Zunächst war ich erfreut, ein Zimmer im Neubau zu bekommen. Nach 7 Tagen bin ich umgezogen in den Altbau. Warum? Im Neubau hat sich vermutlich der selbe Architekt verwirklicht mit der offenen Bauweise. Sowohl im Alt- wie auch im Neubau grenzen die meisten Zimmer direkt an die Brüstung, von der aus man freie Sicht - vom obersten Stockwerk bis ganz nach unten - hat: aufs Restaurant, wo ab 6 Uhr mit Geschirr geklappert wird bzw. in die Lobby. Die Wände im Neubau sind dünn wie Papier, man hört das Rascheln einer Platiktüte im Nebenzimmer. Viel besser ist es aber auch nicht im Altbau, da man von den Fluren freien Blick herunten in die Rezeption hat: Die ganze Nacht an- und abreisende Gäste, die Flimmerkiste läuft 24 Std. und auch das Personal nimmt keine Rücksicht. Wer kein Oropax dabei hat, bekommt nicht viel Schlaf. Vielleicht sollte man aus dem Arabella ein Aryuveda-Hotel machen...?!? Vegetarisch ernährt man sich sowieso, aber man könnte den dreifachen Preis verlangen... :-( Nee, im Ernst. Liebe Hotelleitung, was ist Ihre Philosophie? Möglichste laute Animation, um die Gäste aus dem Hotel zu vertreiben? Der Altersdurchschnitt war m. E. zu hoch für die Lautstärke. Ich hätte mir z. B. leise Musik am Pool und/oder in der Lobby gewünscht. (kostet nichts). Die Polsterbezüge der Terrassenmöbel waren fleckig und verschossen; man mag sich nicht wirklich darauf niederlassen. Investieren Sie in qualitativ bessere Lebensmittel und evtl. in einen kreativen Koch. Die Gäste wären zufriedener und kämen gern wieder ins Arabella. Dann könnten Sie auch höhere Preise verlangen. Wo soll noch etwas übrigbleiben, wenn jemand für 3 (!) Wochen AI 495 EUR bezahlt...?
Am 1. Tag zeigte ich meinem Zimmermädchen das schwarze Papier, mit dem ich über den Badezimmerboden gewischt hatte. sodann wurde der Boden nass gewischt. Mein "Bitte-nicht-stören-Schild" musste ich mir 3 x besorgen...! Frisst jemand diese Schilder?! Es gibt einige wenige, ruhigere Zimmer, die nicht zur 6-spurigen Straße und auch nicht direkt am Flur liegen. Nach meinem Umzug von 4022 nach 103 vermisste ich meinen Pyjama. Auf Nachfrage: Alles, was das Housekeeping findet, wird an der Rezeption abgegeben. Ich durchsuchte mehrmals alle Taschen und Schubladen und zweifelte an meinem Verstand: nix. Am vorletzten Tag kramte ich einige Vokabeln aus dem Türkisch-Wörterbuch und suchte "mein" Zimmermädchen. Ich konnte ihr verständlich machen, was ich wollte. Sie strahlte und sagte: "Office" und führte mich in die 1. Etage ... und kam mit meinem Shorty zurück.... Versehen oder Methode...?!
Aufgrund der Bewertungen hatte ich keine hohen Erwartungen und bin auch nicht anspruchsvoll beim Essen. Aber ich möchte satt werden und es war schlimm. Wir waren kurz vor der Meuterei, weil das Essen grauslich ist: Jeden Tag Köfte mit der Konsistenz eines Radiergummis, z. B. gegrillte Zucchinischeiben (für sich genommen lecker), bedeckt mit einer Schicht Ketschup und dekoriert mit einem Gitter aus Mayonnaise. Es hat keiner gegessen und ich frage mich, wie viele Tage hintereinander dieser oder andere Teller immer wieder serviert wurde... Am letzten Tag habe ich die Schale mit Birnen fotografiert, die samt und sonders braun und fleckig und z. T. verfault waren und bereits in einen anderen Aggregatzustand übergegangen waren. Der "Restaurantmanager" sprach nur Türkisch. Er wurde aufmerksam, als er mich mit der Kamera sah . Ich sagte: "Das können sie abräumen, das isst keiner mehr!" Er grinste nur, drehte sich um und ging weg. Die, die hier zufrieden von dem Essen berichten, sind vermutlich immer um 19 Uhr zum Essen gegangen. Am 25.10. (am letzten Abend wollte ich mich einmal! satt essen) gab es Fisch, aber nur 5 Minuten. Etwas länger - bis 19.20 Uhr - gab es Kalbfleisch im Stück. Am 23.10. habe ich live erlebt, wie Tomatensoße und Spaghetti K A L T ! in den Bottich geschüttet wurden. Fleisch, Fisch oder Fleisch wurden nicht nachgelegt. Ersatz: z. B. Linsen mit Spiegelei oder - siehe oben - Köfte. Die Tischläufer wurden abgeschüttelt, damit wischte man einmal quer über den Tisch, fertig.
Bis ca. 18 Uhr trifft man auf Personal, das Deutsch spricht. Kompliment an Ercan und die Dame der Gästebetreuung. Bei allem, was sich danach zuträgt, ist man aufgeschmissen. Handtücher, die vergessen wurden auszulegen, bekommt man erst am nächsten Tag, und das Personal radebrecht in Englisch. Wirklich verständigen kann man sich nur schwer. Die Unzufriedenheit der Gäste überträgt sich auf die Kellner, die ihrerseits unzufrieden werden: eine Negativspirale. Dazu kommen die mangelnden Sprachkenntnisse (ich selbst kann mich auf Türkisch verständigen) Es ist ein ständiges Gerenne nach Servietten und Besteck. Vorschlag an die Hotelleitung: Teller, Besteck, Servietten an zentraler Stelle aufbauen, so dass sich jeder Gast selbst alles nimmt.. Spät. am 2. Tag geht man sowieso an Schublade, wo Messer und Gabeln gebunkert werden. Es herrscht Mangel an Kaffeelöffeln und Kuchengabeln. Fragte ich nach großen Müslischalen, holte mir Abdullah mit strahlendem Lächeln eine einzige aus der Küche. Bei Abreise in der Nacht sollte man auf das Lunchpaket verzichten, sondern sich etwas zu essen organisieren.
Avsallar kannte ich, der Weg zum Strand durch die Unterführung ist m. E. ok. Das Hotel ist aber wegen der vielen Stufen nicht für Gehbehinderte geeignet: Der Arabella-Strand war mir zu laut und zu voll. Durch den Neubau hat sich die Anzahl der Betten verdoppelt, der Strandabschnitt dagegen ist der gleiche geblieben. Die Liegen stehen viel zu eng und die erste Reihe befindet sich kpl. in der Sonne. Nervig: Beim Transfer vom Flughafen der Stopp nach 1 Std. an immer der selben Raststätte, damit die Urlauber das 1. Mal übers Ohr gehauen werden und z. B. Parfüm - völlig überteuert - für 15 EUR erwerben. In Avsallar kostet es 5 EUR, in Alanya 2 EUR; das ist ein fairer Preis für einen schönen Flakon mit parfümiertem Wasser. ;-)
Beliebte Aktivitäten
- Strand
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Alleinreisend |
| Dauer: | 2 Wochen im Oktober 2012 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Angelika |
| Alter: | 51-55 |
| Bewertungen: | 9 |


