Bei der Architektur hat sich der Architekt wirklich mal etwas einfallen lassen - außergewöhnlicher Bau, der wirklich schön in den Hang integriert wurde. Alles rund um das Hotel erschien uns sehr sauber und gepflegt. Wir finden jedoch, man hätte den Speisesaal ein wenig freundlicher gestalten können. Er kam uns ein wenig lieblos und kalt vor. Einige Schwächen wies der Poolbereich auf. Im großen Pool zum Beispiel fehlten viele der kleinen Fliesen. Für die Liegen, die uns ausreichend erschienen, war leider die Anzahl der Sonnenschirme zu knapp bemessen. Wer nicht früh genug war, hatte Pech. Dies galt leider auch für die Liegen, die - wie fast in jedem Hotel - leider meistens schon früh morgens reserviert wurden. Tipps und Empfehlungen für das Management des H10: Hier muss unbedingt mehr in ausgebildetes Servicepersonal investiert werden. Service gehört zum A und O eines Hotels, dieses hatte das H10 zu unserer Reisezeit (Mai 2006) leider noch nicht erkannt. Wenn der Service erst einmal stimmt, können wir auch über Kleinigkeiten hinwegsehen.
Hier ist einmal nichts zu bemängeln! Die Zimmer sind gut ausgestattet, das Mobiliar ist absolut in Ordnung. Ein Safe mit Nummerncode, ein großer Schrank mit ausreichend Kleiderbügeln, eine Klimaanlage, die vom Bett aus schaltbar ist - alles vorhanden. TV mit ausreichend deutschen Programmen. Auf der Terrasse befanden sich zwei bequeme Stühle (Auflagen hierfür mussten wir an der Rezeption erbitten), ein Tisch sowie ein an der Wand angebrachter großer Handtuchhalter.
Beginnen wir beim Frühstück: Hier muss man sagen, dass die Auswahl sowie die Qualität der Speisen in Ordnung waren. Gehen wir zum Abendessen über: Hier meinen wir, einen guten Durchschnitt erkannt zu haben; wir hatten aber auch zum Glück nur eine Woche gebucht. Für einen längeren Aufenthalt wäre uns die Küche zu eintönig gewesen. Außerdem war es angebracht, nicht zu spät, zum Essen zu erscheinen. Oftmals hat es sehr lange gedauert, bis die Speisen aufgefüllt bzw. nachgelegt wurden. Zum Schluss ist da noch die Hotelbar: Unglaublich, hier war ausreichend Personal vorhanden und man musste auch nicht lange auf seine Bestellung warten. Dieses lag wohl daran, dass hier zusätzlich für das Hotel Geld zu verdienen war. Leider fehlte es jedoch auch hier mal wieder ein wenig an Freundlichkeit - vielleicht war aber auch keiner der Kellner auf Trinkgeld aus. Als positiv empfanden wir, dass erst direkt beim Hotelgast aus der Flasche geschenkt wurde. Einmal jedoch, hatte ein Kellner versucht, gefrorenes Bier in die Gläser zu schütten. Nachdem ihm dieses nicht gelang, stellte er das Bier einfach ab und bat zu warten, bis das Bier flüssig werden würde. Dazu fiel uns nichts mehr ein!! Erst nach einer Annahmeverweigerung wurde uns „flüssiges“ Bier serviert.
Rezeption: deutschsprachig, hilfsbereit, freundlich Zimmer-Service: Hier gibt es absolut nichts zu beanstanden. Pool-Service: Eigentlich gibt es hier keinen Service. Ach nein, mittags kam ja immer eine Animateurin mit einem Tablett Melonenstückchen vorbei. Die Auflagen für die Liegen musste man sich selbst besorgen. Restaurant-Service: … wenn man von Service hier überhaupt reden kann! Dieser „Service“ ist uns bislang in noch keinem Hotel (selbst mit weniger Sternen!) untergekommen. Und ich möchte behaupten, wir haben schon eine Menge Hotels kennengelernt. Den ersten Abend nahmen wir vier unsere Plätze ein und danach passierte nichts. Nachdem dann nach mehrminütigem Umsehen endlich ein Kellner auf uns aufmerksam wurde, konnten wir unsere Getränkebestellung aufgeben. Bier wurde dann in die auf dem Tisch befindlichen Weingläser geschüttet. Das Einschenken gehörte im Übrigen nicht zur Selbstverständlichkeit, wie wir noch herausfanden. Für das Wasser, welches dazu bestellt wurde, gab es auf diesem Tisch keine separaten Gläser. Auf anderen Tischen hatte man teilweise Glück. Wir haben sehr schnell mitbekommen, dass man vom noch nicht besetzten Nebentisch sich der Gegenstände annehmen sollte, die man auf seinem eigenen Tisch nicht vorfand. Dies waren oft ein zweites Glas, der kleine Brotteller sowie das kleine Messer dazu. Teelöffel, mit denen man üblicherweise sein Frühstücksei isst, oder das Dessert löffelt, hat man vergeblich gesucht. Beim Frühstück war es auch angebracht, sich selbst die Kaffeekanne und das Milchkännchen zu holen. Das wenige Personal, welches man ab und an vorfand, war völlig unmotiviert und total überfordert (ca. 20 Tische pro Bedienung). Zudem wurde hier teilweise auf Studenten zurückgegriffen, die von Gastronomie absolut keine Ahnung hatten. War man mit einem Gang fertig, blieb das dreckige Geschirr meist endlos lang vor einem stehen. Wir stellten unser benutztes Geschirr sodann auf einen der nicht besetzten Nebentische. Wenn dann zufällig mal die Bedienung vorbeikam, wurden auch gleich vier Teile auf einmal mitgenommen! Zum Geschirr ist noch anzumerken, dass ich so etwas noch in keinem Hotel gesehen habe. Dass hier und da mal eine Ecke abgesprungen war, war ja hinnehmbar. Aber die Untertasse, die ich einmal abbekam, war an fünf Stellen angestoßen. Von der Sauberkeit des Spülens ganz zu schweigen …
Das Hotel ist das letzte vor dem Golfplatz von Meloneras. Am Besten, man schaut sich die Lage bei „Google Earth“ an. Der Ort befindet sich weit ab vom Trubel (so, wie wir es eben wollten). Direkt unterhalb des Hotels befinden sich einige Einkaufsmöglichkeiten, Bars und Restaurants. Viele der Geschäfte stehen jedoch noch leer. Nach ein paar Gehminuten entlang der Promenade erreicht man andere Hotels, verschiedene exquisite Geschäfte, Restaurants und Bars.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Animation ist vorhanden, wurde jedoch - bis auf ein einziges Mal Wassergymnastik - von uns nicht in Anspruch genommen. Das Abendprogramm ist nicht besonders erwähnenswert - da sind wir Anspruchsvolleres gewohnt. Zudem ist die Bühne auch für eine einfache Aufführung des „Lord of the dance“ viel zu klein. Es finden gerade mal fünf Personen auf ihr Platz.
| Infos zur Reise | |
|---|---|
| Verreist als: | Familie |
| Dauer: | 1 Woche im Mai 2006 |
| Reisegrund: | Strand |
| Infos zum Bewerter | |
|---|---|
| Vorname: | Silke + Bernd |
| Alter: | 31-35 |
| Bewertungen: | 59 |


