phone
Reisebüro ÖffnungszeitenReisebüro Mo-Fr: 09:00-19:00 Uhr • Sa/So/Feiertage: 09:00-15:00 Uhr 089 143 79 133HolidayCheck ReisebüroMo-Fr: 09:00-19:00 Uhr • Sa/So/Feiertage: 09:00-15:00 Uhr
arrow-bottom
infoHier geht es zu aktuellen Reisehinweisen, Umbuchungs- und Stornierungsmöglichkeiten rund um Coronaarrow-right
Falk (61-65)
Verreist als Freundeim Juni 2020für 3-5 Tage
Verreist während COVID-19

Ein Rundum-Paket

6,0/6
(Un)glaubliche Erlebnisferien.
Das Meer hat uns in seinen Bann gezogen. Nicht umsonst wird diese Insel
auch die „Karibik Europas“ genannt. Aber neben Faszination des
türkis-blauem Wassers, den unendlich-unterschiedlichen Küsten mit
traumhaften Badebuchten sind es auch die Berge und urwüchsigen
Ortschaften Sardiniens, die wir lieben.
Orosei ist so ein Ort. Eine Mischung aus dörflichem und städtischem
Flair. Mit ca. 7000 Einwohnern ist diese bereits seit dem 10.
Jahrhundert bekannte Kleinstadt ein Ort mit sehr vielen Vorzügen.
Lebendig aber ohne Hast. Gepflegt aber nicht verkitscht. Historisch aber
nicht alt. Mittendrin wunderschöne Gassen, Parkanlagen, Kirchen,
originellen Boutiquen und Cafés - wie das reizvoll gelegene Café
Yesterday mit Hinterhofromantik.
Bevor ich aber über unsere Abenteuer berichte – ein Lobgesang auf unser
Quartier. Das Holiday Residence Rifugio hat alles was das Herz begehrt.
Großzügige Apartment-Anlagen mit einer sehr gut ausgestatteten Küche,
Balkone (u. a. mit Markengrill), einer sehr umsorgenden Einweisung durch
die Gastgeber und einen Blick auf die Berge, Olivenhain oder Pool. Da
ist der der Namen des Gästehauses wahrlich Omen et Nomen. Rifugio heißt
Zufluchtsort. Hier ist man/frau „zu Hause“. Ein Geborgensein und
Wohlfühlen durch und durch. Wir als Gruppe bewohnten die
3-Zimmerwohnungen PALMA und OLIVETO.
Natürlich ist jedem überlassen was er mit seinen Urlaubstagen
unternimmt. „Abhängen und chillen“ ist auf den Terrassen des Refugios
wie auch am Meer ein Hoch-Genuss. Die Strände zählen zu den Schönsten
von Sardinien und befinden sich sozusagen vor der Haustür von Orosei. In
5 Minuten oder nicht mal 3 km ist man am Wasser. Cala Ginepro, Su
Barone, Cala Osalla, Spiagga Marina di Orosei, Cala Liberotto oder Sa
Mattanosa sind nicht nur wohlklingende Namen, die Strände bieten alles
was das Herz begehrt. Feinster Sand, seichter Meeresgrund, schattige
Pinienwälder und kristallklares Wasser.
Die größeren Abenteuer vom Ausgangspunkt des Refugios liegen jedoch
woanders. Der Golf von Orosei beherbergt eine Reihe von unglaublichen
Naturspektakel, Biotope/Reservate wie „Su Barone“ und „Bidderosa“
(jeweils ein MUSS) oder auch der äußerst reizvolle Hausberg von Orosei.
Der Monte Tuttavista (720/805 Meter – es gibt unterschiedliche Angaben)
zeigt sich mit einem Panorama, welches jegliches Mittelgebirge in Europa
standhält. Es verfügt über eine Vegetationsvielfalt, die sich in seiner
Fülle gar nicht auflisten lässt. Mittendrin gibt es zudem ein
„Naturwunder“. Es ist ein geologisches Landschaftsphänomen, welches
äußerst selten zu bewundern gibt. Ein bewachsener ca. 15 Meter hohe
Steintorbogen, der an Spektakulität kaum zu überbieten ist. Und dennoch
gibt es eine Steigerung.
Die Karstschlucht Cola su Goropu zählt zu den eindrucksvollsten in
Europa. Um dahin zu gelangen, bieten sich zwei Möglichkeiten an. Zum
