bei der Autovermietung "Nik" - wir haben für einen Fiat Punto 30 Euro pro Tag gezahlt) und erkundet die Insel. Neben Korfu-Stadt sollte man sich auf jeden Fall den Nordosten und den Norden der Insel ansehen. Im Nordwesten sind die Steilküsten bei Perulades besonders beeindruckend. Zum Essen lohnt sich ein Zwischenstopp in Acharavi - im (auch von Marco Polo empfohlenen) "Lemon Garden" isst man gemütlich und lecker in einem Garten unter zahlreichen Zitronenbäumen.
Die Zimmer sind - wie schon erwähnt - unterschiedlich groß. Wir waren im Hauptgebäude untergebracht und hatten ein schönes Zimmer mit großem Bad und großem Balkon. Im Poolgebäude waren sowohl Bad als auch Balkon deutlich kleiner. Die Zimmer befanden sich in einem guten Zustand. Die Matratzen waren allerdings sehr hart. Die Zimmer verfügen über eine Klimaanlage, die jetzt im Mai aber noch nicht in Betrieb war. Jedes Zimmer hat Sat-TV-Anschluss (auch deutschsprachige Programme), einen Kühlschrank und Telefon. Der Zimmersafe ist sehr klein (es passt nicht einmal eine größere Kamera hinein) - kostet dafür stolze 20 Euro pro Woche. Die Zimmer sind leider sehr hellhörig. Handtücher werden nur auf Wunsch gewechselt (man wirft sie in die Badewanne, wenn man neue haben will). Einen Adapter für die Steckdosen braucht man nicht. Es gibt 2 Zimmerkategorien (mit Gartenblick oder mit Meer-/Poolblick). Wer sich nicht viel im Zimmer aufhält, sollte sich überlegen, ob sich der Mehrpreis lohnt.
Es gibt ein Restaurant, das man aber doch besser als Speisesaal bezeichnet. Der Saal ist in eine Nichtraucherzone (mit Meerblick) und eine Raucherzone unterteilt. Bei voller Belegung reicht der Saal nicht aus, um alle Gäste gleichzeitig unterzubringen. Frühstück gibt es von 7:30 Uhr bis 9:30 Uhr. Dabei wird das Buffet ständig neu aufgefüllt - auch wer erst kurz vor 9:30 Uhr erscheint, hat noch die volle Auswahl. Geboten wird alles das, was man für ein kontinentales Frühstück erwarten darf: Kaffee (leichter recht "dünn"), 2 Säfte (sehr süß), eine große Auswahl an frischem Brot, 2 Sorten Marmelade, 2 Sorten Käse und 3 Sorten Wurst (jeden Tag gleich), dazu wechselnd Eierspeisen und gekochte Eier (angeblich 4 bzw. 8 Minuten gekocht - aber alle Eier waren gleich hart). Insgesamt war das Frühstück ausreichend mit vielleicht etwas zu wenig Auswahl. Abendessen wird von 18:30 Uhr bis 21:00 Uhr serviert. Auch hier galt: Wer erst nach 20:00 Uhr erscheint (was wegen des dann nachlassenden Andrangs zu empfehlen ist), hatte noch die volle Auswahl - es wurde immer wieder aufgefüllt. Es gab wechselnd immer mehrere Sorten Fleisch und die üblichen Beilagen, eine Suppe, ein Salatbüffet und mehrere Nachspeisen (auch Eis). Man fand eigentlich immer etwas Schmackhaftes dabei, wobei man sicher sagen muss, dass die Küche insgesamt nur durchschnittlich war. Spezielle Themenabende gab es nicht; auch selten etwas typisch griechisches. Die Getränke mußten in bar beim Kellner bezahlt werden. Mit 5 Euro (Weisswein) und 5,20 Euro (Rotwein) für einen halben Liter war der Hauswein einigermaßen erschwinglich. Zumindest der Haus-Rotwein war nicht schlechter als die angebotenen Flaschenweine. Die Kellner erwarten natürlich Trinkgeld - wer keines gibt, darf schon mal etwas länger auf Bedienung warten. Das Restaurant war sauber, allerdings wurden verschmutzte Tischdecken nicht sofort ausgetauscht. Jeden Dienstag wird man zum Abendessen von einem Fotographen mit 1 oder 2 Damen in Landestracht abgelichtet, was uns etwas aufdringlich erschien, zumal auch im Restaurant selbst fotographiert wurde. Das Foto kostet 5 Euro. In der Hotelanlage gibt es eine Strandbar, die bis 24:00 Uhr geöffnet hat. Dort finden abends auch kleinere Veranstaltungen statt. Von 21:00 Uhr bis 22:00 Uhr ist "Happy-Hour", d.h. man bekommt 2 Drinks zum Preis von einem - wenn man denn mal einen Kellner erwischt, der einen bedient. Trotz Andrangs gerade in dieser Zeit arbeiten nur 2 Kellner - entsprechend lange muss man warten und bekommt dann sogar nicht immer das, was bestellt war (wir hatten 3 verschiedene Versionen des Cocktails "Singapore Slink"...). Cocktails gibt es zum Preis zwischen 3,50 Euro und 5 Euro. Setzt man sich direkt an die Bar, wird man schneller bedient. Tagsüber gibt es kleinere Snacks in der "Taverna" (neben dem Pool) zu recht günstigen Preisen, z.B. Gyros Pita für 2 Euro oder ein Omelett ab 2,50 Euro. Die Bedienung dort ist ausgesprochen nett und freundlich.
