- Preis-Leistungs-VerhältnisGut
Das Hotel selber ist schon in die Jahre gekommen; aber durchaus noch komfortabel, sauber, bequem und wohnlich. Allerdings auch sehr hellhörig. Wenn frühmorgens Gäste über den Flur gehen und sich dabei unterhalten oder die Zimmertür geräuschvoll zuwerfen, ist man sofort wach. Schritte aus dem oberen Stockwerk hört man ebenfalls laut & deutlich. Wir hatten ein Doppelzimmer, welches nur durch eine dünne Zwischenwand (inkl. abgeschlossener Zwischentür) vom Nachbarzimmer abgetrennt war. Nebenan wohnte ein englisches Ehepaar mit zwei Kindern, die wir – gerade morgens bei Aufstehen und abends beim Zubettgehen – im wahrsten Sinne des Wortes laut und deutlich verstehen konnten. Was aber viel schlimmer war, war das junge Paar im Zimmer nebenan, die jeden Abend laut Sex hatten. Irgendwann hatten wir die Nase voll vom Gestöhne und Schreien der Frau und haben uns bei der Hotelleitung über den Lärm beschwert.
Für meinen Geschmack etwas zu hellhörig. Ansonsten sauber und gut ausgestattet.
Ob das Essen nun drei- oder vier Sterne-Qualität hat, will ich nicht beurteilen. Ich habe am abendlichen Buffet jedenfalls immer etwas gefunden, was ich mochte. Frisch zubereitet und schmackhaft.
Das Personal… Ja, sie sind alle nett, freundlich und wirklich bemüht. Wenn es mal Probleme gibt, dann bemühen sich wirklich alle, nach Möglichkeit zu helfen. Aber: man hat irgendwie den Eindruck, einige Bedienstete im Service erledigen nur das, was man ihnen ausdrücklich aufträgt. Aber ja nicht mehr! Beispiel: der Leiter des Restaurants ist immer darauf bedacht, dass alle Gäste morgens stets saubere Tische zum Frühstücken vorfinden und hat die Service-Kräfte wohl auch dementsprechend instruiert, die dann benutztes Geschirr und dreckiges Besteck sofort abräumen. Aber alles, was darüber hinausgeht, wird übersehen: die auf dem Boden liegende Serviette, die Bitte, noch ein Kännchen Kaffee zu bringen (benötigt meist zwei Erinnerungen), der achtlos neben dem Buffet-Tisch abgestellte schmutzige Teller. Überhaupt das Frühstücks-Personal: im Gegensatz zum Personal bei den eleganten Abend-Buffets am Pool ist man hier viel weniger aufmerksam und höflich. Logisch: abends gibt es von den Gästen Trinkgeld. Am Morgen-Frühstücksbuffet wohl eher nicht; daher ist man morgens eben auch weniger eifrig.
30 km vom Airport Paphos entfernt. Pissouri Bay ist ein ganz kleiner Ort mit einigen Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Beliebte Aktivitäten
- Strand
Zunächst einmal: der Stand ist – wie beschrieben – ein Kiesel-Sandstrand, der aber eigentlich gar nicht mal so schlecht ist. Ganz im Gegenteil: wer bereits einmal an einem richtigen Kiesel- bzw. Felsenstrand in Kroatien Badeurlaub gemacht hat, der wird diesen Strand mögen. Badeschuhe sind natürlich Pflicht. Richtig sauber ist der Sand nicht: man findet Zigarettenstummel, Plastikteile und teilweise auch Scherben. Der komplette Strandabschnitt, d.h. der für Hotelgäste reservierte Strandbereich zzgl. des öffentlich zugänglichen Strandabschnitts wird von zwei durchtrainierten, sportlichen Live-Guards/Rettungsschwimmern bewacht, die ihren Job durchaus ernst nehmen (dazu später mehr). Direkt vor dem Hotel gibt es einen Strandabschnitt, an dem sich die für die Gäste bestimmten Liegen/Sonnenschirme befinden. Ich bin es mal abgeschritten; die Gesamtlänge beträgt ca. 200 m. Der zum Baden reservierte Wasser-Bereich reicht ca. weitere 200 m in das Meer hinein und wurde mit roten Warnbojen als Badebereich für Schwimmer/Badegäste markiert. Diese Abgrenzung hat aber auch ihre Berechtigung: der Bereich außerhalb der Bojen- Markierung wird von Jet-Skis, Para-Glidern, Kite-Surfern, Stand-Up-Paddlern, verschiedenen Tretbooten, Wasser-Ski-Fahrern und Windsurfern genutzt; außerdem ziehen dort Motorboote die Banana-Boats bzw. sonstige Luftkissen-Gebilde, auf denen man sich in halsbrecherischer Geschwindigkeit über das