einen vom Pass Genna Silana aus - eine landschaftlich abwechslungsreiche
Variante, aber sehr anstrengend (bei ca. 6/7 Stunden und es sind 600
Höhenmeter zu überwinden) und zum anderen die „etwas leichtere“
Variante. Diese kann auch mit Kindern, Ü-60zigern und mit Hunden
unternommen werden. Die Anfahrt zum Ausgangspunkt ist ein wenig
abenteuerlich. Von Dorgali schlängelt sich eine schmale Straße an
Weingärten und Olivenhainen entlang bis man zu einem Parkplatz kommt.
Bei der Brücke „Ponte S’Abba Arva“ des Riu Flumineddu startet dann der
2-3 stündige Wanderweg. Hin und zurück 7-8 Stunden inkl. Schlucht.
Es war unser zweiter Anlauf. Unsere Ausrüstung war gut, der Proviant lag
im Rucksack und die Wandergruppe 12 Personen und 3 Hunde war voller
Tatendrang. Auch die Einstellung stimmte. Die zwei kleineren Hunde
machten ihren Begleiter-Job hervorragend. Sie pendelten zwischen Anfang
und Nachhut immer wieder und lieferten wohl die doppelte bis dreifache
Laufstrecke. Der 2,5-3 stündige Wanderweg entlang des Riu
Flummineddu-Flusslaufes ist eine großartige Wandertour und in unserem
Fall auch eine Offenbarung. Denn direkt am Eingang der Schlucht kam die
Sonne nach dem regnerischen Start. So war der Anblick des einzigartigen
Biotops noch gewaltiger. Verwitterungen, Auswaschungen, bizarre
Felsformationen, mehrere hundert Meter hohe Felshänge,
grau-orange-braune mal glatt und mal ausgewaschen Stein-Ensemble, kleine
Wassertümpel mit Lurchen und Käfern, ungewöhnliche Blüten,
Krüppelkiefern und einen Weg der zum Teil nur mit beiden Armen und
Beinen zu überwinden war. Bereits der erste Teil der Schlucht
beeindruckt sehr. Große, runde, glattgeschliffene, weiße Findlinge
versperren den Eingang zur Schlucht. Im nächsten Abschnitt ändern sich
die Steinformationen. Die runden Findlinge weichen dem schroffen
Kalkstein. Bis zu 500/600 Meter hohe weiße und braune Felswände ragen
empor. Vereinzelte Bäume, Sträucher und Buschwerk kontrastieren den
ausschnittgroßen blauen Himmel mit wie hineingemalten Wolken. Ein
Postkartenmotiv. Der grün, dann gelb und dann rot gefärbte Pfad bleibt
dann eine Herausforderung. Zu zwölft waren es vor allem der Wille, die
Gemeinsamkeit (schieben und ziehen), das Vertrauen untereinander und das
Gott uns schützt - der Motor dieser Entdeckungsreise. Nach einer
zünftigen Rast ging es zurück. Der glasklare Flusslauf lud dann auch zum
Baden und Verweilen ein. Und nach ca. 7 Stunden waren wir wieder am
Ausgangspunkt unserer Tour. Glücklich, erschöpft, voller Adrenalin und
mit Gottes Segen.

Falk

Lage & Umgebung6,0

Zimmer5,0

Service6,0

Gastronomie5,0

Sport & Unterhaltung5,0

Hotel6,0

Preis-Leistungs-Verhältnis: Sehr gut
Infos zur Reise
Verreist als:Freunde
Kinder:Keine Kinder
Dauer:3-5 Tage im Juni 2020
Reisegrund:Sonstige
Infos zum Bewerter
Vorname:Falk
Alter:61-65
Bewertungen:1
Kommentar des Hoteliers
Es war genial Euch als erste Gäste diese Saison beherbergen zu dürfen. Endlich ging die Saison los. Der gemeinsame Ausflug in die Gorroppuschlucht war auch für uns ein Highlight.
Vielen vielen herzlichen Dank für die ausführliche Bewertung unserer Wohnungen, des Dorfes und Umgebung. Das wird vielen zukünftigen Gästen ein gutes Bild vermitteln.
Viel Kraft zurück im Alltag und hoffentlich bis bald wieder einmal bei uns.
Irene und Matthias Winkler
NaNHilfreich