Das Personal ist durchweg sehr freundlich und hilfsbereit. Die männlichen Kellner im Restaurant waren allerdings schon ein wenig langsam. Deutsch versteht im Hotel eigentlich jeder - viele (vor allem die Damen an der Rezeption) sprechen auch sehr gut deutsch. Der Zimmerservice war ok - allerdings mußten wir nach unserer Ankunft um 9:00 Uhr noch bis zum Mittag auf unser Zimmer warten. Beschwerden geht man nach - Freunde von uns waren mit ihrem Zimmer im Restaurant-Gebäude wegen des Lärms nicht zufrieden und konnten problemlos in das Pool-Gebäude umziehen.
Das Hotel liegt direkt am Strand. Man durchquert den Garten und ist sogleich an einem allerdings recht kleinen Kieselstrand - hier passen gerade einmal 2 Liegen hintereinander. Am Strand gibt es zahlreiche, fest eingebaute Strohsonnenschirme. Ausreichend Platz zum Liegen findet man aber auch im Garten - die vielen Bäume sorgen für genügend Schatten. Die Transferzeit vom Flughafen beträgt ca. 20-30 Minuten, je nach Verkehrsmittel (Bus- bzw. Taxitransfer). Zum Ortskern von Moraitika gelangt man zu Fuß in wenigen Minuten. Direkt gegenüber der Hoteleinfahrt befindet sich ein kleiner Supermarkt (auch abends und sonntags geöffnet), in dem man deutlich günstiger als im Hotel einkaufen kann, z.B. 1,5 Liter Wasser ab 0,30 Euro gegenüber 1,60 Euro im Hotel; eine Flasche (recht schmackhaftes) griechisches Bier ("Mythos") kostet im Hotel 2,20 Euro (0,33 Liter), im Supermarkt zahlt man für 0,5 Liter gerade mal 80 Cent. "Offiziell" ist das Mitbringen von außerhalb gekauften Waren nicht erlaubt - aber keiner hält sich daran und es wird vom Hotel auch stillschweigend toleriert. Natürlich sollte man sich nicht mit einem außerhalb gekauften Bier an die Bar setzen. Im Ort selbst gibt es keine besonders große Auswahl an Einkaufs- und Unterhaltungsmöglichkeiten. Empfehlenswert ist das Cafe "Planet" neben der Autovermietung "Nik" - gute Qualität, sehr freundliches Personal und die besten Sitzgelegenheiten am Ort. Auf Wunsch schaltet der Inhaber auch gerne einen deutschen Fernsehsender auf dem Großbildschirm ein - so ist uns in gemütlicher Atmosphäre weder der "Eurovision Song Contest" (ARD) noch das Formel 1 Rennen in Monaco (RTL) entgangen. Wer einmal wirklich gut und dazu noch recht preiswert zu Abend essen will, sollte sich einen Abend im (auch von Marco Polo empfohlenen) "Tassos Village Grill" gönnen (ca. 150 Meter vom Hoteleingang entfernt) - sehr schmackhafte Grillgerichte gibt es schon ab 6 Euro.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Das Sport- und Fitnessangebot war jedenfalls im Mai nicht sehr groß. Ein Animateur lief meist etwas hilflos durch die Anlage und suchte nach Mitspielern für Dart oder Tischtennis. In der Hotelanlage gibt es auch einen Tennisplatz sowie ein großes Schach- und ein Damespielfeld. Der Strand selbst ist - wie schon erwähnt - recht klein, aber man kann sich auch gut im Garten oder am Pool aufhalten. Es gibt einen größeren, rechteckigen Pool mit einer Maximaltiefe von 1,55 Metern, ferner einen kleinen, runden Kinderpool. Ein Kinderspielplatz ist auch vorhanden. Für die Liegen am Strand oder am Pool (letztere haben eine bequeme Auflage) zahlt man 2,50 Euro pro Tag - kassiert wird ab 11:00 Uhr. Vielleicht auch wegen dieser Gebühr gibt es im Hotel kein "Liegenreservierungsproblem" - man bekommt auch nach 10:00 Uhr morgens immer noch eine Liege. Strandtücher werden vom Hotel nicht gestellt. Der Strand ist (wie im Süden von Korfu üblich) ein kleiner Kieselstrand. Das Meer ist über eine große Strecke hinweg flach; der Boden ist kurz nach dem Ufer sandig. Gelegentlich gibt es Quallen. Im Mai bei Lufttemperaturen um 25 Grad ist das Meerwasser natürlich noch etwas kalt, aber man kann durchaus schon im Meer schwimmen.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Paar |
| Dauer: | 1 Woche im Mai 2005 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Kurt |
| Alter: | 46-50 |
| Bewertungen: | 1 |