Wasser ziehen lassen kann. Das Überschreiten der roten Bojen wäre daher absolut lebensgefährlich! Man sollte also kein Problem damit haben, innerhalb des markierten Bereichs bleiben zu müssen und nicht ganz weit rausschwimmen zu können. Der Bereich links und rechts neben den Markierungen kann ebenfalls nicht zum Baden genutzt werden: hier befinden sich die Ein- und Ausfahrkorridore der oben genannten Wasserfahrzeuge. Diese motorisierten Wasserfahrzeuge sorgen den ganzen Tag über permanent für Motorenlärm. Ganz schlimm wird es, wenn sich zwei oder mehrere Jet-Skis draußen ein Rennen liefern oder wenn die Fahrer gerade der hochmotorisierten Jet-Skis zum Show-Rennen antreten und das Strandpublikum mit Pirouetten und sonstigen wilden Show-Einlagen beeindrucken wollen. Dann dröhnt und röhrt es! Vergleichbar, wie wenn man in seinem Garten liegt und die beiden Nachbarn rechts und links der Gartenzaun-Grenze jeweils ihre Benzin-Rasenmäher bis an die Drehzahlgrenze hochjagen. Hinzu kommt das Geräusch der Motorboote, die gerade die Luftkissengefährte ziehen, wobei die mitfahrenden Personen jauchzen und schreien. Wie im Freibad, nur viel lauter. Bei mir war es so, dass man diesen permanenten Motorenlärm/Geschreie irgendwann ausblendet und die Geräuschkulisse einfach so akzeptiert wie sie ist. Wer jedoch ungestörtes Strandleben genießen möchte, der ist an diesem Strandabschnitt definitiv fehl am Platz und sollte lieber andere, ruhigere Buchten oder Strände aufsuchen. Links und rechts neben dem markierten Schwimmbereich befinden sich Anbieter/Verleiher von der vorstehend genannten Wasserfahrzeuge („Water-Sport-Action“). Für Urlauber & Kinder natürlich verlockend, aber man sollte insbesondere die Angebote, sich mit irgendwelchen Luftkissen in hoher Geschwindigkeit über das Meer ziehen zu lassen, erst einmal mit Vorsicht genießen und kritisch vorab einschätzen, ob man sich einen derartigen Höllen-Ritt körperlich zutraut. Am dritten Tag unseres Urlaubes wurden wir Zeugen eines schlimmen Unfalls: ein Kind, welches einen Ritt auf einem der Banana-Boote mitgemacht hat, konnte sich draußen bei einem harten Aufsetzer auf dem Wasser nicht mehr festhalten und wurde vom Boot weggeschleudert. Nur einen Augenblick später kamen die Life-Guards mit ihrem eigenen Boot zu Hilfe rausgefahren, haben das regungslose Kind geborgen und zur Erstversorgung an den Strand gebracht. Dies war der Moment, in dem wir beschlossen haben, auf derartige Angebote zu verzichten. Es wurde an dieser Stelle je bereits im Zusammenhang mit der Sonnenliegen/Sonnenschirm-Situation am Pool geschrieben, dass man „...eigentlich immer eine Liege finden“ könne. Dies mag in der Vor- oder Nachsaison zutreffen; in der Hauptsaison jedenfalls nicht. In den zwei Wochen unseres Aufenthaltes war es wie in den schlimmen Hotelsauf Mallorca: wer gemütlich nach dem Frühstück so gegen halb zehn mit seiner Badetasche an den Pool oder an den Strand kommt, der hat keine Chancen, weil wirklich alle Liegen besetzt sind. Unabhängig von der Nationalität besetzen viele Hotelgäste bereits vor dem Frühstück ihre Liegen mit Badetüchern, so dass man gezwungen ist, selber spätestens um halb acht aufzustehen und sich seine Liege zu reservieren. Auffällig war für uns, dass viele Liegen auch über die Mittagszeit reserviert blieben, ohne dass sie jemand genutzt hat. Eine Rücksichtslosigkeit sondergleichen! Irgendwann haben wir dann nachmittags den Pool-Boy gebeten, uns zwei derartig reservierte Liegen freizumachen, was er dann auch sofort & bereitwillig gemacht hat. Er hat einfach die dort ausgelegten Badetücher entfernt und mitgenommen.
Infos zur Reise | |
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Verreist als: | Familie |
Dauer: | 2 Wochen im August 2015 |
Reisegrund: | Strand |
Infos zum Bewerter | |
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Vorname: | Martin |
Alter: | 46-50 |
Bewertungen: | 8 |